RAT macht Feedback Probleme

  • Hi

    ich hab seit geraumer Zeit ne RAT als Hauptzerre. Hat immer sehr gut funktioniert und ich hatte keine Probleme mit ihr... Aber als ich dann mal versucht hab die RAT solo vor den Amp zu schliessen kam es im aktivierten zustand zu einem hohen Feedback Pfeifen, dass man durch den gain regler in der Frequenz ändern kann und mit dem Filter regler in der Intensität. Ich spiel die RAT normalerweise hinter nem Wah und das klappt auch, zumindest an meinem Amp. Aber wenn ich bei der Probe einen anderen Amp benutz, das Wah, mit dem gebufferten Bypass davorhäng wird das pfeifen zwar dezimiert aber nicht abgeschafft. Meine Frage wäre jetzt wie ich dieses gottverdammte Pfeifen wegbekomm.

    Ich hab noch mal einen gutshot angehängt:

    [Blockierte Grafik: http://thumbs.picr.de/6597742lnm.jpg]

    Jetzt schonmal danke :)

    lg
    David

  • Hi,

    evtl kommen sich Input und Output der Schaltung irgendwo sehr nahe, überprüf mal das Layout und die Kabelführung. Layout posten wäre auch nicht schlecht.
    zB überkreuzen sich bei dir das Kabel vom Volume-Poti zum Fußschalter und das Kabel vom Fußschalter zum Input der Platine. Unwahrscheinlich, dass das alleine das Problem ist, aber es kann bei einer High-Gain-Schaltung reichen...

    mfg, Immo

  • Ich musste gerade erst drei mal gucken, bis ich die Farbwahl deiner Litzen verstanden habe :p
    Experimentiere mal mit dem Abstand der Leitungen zu den Potis. Ziehe sie mal weiter auseinander, drück sie näher zusammen, probier einfach mal rum und hör dir an was passiert.

  • ok, danje für die antworten, werd ich alles mal probiern. Noch mal ein paar Infos:

    http://aronnelson.com/gallery/main.p…Co+RAT.JPG.html
    dieses Layout hab ich benutzt mit einer kleinen modifikation bezüglich der verlegung der anschlusses des Gain Potis, aber nichts am schaltplan geändert. Dann wär da noch die Info dass ich die RAT mit PUs mit hohem Output ansteuer und dafür nur mit sehr wenig Gain fahre, man kann also nicht von High Gain wirklich sprechen Gain ist immer grade knapp auf der grenze zur wirklichen verzerrung, nur etwas drüber. Ich werd da noch ein wenig rumprobiern.

    Kann mir jemand evtl sagen, warum es mit buffer davor besser wird? es geht auch mit aktivierten Effekten davor. Aber sobald die aus sind sind Feedbackprobleme hoch 10...

    lg
    David

  • Das Layout könnte kritisch sein. zB läuft die Bahn zu Dist1 direkt unter dem Eingangskondensator durch, und die Bahn zu Dist2/3 unter dem Ausgangskondensator. Schaltungen mit viel Gain sollte man nicht so "verknotet" anlegen, lieber simpel links rein, rechts raus.

    Aber wahrscheinlich ist doch, dass es die Kabelführung ist, da ist die Gefahr größer, dass man Leitungen, die sich stören, auf größerer Länge nahe beieinander hat.

    Dass es mit Buffer besser ist, könnte auf genau so eine Schleifenbildung hindeuten. Wenn du passiv reingehst, wirkt dann evtl ein "starkes" Ausgangssignal auf ein "schwaches" Eingangssignal zurück, ein niederohmiges Eingangssignal wäre etwas weniger anfällig. Eine fachlich ordentliche Antwort mögen andere geben...

  • angenommen das Problem würde wirklich an den leitungen liegen, wie könnte ich das am besten beheben? müsste ich alle Litzen, die zusammenkommen dürfen mit Kabelbindern versehn? Oder gäbe es nicht auch die möglichkeit die ganz schrillen höhen durch nen Low Pass Filter mit ganz kleinem Kondensator bzw angepasstem Widerstand zu filtern und somit das Piepen zu absorbiern? das würd natürlich den ton beeinflussen, aber wofür hat man das Steckbrett, wenn man es nicht benutzt...

    Das Layout wurde mir vom netten dune2k auf FSB empfohlen, er schien damit keinerlei Probleme zu haben und sagt er habe das auch schon öfter benutzt. Ich glaub also daran liegt das explizit nicht, aber können die leitungen sich echt so stark beeinflussen. Ich mein wir sprechen ja nicht über den Magneten und den Kompass...

  • Wenn die Schaltung oszilliert, musst du die Ursache abstellen, indem du die fraglichen Punkte räumlich weiter voneinander entfernst. Alles andere sind halbe Sachen.

  • Ich hatte genau das gleiche Problem mal bei einem Layout zum Catalinbread DLS. Die Leitung zum Output lief unter dem Eingangskondensator durch. Erst als ich den ganzen Eingangsbereich von der Platine genommen und weit weg auf Lochraster aufgebaut habe, war Ruhe.

    Hast du die beiden schwatten Kabel, die sich da direkt am Fußschalter kreuzen, nun mal voneinander entfernt? Evtl ist das wirklich schon alles.

  • Die beiden Jumper unter dem IC kommen sich auch verdächtig nahe.
    Du musst mal insgesamt ordentlicher arbeiten!
    Grundregeln:
    -Kabel so kurz wie möglich
    -Schleifenbildungen vermeiden
    -Kabel nicht parallel führen, wo möglich

    Ich plane die Kabelführung vor dem Einbau, sehe auch immer eine Richtung vor, in der sich die Platine hinterher noch hochklappen lässt. Dann kommen alle Kabel an die Platine, Kabelführung wird konkret überprüft, dann abgelängt und angelötet.

    Grundsätzlich sollte man die Lage der Platine und der Potis von Anfang an so planen, dass alles mit kurzen Kabeln auskommt und das Signal grundsätzlich wenigstens so ungefähr "von links nach rechts" durch läuft.

  • Zitat von roseblood11;311235


    Du musst mal insgesamt ordentlicher arbeiten!

    Zu meiner Verteitigung: Seitdem ich die RAT gebaut hab ist schon Zeit vergangen und ich hab einiges dazugelernt. Ausserdem komm ich einfach mit Litzen nicht klar, Schaltdraht liegt mir da viel besser. Ich bemüh mich immer ordentlich zu arbeiten, aber das gelang mir einfach wegen den Litzen nicht. Bei meinen aktuelleren Bauten bin ich da zufriedener, grade bei meinem Octaver, da hatte ich die besten Lötstellen die ich je gemacht hab. War auch das erste Pedal mit Schaltdraht.

    Aber das mit dem von rechts nach links ist mir in der Tat neu. Hatte mir da vorher nie gedanken drum gemacht. Hat bisher ja auch immer so funktioniert. Übrigens auch Beim Big Muff... Aber gut das war auch eines der Gebilde die ich mit PCB gemacht hab, hab se ja von dir gehabt :D

    Werd in zukunft auf jeden Fall drauf achten. und mir auch mal ne andere Verschaltung des 3PDTs ansehen. Und auf keinen Fall so hetzen, á la: das muss schnell fertig werden. Dann wird das eh nichts. Also wie gesagt. ich werd dann mal alles ausprobiern. Würden denn abgeschirmte Kabel helfen. Nach meiner Logik schon....

  • Abschirmung kann helfen, aber auch dafür solltest du wissen, wo das Problem entsteht. Ansonsten gilt Post #7...

    Schaltdraht ist Mist, wenn (potentiell) bewegliche Teile im Spiel sind. Wenn die Platine sich etwas bewegt (oder man zum Modden etc nochmal ran will), oder wenn ein Poti/eine Buchse sich etwas mitdreht etc hast du durch die starre Verbindung sofort mechanische Krafteinwirkung auf die Lötstellen, im Extremfall drückt es dir die Leiterbahn hoch. Ich hab aus Faulheit bei einigen Pedalen Schaltdraht verwendet und war ganz schnell wieder davon ab, die wichtigeren dieser Treter hab ich sogar neu verdrahtet ... ääh... verlitzt.
    Wenn man eine brauchbare Abisolierzange hat und die Kabelenden vorverzinnt, kann man mit Litze genauso einfach arbeiten. Funktional hat sie einfach Vorteile. Ich nehme meist die 0,25mm, das ist ein guter Kompromiss.

  • naja ich glaub da spalten sich auch so ein wenig die Geister. Und wer ganz drauf scheisst is wohl Mike Livesly, dem sein wiring sieht echt aus wie kraut und rüben in einer Farbe :p

    werde alles austesten, was in meinen Möglichkeiten steht, denn ich BRAUCH die RAT täglich. Da isses doof wenn sowas im weg steht. Obwohl ich überleg en SUHR Riot zu bauen... klang in den Demos verdammt gut und scheint auch nicht alzu komplex zu sein aber gut. Erstmal RAT.

    Ich komm aber mit Draht einfach besser klar, und am besten mit dem ganz dicken. Ich geb zu, ich bin nicht sehr geschickt und oftmals ein klein wenig schusselig, und da passierts dann schonmal dass mir ne Litze ausversehn aus dem Loch rausrutscht das ich grade verlöte. Und all sowas passiert mir dauernt. Mit Draht hab ich solche Probleme nicht, und da ich die Lötstellen grade an den Buchsen sehr sorgfältig mache und die ja direkt mit dem Switch verbinde find ich das nicht so problematisch, das ist eher als zusätzliche Stablisierung. ich komm einfach für meinen Teil damit besser aus...kann sein dass ich in ein paar Jahren wieder anders denke, aber im moment ist das so meine Lösung. Und wenn ich zum modden nochmal an die Platine will, bau ich halt alles andere auch eben mit aus, dauert ja auch nicht lange. Dann hab ich alles in der Hand, dass sich nicht verformt und einfach hinterher wieder an seinen Platz gesetzt werden kann.

  • Zitat von I like Grunge;311254

    und da passierts dann schonmal dass mir ne Litze ausversehn aus dem Loch rausrutscht das ich grade verlöte.

    bbrrrrrr, graus! Sowas gehört vernünftig fixiert, egal ob Litze oder Draht...
    Wenn es beim Löten rutschen KANN, ist die Lötstelle schonmal meistens nicht perfekt.

  • Ich hab zig Arten von Klemmen rumliegen, Krokos, kleine Leimklammern, Wäscheklammern... Wenn alles nicht passt: Papierklebeband etc

  • Wege findet man viele. Die dritte Hand finde ich deswegen äußerst praktisch, weil man in die eine Klemme die Platine einspannen und mit der anderen die Litzen halten kann. Dann hat man auch die Hände frei für Kolben und Zinn :)

  • kleine Platinen spanne ich meist nicht ein, zu faul...
    Auf den Tisch legen, Seitenschneider o.ä. drauf legen, damit nix wackelt, reicht auch

  • Zitat von roseblood11;311259

    bbrrrrrr, graus! Sowas gehört vernünftig fixiert, egal ob Litze oder Draht...
    Wenn es beim Löten rutschen KANN, ist die Lötstelle schonmal meistens nicht perfekt.

    Nee ich meinte, dass es vor dem eigentlichen Verlöten aus der Loch rutscht und ich aus versehn dann nur das Loch zulöte ohne Litze drin.

    Ne dritte hand hab ich auch iwo rumstehen, fand ich aber bei den meisten Bauten eher unpraktisch weil ichs dauernt einspannen und wieder enstpannen musste, aber wenn ich vorher alle Teile platziere dann wärs ja ok.

    Ich hab grade ein wenig experimentiert und mir ist beim verrücken und entzerren der Kabel so gut wie garnichts aufgefallen. Aber wenn ich die Input klinke (tip) berühre und gleichzeitig Ground, ist das Pfeifen restlos weg. In der Schaltung ist für diesen Zweck ja auch schon ein Widerstand, (R8, 1MOhm) vorgesehen. Würde es mich weiterbringen, wenn ich diesen Widerstand auf 2,2MOhm hochsetze?

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