Hi Bastler,
ich hab da mal ne allgemeine Frage zu Röhren aller Art.
Was macht es für einen Unterschied wenn ich ein eingemessenes Quartet benutze oder 4 einzel Röhren?
Mfg Flow
Hi Bastler,
ich hab da mal ne allgemeine Frage zu Röhren aller Art.
Was macht es für einen Unterschied wenn ich ein eingemessenes Quartet benutze oder 4 einzel Röhren?
Mfg Flow
Re:Röhren allgemein
wenn die endstufenröhre keinen einzelnen bias abgleich haben , dann müssen die röhren gematcht sein , damit se im gleichen arbeitspunkt arbeiten .
Re:Röhren allgemein
Provokante Frage:
Warum "müssen" die Röhren (in Instrumentalverstärkern) denn den gleichen Arbeitspunkt haben? Die allermeisten Amps der 60er und 70er hatten weder einen Trimmpoti pro Endröhre noch gematchte Röhren (und damals waren die Fertigungstoleranzen bei der Röhrenherstellung meist noch höher als heute). Haben die deshalb schlecht geklungen ;D
Gruss, Martin
Re:Röhren allgemein
Die einzelne Röhre hat einen Ruhestrom bei bestimmter Anodenspannung (Arbeitspunkt) abhängig ihrer Leistung. Die Spezifikation ist mittels der Variablen berechenbar, jedoch Herstellung, Fabrikat und/oder Alter einer Röhre sind "unberechenbar". Daher ist Röhre nicht gleich Röhre. (Wem sag' ich das)
Also (wenn mann unbedingt will): Messen, tauschen, hören...
Grüße, Johannes.
Re:Röhren allgemein
Hallo
Ja stimmt alles. MAD hat auch recht, ne kleine Unsymetrie schadet bei Instrumental gar nix, der Klang wird ein bissle Lebendiger. Bei HiFi siehts denn wieder anders aus(hab aber noch kene Erfahrung) ::)
Aber, dieses ganze Ausmessen und einstellen bringt nur am Anfang also vielleicht die ersten Jahre was...irgendwann haben sich die Röhren so auseinander gearbeitet das man einfach nix mehr machen kann und tauschen müsste(oder man lässt's) ;D
mfg
Sebastian
Re:Röhren allgemein
Alles klar....danke sehr und....ich wertd mal alle varianten ausprobieren=)
Mfg Flow
Re:Röhren allgemein
Zitat von MAD
Provokante Frage:
Warum "müssen" die Röhren (in Instrumentalverstärkern) denn den gleichen Arbeitspunkt haben? Die allermeisten Amps der 60er und 70er hatten weder einen Trimmpoti pro Endröhre noch gematchte Röhren (und damals waren die Fertigungstoleranzen bei der Röhrenherstellung meist noch höher als heute). Haben die deshalb schlecht geklungen ;D
Gruss, Martin
Servus,
da muß ich Dir wiedersprechen, iich denke daß die Fertigungsqualität in der damaligen Zeit höher war als heute.
Da waren die Röhren, Kondensatoren, Widerstände alles Hi-Tec Komponenten und der Konkurrenzkampf auf dem Markt auch entsprechend groß. Oft wurde auch bewusst überdimensioniert um die Haltbarkeit des Geräts zu erhöhen, ein Gedanke der heutzutage Produktentwicklern und -managern wohl komplett abhanden gekommen ist.
Biasing macht ja nicht nur aus adiellen Gründen Sinn sondern durch ein stark verschobenes Bias kann auch der Amp in Mitleidenschaft gezogen werden...Zusätzlich sei erwähnt das z.B. viele alte 7ender Verstärker eine sogenannte Hum-balance hatten was nichts anderes war als eine Möglichkeit die Biasspanung unterschiedich auf die 2 Endröhren zu verteilen = indirektes Matching....
just my 2c
bluesfreak ![]()
Re:Röhren allgemein
Zitat
Zusätzlich sei erwähnt das z.B. viele alte 7ender Verstärker eine sogenannte Hum-balance hatten was nichts anderes war als eine Möglichkeit die Biasspanung unterschiedich auf die 2 Endröhren zu verteilen = indirektes Matching....
So etwas habe ich bei Fender noch nicht gesehen. Bei welchen Modellen gab es denn so etwas? Ein evtl. vorhandener Entbrummer hat i.d.R. aber auch nichts mit der Vorspannung zu tun, sondern symmetriert die Heizspannung um Masse.
Viele Grüße,
Christian
Re:Röhren allgemein
Also so viele Fender Verstärker kenne ich auch nicht mit einem solchen "Balance" Poti, aber z.B. der Bassman (Blackface AB165) hatte sowas. Ob die Röhren heute oder früher geringere Fertigungstoleranzen haben/hatten, können wir eh nur theoretisch diskutieren, ich wollte damit nur ausdrücken, daß die ganze "Matcherei" nicht so unbedingt notwendig ist, wie sie immer dargestellt wird. Seriös ist das sowieso nur, wenn nicht nur nach Ruhestrom in irgendeinem Arbeitspunkt ohne praktische Bedeutung (sehr beliebt ist immer 250V Anodenspannung und Schirmgitterspannung) gematcht wird, sondern sowohl nach Ruhestrom als auch nach Steilheit in einem (oder besser mehreren) realistischen Arbeitspunkten gematcht wird. Und selbst dann (meine Erfahrung mit allen Typen wie 6L6, EL34, 6550) sind die Röhren nach spätestens einem Jahr nicht mehr gematcht ![]()
Gruss, Martin
Re:Röhren allgemein
Genau so ist das !!!!!
Das Matchen war eigentlich an technisch unversierte Musiker gerichtet, die den "Matchern", aus Unwissenheit, schnell und reichlich die Taschen gestopft haben.
Ganz von der Hand ist das aber doch wieder nicht zu weisen, denn in einem Paar verliert der höher belastete. So verbissen wie in der Transistor- oder gar Leistungsmosfettechnik ist das bei Röhren nicht zu sehen. Mit dem Schnelltod, wie bei Halbleitern möglich, reagieren Röhren keinesfalls.
Eine schöne Lösung für Röhren, mit rausgeführten Meßpunkten und einem schnell erreichbaren Poti, hat Olaf übrigens in seinem zuletzt vorgestellten Amp realisiert.
Wird die Biaseinstellung für die einzelnen Röhren getrennt vorgesehen oder nachgerüstet und der Anodenruhestrom bei Wechsel über die Katodenwiderstände kontrolliert, kann mann den Abzockern gelassen den Mittelfinger zeigen ;D
Edit: @ bluesfreak
Wie Christian schon bemerkte, hat Hum-balance nichts mit Bias zu tun. In früheren Schaltungen wurde der Brummspannungs-Nullpunkt für die Heizspannung mit einem Drahtpoti, einem so genannten "Entbrummer" eingestellt. In den meisten heutigen Schaltungen werden dafür zwei 100 Ohm Festwiderstände verwendet. Das ist eigentlich schlechter, weil die Symetrie der Heizfadenwiderstände und Zuleitungen keine festgeschriebenen Größen sind :D.
OT: Hallo Martin 2 Mails auf Deine Anfrage sind raus.
Gruß
Peter
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