Metro JTM45: 220/250V Trafo mit 230V betreiben möglich??

  • Hallo Leute

    Ich hab ein Angebot zum Kauf eines Metro JTM45 bekommen, das blöde ist nur dass der eingebaute Netztrafo nur die Spannungen 120V, 220V und 250V bietet.

    Kann ich diesen Amp mit 230V Netzspannung (also auf 220V oder 250V eingestellt) betreiben?

    Danke schonmal
    TD

  • Müsste man mal genau den Plan studieren. An sich geht es auf der 220V-Einstellung, das ist noch von früher wo es 220/380V gab. Heute sind das eben 230/400V. Die meisten Geräte die für 220V gebaut wurden machen die 230 heute auch noch anstandslos mit.

  • Hallo aber auch,
    wenn ich mich nicht irre, handelt es sich bei der Maschine um einen Röhrenverstärker. Falls dem so ist: Nimm die 250V Einstellung. Warum? Nun, man soll lieb sein zu seinen Röhren. Die bei 220V Einstullung etwas höhere Anodenspannung ist vernachlässigbar, da die neg. Gittervorspannung der Endröhren ja auch prozentual höher ist. Aber die armen Heizfädchen werden doch etwas gestresst. Hat zwar nichts mit der Funktion der Maschine zu tun aber mit der Lebenszeit der "glühenden Transistoren". Und, mal erlich, wer möchte nicht gerne lange leben...

    dramatisch schönes Restwochenende
    Rolf

  • Hallo,

    ich empfehle dir die Spannungen einfach mal nachzumessen, vor allem die Heizspannung.
    Du wählst dann einfach die Spannung am Netztrafo bei der die Heizspannung am nächsten an 6,3V ist!

    Eine zu niedrige Heizspannung ist für die Röhren genauso schlecht wie eine zu hohe, deswegen würde ich nicht pauschal sagen wollen, dass 250V besser ist. Je nach Wohngebiet kann deine Netzspannung ja auch wirklich nur bei 220V liegen, oder hast du 230V gemessen?

    Grüße,
    Mathias

  • Zitat von beano;331386

    Hallo,

    ich empfehle dir die Spannungen einfach mal nachzumessen, vor allem die Heizspannung.
    Du wählst dann einfach die Spannung am Netztrafo bei der die Heizspannung am nächsten an 6,3V ist!

    Eine zu niedrige Heizspannung ist für die Röhren genauso schlecht wie eine zu hohe, deswegen würde ich nicht pauschal sagen wollen, dass 250V besser ist. Je nach Wohngebiet kann deine Netzspannung ja auch wirklich nur bei 220V liegen, oder hast du 230V gemessen?

    Grüße,
    Mathias

    Hallo Mathias,

    grundsätzlich hast Du recht, daß eine Röhre, die mit einer -wesentlich- zu niedrigen Heizspannung betrieben wird nicht wirklich glücklich wird..., aber der Nachteil einer höheren Heizspannung überwiegt. Diese niedlichen Heizfäden sind ja doch sehr niederohmig und bei ca. 0,4V mehr ist doch schon ein höherer Heizstrom vorhanden. Dagegen arbeitet das Röhrchen mit gut 6 Volt Heizspannung bestimmt ohne zu protestieren..

    Gruß Rolf

  • Hi Rolf,

    das Problem ist doch, dass wir die Spannungen ohne eine Messung noch gar nicht kennen! Deswegen halte ich es für falsch von vornherein auf 250V zu gehen und es ist auch müßig da jetzt über 6V oder +-0,4V zu diskutieren.
    Mag sein, dass sich 250V als richtige Lösung rausstellt - aber ohne Messung lässt sich das eben nicht zweifelsfrei sagen.

    Grüße,
    Mathias

  • Die Netzspannung bei dir zuhause entscheidet letzendlich. Hier bei mir zum Beispiel gibt es 230V nur hinter der USV, sprich an Server, Router und Co. Vom normalen Netz kommen knappe 221V (weiß ich, weil mein Trenntrafo mir das gerade sagt ;) ).

  • Hey - Danke erst mal an alle für die vielen Antworten!

    Ich hab die Frage hier gestellt, da ich weiß dass im Musikding Forum einige Elektrotechnik-versierte Menschen aktiv sind und ich mich mit Elektrotechnik nicht sehr auskenne - ich spiele die Verstärker nur und bau die Dinger nicht zusammen.
    Ich habe in einem anderen Forum (mit Musik im Namen) die gleiche Frage gestellt - und dort gehen die Meinungen auch auseinander aber ich glaube einen Trend zu der Lösung zu erkennen, den Trafo auf 250V einzustellen, also eine höhere Spannung als die 230V Netzspannung. Weil es wohl weniger ausmacht wenn der Trafo/die Röhren zu wenig Spannung abbekommen als zu viel.

    Mir geht es eigentlich nur um die prinzipielle Frage ob ich den JTM 45 (also ein Nachbau des legendären Röhrenverstärkers von Marshall) ohne den Netztrafo zu wechseln bei mir zu Hause mit 230V Netzspannung betreiben kann. Ob also ein Trafowechsel notwendig werden könnte oder ob das schon irgendwie hinzubekommen ist.

  • Hallo,

    es gibt noch eine weitere Möglichkeit, ein Gerät an eine vorhandene Netzspannung genau anzupassen. Sie stammt von Röhrenradiosammlern, die ja oft das Problem haben, daß das Radio nicht für die akteulle Netzspannung vorgesehen ist.
    Dazu braucht man nur einen Trafo, der sekundärseitig eine Ausgangsspannung hat, die der Differenz der Netzspannung und der Geräte-Sollspannung entspricht.

    Für dein Beispiel: Netz = 230 V, Gerät = 220 V -> Trafo mit 10(...12) V.
    Dabei ist es auch egal, ob die Spannung erhöht oder erniedrigt werden muß.
    Der Trafo wird dazu wie ein Spartrafo verschaltet und vor das Gearät geschaltet. Er ist meist so klein, daß er noch locker in das Gerät mit rein paßt.

    Das setzt natürlich voraus, daß man so eine Schaltung an Netzspannung fachmännisch vornehmen kann - sonst knallt's und brennt's nämlich ziemlich schnell...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Gegebenenfalls kennst du sicherlich auch jemanden, der passenden Berufszweig beschritten hat und dir da beim Einbau helfen könnte.
    Trafos von 230V auf 220V wie Bernd sie beschreibt gibt es fertig zu kaufen. Habe einen hier vor einer alten Bahnhofsuhr sitzen, die mit 230V zu schnell und mit 220V genau richtig läuft.

  • Hi! Bevor hier jemand unnötigerweise Trafos tauscht: hat keiner den WIKI-Eintrag vom stooge gelese????
    ....Ab 1987 erfolgte zunächst eine Umstellung in mehreren Abstufungen auf 230 V +6 % und -10 %. Seit 2009 darf die Netzspannung von 230 V um ±10 % abweichen, damit sind 207 Volt bis 253 Volt erlaubt....

    Was heißt das nun für dich? Hör dir den Amp bei 220 und bei 250V Einstellung an und lass deine Ohren entscheiden was besser klingt!
    Ein Austausch auf einen 230V Trafo hallte ich schlicht für überzogen. (IMHO!!!!)

    Gruss, SAMARA

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

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