Fuzz Factorys oder Klone oder DIY?

  • Hi,

    ich bin echt versessen im Moment, mal eine Fuzz Factory zu probieren.
    Kann mir jemand was zu den Unterschieden (von der Elektronik/Teilen und somit ja dann dem Sound) sagen zwischen den

    Z.Vex Fuzz Factory
    Z.Vex Fuzz Factory Vexter
    Fuzz Factory DIY-Bausatz vom Musikding
    Fuzz Machine Klon (Details und Bilder vom Innenleben scheinen detailliert aufgeführt zu sein.)

    würde mir sehr weiterhelfen
    :)
    lee

  • Vermutlich alle gleich, evtl andere Transistortypen, aber da kann man ja eh ein bisschen rumprobieren.

    Ich finde die Factory übrigens ziemlich lahm - ein typisches Produkt von einem Aufschneider, der keine Ahnung hat und per trial-and-error "entwickelt".
    Wenn du ein wirklich extremes Fuzz willst, das aber auch die braveren Standardsounds à la Fuzz Face kann, such mal nach Joe Gagan's "Skyripper", zB in der Galerie von "tungngruv" bei diystompboxes.com.
    Cool ist auch die erweiterte Version von Tim Escobedo's "Ugly Face" mit LFO.
    (Layout irgendwo hier: http://s605.photobucket.com/albums/tt137/p…photon/?start=0.

  • Hallo,
    die Zvex "Vexter"-Serie ist haargenau dasselbe wie die normale Serie
    bis auf das herstellungstechnisch einfachere, maschinell aufgeprägte Design.
    Die Serie kostet glaube ich auch ein bisschen weniger soweit ich weiss...

    Der Klon von Musikding nutzt die gleiche Schaltung, bei den Bauteilen kannst Du die des Bausatzes benutzen
    oder aber auch eigene Bauteil-Ideen umsetzen, z.B. Panasonic-Elkos, andere Filmkondensator-Typen ect.,
    wie es Dir am besten gefällt, Threads über Vor- und Nachteile von bestimmten Bauteiletypen siehe SuFu ;)

    Das Gerät aus der Auktion ist auch weiter nichts besonderes,
    einen besseren Standard hast Du da beim Musikding-Bausatz,
    alleine das Gehäuse ist schon wirklich viel robuster!
    Direkte Platinenverbindungen sind (meiner Meinung nach) auch nicht so toll...

    ...und selbstgebaut schmeckt besser ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Zitat von Magnus;330952

    z.B. Panasonic-Elkos, andere Filmkondensator-Typen ect.,
    wie es Dir am besten gefällt, Threads über Vor- und Nachteile von bestimmten Bauteiletypen siehe SuFu

    Klar, erst olle rauschende Germaniumtransen zum Zerren bringen und dann verschiedene Kondensatortypen heraushören wollen...:rolleyes:
    Ich bin mittlerweile bei den Billigteilen von Tayda angekommen, die machen in solchen Schaltungen exakt den gleichen Job.

  • wow, das uglyface scheint echt heftig zu sein :)

    wie würde sich eigentlich ein LFO mit Clean-Sound anhören? würde mich mal interessieren

  • Hallo,

    Zitat

    Klar, erst olle rauschende Germaniumtransen zum Zerren bringen und dann verschiedene Kondensatortypen heraushören wollen...
    Ich bin mittlerweile bei den Billigteilen von Tayda angekommen, die machen in solchen Schaltungen exakt den gleichen Job.

    Ok, die verrückt fusselnde, rauschende und quietschende Factory
    ist vielleicht nicht das prickelnde Beispiel für solche Aktionen,
    ich wollte damit lediglich den Vorteil des selber bauens erwähnen und die Optionen kurz beispielhaft darstellen.
    Aber stimmt schon, da tun es auch Standard-Caps...
    ...und mojo-Klonerei aus Leidenschaft ist bei dem neuen Teil ja auch (noch) nicht der sinnvolle Fall ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Zitat von LeeFX;330970

    wow, das uglyface scheint echt heftig zu sein :)

    wie würde sich eigentlich ein LFO mit Clean-Sound anhören? würde mich mal interessieren

    Ein LFO (low frequency oscillator) ist erstmal ja gar nicht Teil der eigentlichen Audioschaltung. Er erzeugt eine Wellenform, die man dann dazu benutzen kann, verschiedene andere Dinge zu modulieren. In einem Tremolo ist das zB die Lautstärke. Etwas trickreicher wird es bei Phaser und Co, hier ist es gut erklärt: http://geofex.com/Article_Folders/phasers/phase.html
    Am einfachsten versteht man es, wenn man sich mit Synthesizern befasst, da ist es recht anschaulich.

  • oh okay, und schon wieder hat sich ein Knoten gelöst, über den ich mir lange nicht bewusst war - ich hatte immer LFO auch mit Tiefpassfilter gleichgesetzt :) gutgut

  • Zitat von roseblood11;330960


    Ich bin mittlerweile bei den Billigteilen von Tayda angekommen, die machen in solchen Schaltungen exakt den gleichen Job.

    Man wird mich vielleicht für verrückt erklären, aber neulich habe ich mal spaßeshalber die geschätzten Koppelkondensatoren eines Röhrenverstärkers durch Keramiktypen 22nF/2000V ersetzt. Da liegen preislich Welten dazwischen. Klanglich jedoch nicht. Mir haben die Kerkos sogar fast ein bisschen besser gefallen. ;D Die hatten irgendwie mehr Biss. Das mag wohl auch mit der Schaltung zu tun haben. Aber das nur mal am Rande bemerkt.

    Weiterfuzzen.

  • Zitat von LeeFX;330984

    oh okay, und schon wieder hat sich ein Knoten gelöst, über den ich mir lange nicht bewusst war - ich hatte immer LFO auch mit Tiefpassfilter gleichgesetzt :) gutgut

    Hi,
    Drei Buchstaben ist schon OK, aber ein Tiefpass ist dann ein LPF;D

    MFG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von Hilli;331008

    Ich habe sie nicht drinnengelassen, war nur mal ein Test. Ich kenne natürlich die miesen Eigenschaften von Kerkos. Trotzdem war ich überrascht.
    Wie ich bereits schrob, muß es mit der Schaltung zusammenhängen. Und in Bodentretern werden sie ja auch sehr oft benutzt.

    Ich wollte nicht belegen, dass sie "mies" sind, sondern dass deine Wahrnehmung "mehr Biss" nicht verrückt ist, sondern nachvollziehbar.
    In 9V-Tretern werden sie aber doch vermutlich eher wegen Preis und Größe verwendet.

  • Das Problem ist, die Bezeichnung "Keramikkondensator" ist ungefähr genauso spezifisch wie die Antwort "rot" auf die Frage welches Auto man fährt. Ohne das Dielektrikum zu nennen ist die Aussage völlig ohne Wert und es auch nicht möglich miese Eigenschaften zu attestieren (siehe hier und hier). C0G/NP0 z.B. ist guten Filmkondensatoren (Polypropylen, Polystyren, ...) mindestens ebenbürtig.


    Gruß
    Volker

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