Mein erster eigener Amp ;)

  • Hey,

    ich hab mich gestern Abend und vorher mal hingesetzt und einen Plan für die Endstufe meines ersten, mehr oder weniger eigenen Amps entwickelt.

    Ich lade ihn mal hier hoch. Da es das erste mal ist, dass ich mir selber Sachen überlegt habe und nicht einfach nur nachbauen werde wollt ich euch bitten, mal 1-2 Blicke auf den Plan zu werfen und zu schauen, ob ich nicht irgendwelche groben Fehler gemacht habe... Natürlich dürft ihr, wenn ihr sagt, die Idee ist cool, das Teil gerne nachbauen ;)
    Würdet ihr an dem Schaltplan noch irgend etwas verändern???

    Wie sieht es mit den beiden Relais an den Positionen aus? Sollte ich diese vielleicht besser durch AQY212 ersetzen???

    In den Presence/Depht Sektionen, die übrigens an den Peavey 5150 angelehnt sind, sind die Bauteilwerte nur Richtwerte, von denen aus ich vorhabe, einfach auszuprobieren.

    Wenn ihr natürlich irgendwelche kreativen Ideen/Anregungen habt, für Ideen bin ich immer zu haben ;)

    Danke und LG
    Jakob

  • Hallo

    Sieht schon ganz gut aus, die Relaisumschaltung sollte auch funktionieren.
    Die Kondensatoren an den Presencereglern sind mit je 26,7nF ziemlich
    klein, so das die Regelung meiner Meinung nach schon zu weit oberhalb des
    dafür sinnvollen Frequenzbereichs liegt.
    Da die ECC83 nicht gerade zu den leistungsstarken Röhren zählt, würde ich
    R10 u. R11 nicht unterhalb von 150K wählen.
    Hast du bedacht, das du im 50W-Mode die Ausgansimpedanz am AÜ
    auf den halben Wert der angeschlossenen Box einstellen mußt?

    Gruß --.- loco

  • Hallo Jakob

    Schaltung sieht gut aus, bis auf beides was Loco anspricht, das Problem mit der Umschalterei 50 / 100 und AÜ Ausgang könnte man gleichfalls mit Relais lösen, ist aber technisch nicht ideal.

    Gruß Franz

    PS: Mir gefällt zwar der Ansatz selber entwerfen gut, aber bei den vielen guten funktionierenden und erprobten Layouts die es gibt fällt das für mich irgendwie in die Kategorie das Rad neu erfinden.

    So oder so Viel Spass beim bauen und viel Glück dass alles funzt wie gewünscht

  • Danke für die superschnellen Antworten ;)

    loco: Das mit der Impendanz hab ich übersehen, aber das trifft sich ganz gut :P Ich habe einen blöden AÜ, der nur eine 16 und eine 4 Ohm Wicklung hat. Aber jetzt weiß ich ja, wie ich Boxen mit 8 Ohm anschließen kann ;)
    Ich denk, 50 Watt reichen mir daheim locker :D Danke für die Top Idee :)
    Widerstände R10/R11 hab ich auf 150k geändert, bei der Presence-Regelung werd ich beim testen mit höhren Werten beginnen ;)

    @ Kai: Ja, der Amp soll ein Amp zum Gas geben werden ;) Aber inwievern meinst du das mit dem OD? Mein Ziel ist, dass die Endstufe möglichst lange clean bleibt, der Preamp soll/wird in Anlehnung an den Krank Krankenstein entstehen und somit genug Gain-Reserven bereitstellen ;) Aber der Clean soll dann auch noch Clean sein ;)

    Aber ich mein, es spricht ja auch nix dagegen, mal ein bisschen auszuprobieren ;) 4, bzw 8 Widerstände sind ja schnell mal umgelötet ;)

    Wie sieht das eigentlich mit den Leistungen von den Widerständen aus? Reicht es, wenn die Screengridstopper und die Bias-Widerstände 2W haben und alle anderen 0,6W?

    Ich hatte vor, die Endstufe komplett zu matchen, also nicht nur die Röhren, sondern auch die Widerstände... Der Punkt ist halt, 0,6W Widerstände gibts beim großen R mit 0,1% Toleranz, bei 2W Widerständen hab ich aber noch nie welche gefunden, die eine so kleine Toleranz haben. In der Praxis bedeutet das: 20-30 Stück bestellen und mit dem Multimeter testen, welche am nächsten aneinander liegen. Bei 10 verschiedenen Werten wird das aber irgendwann auch echt teuer :D

    LG Jakob

  • Zitat von Deathlord;328097


    Wie sieht das eigentlich mit den Leistungen von den Widerständen aus? Reicht es, wenn die Screengridstopper und die Bias-Widerstände 2W haben und alle anderen 0,6W?

    Ich hatte vor, die Endstufe komplett zu matchen, also nicht nur die Röhren, sondern auch die Widerstände... Der Punkt ist halt, 0,6W Widerstände gibts beim großen R mit 0,1% Toleranz, bei 2W Widerständen hab ich aber noch nie welche gefunden, die eine so kleine Toleranz haben. In der Praxis bedeutet das: 20-30 Stück bestellen und mit dem Multimeter testen, welche am nächsten aneinander liegen. Bei 10 verschiedenen Werten wird das aber irgendwann auch echt teuer :D

    Hallo,

    Gitterwiderstand, Bias und Kathodenmesswiderstand kannst du auch 1/4 Watt nehmen. Wenn du die Leistung mal ausrechnen würdest und den Spannungsabfall ;)
    Für den Schirmgitterwiderstand solltest du auf jedenfall 2W nehmen...

    Widerstände auf unter 1% zu matchen ist komplett sinnlos bei der Schaltung! Meinst du die Röhren werden auf unter 1% ausgemessen?? Wenn du Glück hast, vielleicht 10% über die komplette Kennlinie.

    Außerdem haben die Widerstände da keinen Einfluss auf den Arbeitspunkt ;) Da die Gitter AC gekoppelt sind und alle auf die gleiche Spannung gebiased.
    Über die 1Ohm in der Kathode fällt so wenig Spannung hab, das es nicht ins Gewicht fällt.

    Gruß
    Dirk

  • Moin,

    ich würde die Schirmgitterwiderstände eher deutlich überdimensionieren und mindestens zu 5W greifen, bei Vollaussteuerung und >1kOhm kommt man mit der verbratenen Leistung schon in den eins-komma-keks-Watt-Bereich.

    Zitat von Rohrbruch;327943


    PS: Mir gefällt zwar der Ansatz selber entwerfen gut, aber bei den vielen guten funktionierenden und erprobten Layouts die es gibt fällt das für mich irgendwie in die Kategorie das Rad neu erfinden.

    Nicht wirklich. Ich empfinde das einfache "Nachbauen" erprobter Layouts als langweilig, und auf einen Amp, den man von Grund auf selbst entworfen hat, ist man doch viel stolzer als auf "malen nach Zahlen" eines bewährten Layouts. Der Weg ist das Ziel, so'n Amp soll für mich auch immer eine Herausforderung sein und etwas, wobei ich was lernen kann.

    Gruß, Nils

  • Dazu muss man aber genaue Vorstellungen haben, wo die Reise hingehen soll. Und die nötigen Kenntnisse, um das auch umzusetzen. Gut, man könnte einiges in der Vorstufe durch Versuch ermitteln, aber so richtig weiß man dann auch nicht, was man da macht. Ich glaube für viele ist es auch einigermaßen befriedigend, wenn sie z.B. einen 5E3 irgendwo hören und ihn dann fertig nachgebaut spielen.
    Schaltungen selbst entwickeln bleibt natürlich die hohe Schule der Kunst, ist aber wohl nur was für Fortgeschrittene.

    Gruß, Bernd

  • Zitat von Hilli;328284

    Dazu muss man aber genaue Vorstellungen haben, wo die Reise hingehen soll. Und die nötigen Kenntnisse, um das auch umzusetzen. Gut, man könnte einiges in der Vorstufe durch Versuch ermitteln, aber so richtig weiß man dann auch nicht, was man da macht. Ich glaube für viele ist es auch einigermaßen befriedigend, wenn sie z.B. einen 5E3 irgendwo hören und ihn dann fertig nachgebaut spielen.
    Schaltungen selbst entwickeln bleibt natürlich die hohe Schule der Kunst, ist aber wohl nur was für Fortgeschrittene.

    Gruß, Bernd

    Da stimme ich Dir zu. Ich wollte auch eigentlich nur gesagt haben: So sinnlos, wie es in Franz' Beitrag klingt, ist das selbst stricken nicht ;).

    Gruß, Nils

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