Hallo... für eines meiner Boards möchte ich mir ein Netzteil bauen, mit dem ich alle Geräte versorgen kann. Da wäre ein Blackstar Dual HT (16 V ac 800mA) - dann 3 digitale Effekte (alle ca. 200mA) und dann noch 2 analoge Teile (ca. 100-150mA). Hierfür habe ich mir angehängtes Layout ausgedacht. Basis sind 2 Ringkerntrafos mit denen ich die einzelnen Geräte getrennt voneinander betreiben möchte. Den zweiten Trafo habe ich nur um die digitalen von den analogen Effekten zu trennen, da ich hier mit einem gekauften Netzteil Probleme habe, wenn ich beides dran habe.
Meine Frage an die Profis unter Euch ist nun: kann ich das vom Aufbau so machen??? Bedenken habe ich bei dem 9 V dc 800mA Ausgang, da ich nicht sicher bin, ob ich mit einem 7809 von 15 auf 9 Volt runterkomme (vielleicht zu viel).
Das Blackstar müsste auch mit 1 Volt weniger laufen, denke ich...
Netzteil für Effektboard
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Ohne jetzt weiter draufgeguckt zu haben:
Der 7809 dürfte in der Tat sehr heiß werden. Evtl teil die Belastung auf zwei Regler auf, also erst einen 7812, dann den 7809. -
Kann man doch leicht ausrechnen:
P= (15V - 9V )* 800mA -> 4W
bei angestrebter maximaler Kühlkörpertemperatur von 45° muss es dann ein 4°K/W schon sein. Da hast du wahrscheinlich etwas wenig Platz gelassen. Kühlkörper muss dann auch richtig Luft bekommen.
Wäre auch sinnvoll für die hochfrequenten Störungen einen 100nF Keramik Parallel an den jeweiligen Ausgang zu klemmen.
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Es gibt noch Geschwister der 78xx Festspannungsregler. So z.B. den 78H09, der bis 5 Ampere belastbar ist.
Gruß, Bernd
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Netzteil für Effektboard
Danke erst mal für die schnellen Antworten...
Grundsätzlich würde ich ja lieber mit nur einem Trafo arbeiten (Platz), aber da ist die Frage ob das mit den analogen und digitalen Teilen lösbar ist. Bei meinem Vitoos VP2 geht es nicht, bei dem Artec Powerbrick geht es komischerweise sehr gut. Beide haben jedoch diese supermini-Teile drin, die nur von Ameisen verbaut werden können - das ist nix für meinen Lötkolben. Die 2x 800mA des 2x15 Volt Trafos würden für mein Board ausreichen, aber dann müsste ich sicher sein, das es keine Nebengeräusche gibt. Vielleicht kann man ja mit etwas mehr Aufwand doch auf einen Trafo verzichten, oder ich lasse eine 2x 15 Volt-Wicklung einfach ungenutzt und mache die 9 Volt Sachen mit einem 2. Trafo, der 2x12 Volt hat und dann sogar 2x 1000mA (dann kann ich die Kaffemaschine noch nebenher laufen lassen ;)).
Es gibt mittlerweile ein Netzteil von Cioks (AC10), mit dem würde das alles gehen - das kostet aber satte 225 Euronen und ist auch relativ groß.
Da würde ich gerne mal reinschauen, aber es gibt natürlich keinen Schaltplan... so wie es ausgelegt ist hat es sicher auch mehrere Trafos oder einen speziellen, den man sicher nicht kaufen kann... -
Bernd: das ändert leider nix an der Verlustleistung. Das Case ist das gleiche, so dass sich an der Wärmebilanz nichts ändert.
blooze: Warum denn das Konzept über den Haufen werfen?
Einfach So einen Kühlkörper nehmen und für ausreichend Luft-Zirkulation mit Kühlschlitzen sorgen. Dann passt das schon! http://www.reichelt.de/Leistungs-Kueh…d4a93887ac579e1Die anderen beiden 78er brauchen auch einen Kühler.
Ein Fehler ist aber noch drin, beim mittleren sind die Dioden falsch herum. Zudem sollte man unbedingt eine Sicherung im Primärkreis vorsehen. ein Schalter ist auch praktisch.
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So ich hol den Beitrag nochmal hoch.
Darf man das so einfach bauen? Ich hab großen Respekt vor den 230V da aus der Steckdose

Könnte man auch ein 30VAC (vielleicht so 2A) Schaltnetzteil nehmen und dann daraus die benötigten Spannungen machen?
Mir schwebt folgendes vor:
4 x 9V DC 500mA
4 x 18V DC 500mA (aber echte 18 keine 17,4V ;D)Dann dachte ich an den Einsatz von 1:1 Übertragern um galvanisch zu trennen.
Im Grunde möchte ich zukünftig meine Selbstbaueffekte so und so mit 18V betreiben und entsprechend dimensionieren. Dann habe ich noch einen Übungsamp den ich auch gerne mit 18V betreiben würde.
Ich will ne eierlegende Wollmilchsau
oder wenigsten ein Ferkelchen -
zum vorgänger:
habt ihr denn den faktor "wurzel 2" wegen der gleichrichtung beachtet?
da kannst du getrost nen 9v trafo für deine effekte nehmen, da kommste hinter der gleichrichtung auf 12,72V, für deine 16V effekte nimmst du nen 12V trafo da kommste auf 16,97V.
Damit hat sich dann die sache mit der Verlustwärme so gut wie erledigt. klar, kühlkörper sollte schon sein und n paar lüftungslöcher, denn warm werden sie bei volllast schon. aber "anfassbar". man sagt ja +/- 3V pro spannungsregler kann man ohne bedenken machen.
und dann würd ich immer zwei filterkondensatoren pro Spannungsregler nutzen. einen 100pf am eingang und einen 100pf am ausgang. jeweils auf masse (schau im datenblatt, meist ist es der mittlere kontakt) undzwar so dicht wie es geht am regler.
ansonsten sollte dein aufbau nach überfliegen deines plans funktionieren. ich würde auch möglichst große Filter-ElKos nehmen. je größer desto weniger fisslige obertöne handelst du dir ein. und die will man ja grad bei digitalen effekten vermeiden.
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und @ xeyth:
du willst alle effekte auf 18V betreiben? warum das denn? welchen vorteil hat das, die schaltungen so zu modifizieren, dass sie anstat auf zB 9V auf 18V laufen? is doch n riesen aufwand...und im zweifelsfalle imm mindestens zwei batterien...:) oder hab ich das falsch verstanden?
möchtest du 4x9V und 4x18V von nur einem 30VAC netzteil abgreifen? das kannste machen, aber dann reichen für jeweils 500mA die 2A vom netzteil nicht. da bekommste höchstens die hälfte an jedem ausgang. Außerdem musst du bedenken, dass du immerhin bei 30V am ende mit 42,42V effektiv arbeitest. was zur folge hat, dass du von diesen 42V auf 18V und 9V runter ziehen musst...aua, das wird heiß!
ich würde lieber klein dimensionieren. nimm ein 9V AC netzteil mit ordenltich ampere, dann kannste gemütlich deine spannungsregler dranklatschen und die auch entsprechend belasten. ich glaube son standard spannungsregler kannste bis 2A belasten, aber dafür leg ich meine hand nicht ins feuer.mit nem feinen 18V spannungsregler bekommste auch glatte 18V hin.
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Mich stört das man mit 9V schnell an die Aussteuergrenzen kommt.
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Zitat
die schaltungen so zu modifizieren, dass sie anstat auf zB 9V auf 18V laufen? is doch n riesen aufwand
meistens nur ein paar Elkos tauschen, wenn sie nicht schon für höhere Spannungen gebaut sind.
Von 30V auf 9V ist blöd. Man muß 2x Umwandeln und muß einen hohen Spannungsunterschied ausgleichen.
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So, ich spinn mal weiter.
Ich bleibe mal bei folgenden Vorgaben:
Schaltnetzteil 20Vac 2,2A (oder eben etwas mehr)
galvanisch getrennte Spannungsverteilung, jeder Versorgungstrang
4 x 18 Vdc, 300mA
4 x 9 Vdc, 200mABei 20Vac erhoff ich mir alle Schaltungsverluste wie 1:1 Übertragung, Gleichrichtung, Status Led's und Stabilisierung zu kompensieren, ohne sinnlos viel Energie in Wärme zu verbraten.
Daraus sollte sich doch sicher schöner 18V Gleichstrom mit 7818'ern und 9V Gleichstrom mit 7809'ern erzeugen lassen.
Mir ist aufgefallen das Netzteile für Laptops und Netbooks solche Spannungen wie 20Vac mit bis zu 5A liefern können. Kann man die bedenkenlos verwenden?
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ÄHMM Schaltnetzteile können nur Gleichstrom (DC) liefern

Außerdem wird es nicht einfach, passende 1:1 Übertragen mit der Spannung/Leistung zu finden, die so oder so nur mit AC funktionieren.
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nenenenene^^

Ich hab hier eins für ein Studioreverb von Alesis daliegen, da steht drauf "Schaltnetzteil" 230Vac zu 9Vac
verarschen einen die Hersteller?Gibts denn nirgends einfach mal AC/AC Netzteile, ich werd blöde^^
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Wozu so viel Aufwand, wenn es doch einfacher und vor allem Sicherer geht.
Warum willst du unbedingt eins bauen?????? -
Was brauchste denn nun genau für ein AC/AC Netzteil? Ich hab doch allerhand da.
Gruß, Bernd
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Mich regt eher auf, dass man überall 18V DC liest, und am Ende unter bisschen Last da nurnoch 17 rausbröseln.
Ich will da einfach 18,5Vdc messen können. Ich will einfach nur echte 18Vdc. Am liebsten mehrfach und galvanisch getrennt und mit mindestens 300mA je Zug.
Mir gehts halt am Ende auch um die galvanische Trennung.
Kleine Geschichte dazu: (Aufgepeppt mit Smilies um die Gesichtszüge der handelnden Personen zu unterstreichen)
Vorgeschichte: War vor kurzem in einem Musikladen und lauschte quasi im "Danebenstehen und Gitarreangucken" einem Gespräch zwischen einem Kunden für Effektgeräte und einem Verkäufer. Die haben sich die ganze Zeit belabert.
Kunde: Warum hör ich da immer so ein Pfietschen und Brummen :eek:
Verkäufer: Was hast du denn für Effekte
Kunde: Ich hab... (Aufzählung von analogen und digitalen Effekten, min. je 3 Stück)
Verkäufer: Hrm versteh ich nicht - Hast du schonmal ein anderes Netzteil versucht
Kunde: Ja schon drei Stück
Verkäufer: Vielleicht liegt es am Verstärker
Kunde: Wenn ich eine Batterie nehme für mein (Boss-Digitaleffekt-Irgendwas) dann wird leiser, aber ich will einfach nicht immer Batterien...
Verkäufer: *Ratloser Blick* ??? Ja das ist bei mir auch so......und dann isses mir zu blöde geworden, die hatten mich eh schon genug mit dem Gespräch, dem Gestreite und Gepose komplett vom konzentrierten Gitarregucken abgelenkt. >:(
Ich: Was haltet ihr denn von galvanisch getrennter Stromversorgung für die Effekte?
Verkäufer: *noch ratloserer Blick* :confused:
Kunde: Davon hab glaube mal was gehört...
Ich: GNAAAHHH! :-\ -
Brummschleifen bei Verwendung von Schaltnetzteil
Hallo,
kleine Anmerkung (hier evtl. nicht relevant, da Xeth galvanische Trennung mit Trafos in der Stromversorgung plant):
Neulich machte ich live die Erfahrung, dass ich eine nette Brummschleife hatte:
Effektboard mit Schaltnetzteil-Stromversorgung für 15V- und 9V-Geräte (alle analog, die meisten diy)
angeschlossen an ein Trace Elliot Basstopteil.Das reichte bereits für die Brummschleife.
Ich führe diese darauf zurück, dass das Schaltnetzteil keinen Schutzleiteranschluss hat und irgendwie ein Strom über den 230V-Stromanschluss floss.
Mit einer Trafo-DI-Box und ground lift zwischen Effektboard und Amp ließ sich das Problem einwandfrei beheben.Ähnliche Probleme gibt es häufig, wenn man ein Laptop mit Schaltnetzteil über die (externe oder interne) Soundkarte an andere Audiogeräte anschließt.
Auch dann lassen sich Brummschleifen durch Line-Übertragertrafos mit ground lift beheben.Also evtl. gleich einen Übertragertrafo am Eingang und/oder Ausgang des mit Schaltnetzteil versorgten Effektboards einplanen!
Gruß
Ulrich@Xeth:
Ich habe schon häufiger Schaltnetzteile mit 21 oder 22V gesehen - meistens allerdings DC
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Zitat von elkulk;319196
Hallo,
Neulich machte ich live die Erfahrung, dass ich eine nette Brummschleife hatte:
Effektboard mit Schaltnetzteil-Stromversorgung für 15V- und 9V-Geräte (alle analog, die meisten diy)
angeschlossen an ein Trace Elliot Basstopteil.Das reichte bereits für die Brummschleife.
Ich führe diese darauf zurück, dass das Schaltnetzteil keinen Schutzleiteranschluss hat und irgendwie ein Strom über den 230V-Stromanschluss floss.......
@Xeth:
Ich habe schon häufiger Schaltnetzteile mit 21 oder 22V gesehen - meistens allerdings DC
Den Beitrag verstehe ich leider nicht ganz....
Ein Schaltnetzteil ist im allgemeinen sowieso galvanisch getrennt. Da wird ein Trenntrafo erstmal nix helfen.
Eine klassische Brummschleife entsteht über den Erdanschluss, und da ist eigentlich ein Netzteil das erst gar keinen solchen hat erstmal im Vorteil. Der Schutzleiter ist zum Personenschutz und nicht zum Brummschutz. Brumm bekommt man nie durch einen Schutzleiter Anschluss weg.
Ich hoffe auch nicht, dass ausser an der Versorgung Deines Netzteils irgendwo anders 230V anliegen bzw dort ausser über den internen Trafo keine Ströme aus dem Primärkreis fließen. Das wäre gefährlich
Schaltnetzteile mit AC sieht man übrigens eher selten. Wenn dann hätten die ja ein xx Kiloherz AC, dass eher so gar nicht das ist, was man brauchen könnte.
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Zitat von walter11;319229
Schaltnetzteile mit AC sieht man übrigens eher selten. Wenn dann hätten die ja ein xx Kiloherz AC, dass eher so gar nicht das ist, was man brauchen könnte.
Die siehst Du eher gar nicht da es sehr sinnfrei wäre normale AC per Schaltnetzteil aus AC zu erzeugen. Was anderes ist DC=>AC (z.b. Netzspannungsadapter für PKW/LKW) oder dann Wechselrichter für den Betrieb von Motoren....
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