LED des Screamers leuchtet nicht

  • Hallo zusammen,
    nachdem ich mit dem Screamer erst überhaupt keinen Effekt hatte (ich hatte den 3DPT um 90 Grad verdreht), scheint nun eigentlich alles zu funktionieren (ich habe es allerdings nur kurz angetestet und an allen Potis gedreht).
    Doch obwohl das Gerät angeschalten ist, leuchtet die LED weder in Batterie- noch in Strombetrieb auf. Die LED leuchtet wenn ich sie an eine Batterie halte und zur Sicherheit habe ich sie auch schon umgedreht um zu sehen, ob ich sie falsch verkabelt habe.
    An den beiden Kabeln die zur LED führen messe ich im Batteriebetrieb 7.5V und im Strombetrieb ca. 2.24V (sollten die beiden Werte wirklich unterschiedlich sein?).

    Ich bin mir nun nicht sicher wie ich mit der Fehlersuche fortfahren soll. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte.


    PS: Die LED ist nicht mehr die vom Bausatz. Die hab ich leider bei der Fehlersuche zerstört. Die Ersatz-LED leuchtet aber bei Batterien mit Werten wie ich sie an den Kabeln gemessen habe auf, also nahm ich an, dass das funktionieren müsste.

  • Überprüfe nochmal ganz genau die verkabelung vom fußschalter und der led. die spannungen sollten gleich sein. dass du eine andre led benutzt hast sollte kein problem darstellen. evtl. ist die led verpolt.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

  • Zitat von Mr.M.B.;314220

    Überprüfe nochmal ganz genau die verkabelung vom fußschalter und der led. die spannungen sollten gleich sein. dass du eine andre led benutzt hast sollte kein problem darstellen. evtl. ist die led verpolt.

    Erstmal danke für die Antwort. Ich habe den Fussschalter nochmals gründlich überprüft, die Verkabelung ist definitiv wie in der Anleitung aufgebaut. Zur Sicherheit hab ich aber die beiden Litzen die zur LED führen ausgetauscht und neu verlötet und das Ganze noch einmal mit eineren anderen LED ausprobiert, leider ohne Erfolg.
    Die gemessenen Spannungen bei den LED-Kabeln sind nun 6.68V (Strom) und 7.47V (Batterie). Ich verstehe nicht ganz, wieso eine LED (die in Ordnung ist) nicht aufleuchtet, wenn doch Spannung vorhanden ist :confused:
    Könnte es zu Problemen führen, dass ich das Gehäuse aus Holz gebaut habe?

  • Moin,
    Löte mal den Draht vom Schalter Lug7 der zur LED geht ab und leg den einfach mal auf Masse (Platine oder Masse Klinkenbuchse). Leuchtet die LED dann, hast du den Schalter gekillt.

    Zählweise Schalter

    1 4 7--> zur LED Katode
    2 5 8--> Masse zur Platine
    3 6 9

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von lmkv15;314228

    Moin,
    Löte mal den Draht vom Schalter Lug7 der zur LED geht ab und leg den einfach mal auf Masse (Platine oder Masse Klinkenbuchse). Leuchtet die LED dann, hast du den Schalter gekillt.

    Hab das jetzt mal so gemacht:
    Anode -> Platine LED
    Kathode -> Masse
    Leider (oder in diesem Fall zum Glück) leuchtet auch weiterhin nichts auf. Ich werde mir heute noch exakt die gleichen LEDs besorgen wie im Bausatz, um einen Fehler mit der LED auszuschliessen. Was könnte ich sonst noch versuchen?

  • Hi,
    Wenn du gemessen hast, dass an der LED Anode die Spannung ankommt, dann kommt nur die LED in Frage und nichts anderes. Und falls die LED in einer Fassung sitzt, gucke bitte ob du nicht mit an den Rand der Fassung gelötet hast, die führt nämlich im eingebautem Zustand Masse.

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hallo zusammen,
    es hat länger gedauert als ich gedacht habe, um an neue LEDs zu kommen. Nun habe ich jedoch definitiv die gleichen wie aus dem Bausatz und kann somit eine defekte LED ausschliessen. Das Problem hat sich leider dadurch noch nicht gelöst.

    Zur Verdrahtung des 3DPT-Schalters: Worin liegt der Grund, dass in der Verdrahtungsanleitung des Screamers jeweils die Ein- und Ausgänge genau andersherum sind als in allen Anleitungen die ich im Internet finde, wie man so einen Schalter anschliesst? Also Input<->Output und InEffect<->OutEffect und wozu dient die Brücke zwischen Lug1 und Lug9?

    Ich habe die Anschlüsse der Batterie und des Netzsteckers getestet, die Platine erhält beim +9 Eingang in der Tat auch 9V Spannung. Wenn ich den Schaltplan richtig gelesen habe (was nicht sicher ist, da ich sowas noch nie gemacht habe) liegt dann eigentlich nur noch R19 (2,2k) im Weg? Wie kann ich messen ob mit dem Widerstand alles in Ordnung ist, bzw. kann dieser mein LED Problem überhaupt verursachen?

    Ich habe noch Fotos von Schalter, Platine, Verkabelung und einer Messung eingefügt. Ich weiss jedoch nicht ob darauf etwas erkennbar ist und ob ich die richtigen Stellen fotografiert habe. Ich bitte um Nachsicht mit meiner Arbeit, es war das erste Mal, dass ich einen Lötkolben in der Hand hatte ;)

    mfg
    Tokoloshe

  • Moin,
    auf alle Fälle solttest du erstmal deine überschüssigen Bauelementedrähte auf der Lötseite abschneiden.
    Der Schalter ist Standardmässig belegt. Allerdings bezweifle ich, dass du verstanden hast wie solch ein Schalter funktioneriert.
    Jede senkrechte Ebene stellt einen Umschalter dar. Das ganze also mal 3xUm.
    Das mittlere ist entweder Ein- oder Ausgang. Daher

    1 zum Effekt 4 vom Effekt 7 LED Katode
    2 Buchse In 5 Buchse Out 8 Masse (GND)
    3 Brücke ----> 6 9 Brücke --> 1 Input wird im Bypass auf GND gezogen.

    Ist der Schalter also in einer Stellung sind verbunden 2,1 - 5,6 - 7,8 in diesem Falle bist du im Effekt Modus und die LED sollte leuchten.
    Schaltest du dann um

    Sind verbunden 2,3, - 5,6 - 8,9 Das ist dann Bypass.
    Die Brücke von 3 nach 6 stellt dann die Verbindung von Buchse In nach Buchse out her.

    Soweit wie ich sehen kann ist dein Schalter richtig verdrahtet. Du solltest nun mal prüfen mit dem Ohmeter ob an Pin 8 wirklich Masse anliegt 8-->GND Platine.

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von Tokoloshe;314617

    Hallo zusammen,
    Ich bitte um Nachsicht mit meiner Arbeit, es war das erste Mal, dass ich einen Lötkolben in der Hand hatte ;)
    mfg
    Tokoloshe

    Das sieht man schon, was für einen Lötkolben benutzt du?

    Im anhang mal die Stellen die m.E. nicht sonderlich gut gelungen sind.

    http://www.youtube.com/watch?v=dlpPUF_IqLs obwohl die Spitze hier auch schon recht alt aussieht.

  • Ich habe nun endlich den Fehler gefunden. Musikding hat mir als Vorwiderstand R19 nicht wie in der Stückliste einen 2.2kΩ Widerstand, sondern einen 2.2MΩ Widerstand geschickt. Hab den Widerstand rausgenommen und den 470Ω des TS-9 Bausatzes eingebaut. Die LED leuchtet ;D In Zukunft werde ich mir definitiv auch die Zeit nehmen, die einzelnen Bauteile nachzumessen.
    Nun die Frage: Ich habe zuhause leider wirklich nur die 2 Widerstände des TS-9. Meiner Rechnung nach gilt (9V-2.25V)/0.02A = 340Ω. Ist das soweit richtig? Somit dürften 470Ω eigentlich in Ordnung gehen, oder hat der 2.2kΩ Widerstand noch eine andere Bedeutung als nur ein Vorwiderstand für die LED?


    Zitat von guanre;314654

    Das sieht man schon, was für einen Lötkolben benutzt du?
    Im anhang mal die Stellen die m.E. nicht sonderlich gut gelungen sind.


    Einen alten Billiglötkolben aus dem Baumarkt mit verbogener Spitze. ;) Definitiv kaum zu gebrauchen und wird vor dem nächsten Projekt auch durch eine geeignete Lötstation ersetzt werden. Danke für die Kritik, ich habe alle angezeichneten Lötstellen verbessert, ich möchte ja schliesslich auch ein Weilchen Freude am Screamer haben :)

    Zitat von lmkv15;314618

    Der Schalter ist Standardmässig belegt. Allerdings bezweifle ich, dass du verstanden hast wie solch ein Schalter funktioneriert.


    In der Tat hatte ich keine Ahnung wie der funktioniert. Vielen Dank für die Informationen, endlich ergibt der Kabelsalat einen Sinn ;D

  • Hi,
    du kannst dir einfach merken, Rote LED's Uf ca. 1.8V, Grün und Gelb ca. 2.1V.
    Blau ca. 3.5V.
    Bei deiner Berechnung benötigt die LED 20mA, was auch ihr max. Strom ist. Das ist allerdings 4x soviel, wie die ganze Schaltung verbraucht.:confused:
    Bei sogenannten Low Current LED's, reichen 2k2 völlig aus.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von lmkv15;314710


    Bei deiner Berechnung benötigt die LED 20mA, was auch ihr max. Strom ist. Das ist allerdings 4x soviel, wie die ganze Schaltung verbraucht.:confused:
    Bei sogenannten Low Current LED's, reichen 2k2 völlig aus.

    Du hast Recht, rechne ich mit Standardwerten die man so im Netz findet, würde meine LED mit dem 470Ω Vorwiderstand wohl bald wieder nicht mehr leuchten. Ich habe die Uf=2.25V und If=20mA aber vom Datenblatt des Herstellers übernommen. Mit dem 470Ω Widerstand den ich jetzt verbaut habe, messe ich 2.06V bei der LED und 15A (über den Widerstand berechnet, nicht gemessen). Gibt es bei dieser Konstellation bedenken, abgesehen davon, dass die LED offensichtlich viel Strom frisst?

  • Zitat von Tokoloshe;314750

    ...bei der LED und 15A (über den Widerstand berechnet, nicht gemessen)

    Was so ein kleines m doch ausmacht :D
    Zur LED: die sollte so halten, wenn nicht ist ja nun auch nicht soo das Drama ;)

    [Size=1]schönen Gruß, Martin[/Size]

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