Peavey classic 50/50

  • Hey Leute, ich habe gerade ein Angebot bekommen für eine Peavey Classic 50/50 Endstufe. Nun bin ich in den gängigen Foren schon mehrmals auf zwei Fakten gestossen und wollte fragen ob da jemand von euch was zu weiss.

    - Wenn man beide Kanäle der Endstufe nutzt, sind bei einigen Leuten im zweiten Kanal deutliche Verluste im obere Mitten- und Höhenbereich aufgetreten.

    - die Endstufe verfügt über keinerlei einstellbare BIAs

    - Was mich auch noch Interessiert, wären die Jahre in denen die Endstufen gebaut wurden. Ich weiss nur das es zwei Versionen gab, die sich zumindest im Design unterscheiden

    Für nähere Infos und Erfahrungen wäre ich sehr dankbar!!!

    Danke und Grüße,
    Konne

  • Zitat von konne;313101


    - die Endstufe verfügt über keinerlei einstellbare BIAs

    :D Geil!

    Egal, bias ist bei den Peavey Classic Amp fest. Beim Röhrenwechsel wird nix nachgestellt. Das ist eigentlich keine so blöde Idee, dieses immer bias neu einmessen wird ohnehin überbewertet.

    Es gibt die Möglichkeit, Potis zur bias-Einstellung nachzurüsten. Ist aber Banane. Die Amps der Classic Serie sind heute tatsächlich etablierte kleine Klassiker und fixed bias funktioniert wunderbar - und die Musiker haben ein Problem weniger.

    Zu den anderen Fragen kann ich nichts sagen.

  • "Fixed Bias funktioniert wunderbar" => stimmt, das hat aber erstmal nichts mit seiner Frage zu tun! "Fixed Bias" wird im englischen für das Verfahren benutzt, eine gesonderte Vorspannung zur Biaseinstellung zu verwenden, diese ändert sich im Gegensatz zu "Automatic Bias" oder "Cathode Bias" nicht (oder nur minimal) im Betrieb - deshalb "fixed". Diese Vorspannung ist aber bei fast allen Verstärkern einstellbar, außer bei manchen uralten und bei einer amerikanischen Marke, die dir für viel Geld "spezielle" Röhren verkaufen will, damit du das Bias nicht einstellen musst ;-). Es macht daher sehr wohl Sinn, die Biasspannung einstellbar zu machen, damit kann man u.a. auch den Klang in Maßen beinflussen (Bias "heiss" bzw. "kalt" einstellen). Diese Änderung (1x Poti und weiteren R für jeden Kanal) sollte anhand des Schaltplans jeder versierte Elektroniker durchführen können...
    Gruß,
    Martin

  • Zitat von MAD;313180

    "Fixed Bias" wird im englischen für das Verfahren benutzt, eine gesonderte Vorspannung zur Biaseinstellung zu verwenden, diese ändert sich im Gegensatz zu "Automatic Bias" oder "Cathode Bias" nicht (oder nur minimal) im Betrieb - deshalb "fixed".

    Okay, da habe ich den Ausdruck falsch benutzt. Interessanterweise hast du an anderer Stelle hier im Forum schon einmal darauf hingewiesen. Ein lustiger Satz von der Aikenamp-Homepage ist übrigens:

    Zitat

    ... Cathode biasing is usually fixed, and not adjustable, and fixed biasing is usually adjustable with a small trimmer potentiometer or "trimpot". It is no wonder the subject is confusing to people!

    Wieder was gelernt.
    Die Frage, wie wichtig die Einstellbarkeit in der Praxis hat, ist aber dadurch nicht beantwortet. Der Sound ist damit veränderbar, aber der Einfluss ist gering.
    Das Mesa anbietet, mit selektierten Röhren auf biasing verzichten zu können und trotzdem durch den Wechsel keine Soundveränderungen zu haben, ist doch super.
    Wer keine Lust hat, sich mit dem Thema Einmessen zu beschäftigen, findet so ein passendes Angebot. Die Röhren sind vielleicht etwas teurer, dafür spart man Zeit und Geld für die Fachwerkstatt.
    Wer sich daran stört, kauft sich eben einen anderen Amp. Gibt ja genug :)

    Naja, zumindest kann auf das bias-einstellen beim Röhrenwechseln verzichtet werden. Das manche Hersteller die Nachstellmöglichkeit dann gar nicht erst einbauen, finde ich in Ordnung. Dem Gitarristen, der keinen Bock auf Technik hat, nimmt es eine Hürde.

  • Sorry, aber man kann auch auf das stimmen einer Gitarre verzichten.
    Wer den Unterschied zwischen einer kalten und heißen Einstellung mal gehört UND gefühlt hat, der wird dieses kleine Poti lieben lernen. Wobei ich auch ein Freund von wenig Technik bin.


    @ Mad. Warum 1 zusätzliches R für jeden Kanal? Zwei getrennte Potis würde ich schon eher verstehen (zwei verschiedene gematchte Paare).

  • Ich meinte 1x Poti pro Kanal und R pro Kanal. Eigentlich sogar noch einen R pro Kanal mehr wegen Schutz vor defektem Poti. Und natürlich wäre es sinnvoll, bei Push Pull pro Seite einen Poti zu haben (oder einen für Bias und einen für Balance, das ist mit einem Multimeter meist einfacher einzustellen).
    Gruß,
    Martin

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