Probleme mit Peavey Classic30

  • Hi,

    vorab, ich hatte das schonmal bei Tube-Town gepostet aber mangels Resonanz versuche ich das hier auch mal.

    Ich hab nen Classic30, der sich komisch verhält und ich habe keine Ahnung was dahinter steckt bzw. wie ich der Sache auf die Schliche kommen kann.

    Der Amp schwingt sich manchmal auf, pfeifft dann mit ein paar hundert Herz (vll. ein paar kHz) und das Pfeiffen geht nach kurzer Zeit wieder weg.
    Mir scheint, als sei das irgendwie eine thermische Sache, denn wenn der Amp länger läuft, dann tritt das nichtmehr auf.
    Es tritt nur nach dem Einschalten auf, pfeifft ein, zwei Minütchen maximal vor sich her und dann ist Ruhe.

    Ausserdem knallt das Umschalten der Kanäle im "Kaltstart" ziemlich.
    Wenn man da ein paar Minütchen wartet, ist auch das Knallen beim Umschalten weg.

    Ich habe die Elkos der HV ausgetauscht und die Fassungskontakte bereits nachgebogen.
    Die DC-Spannungen scheinen bis auf wenige Volt auch identisch mit den Angaben im Plan.

    Ich häng den Plan auch mal an, damit man nachvollziehen kann worauf ich mich beziehe.

    Wenn jemand Ideen/Vorschläge hat, her damit!

    Grüße,
    Swen

  • Hallo Swen,

    war das bis jetzt alles was du gemacht hast? Momentan bin ich auch etwas ratlos, eventuell Röhren tauschen, nur zum Test.
    Tritt das Pfeifen auch auf, wenn keine Gitarre eingesteckt ist? Also an deiner Stelle würde ich, wenn soweit möglich, von der Endstufe aus Stufe für Stufe nach "vorne hin" immer mal wieder den Signalweg auf Masse legen, dann kannst du eventuell die Anfangsschwingung eingrenzen. Ansonsten halt auch das normale Prozedere, die Spannungen hast du ja gemessen, vielleicht ist in einem anderen Teil ein Widerstand nicht mehr funktionsfähig oder hat, warum auch immer, einen hoch / niederohmigen Wert angenommen.

    Hoffe ich konnte dir mit diesem Rundumschlag irgendwie weiterhelfen.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

  • Hi,

    natürlich hab ich auch mal die ganzen Widerstände ohmsch durchgemessen, die passen auch.

    Eben hab ich nochmal mit der Kiste rumgespielt; Ds Pfeiffen ist abhängig von der Volumestellung der Kanäle. Das Gain des 2ten Kanals hat keinen Einfluss. Die beiden Volumes hingegen schon, auch wenn nur eines "aktiv" ist.

    Achja, nur damit das nicht falsch ankommt, es handelt sich hier um reine Selbsterregung. Der Input ist unbelegt.

    Ich werde nochmal andere Röhren ausprobieren, aber ich glaube nicht, dass es an denen liegt.

    Ideas 'r welcome . . .

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

  • Hallo Swen

    Die Peavey Kisten sind schon zickig im Service. Mess mal von der Chassismasse
    ausgehend direkt auf die "Minüsse" (das mußte ich jetzt haben) der Hochvoltelkos.
    Sollte dort im Fehlerfall eine Spannung meßbar sein, z.B. durch Haarriss in der
    Leiterbahn, so könnte sich über die an entsprechender Stelle nicht abgeblockte
    Hochspannung eine Feedbackschleife bilden. ( speziell an C43)

    Gruß --.- Dieter

  • Hallo Dieter,

    ja, in der Tat, schön zu Servicen ist das Gerät nicht.
    Zumal man es nichtmal aus dem Chassis nehmen kann und dann "frei" in Betrieb nehmen kann.

    Ich überprüf mal die Masseverbindungen, danke für den Tip.
    Bin das Wochenende leider recht ausgebucht, aber ich gebe Feedback, sobald ich das überprüft habe.

    Grüße in den Norden,
    Swen

    Crank it!

  • Hallo,

    so, ich hab das Ding grade wieder vor mir.
    Die Masseführung ist ja völlige Kirmes!?

    Sehe ich das verkehrt oder sollte man die beiden 47Ohm-Widerstände (R61/62) in den "Masseebenen" durch Drahtbrücken ersetzen?

    Die ersten 4 HV-Elkos haben untereinander am Minuspol eine <1Ohm-Verbindung. Zum letzten Elko und der Eingangsbuchse messe ich dagegen 91Ω. Das ist doch ziemlicher Käse!?

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

  • nun gut, deine 91 Ohm kannste dir wohl selbst denken, wo die herkommen ;) ich sehe da momentan keine Gefahr es mal mit Drahtbrücken zu probieren. Wenn der Fehler damit behoben ist, ist es ja ok. Das einzige was mir gerade geläufig ist, sind Dioden und Kondensatoren zwischen Masse und Erde, damit sollen Brummschleifen "abgetötet" werden.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

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