VolumeDrop auszugleichen

  • Hi!

    Ich habe mir aus Spaß (und weil ich gerne einen ganz einfachen, günstigen Phaser haben wollte), den EHX Small Stone Nachbau von Behringer gekauft. An sich reicht die Kiste für mich völlig aus, einen TrueBypass werde ich noch nachrüsten, das ist schnell gemacht.
    Aber leider hat Behringer das schon vom Original her bekannte Problem mit dem VolumeDrop gleich mitkopiert. Ist der Effekt an, zieht er das Signal eine ganze Ecke nach unten. Das stört mich wirklich und das will ich gerne beheben. Es gibt für die originalen EHX Modelle bereits Mods, die das ausgleichen. Da bei Behringer aber ausschliesslich smd-Teile verbaut sind, wird es für mich als Gelegenheitslöter ziemlich schwierig, da irgendwelche Teile zu tauschen.

    Da das Gehäuse extrem viel Platz bietet, könnte man doch hinter die ganze Behringerelektronik eine weitere, regelbare Verstärkung basteln. Ich dachte da zb an den Musikding Bausatz "das Lineal" (Ich stelle mir das so vor, dass ich dann den Fussschalter weglasse und der Booster mit dem Effekt zusammen aktiviert wird). Nun stellt sich mir aber die Frage, ob das von zb der Stromversorgung her eigentlich funktioniert? Oder ob es da irgendwelche anderen Bedenken gibt?

    Was meint Ihr?

    Weiterhin wäre es noch ganz cool, wenn man einen Blendregler einbauen könnte. Ist soetwas einfach zu realisieren?

    Danke schonmal für die Antworten,
    Johannes

  • Hi,

    - du kannst einen einfachen 1-Transistorbooster hinten dran hängen, da würde ich aber nicht unbedingt den lpb1 empfehlen. eigentlich ist es aber Unsinn, das Signal erst abzuschwächen, um es dann wieder anzuheben.

    - deswegen poste mal den Plan, die Mods für das Original und gute Fotos der Behringerplatine. Falls du die fraglichen Widerstände nicht selbst identifizieren kannst. So schwierig ist Löten von smd Teilen nicht, es gibt auf youtube auch Tutorials dazu. Jedenfalls ist es nicht schwieriger, als den Booster in die Kiste einzufügen, denn da die ja zB Printbuchsen hat, müsstest du Leiterbahnen auftrennen und an bestehende Lötpunkte Kabel anlöten. Das wäre zudem ein ziemlich unprofessionelles und bruchgefährdetes Gefrickel...
    Für SMD brauchst du halt eine eher feine Lötspitze, es genügt ein simpler 15W Kolben aus dem Baumarkt, oder halt was regelbares. Und Flussmittel, reichlich!
    Die industriell verlöteten Teile kriegt man oft schlecht ab, man sollte die Lötpunkte erstmal erhitzen und frisches, bleihaltiges Lot zugeben, dann geht es leichter.

  • ja smd ist nicht so schlimm wie man denkt, aber trotzdem sollte man es vorher üben. wenn du noch irgendein altes gerät wie fernbedienung, effekt, playstation...was auch immer hast dannn probier da erstmal ein paar teile ohne große rückstände abzulöten. mach den kolben nicht zu heiß, hab ne schön feine spitze und ne ruhige hand. dann passt das.
    die anderen tipps von roseblood auf jeden fall beachten.

    willst du dir dann nicht überlegen das alles in ein stabileres gehäuse zu legen? ich mein die behringer dinger sind doch imer nur plastikgehäuse, oder? gerade wenn du dann noch nen blend-regeler haben willst. bevor du da aufm plastik bohrst und das schmilzt, weils dabei zu heiß wird oder bricht etc etc...dann doch lieber nochmal 5, 6 euro für druckgussgehäuse ausgeben.

  • Ist das nicht der VP-1? Der hat ein solides Gehäuse, da würde ich nix dran ändern. Sonst würde schnell der Wunsch nach True Bypass, besseren Buchsen etc laut und ganz schnell wird die Umrüstung aufwändiger, als ein Neubau. Persönlich würde ich in dem Fall eh lieber komplett selbst bauen, man kriegt am Ende ein besseres, solideres Pedal und bleibt von den Kosten her deutlich selbst unter dem recht günstigen Preis des Behringer.

    Phasing entsteht übrigens sowieso durch eine Beimischung des Cleansignals, wenn man das abklemmt, erhält man Vibrato. Es dürfte also simple Mods geben, die ein Depth-Poti ergänzen. Kenne allerdings den Small Stone nicht, da ich Phase 90 und Verwandtes vorziehe.

  • hey, danke schonmal soweit.

    Hier erstmal die verschiedenen Lösungen für das Problem an den originalen Small Stones. Wie man sieht, gibt es durch Schwankungen in der Produktion und den verwendeten Bauteilen durch EHX auch unterschiedliche Ergebnisse beim Tausch der Widerstände.
    Hier gibts den Schaltplan, nach dem das Behringerteil WAHRSCHEINLICH größtenteils nachgebaut wurde. 100%ig das gleiche wird es denke ich nicht sein. Ich habe jedenfalls trotzdem mal versucht die besagten Widerstände auf dem Board zu finden, bin aber gescheitert. Evtl kommt ja von euch einer weiter ;)

    Und wäre es denn tatsächlich so sinnlos, einfach die Verbindungen der Ausgangsbuche aufzutrennen und den Booster Seriell dazwischen zu setzen? So wie das Board mit den Buchsen aufgebaut ist, bräuchte ich ja keine Leiterbahnen auftrennen und da irgendwo groß rumbraten.

    An ein neues Gehäuse habe ich tatsächlich auch schon gedacht. Das Bisherige ist zwar komplett aus Metall (für 20 Euro - Das muss man sich mal überlegen..), aber durch seine Form etwas zu hoch für mein Effektcase. Der Deckel schließt so nicht mehr richtig.

    Zu den Bildern:
    Auf dem Board mit den Buchsen ist rechts die Eingangsbuchse, links die für den Ausgang. In der Mitte natürlich 9V DC. In der Gesamtansicht ist noch eine weitere Platine zu erkennen - Darauf sitzt der Schalter. Der wird aber auf jeden Fall durch einen 3pdt Schalter ersetzt. Auf dem Bild von der Hauptplatine gehen die Strippen links zum Fussschalter, die rechts zum Board mit den Buchsen.

    Grüße,
    Johannes

    EDIT// Ja, ist der VP-1.

    EDIT// Bin Bassist. Der Phase90 gefällt mir nicht so, der Small Stone geht besser für Bass. Eigenbau - Hm hätte ich wirklich früher drauf kommen können ;) Nun habe ich aber das Teil und bin wie gesagt recht zufrieden damit. Nur der VolumeDrop stört wirklich.

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