How to: Druckgussgehäuse zerschneiden?!

  • Hey Leute,

    ich hab mal eine Frage an euch:
    Ich habe ein stabiles Aluminium Druckguss-Gehäuse. Dort soll jetzt

    a.) ein Schalter
    b.) Stromversorgung in Form von Euronetz-Buchse

    rein.

    Wie genau stell ich das an? Sollte ich mir dazu eine Oberfräse besorgen? Ich habs schon mitm Dremel probiert. Geht zwar mit dem Fräsenaufsatz, ist aber ziemlich ungenau. Schneiden mit entsprechenden Aufsätzen geht auch nicht wirklich, da es auch sehr ungenau und grob und meist zu groß ist.

    Hat jemand einen Tipp?

    Liebe Grüße,
    christian

  • Hallo,
    die Gehäuse lassen sich super mit normalen Feilen bearbeiten. Anzeichnen - so groß wie möglich vorbohren und dann feilen. Und wenn die einzubauenden Teile dann auch noch einen Kragen haben, sieht man die gefeilten Kanten nicht einmal.
    Grüße
    Saxosun

  • So ähnlich würde ich das auch machen. Mit Dremel oder ähnlichem ist man viel zu ungenau (bzw. ich ;) ).
    Deshalb das Loch anzeichnen, mit einem passenden Bohrer nach vorangegangenen Ankörnern die "Ecken" bohren.
    Dann entweder mit einem großen Bohrer oder Drehmel Material wegnehmen (genug Platz zum Rand lassen!)
    Das nun recht hässliche Loch lässt sich super mit einer Handfeile überarbeiten.

    [Size=1]schönen Gruß, Martin[/Size]

  • Also der Trick beim Drehmel ist, nicht den Drehmel sondern das Gehäuse zu bewegen. Ich spanne dazu den Dremel immer in den Bohrständer, so dass der Fräskopf genau auf richtiger Höhe über der Tischplatte hängt. Das Gehäuse wird einfach mitten im späteren "Loch" angebohrt und dann unten drunter auf die Tischplatte gelegt.

    Nun Drehmel an und das Gehäuse in aller Ruhe über die Tischplatte schieben, gibt sehr saubere Ausfräsungen :) Die Kanten dann noch mit der Feile eckig machen, fertig!

    Wenn deine Bauteile einen Kranz (außen überstehender Rand) haben, dann muss das Loch ja auch nicht so peinlichst genau sein, sieht man nachher nicht mehr.

  • ... und man sieht so schön, was alles schon gefräst wurde. ;) Hab's ja mittlerweile schon in echt gesehen.

    The Rules of hacking:
    Rule #11: Don’t drink and solder (chapter 7).
    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • Moin Leute,

    danke für eure Antworten.

    Ich werde mir wohl mal die Dremel Workstation kaufen und ihn dort einspannen. Dann kann ich das Gehäuse bewegen. Scheint mir die wohl beste Methode. Wenn ich nur feilen würde, feile ich übermorgen noch :)

  • Das Material ist so weich, wenn du mit einer guten Feile zu heftig daran gehst, hast du ruck zuck zu viel weg gefeilt.... Es sein denn, du nimmst Muttis Nagelfeile...
    Grüße
    Michael
    (Ich habe allerdings in meinem ersten Leben aber auch eine U-Stahl Feilausbildung gemacht, so richtig mit Haarwinkel und Schlichtkreide.... So ein Ausschnitt für nen Schalter hätten wir damals (bei Stahl) warscheinlich mit nem Schneidbrenner gemacht.....

  • Zitat


    .... So ein Ausschnitt für nen Schalter hätten wir damals (bei Stahl) warscheinlich mit nem Schneidbrenner gemacht.....



    ... und wir von der Infanterie mit einer Mörsergranate...

    ;D;D;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • wenn man mal paar amp chassis gefräst hat mit noval, oktal fassungen, eingelegtem NT, netzbuchse, 4eckigem netzschalter usw. dann is man fit! nicht nur die normalen gebogenen Alu gehäuse sind sehr weich, auch die Druckgussgehäuse gehen gut abzuraspeln.

    Fürn Anfang empfiehlt sich ein Feilenset, komme selbst mit Flach und Rundfeile super zurecht, mehr braucht man net.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

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