fixer high pass fuer Monitore

  • Hallo,
    an unserem Mischpult gibt es leider keinen extra EQ fuer den Monitor-Out und wir haben vor kurzem 3 aktive Boxen bekommen die wir noch dort dran haengen, vor allem damit unser Drummer auch mal was hoert. Der beschwert sich aber dass die Baesse aus den Monitoren total uebersteuern, auch wenn man sie rausdreht.
    Einen fuer einen fixen High Pass braucht man ja nur einen Widerstand und einen Kondensator.
    Ich haette den High Pass gerne auf 300 Hz. Kann mir da jemand bei den Werten fuer Kondensator und Widerstand behilflich sein?

    Erde ich den Widerstand dann einfach nr an den Massekontakt von der Output Buchse?

  • Zitat von stranded horse;316673


    ...fuer einen fixen High Pass braucht man ja nur einen Widerstand und einen Kondensator.
    Ich haette den High Pass gerne auf 300 Hz. Kann mir da jemand bei den Werten fuer Kondensator und Widerstand behilflich sein?

    Erde ich den Widerstand dann einfach nr an den Massekontakt von der Output Buchse?



    zu1: Theoretisch ja, aber auch noch ein par mehr Angaben ;)
    - Wo soll die Anordnung denn hin?
    - Wie stark darf der Widerstand die Ausgangsimpedanz beeinflussen?
    - Welche Leistung muß er haben?
    - Welche Spannungsfestigkeit muß der Kondensator haben?

    Das bedeutet also mindestens mal Ausgangsleistung an welcher Impedanz?

    Etwas mit Gerundlagen beschäftigen kann also sicher nicht schaden.:cool:

    R und C errechnen sich jeweils über die umgestellte Formel für die Kreisfrequenz.
    Dann ist C=1/(2pif)*R oder R=1/(2Pif)*C
    Für eine Grenzfrequenz von ca. 300Hz (338,8Hz) wären folgende Paarungen möglich.
    10k + 47n
    100k + 4,7n
    1M + 470p

    Zu 2: Ja der Widerstand ginge dann einseitig auf die Ausgangsmasse.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Der Filter soll zwischen die Monitor Out Buchse am Mischpult und die Boxen
    Da spielt sich alles af Line Level vom Mischpult ab (bin mir jetzt gar nicht mehr so sicher wie das genau ist, aber war das nicht 1V? Impedanz weiss ich jetzt auch gar nicht, wie finde ich die in dem Fall raus?)

  • parallel zum hochpass kann man auch die güte ausrechnen, damit man nich an ne zu hohe impedanz kommt.

    dazu gibt es nicht nur die passive lösung, sondern auch aktive d.h. mit op-amps usw. dafür ist dann aber ein wenig mehr von nötigen ( betriebsspannung für die IC's z.B.)

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

  • Die Flankensteilheit kann ich erhoehen indem ich die selbe anordnng beliebig oft in reihe Setze, oder?

    Zb 4 0,47 Kondensatoren & hinter jedem Kondensator ein 1k Widerstand af Masse, sehe ich das richtig so?

    Was ich noch gerne machen wuerde waere ein 'Rumble Filter' fuer den Bass Kanal. also einen 30 Hz High Pass. Wuerde das mit der selben anordnung gehen, oder waere dazu noch etwas anderes erforderlich?

    lg, Franz

  • Theoretisch ja, allerdings muss dann das ganze Filter neu berechnet werden. Außerdem bringst du deinen Monitorausgang ganz schön ins Schwitzen, wenn du tatsächlich 1kΩ im Filter verwendest. Wenn man mal von 10kΩ Eingangsimpedanz des Aktivmonitors ausgeht hat der immerhin schon eine Last von 900Ω zu treiben. Mit einem zweiten Filter wird das unter 500Ω. Im professionellen Bereich sind Lineausgänge zwar in der Regel auf eine maximale Last von 600Ω ausgelegt, aber es gibt hier keinen speziellen Grund das auszureizen. Und wenn es ein günstigeres Pult ist, sitzt da ein TL07x oder 4558 oder Ähnliches am Ausgang, der wird damit ganz sicher nicht glücklich. Also greif zu 10kΩ oder etwas in der Größenordnung, damit kommt das ganz gut hin. Welche Last der Ausgang tatsächlich anschieben kann sollte auch im Handbuch stehen.

    Du musst also einen größeren Widerstand wählen. Aber auch das Filter hat eine Last, die Eingangsimpedanz des Aktivmonitors. Die wird wahrscheinlich irgendwo zwischen 10kΩ-100kΩ liegen. Je kleiner sie ist, desto mehr verschiebt sie dann aber wiederum die Frequenz des Filters, da sie ja parallel dazu liegt. Das heißt du solltest nachlesen/messen/feststellen wie groß sie ist, um zu wissen ob sie vernachlässigt werden kann bei der Berechnung des Filters oder nicht. Sowas von Hand zu rechnen wird aber unschön. Da würde ich entweder Spice anwerfen oder sowas in der Art verwenden.

    Das Rumpelfilter folgt dem gleichen Prinzip. Allerdings würde ich das etwas tiefer als 30Hz ansetzen, aber das ist ja schnell ausprobiert. Ich finde auch die 300Hz etwas krass (schon mal geschaut in welchem Frequenzbereich Stimme/Gitarre so wildern?), aber jeder nach seiner Façon ;).


    Gruß, Volker

  • Zitat von marshmellow;316712

    Theoretisch ja, allerdings muss dann das ganze Filter neu berechnet werden. ...

    [...]

    Das Rumpelfilter folgt dem gleichen Prinzip. Allerdings würde ich das etwas tiefer als 30Hz ansetzen, aber das ist ja schnell ausprobiert. Ich finde auch die 300Hz etwas krass (schon mal geschaut in welchem Frequenzbereich Stimme/Gitarre so wildern?), aber jeder nach seiner Façon ;).


    Gruß, Volker


    Komplett neue Werte fuer mehrpolige Filter, oder wie war das gemeint?

    Man muss ja auch dazu nehmen dass keine extreme Flankensteilheit gegeben ist, auch nicht bei einem 4 Poligen Filter, von daher denke ich wenn ich den bei 30 Hz ansetze sicher zu gehen dass es sich dann ab spaetestens 20 Hz auch bemerkbar macht. Ich wuerde den auch nur beim Send/Receive vom Bass Kanal reinstecken, muss ich da auch so sehr auf die Impedanzen achten wie beim Monitor out?


    Die 300 Hz fuer den Monitor waren auch nur zur Sicherheit gedacht. Unser Schlagzeuger legt auf den Monitoren ja auch nicht extrem viel Wert auf ein unverfaelschtes Signal, sondern will ja nur hoeren koennen wo wir sind, ohne dass irgendwelche Bassfrequenzen seinen Snareteppich zum surren bringen.

  • wenn man schiss hat wegen der leistung im hochpass was zu fetzen, da gibt es schaltungen mit R C und L, die die Frequenzen gegen Masse ableiten, die nicht gewünscht sind. dafür müssen nur die bauteile ausgelegt sein. problem ist nur, ob da irgendwelche ströme ins mischpult kommen und da was fetzen ... sollte nicht der fall sein. nur mal als anregung.

    wenn man diverse hochpässe in reihe schaltet, wird die flankensteilheit größer. das sind dann hochpässe 2. oder 3. oder n. ordnung.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

  • Zitat

    problem ist nur, ob da irgendwelche ströme ins mischpult kommen und da was fetzen

    wo soll der Strom denn herkommen? Wenn, dann kann maximal der Ausgang durch zu geringe Last überlastet werden.

    Zitat

    Da würde ich entweder Spice

    einfache Bruchrechnung zu schwierig?

    Zitat

    30 Hz ansetze sicher zu gehen dass es sich dann ab spaetestens 20 Hz

    diesem Gedanken liegt leider ein Grundsätzlicher Denkfehler zu Grunde. Ein Filter hat auch schon bei seiner Eckfrequenz eine Dämpfung von 3dB. Insofern werden auch schon diese nicht vollständig unbeeinflusst gelassen.

    Der zweite Denkfehler betrifft die Annahme, dass jenseits der Eckfrequenz "Ruhe" ist. Filter haben eine Dämpfung von N*20 dB Pro Dekade. d.h. so kurz neben der Eckfrequenz beträgt die Dämpfung gerade mal knapp 6dB bei einem Filter erster Ordnung (siehe Bild). Das ist wirklich nicht viel. Deshalb sollte man für solche Subsonic Filter lieber mehr Ordnung spendieren. Für deinen Send/Receive Kanal gilt wahrscheinlich das Gleiche wie für den Monitor Out des Mischpultes, es sei denn, Du hast einen Röhrenverstärker.
    Hier gibt es einen Schaltplan für einen aktiven Subsonic Filter: http://sound.westhost.com/project99.htm

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