Hilfe bei Restaurierung Schaller Gitarren-Verstärker V35

  • Hallo,

    ich beschäftige mich mit der Restaurierung eines Schaller Mischverstärkers V35 und habe so meine Probleme damit. Leider habe ich nur ein DC/AC-Messgerät, aber keinen Signalgenerator oder Oszillograph. Der Verstärker bringt Laute an die Lautsprecher, die aber total verzerrt sind.

    Wer von Euch könnte dennso nett sein und mir mit seinen Ideen und Ratschlägen helfen ?
    Ich habe den Schaltplan und meine DC-Spannungsmessungen an den Röhrensockeln als Info beigefügt.

    Vielen Dank, Klaus.

  • Hallo Klaus,

    Hast Du schon mal andere Röhren probiert? Falls die OK sind, würde ich wie folgt vorgehen:

    Als ersten Ansatz würde ich versuchen den Fehler einzugrenzen. D.h. ihn in Vorstufe oder Endstufe zu lokalisieren. Dazu würde ich ein Signal der Reihe nach an jeden Eingang legen und nach den 3x 1M Potis die Signale über einen 100nF auskoppeln und sie einer Endstufe/Kopfhörer zuführen. Danach würde ich mich in Richtung Endstufe weiter im Signalweg vorkämpfen. Oder analog dazu ein Signal auf den Eingang der ECF80 legen um zu sehen, ob die Endstufe geht.
    Wie alt ist denn das Teil und haste vielleicht Fotos?

    Gruß, Bernd

  • Hallo Klaus,

    Ich setze voraus, daß Dir die Gefährlichkeit von Röhrenverstärkern aufgrund der hohen Spannungen klar ist und Du damit umgehen kannst, insbesondere beim Messen im eingeschalteten Zustand (immer nur mit einer Hand messen usw)

    ein erster Kommentar:

    Schöne Tabelle, die hilft beim Suchen!

    zur Endstufe

    1. EL34#1: -35,9V an G1 und -32,1V an Punkt B passen nicht zusammen, bitte miß noch einmal nach.

    2. Kathodenstrom EL34#1 gemessen über den Kathodenwiderstand von 1 Ohm (93 mA). Die Anode müßte bei diesem Strom und 400V Anodenspannung rot glühen , tut sie das?
    Wenn nicht, uberprüf den 1 Ohm Widerstand an der Kathode von EL34#1. Die Spannung an Anode und speziell G2 deuten nicht auf einen höheren Strom hin. Paßt auch nicht zur hohen negativen Spannung an G1.

    Stromversorgung

    bitte miß die jeweiligen Spannungen an allen Siebkondensatoren und trage Soll/Ist Wert in die Tabelle ein. Hier gibst vermutlcih noch ein Problem.

    Gruß

    Hans- Georg

  • Hallo Bernd,
    danke für Deinen Vorgehensvorschlag. Ich glaube aber, dass ich erst mal die Arbeitspunkte und Röhrenspannungen in den Griff kriegen muss.
    P.S. Das Teil habe ich neu aufgebaut (der Schaltplan ist von 1963 und die Teile sind mit wenigen Ausnahmen von ca. 1967). Fotos kann ich machen - ich glaub' aber nicht, dass dies im Moment weiterhilft, da ich kein Aufbau-Problem habe (wie z.B. Brumm, etc).
    Viele Grüsse, Klaus.

  • Hallo Hans-Georg,

    danke für Deine Aktionsliste. Ich bin mir der Gefährlichkeit beim Messen von höheren Spannungen an Röhrenverstärkern bewusst.
    Ich werde mich morgen nochmal über die Messung der Endstufe und der Siebkondensatoren machen und die Ergebnisse hier posten.

    Ich glaube, dass irgendwo der "totale Wurm" drin ist (manche Spannungen liegen weit ab von den Sollwerten des Schaltplans).
    Für heute viele Grüsse, Klaus.

  • Hallo alle,

    danke für Euere wertvollen Hinweise. Ich habe die letzten Stunden viel getestet (Röhren EL34 getauscht, gleiche Röhren in den beiden verschiedenen Sockeln getestet) und bin nun jetzt der Meinung, dass der Ausgangsübertrager defekt ist.
    Ich kann mich im Moment nicht entscheiden, die Restaurierung fortzusetzen.
    Viele Grüsse, Klaus

    P.S. Dieser Thread kann geschlossen werden.

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