Hat von euch schon mal jemand den B-Puff von Barber verbaut? Wie findet ihr den so?
Barber B-Puff
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Sieht hochwertig aus.
Aber was soll der Aufwand? Bestellen lohnt jedenfalls nicht, sowas kann man für einen Bruchteil des Geldes selbst machen.
- Erste Frage wäre, wie der ganze Signalweg aussieht, während der Buffer aktiv ist. (Welche Gitarre (aktiv?), welche Effekte in welcher Reihenfolge, welcher Amp). Dann könnte man entscheiden, ob der Aufwand mit der Spannungserhöhung Sinn macht.
- Soll der Buffer in ein Effektgerät eingebaut werden oder kriegt er ein eigenes Gehäuse (halte ich für sinnvoller)?
- was genau soll der Buffer bewirken? (Was versprichst du dir davon?) Soll auch der Boost genutzt werden und wenn ja, wie genau?
Ganz ausgegoren ist die Schaltung auch nicht: Statt einen billigen TL072 mit 25V zu betreiben, sollte man erstmal einen höherwertigen Opamp nehmen und probieren, ob der mit 9V nicht gut genug ist. Eine (knappe) Spannungsdoppelung auf ca 17V bringt dann vermutlich schon das Optimum, mehr Klangqualität braucht für E-Gitarre kein Mensch.In meiner Galerie (Click auf Bild unten) findest du eigentlich alles, was du brauchst: Entweder die Schaltung des MXR CAE MC-401 mit integriertem Spannungsdoppler und Booster/Buffer-Umschalter oder den AMZ Buffer und dazu den Voltage Doubler mit ICL7660S (oder MAX1044 wie im Barber).
Die zweite Lösung dürfte der von Barber ziemlich exakt entsprechen, kostet aber im Selbstbau keine 5€. Wenn man beide Streifenrasterlayouts geschickt zu einem zusammenführt, wird das auch nicht größer, passt also auch in ein Batteriefach, evtl passt es auch mit zwei Einzelplatinen besser.mfg, Immo
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Der Buffer würde nach meinem Whammy-Pedal kommen, und das Signal läuft dann vom Pedalboard in das Rack. Ich habe eine Gitarre mit passiven Tonabnehmern, als Amp benutze ich dann das Axe FX II.
Der Buffer soll in einem eigenen Gehäuse sein.
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Originales Digitech Whammy? Welche Version? Ich habe das Whammy 4, das hat selbst einen gebufferten Bypass, noch dazu einen ziemlich schlechten. Dahinter noch einen zweiten Buffer zu setzen hat keinerlei Sinn. Erst recht keinen besonders hochwertigen Buffer, denn der holt das, was das Whammy verdorben hat, auch nicht wieder zurück.
Evtl wäre es sinnvoller, den Buffer VOR das Whammy zu setzen, das niederohmige Outputsignal des Buffers wird dann evtl durch den schlechten Whammy-Bypass nicht ganz so sehr verdorben. (Ausprobieren, indem ein anderes gebuffertes Pedal, zB von Boss, davor gehängt wird)Ich hab mein Whammy übrigens auf True Bypass umgebaut (ausgehend von diesem etwas dillettantischen Ansatz: http://www.rodrigoconstanzo.com/whammy-mod/). Ist aber auch keine wirklich gute Maßnahme, denn die Digitaltechnik streut nun innerhalb des Gehäuses ins passive Bypasssignal rein. Nach einigen Optimierungen der internen Kabelführungen (alles gekürzt, abgeschirmt und weit von den "bösen" Teilen der Whammyschaltung entfernt verlegt), ist es jetzt recht gut nutzbar. Aber erst, wenn ich jetzt davor einen guten Buffer setze, hab ich ein wirklich sauberes Bypasssignal. Optimal wäre es also, wenn der selbstgebaute Buffer im Whammy ganz am Anfang säße. Das müsste man aber so hinkriegen, dass es quasi keinen Milimeter passiver Signalstrecke gibt, wegen der Einstreuungen. Das ganze Gebastel im Whammy würde ich jedenfalls einem Einsteiger nicht empfehlen - wegen der genannten Probleme und der Tatsache, dass man Kabel direkt an vorhandene Lötpunkte der Platine löten muss, wobei sich leicht Leiterbahnen ablösen.
Der Autor der Mod-Seite hat mir übrigens auf Nachfrage mitgeteilt, dass er sein Whammy noch nie ohne gebuffertes Pedal davor betrieben hat, deswegen hat er meine Probleme gar nicht gecheckt. Fazit: Traue nie einer unbekannten Internetquelle!
PS: Bei einer so digital-lastigen Signalkette würde ich einen Impedanzwandler (aka Buffer) direkt in die Gitarre bauen, dann braucht man sich über Buffer im weiteren Signalweg, Einstreuungen, Kabelkapazitäten etc keine Gedanken mehr machen. Wär nur problematisch, wenn man zB ein klassisches Fuzz benutzen will.
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Ja das Ding sieht eigentlich ganz hübsch aus.
Ich entwerfe/bastel grade an einem 18V Buffer/Booster mit einem besseren OpAmp - siehe die Hinweise von roseblood11.
Die angegebenen 20dB+ halt ich fürn bissl übertrieben... mein Buffer/Booster schafft aber auch verzerrungsfreie (mal abgesehen von gewollten Verzerrungen ;)) 16dBV+ oder eben doch 18dBu. Das empfindet man 3 bis 3,5 mal lauter - das reicht bei weitem.
<spass> Meiner wird wohl auch Materialtechnisch um die 5€ Kosten. Dann noch die Entwicklungskosten, mein exorbitant hoher Stundenlohn, Gewinnaufschlag...
also ich biete dir eine vergleichbare Schaltung für sagen wir 32€ - echte deutsche Handarbeit! Sparversand usw. ;D </spass>
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Der AMZ Buffer sieht echt interessant aus? Was wär denn ein besserer Opamp? Zum Beispiel der hier? http://www.musikding.de/product_info.p…_OPA2132PA.html
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Das ist ein dualer Opamp (also zwei in einem Gehäuse). Der hat eine andere Pinbelegung, als TL071, µA741 etc. Nehmen kannst du ihn schon, musst aber das Layout anpassen. Die ungenutzte Hälfte könnte man zB zum Filtern der Versorgungsspannung nutzen.
Oder nimm den OPA134, der passt direkt als Ersatz für den TL071. Ob es auch einen OPA132 gibt (bzw wo), weiß ich nicht, aber der 134 sollte auch absolut gut genug sein. -
Vielen Dank für die Antwort. Und der AMZ ist auch gut? Brauch ich hierfür den Voltage Doppler dann eigentlich oder reicht das Layout des Buffers allein?
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9V reicht auf jeden Fall. Wenn du später mal ausprobieren willst, ob mehr Spannung qualitativ einen Unterschied macht, kannst du den Doppler ja immer noch separat aufbauen. Mir wäre es den Aufwand nicht wert, solange das Whammy sowieso im Signalweg ist.
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Zitat von roseblood11;320534
9V reicht auf jeden Fall. Wenn du später mal ausprobieren willst, ob mehr Spannung qualitativ einen Unterschied macht, kannst du den Doppler ja immer noch separat aufbauen. Mir wäre es den Aufwand nicht wert, solange das Whammy sowieso im Signalweg ist.
Ah okay. Ich habe da im Internet gesehen, dass Molton Voltage die Whammys auf True Bypass umbaut, vielleicht hilft ja das was?
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Da hab ich ja oben was zu geschrieben. Mehr kann "Molton Voltage" auch nicht tun, und optimal ist die Lösung nicht.
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Zitat von roseblood11;320371
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- was genau soll der Buffer bewirken? (Was versprichst du dir davon?) Soll auch der Boost genutzt werden und wenn ja, wie genau?
Ganz ausgegoren ist die Schaltung auch nicht: Statt einen billigen TL072 mit 25V zu betreiben, sollte man erstmal einen höherwertigen Opamp nehmen und probieren, ob der mit 9V nicht gut genug ist. Eine (knappe) Spannungsdoppelung auf ca 17V bringt dann vermutlich schon das Optimum, mehr Klangqualität braucht für E-Gitarre kein Mensch.In meiner Galerie (Click auf Bild unten) findest du eigentlich alles, was du brauchst: Entweder die Schaltung des MXR CAE MC-401 mit integriertem Spannungsdoppler und Booster/Buffer-Umschalter oder den AMZ Buffer und dazu den Voltage Doubler mit ICL7660S (oder MAX1044 wie im Barber).
Die zweite Lösung dürfte der von Barber ziemlich exakt entsprechen, kostet aber im Selbstbau keine 5€. Wenn man beide Streifenrasterlayouts geschickt zu einem zusammenführt, wird das auch nicht größer, passt also auch in ein Batteriefach, evtl passt es auch mit zwei Einzelplatinen besser.mfg, Immo
Hallo zusammen,
habe auf der Suche nach einer Buffer/Booster Schaltung, dieses Thema hier gefunden.
Gäbe es auch eine einfache Möglichkeit einen Ton-neutralen Buffer/Booster mit Trimmregler zu bauen?
Die Schaltung des MXR CAE MC-401 ist mir schon fast zu aufwändig.
So was wie der AMZ Buffer wäre von der Größe her perfekt.Was ich möchte: Bei meinem "Deluxe Electric Mistress" Pedal (Electro Harmonix, Vintage Flanger) einen kleinen Booster einschleifen, welcher den Signalabfall beim Einschalten des Pedals ausgleicht.
Dieser Booster wäre nur aktiv, wenn das Pedal eingeschaltet wird.
Um die Lautstärke anzupassen, würde ich eben einen Trimmer benötigen.Vielen Dank für Tipps!
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Moin!
Zitat von pallas;339856Gäbe es auch eine einfache Möglichkeit einen Ton-neutralen Buffer/Booster mit Trimmregler zu bauen?
Ja
ZitatSo was wie der AMZ Buffer wäre von der Größe her perfekt.
Das ist der simpelste Audio-OpAmp ever, Verstärkung 1. Einfach auf regelbaren Verstärkungsfaktor erweitern. Das sieht dann in etwa so aus:
[ATTACH=CONFIG]10829[/ATTACH]Die Bauteilwerte darfst Du noch an Deine Gegebenheiten anpassen; der Verstärkungsfaktor dürfte schon zu viel sein, eventuell entfällt C1 oder C3.
Cheers
John -
Zitat von mceldi;339861
Moin!
Ja

Das ist der simpelste Audio-OpAmp ever, Verstärkung 1. Einfach auf regelbaren Verstärkungsfaktor erweitern. Das sieht dann in etwa so aus:
[ATTACH=CONFIG]10829[/ATTACH]Die Bauteilwerte darfst Du noch an Deine Gegebenheiten anpassen; der Verstärkungsfaktor dürfte schon zu viel sein, eventuell entfällt C1 oder C3.
Cheers
JohnDanke!
Nur ganz so fit bin ich noch nicht mit Schaltplänen.
Auf einem Streifenraster kann ich eine Schaltung nach Vorlage aufbauen, kein Problem... -
Zitat von pallas;339863
Nur ganz so fit bin ich noch nicht mit Schaltplänen.

Guter Zeitpunkt, um's zu lernen ...
Zumal Du ja eh noch anpassen mußt. Der Unterschied zum AMZ - für den gibt's bestimmt ein Vero - ist nur das Poti, C2 und R3; das sollte zu machen sein. Anstatt Pin 2 mit Pin 6 des OPA zu verbinden, kommt das Poti rein, zusätzlich von Pin 2 der Widerstand in Reihe zum Elko und dann auf Masse.Have fun!
John -
Zitat von mceldi;339864
Guter Zeitpunkt, um's zu lernen ...

Stimmt! Wenn ich mir das genau anschaue, sollte das auch durchaus machbar sein.
Bei den hier im Forum zu findenden AMZ Schaltungen auf Vero Board (Dank an roseblood11) gibt es welche mit und welche ohne "pull-down" Widerstände.
Was ist "besser" für meinen Einsatzzweck? Bzw. was bezwecken diese Widerstände?Danke!
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Wie stellst Du Dir das denn eigentlich genau vor? Soll der Booster in's Gerät rein, oder extern? Soll er vor, oder hinter die Mistress geschaltet werden?
Davon hängt ab, ob und welche PullDowns und Koppelkondensatoren Du Dir sparen kannst.
Cheers
John -
Ich würde den Booster gerne intern in die Mistress einbauen. Platz ist genügend drin, zumidest für einen kleinen Booster.
Meine Idee wäre, dass sich der Booster nur dazu schaltet, wenn die Mistress auch eingeschaltet ist.
Nur dann tritt ja auch die leichte Absenkung der Lautstärke ein.Davor oder dahinter: Ich habe mal mit meinem Xotic EP Booster einen Test gemacht.
Den EP Booster vor der Mistres fand ich besser, wie dahinter. -
OK, also fest davor. Ist im Prinzip wirklich besser, Du mußt nur aufpassen, daß Du die Mistress nicht überfährst.
Ich würde am Eingang des Boosters den PullDown einbauen, falls Du mal davor was schalten willst. R1 und R2 mit 2M2, C1 mit 100nF sollten OK sein. C3 und der PullDown am Ende des Boosters kann weg. Wenn Du's richtig anschließt

Cheers
John -
Das Überfahren der Mistress sollte nicht so ein Problem werden.
Es muss wirklich nur ganz wenig geboostet werden. Mein EP Booster war im Test auf + 3db eingestellt (interner Dip Switch), hat die Mistress noch vertragen. Und +3db waren schon massiv zu viel.
Der Abfall in der Lautstärke der Mistress ist nur minimal, aber hörbar.Die Frage ist vielleicht mehr, ob ich den Booster so hinbekomme, dass er nur so minimal boostet.
Gibt es bei dem OP Amp eine Empfehlung? Vielleicht auch hinsichtlich des nur schwachen Boosts, der benötigt wird?
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