Hallo,
verstehst du eigentlich wie ein Opamp (und ein OTA wie der CA3080 ist dabei noch was spezielleres...) funktioniert?
Es macht nicht viel Sinn den "+"- und "-"-Eingang eines Opamps zu oszillografieren ("Prinzip der verschwindenen differentiellen Eingangsgröße beim Opamp").
Außerdem verarbeitet der CA3080 nur Eingangsspannungen im mV-Bereich nur verzerrungsfrei.
Benutzt du eigentlich 1:10 Tastköpfe oder 1:1?.
Der Trimmer beim Dynacomp wird überbewertet, er dient hauptsächlich zur Bias-Einstellung der Eingänge und zur Gleichtaktunterdrückung - laß ihn in Mittelstellung ![]()
Wie wär es mit folgendem Test:
Sinus am FX-Eingang einspeisen, 1 kHz, 50 mVrms.
P1 mit Schleifer (2) an S2 - wie gehabt, aber 1 an Masse und 3 an +9 V.
Dann den Ausgang Pin 6 oszillographieren und an P1 drehen und schauen ob sich was tut...
Gruß, Bernd
Dyna Comp macht keinen Sound
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Hallo Bernd,
Nochmals ein riesiges Danke! Ich war im Kopf irgendwie darauf aus, das das Signal schon invertiert rein muß, ist natürlich Quark, hätte doch mal nachlesen sollen. Ich hab sonst nicht so viel mit Halbleitersachen am Hut und muß mich daher entschuldigen hier so eine Welle loszutreten.
Hab jetzt den von Dir vorgeschlagenen Test gemacht. Sinus 1kHz ungefähr 50mV RMS am Input des Pedals. P1-1 an Masse, P1-3 an Vbatt und den Schleifer an S2 belassen. Dann Input und Pin6 des Ca3080 oszillografiert. Zuerst nix...Nochmal den CA3080 gegen einen neuen getauscht. Und hoppla...Jetzt sieht das ganz anders aus und es kommt endlich was hinten raus. Wenn ich P1 nun verstelle hab ich diese Peaks für einen kleinen Einstellbereich, werden kleiner und verschwinden ganz. Wenn ich nun mal ein Gitarrensignal durchschicke, kommt nur in einem ganz kleinen Regelbereich ein Signal durch und es ist extrem verzerrt.
Und nun, wie weiter? Jetzt alles auf orginal zurückbauen? Ich will ja jetzt das Erreichte nicht gleich wieder zerhacken.Viele Grüße Micha
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Zitat
Wenn ich P1 nun verstelle hab ich diese Peaks für einen kleinen Einstellbereich, werden kleiner und verschwinden ganz.
Hä? ???
Ich hätte so was erwartet wie: im Spannungsbereich von x bis y V an S2 ändert sich die Amplitude des Signal am Ausgang. Unter x ist es praktisch nicht mehr messbar, über y treten deutlich Verzerrungen auf (Clipping)
Hast du dich vergewissert, ob mit dem neuen IC die DC-Werte besser stimmen (fürs IC und Q1-2 wenigstens)?
So langsam wird es Zeit, ein scharfes Foto von der Rückseite der Platine einzufordern...
Gruß, Bernd -
Hallo Bernd,
Alles sehr komisch hier. Ich hab mal ein Foto der Rückseite gemacht. Dazu nochmal eines der Vorderseite, natürlich mit den Änderungen.
Eine richtige Sinuskruve bekomme ich am Ausgang des ICs nicht. Messwerte folgen...Viele Grüße Micha
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R19 ist wieder 27k Festwiderstand. So und nun die Messwerte und es wird immer komischer...
IC:
1 - nc
2 - 4,25V
3 - 4,25V
4 - GND
5 - 0,2V
6 - 6,38V
7 - 8,45V
8 - ncQ (C,B,E)
Q1 (8,5V; 2,2V; 1,75V)
Q2 (5,7V; 6,35V; 5,56V)
Q3 (8,36V; 0V; 0V)
Q4 (8,36V; 0V; 0V)
Q5 (8,36V; 8,0V; 7,6V)Q2/Pin6 vom IC ist also völlig daneben. Was ist denn nun hier los? Ich werde wahnsinnig...
Viele Grüße Micha
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hi,
überprüf mal bitte deinen Spannungsteiler für vref (56K/27K). Bei z.b. 9,5V Ub ist die Spannung vref nur ca. 3.03V und mehr darf auch an den Eingängen 2/3 des OTA's auch nicht anliegen.
Dann bitte noch den Widerstand prüfen, welcher von Pin6 nach Vr geht. Der sollte beim Dynacomp 150K haben. Damit sollte dann die Spannung an Pin 6 bei ca. 2.9 bis 2.6 V liegen.MfG uwe
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Hallo Uwe,
Vielen Dank für Deine Anmerkungen. Ich hab mir jetzt ein paar Tage Zeit gelassen, um das Ganze mal aus etwas Abstand besser zu erfassen. Da liegt ja irgend ein grundlegender Fehler vor. Also hab ich mal angefangen die Spannungen an den Spannungsteilern bzw. an den relevanten Stellen zu messen. Erstmal ohne Verbraucher, also ohne Transistoren und IC. Wenn da was daneben ist, kann es ja nicht besser werden.
Der Spannungsteiler R21/22 liefert wie erwartet Vb=2,8V. Diese erscheinen dann auch an den relevanten Stellen wieder. Also an R13/C8 und an R12. Das Spannungsteilernetzwerk von R8 mit R5||R6 ergibt an den Eingängen des ICs 4,2V, was bei 470k + (1M||1M), also einer Halbierung von Ubat=8,5V auch erwarten könnte. Es treten keine Auffälligkeiten auf, alles wie zu erwarten, oder?
Dann also die Transitoren rein, IC draußen gelassen. Ebenfalls alles, wie zu erwarten. Die Spannungen an den Pins der leeren Fassung...
1-nc. 2-4,2V 3-4,2V 4-Ground
5-0,2V 6-2,69V 7-8,4V 8-nc.
An den Transistoren...
Q1 - 8,45V; 1,75V; 1,23V
Q2 - 6,25V; 2,69V; 1,8V
Q3 - 8,4V; 0V; 0V
Q4 - 8,45V; 0V; 0V
Q5 - 8,5V; 8,4V; 7,8V
Das sieht also auch korrekt aus, oder?Erst mit IC spielt die Ganze Schaltung wieder verrückt und die Werte an Pin6 driften auf über 6V hoch und damit auch die Werte an Q2. Also liegt es am IC? Aber wodurch geht der kaputt? Ich hab schon 4verschiedene ICs verwendet, noch mehr zu verschleißen, ohne den Fehler abzustellen macht ja keinen Sinn... Ohne IC scheinen also auch keine Schlüsse oder fehlerhafte Verbindungen auf dem Board zu sein. An Pin5 liegen ohne IC 7,4V an, Mit IC geht das auf 0,2V runter. Wie hoch sind den die Spannungen, die man dem IC Eurer Erfahrung nach zumuten kann?
Grüße Micha
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Hi,
Ich glaube langsam, auf der Platine ist ein Bug, denn es gibt laufend Probleme, auch mit dem Ross.
Und ebend habe ich gesehen, dass die Teile bei Klaus nicht mehr Online sind:cool:
Also mal warten, ob's eine Erklärung gibt.
MFG uwe
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Danke Uwe!
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Ich habe den Dynacomp gemäß Tonepad Layout gebaut
http://www.tonepad.com/project.asp?id=9der funktioniert definitiv. Vergleiche doch mal.
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Hallo,
Es scheint nicht die Platine das Problem zu sein, sondern eine schlechte Lieferung CA3080. Klaus hat mich direkt dazu kontaktiert und mir das Zusenden eines neuen CA3080 angeboten. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Ich melde mich dann nochmal, wenn das von mir ausprobiert worden ist.
Viele Grüße Micha
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