Reihenfolge Zusammenbau

  • Hallo,

    hab grade mein Lineal zusammengebaut und es funktioniert auch so weit prima (*freu* beim ersten Versuch)..
    jetzt frage ich mich, wie ich die Reihenfolge für den Zusammenbau wählen sollte..klar, Platine bestücken zuerst,aber sollte ich dann die ganze Verkabelung anlöten und dann ins Gehäuse pressen (war mein Vorgehen, alles ziemlich chaotisch, hab auch Angst, dass Lötstellen brechen beim rumbiegen) oder erst die Potis und Buchsen einbauen und dann die Kabeldranlöten (aber ziemlich wenig Platz im gehäuse um großartig mim Lötkolben darin rumzuspielen)..?
    Wie macht ihr das so? Tips für einen begeisterten Einsteiger?


    Grüße André

  • Hallo André,

    ich beginne mit der Planung des Gehäuses, wo kommen die Potis, die Buchsen, die Platine etc. hin. Danach alles Bohren, Decal Designen und auf das Gehäuse machen. In der Zwischenzeit, wo das Gehäuse 7 Schichten Klarlack bekommt, Platine bestücken und Kabel anlöten. Danach alle Bauteile im Gehäuse verbauen, zuletzt Platine einsetzen und die Kabel, auf möglichst kurze Kabelwege achten, an die richtigen Bauteile anlöten. Fertig:D.

    Gruss
    Urs

  • Hi Andre !
    Ich mache es so : Normalerweise verzinne ich die Litzenenden etwas vor , dann verkabele ich die Platine ( Litzen sind dabei etwas länger als nötig , vorher austesten ) . Danach hängt es ganz vom Platz und der Position der Bauteile im Effekt ab , ob zuerst die Potis etc . , bevorzugt aber schon alle Komponenten im Gehäuse plaziert . Man muss nicht alle Komponenten extrem Festschrauben , dann hat man Spielraum für Korrektur , manchmal lassen sich gerade Potis in einer bestimmten Position besser verlöten , die Endposition ist aber z.B. 90 Grad verdreht . Am besten man organisiert sich die Verkabelung vorm Lóten kurz im Kopf , damit später beim Löten nichts dem Lötkolben im Weg ist und man nicht schon verlötete Litzen ansengt . Bei Effekten mit vielen Potis , wie z.B. Ampsimulationen , verdrehe ich die Litzen der jeweiligen Potis , damit das Ganze etwas übersichtlicher wird ( Kabelweg ist länger ! ) und wähle für die 3 Pins der Potis immer einheitliche Farben ( Pin 1 : gelb , 2 : grün , etc ... ) . Ansonsten ist Masse immer schwarz , In-Output immer blau und Versorgungsspannung rot . Wenn Du die Litze richtig verlötet hast , kannste ruhig etwas dran rumbiegen ( hat halt alles seine Grenzen ... ) .
    Aber jeder hat da wohl seine eigene Methode .
    Und : ich HASSE Verkabeln:mad:

    LG carsten

    "There will be SOUND!" ( Roadie,1980 )

  • Ich nutze bei meinen Geräten immer noch Schrumpfschlauch, um die Anschlüsse von Potis, Buchsen, LEDs und sonstigem einzupacken. Wenn es beim Löten im Gehäuse garnicht gehen sollte, Bauteil raus und in der dritten Hand einspannen. Dann lässt es sich anständig verlöten und danach wieder einbauen.

    Bei allem was an Bauteilen außen auf dem Gehäuse verschraubt wird, Unterlegscheiben drunter! Dann zerkratzt man beim Zudrehen der Mutter auch den Lack nicht. Zudrehen immer mit dem passenden Schraubenschlüssel, und diesen immer ganz flach ansetzen. Schraubenschlüsselsets (6er-19er) gibt es schon für wenige Euros, und für den Effektgerätebau reichen auch die billigen da man keine riesigen Kräfte auswendet.

    Was den Rest angeht, da schleiße ich mich den anderen an. Bauteile anzeichnen, bohren, Decal drauf, lackieren, und während der Lack noch trocknet hat man genug Zeit um die Platine anzufertigen. Beim Einbau der Teile einfach ein weiches Handtuch unterlegen, dann schrabbelt man auch nicht mit dem Lack auf der Werkbank.

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