Tubescreamer für den Bass

  • Hallo zusammen,
    ich habe mal den Tubescreamer-Bausatz von hier gebastelt und ich muss sagen, ich bin begeistert. Zunächst einmal habe ich den ein bisschen getunt:
    Als OP-Verstärker habe ich den OPA2134PA genommen, als Sockel natürlich den Prätisionssockel in Gold.
    T1 habe ich ausgetauscht gegen einen MPSA18 und den Vorwiderstand habe ich auf 620kOhm erhöht.
    Die Elkos habe ich, bis auf den 100µF durch Seidenpapierelkos getauscht.
    Dann noch ein bisschen mit den Dioden gespielt. Grüne LowCurrent-LED's, Germaniumdioden und Siliziumdioden über einen Schalter anwählbar, runden das Ganze ab und ich muss sagen, für mein erstes Effektgerät ist das schon richtig geil geworden.

    Mit dem anderen Transistor und dem höreren Basiswiderstand rauscht die Schaltung deutlich weniger und verhält sich ruhiger bei aktiven Gitarren. Durch den OP hat man mehr Low und High-End. Als Widerstände habe ich die TS808-Version genommen, die TS9-Geschichte brachte keine hörbare Änderung, verhielt sich aber empfindlicher gegenüber Störungen.

    Jetzt will ich die Schaltung gerne erweitern und Bass tauglich machen. Folgendes habe ich mir überlegt:
    Ich möchte gerne 2 Ideen aus dem Bass Amuser Projekt klauen und hier mit einbauen.
    Einmal den Filterregler für den Cleanzweig und den Summierer am Ende.

    Dann vom Chaosfuzz die LED-Geschichte und als absolute Krönung Ein.-und Ausschalten über ein Microrelais, wie das z.B. bei Exar gemacht wird.
    Die Grundschaltung des Screamers soll aber so bleiben. Im Endeffekt kann man den Filterregler auch als Minipoti auslegen und auf einen festen Wert einstellen, oder das ganze mit Festwiderständen auf einen sinnigen Wert festlegen.
    Eventuell wäre ein Boosterschalter noch eine sehr sinnige Erweiterung, das wäre aber kein Muss!

    Nun, die Relaiskiste und die LED-Geschichte ist kein Problem, aber die Sache mit dem Filterregler und dem Summierer bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich kann das irgendwie nicht berechnen und ich habe kaum Möglichkeiten, zu experimentieren.

    Deshalb meine Frage an Euch: Hätte jemand von den Experten Interesse, das mal durch zu spielen und in eine korrekt dimensionierte Komplettschaltung zu fassen?
    ;D

  • Hi also das letzte was ich bin ist ein Experte,

    aber.... Ich will eine Fuzz Effekt mit dem selben ausstatten, weil das eben die Praxis ist bei Bass + Verzerrer.

    Ich werde diesen Blend mod verwenden.
    http://seanm.ca/stomp/bblender.html

    Wenn es unbedingt sein muss, dass man noch einen Filter hat für die hohen anteile, dann gibts da noch den hier:
    http://www.moosapotamus.net/THINGS/paraloop.htm

    Beide SChaltungen sind ähnlich. Man muss das ganze nicht wie dort in ein seperates Gehäuse tun, man kann auch alles ins eins....

    Wegen dem Filter .. Ich nutzte am BAss Amuser den Filter kaum deswegen wird es bei mir ein reiner Blend poti zum Fuzz. Das reicht mir völlig.

    Ein Booster ist immer für Anfänger wie mich .. über einen zweiten Poti zu realisieren, der dann über einen 2pdt Fussschalter aktiviert wird

    Hoffe konnte helfen Grüße Daniel

  • Hast du denn geprüft, wie sich das Fuzz verhält, wenn es ein niederohmiges (weil dann ja gebuffertes) Eingangssignal sieht? Ein Fuzz Face zB sollte direkt hinter der passiven Schaltung des Instruments sitzen, sonst fu(n)zzt es nicht richtig.

  • Mmmh, also die Bypass-Geschichte ist als Standalonegerät schon cool...Danke. Aber ich hätte das gerne als komplexe, in sich geschlossene Schaltung...
    Ich habe auch kein Problem damit, die Grundschaltungen in die vorhandene zu integrieren, ich habe aber keine Ahnung, wie man das berechnet...
    Trotzden danke für die Tips.

    Man(n) kann beim The Screamer das Lowend durch Austausch des Koppelkondensators am Eingang gegen einen groesseren Wert verbessern. 47nF sollte da ein praktikabler Wert sein...

    Apropos Fuzz direkt hinter dem Instrument: Ich habe z.B. einen Aktiv-Bass. Wie verhält sich das denn da?

  • Hallo,

    z. B. das Woolly Mammoth verhält sich am passiven Bass definitiv anders als am aktiven - man könnte auch sagen, es klingt ... ja doch ... "besser".

    @ Jazzman:
    Was meinst Du mit "berechnen"?
    Wenn Du z. B. den Bass Amuser Mixer als Vorlage nimmst schnippelst Du hinter dem ersten Opamp den Zweig mit dem EQ und den Röhren raus und setzt dafür den Screamer rein. - Klar?

    Und die "LED-Geschichte vom Chaosfuzz" - meinst Du damit die LED-Anzeige für Effect on-off?!
    Das nennt sich "Millenium Bypass" mit einem 2pdt-Fußschalter, Mosfet, Diode etc., vgl. z. B. meine Galerie: http://forum.musikding.de/cpg/thumbnails.php?album=16

    Probier doch mal, ob Du damit einen Gesamt-Schaltplan zusammenbekommst und poste ihn hier, dann können wir sehen, wie weit Du gekommen bist und wo noch was zu ändern sein könnte.


    Gruß
    Ulrich

  • Als Fuzz werde ich bei mir einen Blackout Musket nachbauen. Der soll angeblich laut Hersteller auch für Bass taugen und wenn ich mir den Schaltplan anschaue hat der eh ne Eingangstufe drin. Was halt fehlt ist der Blend. (Wobei manche den Focus bei FSB auch als Blend bezeichenen aber das ist der doch eig. nicht...)

    Wer Verbesserungen hat einfach melden :)

    Grüße Daniel

  • Guck dir mal auf fsb das "James Muff" an, könnte vom Tonestack her lohnender sein für Bass

  • Zitat von Tyand;314770

    Als Fuzz werde ich bei mir einen Blackout Musket nachbauen. Der soll angeblich laut Hersteller auch für Bass taugen und wenn ich mir den Schaltplan anschaue hat der eh ne Eingangstufe drin. Was halt fehlt ist der Blend. (Wobei manche den Focus bei FSB auch als Blend bezeichenen aber das ist der doch eig. nicht...)

    Wer Verbesserungen hat einfach melden :)

    Grüße Daniel

    Moin,
    Da das Teil auf einem BM basiert ist es schonmal kein Fuzz sondern ein Distortion.
    Die Blend Geschichte müsstes du dir dann da mit reinstricken. Z.b. das cleane Signal bei Q5 mit hinzumischen.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • ...allerdings eine für Bass ziemlich heftige Distortion. Das Finetuning wird entscheidend sein, damit es nicht matscht, sondern sich auch im Bandkontext noch durchsetzt. Ich würde zB drüber nachdenken, auf ganz basale Weise die Frequenzen etwas zu trennen. zB im cleanen Signalweg die Höhen etwas bedämpfen, im verzerrten Teil dagegen durch kleine Koppelkondensatoren (ich würde mit ca 220nF rechnen) Bässe beschneiden.
    Cleansignal dazumischen ist ja kein Allheilmittel, sondern quasi nur die vereinfachte Version einer getrennten Bearbeitung verschiedener Frequenzbereiche...

  • Hi roseblood,

    danke für den Ratschlag. Ich werd mir das James muff mal anschauen. Wegen der Heftigkeit der Distortion ist es mein Ziel was eher heftiges zu bekommen.
    (Ich hab mir letzte Woche den SFT noch gebaut, der ist sehr geil für sanfteres..obwohl der noch gainunabhänig leise hochfrequent pfiept und ich die urache noch nicht rausgefunden habe)

    Beim Muff werde ich auch damit spielen das zweite Diodenpaar rauszunehmen und an der zeiten Stage mit einem Kond. zu Boosten.(siehe Muff Plus)

    Das mit dem Höhenanteil im clean cutten werd ich sicher auch mal ausprobieren.

    Dank dir Grüße

  • Zitat von Tyand;314787


    (Ich hab mir letzte Woche den SFT noch gebaut, der ist sehr geil für sanfteres..obwohl der noch gainunabhänig leise hochfrequent pfiept und ich die urache noch nicht rausgefunden habe)

    Überprüf mal die Kabelführung oder auch das Layout, ob Eingang und Ausgang der Schaltung sich sehr nahe kommen.

  • Hi Roseblood,

    ja Kabelführung ist so ein Thema.. ich hab alle Kabel soweit gekürzt wie möglich. Der Ausgang und Eingang kommen sich an den Buchsen sehr nahe da ich ein kleines Gehäuse habe und die Buchse links und recht gegenüber angeordnet sind. Ich habe nach Anleitung dieses Stargrounding gemacht. Alle Massepunkte laufen am Ausgang zusammen und gehen dort dann zur Masse der DC Buchse. Zusätzlich ist die Ausgangsbuchse noch mit dem Gehäuse verbunden.

    Wenn es wo allgmeine Ratschläge, Tutorien oder FAQs zu dem Thema gibt nur her :)

    Dank dir

    Grüße

  • Wenn es pfeift (= oszilliert), ist es sehr wahrscheinlich, dass das Ausgangssignal am Input einstreut, so dass quasi ein geschlossener Kreis entsteht... Kannst du vielleicht probeweise zwischen die beiden Buchsen ein mit Masse verbundenes Blech halten?
    Welches Layout hast du benutzt?

  • Hi Roseblood,

    ahhh jetzt weis ich auch mal was es heißt wenn in den Foren immer von Oszillation gesprochen wird.

    Heute abend bin ich wieder daheim und dann werd ich das mal versuchen. Das Layout das ich verwendet habe, ist dieses hier

    Das Peifen an sich ist nicht sehr laut, aber wenn ich nicht spiele dann hörbar.

    Grüße Daniel

  • Das Verolayout funzt bei mir (und bei vielen anderen) ohne Probleme, also such lieber erst bei Kabeln/Buchsen.

  • Danke Roseblood !!! das pfeifen ist weniger geworden. Die Pins der Ausgangs und Eingangs buchse waren sehr nah beieinander (2-4mm). Habe sie nach aussen gedrückt.

    Das Pfeifen ist nun praktisch weg.
    Grüße

  • "praktisch weg" mag zwar erstmal reichen, aber solange es nicht ganz weg ist, hat es Einfluss auf den Klang der Schaltung, und keinen positiven...

    Du hast doch da auch Masseanschlüsse zur Verfügung. Setz doch mal ein dünnes Blech senkrecht zwischen die Buchsen und verbinde es mit Masse.

  • Hi roseblood,

    ich habe das mit dem Blech mal probiert und das Hochfrequente Piepen ist weggegegangen. Habe nun andere Buchsen eingebaut die nicht soweit reingehn und nun ist leise!!!


    Ich danke dir Grüße

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!