M15MK1 Modifikationen

  • Hi,

    meine erster Beitrag überhaupt. Habe den M15Mk1 gebaut und mit einem Freund modifiziert. Diese Modifkationen hatten zur Folge, dass kein Brummen, Knacken und zugar nicht ein einziger Rauscheffekt zu hören ist!

    Allerdings haben wir die Gesamtverstärkung herabgesetzt..aber lest selbst:

    Wir haben ein paar Änderungen vorgenommen und das Ergebniss ist der Hammer. Zwar haben wir den gesamten Verstärkungsfaktor es AMP etwas nach unten versetzt, doch das spielt keine Rolle für Anwendungen im Wohnzimmer.

    Aber nun:

    - Den Eingangswiderstand von 1MOhm haben wir auf ungefähr 470KOhm herabgesetzt

    - Vor den Eingang der Röhre 3 (Phasenumdrehungen) haben wir zur Masse ebenfalls eine Widerstand (Ohm Zahl muss ich nachschauen) und einen Glättungskondensator (2nF) gesetzt.

    - Die Eingangswiderstände (220KOhm) zu den Endröhren haben wir halbiert.

    ->
    Durch Herabsetzen der Eingangsimpedanzen verringert man die Störeinflusse des Signals.
    Nachteil: Die Gesamtverstärkung reduziert sich. Doch mir ist das lieber als ein "knacksen" oder brummen.
    Vor allem der Schalteffekt zw. Kanal 1 und 2 war komplett weg. Auch die Streueffekte vom Gain waren verschwunden. Und das Eingangssignal (auch auf der Klinkenleitung) war störungsfrei.

    Mein Kollege meinte, dass der Verstärker stark verstärkt und beim Verbau grundsätzlich zu hohe Eingangsimpedanzen gewählt worden sind.

    Zwei phenomäne Traten dann noch auf:

    1. Bei Vollauschlag des Gain-Volumenreglers (kurz vor Erreichen des Endpunktes) gab es ein lautes Knacksen und Brummen.
    2. Es gab ein Grundbrummen der Endröhren, dass nicht von den Signalleitungen kam

    zu 1.:

    - Zuerst habe wir festgestellt, dass die Metallröhrenabdeckung von Röhre 3 nicht ausreichend genug geerdet war. Doch das Problem war immer noch da, jedoch gedämpft. Dann haben wir mit den Signalleitungen gespielt und nun gab es folgenden Trick: Wir haben die Signalleitungen der Endröhren auf Mitte des Weges zusammengeführt!
    Die Leitungen waren nun so dicht aneinander, dass sich die gegenphasigen Signale von alleine ausgelöscht haben! Cool!

    Haben dann nochmal mit der Metallröhrenabdeckung gespielt und tatsächlich festgestellt, dass die Erdung hier enorm wichtig ist!

    zu 2.

    - Es gab immer noch ein kleines Brummen. Das konnte nur an der "Symmetrierung" der Kathoden der Endröhren liegen, so mein Kumpel.

    Er hat dann einen 100Ohm Widerstand genommen und diesen jeweils bei den Widerständen an R34/R35 (nach den Heizspannungen, Neztplatine) abwechselnd rangehalten. Das Ergebniss war erstaunlich. Bei dem einen Widerstand hat sich der Brummeffekt stärker ausgewirkt. Beim anderen Widerstand war er nahezu weg. Reingelötet!

    Dann nochmal Endgetestet und der M15Mk1 funktioniert rausch- und brummfrei.

    Toller Sound! Einfach fantastisch!


    Hoffe der Beitrag hilft und findet Anklang.

    gruss,

    harry

  • Hallo,

    bei einigen (nicht allen) eurer "störunterdrückenden Maßnahmen" fällt mir der alte Kalauer ein:

    Sagt der Automechaniker zum Kunden:"Wir haben die Ursache für das Klappern nicht gefunden, aber wir haben Ihnen in der Zwischenzeit ein Paar prima Ohrstöpsel angefertigt!"

    ;D

    Wenn dieser Verstärker (M15) nach Aussage deines Kollegen "stark verstärkt", was würde er wohl zu dem A15, J5 und unzähligen anderen, kommerziellen Verstärkern sagen?

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)


  • Hi Bernd,

    danke für deine Nachricht. Ich denke, mein Kumpel hat das nicht so gemeint. Vielmehr war es ein subjektiver Eindruck und jeder, der sich mit Röhrentechnik beschäftigt, vertritt eine andere Meinung.
    Da mein Kumpel eher aus der Elektronik-Bastelecke kommt und selbst nicht mal Gitarre spielt, geschweige einen Gitarrenverstärker hat, wären ihm die genannten Verstärker wahrscheinlich zu laut.

    Wie schon geschrieben bin ich persönlich sehr zufrieden mit dem Sound und wenn ich es lauter will, dann baue ich die Teile einfach wieder aus!
    Ausserdem fetzt das Teil auch mit den Modifikationen...
    Gruss,

    harry

  • Hallo,

    Zitat

    Da mein Kumpel eher aus der Elektronik-Bastelecke kommt und selbst nicht mal Gitarre spielt, geschweige einen Gitarrenverstärker hat, wären ihm die genannten Verstärker wahrscheinlich zu laut.


    ;D

    ja, das erklärt einiges. Wenn ich Audio-("Hifi")-Röhrenamps baue, gehe ich auch sehr sparsam mit der Verstärkung um, wenn sie ohne Gegenkopplung "gut" klingen sollen.

    Aber im Ernst, wenn du vorm P/I 2 nF nach Masse zu einem (nicht genannten) R schaltest (dabei ist doch R20 schon am PI-Eingang), wird's für viele Geschmäcker (nicht unbedingt für die Blueser) schon "muffig".

    Und das Heruntersetzen der Eingangsimpedanz (ob 470 k schon "schlimm" sind, ist grenzwertig, da die Potentiometer in der Git schon 250k bzw 500k haben)) "tötet" die soundtypischen Resonanzüberhöhungen mancher PUs - Charakterverlust (beim Sound nicht beim Bediener) könnte die Folge sein.

    Nur so als Anmerkung für den nicht-Gitarre-spielenden Kollegen...:)

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • M15Mk1 Modifikationen


    Ja, werde das nochmal testen. Sowohl den Eingangswiderstand raus/rein (und noch weitere Widerstände z.b. 800KOhm als Eingang) und den Widerstand vor C14 zu Masse raus/rein und dann sehen wie und was sich da tut und ob wirklich dieser "Charakterverlust" entsteht oder der Sound zu "muffig" wird. Letzendlich entscheidet der eigene Geschmack...but lets see. gebe dir bescheid...Ach ja, was sind PU's?

    Danke für deine Anregungen...!

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