Hallo,
die Frage richtet sich mehr an Klaus und Mad ... aber vielleicht wurde das Thema schon mal angeschnitten und ich habe es im Board hier nur nicht gefunden so dass mir vll. jemand anderes antworten könnte ![]()
Meine Frage betrifft die gewählten Komponenten für den Bausatz.
Elkos C28 und C29: Warum sind die mit 350V so knapp bemessen. Wäre es nicht sinnvoller den Bausatz gleich mit größeren (z.B. 500V) auszustatten?
Bias Poti: Generell reicht die Qualität des Potis sicher aus. Als ich beim Ausbau des Verstärkers jedoch versehendltich die Potieinstellung verändert habe, habe ich die Röhren innerhalb kürzester Zeit gekocht. Sicher selber schuld wenn man einen dicken Dome Know auf das billige Poti setzt ... aber gerade für die Langlebigkeit der Röhren wäre ein hochwertigeres und präziseres Poti doch sicher besser?
Endstufen Röhren: Ich frage mich warum die V5 und V6 von TAD bestück werden (dies wird in der Artikelbezeichnung noch beworben!). 21,- EUR (Preis von MusikDing) für eine handelsübliche Röhre ist schon enorm! Die JJ 6V6 Red Label - TT XMatching kosten pro Stück ein bisschen mehr als die Hälfte: http://www.tube-town.net/ttstore/produc…-XMatching.html ... Letztendlich werden die röhren doch eh in Russland o.Ä. gefertigt ... wohlmöglich noch im gleichen Werk?
A15MK2 - Frage zum Bausatz - Wahl der komponenten
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Hallo,
würde ich ja gerne alles mit einer Antwort erschlagen, aber drei Fragen - drei Antworten:
1) Elkos
Das ist schlicht ein Kostenthema, 500V Elkos sind deutlich teurer als 350V Elkos
2) Bias Poti
Den Zusammenhang mit der Qualität des Potis verstehe ich nicht? Was meinst du genau? Dass der Einstellbereich zu groß ist und damit der Ruhestrom zu hoch eingestellt werden kann? Das ist eigentlich bei allen Verstärkern mit einstellbarem Bias so, eigentlich stecken Röhren einen kurzfristig zu hohen Ruhestrom auch leicht weg. Eine Lösung ist, gar keinen Knopf auf den Poti zu machen (so siehst du es auch auf den Fotos in der Anleitung), ich werde da aber in der nächsten Version nochmal genauer drauf hinweisen...
3) Da die JJ in Tschechien gebaut werden und die TAD in China, kommen die mit Sicherheit nicht aus demselben Werk
Meiner Meinung nach sind die TAD den Mehrpreis wert (der im EK natürlich deutlich geringer ist). Warum die TAD im VK bei Musikding 21,- EUR kosten, kann dir nur Klaus beantworten (Ich bin nicht an Musikding beteiligt, sondern "nur" der Entwickler).
Gruß,
Martin -
Hi Mad,
danke für Deine Antwort
Nun, ich bin in der Sache jetzt der Übermittler von eine paar Fragen und Hinweisen denen ich während des Baus und nach der Fertigstellung des Amps gegenüber stand.
Mit eine der ersten Hinweise waren die Elkos C28 und C29. Und das eben nicht nur von einer Person, sondern gleich von mehreren unabhängig voneinander die den Austausch als sehr Sinnvoll eingestuft haben. Daher meine Frage ob es nicht Sinn macht die Kerlchen gleich von Anfang an mit auszuliefern? Die 350V kosten 1,80 € und die 450V gerade mal einen EUR mehr bei TT. Wir reden also strenggenommen von 2 EUR mehr.
Ich persönlich habe kein Problem mit dem Bias Poti. Ich habe nur fluchende Mails über das Poti erhalten weswegen ich meine Endstufenröhren gebraten habe. Er redete davon das Problem anders zu lösen ... was er genau gemacht hat werde ich wohl sehen wenn ich den Amp zurück habe
Die Klangbildung geschieht doch maßgeblich in der Vorstufe und nicht in der Endstufe? Warum wird die Endstufe in Sachen Klang so überbewertet? Die macht doch kurz gesagt eigentlich nur das laut was durch die Vorstufe reinkommt? Das hat für mich was von der Fähigkeit Gras wachsen zu hören.
Ungeachtet dem Widerspruch auf der einen Seite Kosten zu sparen und auf der anderen Seite auf Qualität zu setzen ist der Einsparungsfaktor bei anderen Röhren doch deutlicher zu bemerken als die Mehrkosten für die Elkos. Selbst ein präziseres und hochwertigeres Poti würde von den eingesparten Kosten getragen
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Sorry, aber was soll das denn bringen, wenn ich hier Fragen versuche zu beantworten, die du selbst nicht verstehst bzw erklären kannst? Wenn du mir erklären kannst, was an dem Bias-Poti an sich schlecht sein soll, können wir das gerne weiter diskutieren, das interessiert mich nämlich schon. Und die Klangbildung geschieht beim Röhrenverstärker in Vor- und Endstufe (nicht zu vergessen der Einfluss des Netzteils), beim A15 insbesondere beim ersten Kanal (Stichwort Endstufenverzerrung). Im zweiten Kanal findet die Klangbildung in der Tat hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) in der Vorstufe statt.
Gruß,
Martin -
Hey Mad ... kein Ding!
Verstehe mich bitte nur als Kanal für Stimmen und Meinungen die zwar irgenwann mal verstreut gestellt worden sind ... deren Fragen anscheinend nie im direkten Bezug auf dieses Board z.B. beantwortet worden sind.
Meine Fragestellung dient ja nicht zur Niedermache der Produkte/Bausätze, sondern es soll eine Anregung sein mal über die geäußterte Kritik nachzudenken ... Ich hatte jedenfalls ein wenig Zeit übrig und fühlte mich berufen einfach mal danach zu fragen ... letztendlich (ist ja auch logisch) weil es mich ja auch selber interessiert
Lassen wir die Diskussion bez. dess Bias Poti erst mal ruhen ... ich bin hier wie gesagt selber gespannt wie mein Bekannter das "Problem" gelöst hat.
Viele Stimmen viele Meinungen! Gerade bez. des Mysteriums Röhre
Was meine Erfahrung anbetrifft ist die Klangfärbung durch eine in die Sättigung gefahrene Endstufenröhre beileibe nicht so kolossal was so viele Produktbeschreibungen so mancher "Wunderröhren" versprechen. Aber das ist ja nur eine Meinung ... wie Geschmack! Und über Geschmak lässt sich nicht streiten.
Ich erhalte jedenfalls bald wieder meinen A15MK2 mit anderen Endstufen Röhren zurück und werde dann auch sicher etwas zur Soundveränderung sagen können
Letzendlich hatte ich ja auch das Thema Verhältnismäßigkeit angeschnitten. Man lese hierfür einfach noch mal den letzen Absatz meinen vorangegangenen Beitrags. -
Schade, dass man mir nicht antwortet ... weder auf meinen öffentlichen Beitrag noch auf meine PM (die übrigens noch nicht mal was mit diesem Thema hier zu tun hat)

Ich bin ehrlich gesagt ein wenig sauer! Naja ... wie auch immer bringen wir dieses Thema zum Ende!
Gerade für so einen Einsatz, wo es auf eine stabile Einstellung des Ruhestromes ankommt, ist die Wahl ein Poti einzusetzen schon daneben, weil es sich viel zu leicht verstellen lässt. Wenn es dann auch noch von so schlechter Qualität ist (völlig ungedämpft und mit wackeliger Achse versehen, dann ist das aus technischer Sicht wirklich daneben. Leider gibt es hierzulande nur noch wenige Quellen für ordentliche Potis, so dass man eigentlich immer auf Alpha oder CTS zugreifen sollte.
Die TAD Röhren sind auch nix besonderes, da es nur noch wenige Produktionsstätten gibt, davon noch weniger, die gute Qualität erzeugen. Aber lass die Leute mal ruhig ihr Voodoo-Zeugs kaufen!
Vielleicht sollte man einfach mal seine Gitarre in die Hand nehmen um Musik machen als sich an perfekt aufgebauten Schaltungen zu ergötzen und Fragende als dumm abzuspeisen, nur weil man sich für DIY interessiert aber vll. nicht über das Fachwissen verfügt der erlesenen Illuminati dieses Forums. Man Leute ... ist noch alles knusper bei Euch?
Mein Gott, das ist ein Forum zum Meinungsaustausch und zum fragen wenn man was nicht weiß. Ich glaube Niemand möchte auf die Nase gebunden bekommen das er erst mal besser die Finger davon lässt weil er keine Ahnung hat. Noch möchte man ständig auf die Nase gebunden bekommen sich doch besser mit Fachliteratur zu ertränken. Vielleicht gibt es auch einfach andere Menschen, die andere Interessensschwerpunkte haben, daber trotzdem gerne DIY machen ???
Ich mache seit gut 18 Jahren Musik in verschiedensten Bands und verschiedensten Musikrichtungen. Ich habe alleine in den letzten 8 Jahren mehr als 1.000 Gigs auf dem Buckel und Live-Erfahrungen vor mehr als 30.000 Menschen und mir ist es ehrlich gesagt scheiß egal was im Amp oder FX verbaut ist ... hauptasche es klingt und man kann damit sein Publikum begeistern!
Und ich möchte noch mal zum Schluß betonen: Ich finde das MusikDing und das gesamte MadAmp Projekt klasse und wollte nur mal anmerken was man ggf. verbessern kann ohne gleich an der Preisschraube drehen zum müssen, aber trotzdem ein besseres Produkt für eine höhere Kundenzufriedenheit anbieten zu können ... denkt halt einfach mal drüber nach!
@ Mods ... Ihr könnt das Thema gerne closen
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Salü Herr konetzki
Eine Möglichkeit ist Kritik, eine andere Möglichkeit ist konstruktive Kritik.
ZitatGerade für so einen Einsatz, wo es auf eine stabile Einstellung des Ruhestromes ankommt, ist die Wahl ein Poti einzusetzen schon daneben, weil es sich viel zu leicht verstellen lässt.
Sag' uns doch mal, durch was Du das Poti ersetzen würdest, damit der Bias aber noch einstellbar ist - und dabei der preis nicht steigt, sonst widersprichst Du Dir nähmlich!
Dass Martin bzw. Klaus minderwertige Potis mit den Kits ausliefert kann ich nicht bestätigen. Aber klar kann es bei jedem Hersteller auch mal Fehlerhafte Bauteile geben (wofür weder Martin, noch Klaus etwas dafür können). Klaus könnte nun natürlich jedes Poti vor der auslieferung in eine Schaltung einbauen und testen. Es ist dann nicht mehr neu, kostet aber trotzdem das vierfache :mad:
Ach ja nochwas...wie bereits geschrieben wurde, würde ich persönlich auch NIEMALS ein Bias-Poti mit einem Potiknopf versehen und dann ist ein unbeabsichtigtes drehen meiner Meinung nach kaum realistisch.
Geniesse das Leben und erfreue Dich am Schönen
Gruss
Röbi -
Hallo

ich habe ja niemanden angeprangert oder die Schuld für irgendetwas gegeben. Wenn beispielsweise eine Lieferung defekt oder unvollständig war habe ich das diskret mit Klaus geregelt. Bislang bin ich sehr zufrieden und schätze den Klaus für seine faire und schnelle Abwicklung. Daumen hoch für den tollen Service!
Es ist tatsächlich bei Ausbau des Chassis passiert das ich an das Poti geraten bin und es somit unbemerkt verstellt habe. Der Potiknopf hat sicher seinen Teil dazu getan. Deswegen bleibt er auch für die Zukunft weg ... optisch sicher nicht schön, aber zu verschmerzen wenn der Amp ferner durch eine stabile Einstellung des Ruhestromes funktioniert.
Also fassen wir alle 3 Kritikpunkte mal Preismäßig (Preise gerundet!) zusammen:
Im Paket enthalten sind zwei 100 µF Elkos 350V Elkos. Kostenpunkt pro Stück 1,80 EUR. Rechnen wir mal Zwei 450V Varianten pro Stück für 4,50 EUR (Wobei das sicher auch günstiger ginge!) - So lägen wir bei + 5,40 EUR
Das Paket beinhaltet ein 20er Omeg Poti was im Shop mit 1,80 EUR sogar noch teuer angeboten wird als ein 24er Alpha Poti mit 1,40 EUR - Kosteneinsparung 0,40 EUR womit wir zusammen bei + 5,- EUR lägen.
Im ersten A15MK1 wurden ja bereits die JJ Röhren verbaut. Mit der 2ten Version ist man dann zu den TAD Röhren gewechselt. Qualitätsgewinn hin oder her ... darum geht ja "jetzt" nicht weil wir die Kosten im Fokus haben. Leider ist es was schwierig die Kosten zu schätzen, da MusikDing die JJ Röhren leider nicht im Programm hat. Daher nehme ich den MusikDing Preis und den Preisfaktor von TubeTown. Demnach 21,- EUR für die TAD Röhren und 14,50 EUR für die JJs. Macht eine Kosteneinsparung für die Röhren von 13,- EUR und zusammen haben wir eine Gesamtersparnis von immerhin 8,- EUR.
SchnippSchnapp-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-
Aber selbst ohne den Bausatz als Produkt mit veränderten Komponenten neu zu definieren würde sich eine andere Alternative vll. sogar noch viel eher anbieten.
Letztendlich bietet der MusikDing Shop den Ansatz dieser Lösung bereits. bei den FX Bausätzen kann man sich gegen Mehrpreis mittels DropDown Menü gleich ein Alu-Gehäuse auswählen. Man könnte also ein zusätzliches Formularfeld für manche der Produktklassen generieren in dem man gegen Aufpreis Hoherwertige Komponenten wählen kann. Der Amp würde in einer günstigen aber funktioinerenden "Must-Have" Ausstattung angeboten ... gegen einen Mehrpreis gäbe es dann bessere Potis, spannungsfestere Elkos, Röhren nach Wahl ... etc. etc.
Ich weiß .... viel Arbeit und schießt je auch je nach dem wie hoch die Umschlagzahlen für die MadAmps sind auch wahrscheinlich total am Ziel vorbei
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Moin,
es ist nun schon ziemlich lange her, dass ich meinen A15 gebaut habe, meiner wurde damals noch mit JJ ausgeliefert. Ob die TAD einen Mehrwert liefern, liegt im Auge - äh Ohr - des Betrachters, ich persönlich halte die TAD für überbewertet. Auch wenn der A15 vor allem im Drive-Kanal den Ton vornehmlich in der Vorstufe formt, hat die Auswahl der Bestückung in der Endstufe mitunter sehr wohl großen Einfluss auf den Gesamtklang. Die Röhre nur nach dem Preis zu bewerten ist hier nicht zielführend.
Zum BIAS-Poti: Das versehentliche Verstellen hängt ja wohl primär mit der Ausführung als normales Poti zusammen. Da der Amp keine externen Messbuchsen für den BIAS-Abgleich hat, halte ich es eh für sinnfrei, das Poti nach außen geführt zu haben; wie Du festgestellt hast, ist Verstellen vorprogrammiert - hätte man allerdings auch vorher drauf kommen können. Ich habe letztlich die Achse des Potis damals einfach komplett abgekniffen - Problem gelöst. Eleganter wäre vielleicht die Ausführung als Trimpoti. Letzlich liegt es in der Verantwortung des Erbauers / Betreibers, den Ruhestrom vor der Inbetriebnahme und nach Ein-/Ausbau zu kontrollieren, anfangs habe ich mir einfach nach dem Einstellen eine Markierung auf das Chassis gemacht, später wie gesagt die Achse einfach abgekniffen.
Die Bemessung der Elkos ist jetzt nicht direkt eine Katastrophe; rechnen wir mal nach: Der Trafo liefert primär 230 V, d.h. ohne Röhren betrieben (also ohne Stromentnahme) laden sich die Elkos auf den Spitzenwert von 325 V auf, nicht eingerechnet der Spannungsfall, der durch die Entladewiderstände und andere Leckströme entsteht. Im Normalbetrieb stellt das überhaupt kein Problem dar, und ohne Röhren kommt ja eh nix aus dem Amp ;D. Brenzlig wird es erst dann, wenn der absolute worst-case auftritt, nämlich keine Röhren drin und die Netzspannung bis zur kompletten Toleranz nach oben (+10% entspricht 253 V) ausgereizt - dann kann an den Elkos eine Spannung von 357 V anliegen. Wiederum: Ich persönlich kalkuliere bei meinen Amps solche worst-cases ein und verbaue spannungsfestere Elkos. Aber der Bausatz ist ein Produkt, das nicht aus Gemeinnutz verkauft wird, sondern mit dem Gewinn gemacht werden soll, und da können eben auch Centbeträge (und erstrecht 5 Euro) zuviel sein. Ggf. muss auch das Netzteillayout angepasst werden, weil's auch so schon recht eng zu geht und 450V-Elkos deutlich größer sind.
Gruß, Nils
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