Hallo...
Man ist als Gitarriast eigentlich immer auf der Suche nach dem ultimativen Pedal - oder ![]()
Diese woche habe ich mir einen Carl Martin PlexiTone gekauft und muß gestehen, seit langem mal wieder ein Zerr-Pedal das richtig Laune macht.
Klingt für meinen Geschmack richtig gut nach Amp und ist außerdem sehr vielseitig.
Einziger Nachteil bei meinen Soundvorstellungen ist, daß die Regler TONE, VOLUME und BOOST für meinen Geschmack nur bis max. 9-10 Uhr gefallen können. Bei höheren Einstellungen zu laut oder zu grell!!! Damit kann man natürlich leben, aber ich habe mal in die Kiste reingeschaut und frage nun, ob man die entsprechenden Regler durch höhere bzw. andere Werte anpassen kann, sodass die Einstellungen bis 10 Uhr etwas weiter regeln gehen und man so das Ganze etwas feiner justieren kann.
In meinem sind folgende Regler drin:
chrunch 100k lin - hi gain 1M log - tone 5k lin - volume 5k log - boost 100k lin.
Vielleicht hat ja jemand einen Tip, worauf man achten muß... ???
(ps. Schaltplan und layout hab ich mittlerweile auch)
Das ultimative Zerr-Pedal
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Klar kann man das tun!
Wenn du zum Beispiel den 5K-Volumepoti gegen einen 2k-Poti tauschen würdest und davor (an den Außenpin wo das Signal reinkommt) einen 3k-Festwiderstand packst, dann ist das als würde man den Poti nie über diese 2k hinausdrehen.Dann regelst du von Eingang auf Ausgang zwischen 3k und 5k, und von Masse aus Ausgang zwischen 2k und 0.
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...und bei den anderen Reglern wär es gut, den Plan zu sehen.
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Also alles was gegen Masse regelt wie Volume (und eventuell auch Gain) kann so verwirklicht werden.
Bei Potis die nur zweipolig angeschlossen sind (ob mit Brücke auf den dritten Pin oder ohne ist egal) gilt auch das Prinzip, dass man den Potiwiderstand durch kleineren Poti und Festwiderstand in Reihe ersetzen muss.
Bei allem anderen ist es schwieriger, da ist es wirklich besser den ganzen Plan zu betrachten. -
Hallo,
Zitat von atomiclove;311349... Bei Potis die nur zweipolig angeschlossen sind (ob mit Brücke auf den dritten Pin oder ohne ist egal) gilt auch das Prinzip, dass man den Potiwiderstand durch kleineren Poti und Festwiderstand in Reihe ersetzen muss. ...
bevor jemand das für absolut immer gültig nimmt:Bei einem Gainregler, der als regelbarer Widerstand im Feedbackloop eines Operationsverstärkers ausgeführt ist, würde dies genau zu dem umgekehrten Effekt führen, dass man Gain nicht mehr ganz runter regeln, sondern nur noch hohe Werte einstellen kann.
Hier muss der eingebaute, höhere Potiwert durch einen niedrigeren ersetzt werden (ohne zusätzlichen Festwiderstand in Reihe).
Oder, falls zum vorhandenen Poti bereist ein Festwiderstand in Reihe geschaltet ist, kann man evtl. das Poti drin lassen und den Festwiderstand durch einen anderen Widerstand mit geringerem Wert ersetzen.Gruß
Ulrich -
Zitat von elkulk;311351
Bei einem Gainregler, der als regelbarer Widerstand im Feedbackloop eines Operationsverstärkers ausgeführt ist, würde dies genau zu dem umgekehrten Effekt führen, dass man Gain nicht mehr ganz runter regeln, sondern nur noch hohe Werte einstellen kann.Deswegen frug ich nach dem Schaltplan...

Eigentlich selbstverständlich, dass man den verlinkt, Kollege Threaderöffner.
Ich mein, ich weiß wo er steht, aber du willst ja was wissen...
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Zitat von elkulk;311351
Gainregler, der als regelbarer Widerstand im Feedbackloop eines Operationsverstärkers ausgeführt ist
Ach, ich vergaß, entschuldige! Diese Sorte Gainregler habe ich so seltenst. Danke Ulrich fürs dran erinnern!

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Das ultimative Zerr-Pedal
Ok. Leute... ich mach das zum ersten Mal. Ich möchte nur erreichen, daß die Regler TONE, VOLUME und BOOST erst bei höheren Einstellungen die 9 Uhr Werte erreichen. Dann könnte man das was gut klingt feiner justieren und die überflüssigen Regelbereiche sollen kleiner werden. Dann ist das Teil ein Traum für mich. Werde wohl auch mal 2 Prototypen bauen und den Besseren dann verwenden...
Trotzdem vielen Dank für die spontane Hilfe der erfahrenen Leute in diesem Forum...
Hier nun auch der Plan...
musikding.rocks/index.php?attachment/6903/ -
Mit "Volume" meinst du "Level"?
Also bei Level musst du einen Festwiderstand oben drüber packen (da bei Pin 1 mit rein), und Tone und Boost musst du dementsprechend verkleinern (das ist dann der legendäre Feedback-Loop).
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Zitat von atomiclove;311377
dementsprechend
Das sollte in diesem Fall wirklich heißen: Gewünschten Maximalwert mit den vorhandenen Potis einstellen, auslöten, ausmessen. Abschätzen geht bei log. Potis gerne in die Hose.
mfg, Immo
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Immo, du lässt heute auch kein gutes Haar an mir! :p
Auslöten und nachmessen ist die eine Methode, andere schaffen es auch das per Winkelmesser und Widerstandskurve rauszufinden. Wobei nachmessen natürlich noch einen Tick genau ist!
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Hi,
ich muss nochmal dazwischengehn, auch wenns es Euch, Immo und atomiclove, wohl klar ist:
Wenn wirklich das gewünscht ist ...
Zitat von blooze;311376... Ich möchte nur erreichen, daß die Regler TONE, VOLUME und BOOST erst bei höheren Einstellungen die 9 Uhr Werte erreichen. Dann könnte man das was gut klingt feiner justieren und die überflüssigen Regelbereiche sollen kleiner werden. ...
... dann müssten Potis mit einer anderen Widerstandsverlaufskurve rein oder es müsste durch Drüberlöten von Widerständen eine andere Verlaufskurve bewirkt werden.
Mit der bisher diskutierten Methode kleinerer Potiwerte/ Widerstand in Reihe/ etc. je nach Verschaltung des jeweiligen Potis erreicht man nur, dass der Regelbereich kleiner wird; aber es werden eben die extremeren ("überflüssigen") Einstellungen nicht mehr möglich.
Wenn diese Einstellungen tatsächlich subjektiv "überflüssig" sind, dann geht das natürlich so wie bisher beschrieben.Gruß
Ulrich -
Ulrich, du meinst also jetzt wenn man einen Poti nehmen würde mit einer Widerstandskurve die entsprechen wäre, dass man sagen wir mal bis 3 Uhr Potistellung die kleineren Einstellungen hätte (wo er bishher schon bei 9 Uhr angelangt war) und alles was bisher über 9 Uhr lag auf diesen kleinen Teil von jetzt 3 Uhr bis Anschlag verteilen würde.
Richtig verstanden? Meine Güte, was ein Chaos
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Hi,
ja meine ich, weil er genau das geschrieben hatte.
Ob er es braucht? Weil er sagt ja "überflüssig" ...

Gruß
Ulrich -
Ja, dass muss er dann selbst wissen. Wobei ich bei meinen Geräten auch schon oft Potis geändert habe, weil ich einfach die ganz radikalen Einstellungen nie genutzt habe und deswegen den vollen Regelweg für den genutzen Bereich haben wollte.
Bei einem Pedal habe ich etwas getrickst! Da war vorher ein 5k-Poti für den Gain drin, den ich meist aber nur bis maximal 10 Uhr gedreht habe. Ich habe dann einen 5k-Stereopoti reingesetzt, bei dem man die zweite Ebene parallel zur ersten Schalten kann und damit natürlich nur noch die Hälfte an an Widerstand hat. Kippschalter sind doch was feines ;D -
das ultimative Zerrpedal
So... nach reiflicher Überlegung habe ich nun beschlossen nicht am Original-Plexitone rumzulöten. Ich werde mir nach dem Layout unten mal einen Clone bauen an dem ich dann die verschiedenen Änderungen ausprobieren kann. Wenn das Layout stimmt, dann ist zB. beim Tone-Regler zugedreht 5k und aufgedreht 0k. Dann würde ich zB. die 12 Uhr Stellung des 5k Potis mit einem kleineren Poti vom Widerstand doch früher erreichen und somit wäre er auch früher viel heller im Klang. Somit müsste ich dann doch einen größeren Wert wählen um die 9 Uhr Stellung in Richtung 12 Uhr zu verschieben. Beim Boost Regler ist das allerdings wieder unlogisch, da der ja auch aufgedreht den kleineren Widerstand hat. Somit müsste der Boost voll aufgedreht die gleiche Wirkung haben wie wenn Boost aus ist. Sicher spielen hier die Widerstände und Condensatoren drum herum eine Rolle... egal wie... ich komm um einen Testaufbau wohl nicht rum... Platinen sind schon in Arbeit...
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Plexiclone fertig
Hallo... nun ist der Prototyp fertig!
Soweit funktioniert alles prima. Die Potis in den feedback-loops waren im Layout alle verkehrt herum gezeichnet. Den Volume habe ich auf A100k erhöht und alle anderen log. verwendet. Somit war der Vorschlag von elkulk für mich die beste Lösung. Einziger Haken ist, das Layout war etwas eng für manche Teile und ich habe es für's nächste Mal etwas auseinandergezogen. Weiterhin knackt der Boost-Schalter. Könnte man hier evtl. den Widerstand und den Elko wie beim Gain-Umschalter einbauen??? ein 1M Widerstand über dem Schalter zur Masse bringt nichts. Anbei nochmal der aktuelle Schaltplan und Layout... -
Hi!
Einfach gegen das Plopp Pin 2 und 3 beim Boost verbinden, denn dann "sieht Pin2 immer den Wert des Boost-Potis, so dass es keinen Potentialunterschied (Plopp) gibt...
Beim Schalten von auf Pin1 wird dann das Poti einfach gebrückt.
Grüße,
snyder80
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das ultimative Zerrpedal
Danke... das war der letzte gute Tip zu diesem Projekt... jetzt kann man es so lassen wie es ist...
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das ultimative...
Hallo... zum Abschluß meines Projektes habe ich nochmal ein Bild vom fertigen PlexiClone mit meinem Layoutplan gemacht. Vielleicht möchte ja der eine oder andere es auch mal versuchen. Hat Spaß gemacht... und nochmal Danke an alle die geholfen haben... bis dann...
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