MadAmp G2 Klang?

  • Hallo

    Ich möchte mir den G2 Bausatz bestellen und hab mir deshalb auch die Soundfiles angehört.

    Was mir aufgefallen ist, und mich einbischen stört ist der Klang der Bässe. Für mich kling der Amp auf dem File ziehmlich schamming, in den Tiefen.

    Die Bewertung der stolzen Besitzer eines G2 sagen ihm eine sagenhaften Klang vorraus.

    Übrigens, der Sound mit TubeScreamer ist Affengeil.

    Ich würde gerne wissen, ob der Sound in Natura besser ist, bzw. man den Amp so modifizieren kann, das die Bässe transparenter klingen.


    Tube4J

  • Hallo Tube4J,
    Herzlich Willkommen im Forum!
    Mit der Doppeltriode als self split push-pull (ohne Phasendrehstufe), ca. 2W und dem winzigen Ausgangsübertrager wirst du keine straffen, schiebenden Bässe hinbekommen, das kann der Amp schlicht nicht :(
    Gruß,
    Martin

  • Danke Mad für deine genaue Antwort.

    Als Röhren Neuling dachte ich das die Bässe eher was mit dem verwendeten Lautsprecher, bzw mit den Einstellungen und der Gitarre zutunhätten.

    MFG Tube4J

  • Hallo Martin
    Klar, es nur ein Teil der gesammten Signalkette, aber mit welchem Ausgangsüberträger könnte den ein "besseren" Klang der Bässe hinbekommen?

    Grüsse aus dem süden.
    Stefan


    Zitat von MAD;305355

    Hallo Tube4J,
    Herzlich Willkommen im Forum!
    Mit der Doppeltriode als self split push-pull (ohne Phasendrehstufe), ca. 2W und dem winzigen Ausgangsübertrager wirst du keine straffen, schiebenden Bässe hinbekommen, das kann der Amp schlicht nicht :(
    Gruß,
    Martin

  • Alles was mehr "Masse" (Eisen) hat, das wären alle Hammond 125x (z.B. ein 125C, Hauptsache größer als der 125A). Das wird allerdings den Klang nicht um Dimensionen verbessern, dazu gehört mehr (quasi ein kompletter Austausch der Schaltung, PT und AÜ :-()

    Gruß,
    Martin

  • Es gilt halt immer das Flaschenhals-Prinzip.
    Und hier ist der Flaschenhals für die Basswiedergabe halt der OT und für den Headroom das generelle Endstufenkonzept (Self-Split).
    Klar kann man da jetzt frisieren: Eine weitere Röhre rein und die Endstufe zu einer "echten" PP mit Cathodyne-PI umbauen und schon wird das Ding cleaner und definierter. Oder eben den OT tauschen. Oderoderoder...
    Wobei du es ja schon zwischen den Zeilen rauslesen kannst:
    An dem G2 würde ich nicht allzu viel rummodden, weil das Konzept des Amps einfach sehr bald ausgereizt sein wird.

    Meine Meinung dazu, ich weiß nicht, warum du den jetzt genau bauen willst:
    Einarbeiten in die Materie oder Spaß am Bauen? Prima, los gehts, dann ist das halt nicht dein letzter Selbstbau.
    Auf der Suche nach einem Wohnzimmeramp? Dann sollte die Basswiedergabe auch reichen.
    Sparen wollen? Dann halte ich DIY bei Röhrenamps generell für den falschen Weg...
    Auf der Suche nach einem potenten Studioamp? Dann wäre der J5 vllt die bessere und vor allem flexiblere Alternative. Aber zu dessen mitgelieferten OT verliere ich auch kein Wort außer "Fehlkonstruktion", sorry Martin.

    schöne Grüße,
    Raph

  • Hallo Raph,
    wie soll dein letzter Satz einem Einsteiger in die Materie eigentlich helfen? Wenn du ihm sagen willst, dass auch beim J5 ein Austausch des Ausgangsübertragers (z.B. gegen einen 125ESE) Sinn macht, dann schreib das doch einfach. Was du als Fehlkonstruktion bezeichnest, ist die bewusste Verwendung eines nicht optimalen Ausgangsübertragers, um den Kostenrahmen nicht zu sprengen. Bisher fand ich es sehr angenehm, dass in diesem Forum nur konstruktive und begründete Kritik geübt wurde, das wünsche ich mir auch für die Zukunft.
    Gruß,
    Martin

  • Hallo Martin,

    stimmt, das war in der Form angreifend und unfair und das tut mir leid - so hätte es nicht sein müssen, sorry.

    Also werde ich nun meine Kritik noch im Nachhinein begründen:

    Derselbe Hersteller, der den momentan verwendeten Ausgangstrafo liefert, hat einen perfekt zum J5 passenden OT im Angebot und verlangt dafür in etwa drei Viertel davon, was der verwendete kostet, zumindest wenn ich vom Verhältnis beim Endkundenpreis auf das beim Großhandelspreis schließen kann. Der Liefer- und sonstige Geschäftsweg bliebe wohlgemerkt derselbe.

    "Fehlkonstruktion" schrieb ich deshalb, weil bei einem ClassA-Verstärker wie dem J5 der Ausgangstrafo durch einen hohen Gleichstrom vorbelastet wird, worauf der verwendete Trafo als eigentlicher ClassAB-Trafo nicht ausgelegt ist.
    Dass das ganze trotzdem halbwegs funktioniert, wird dieser einfach überdimensioniert, es wird einfach ein 15W-Modell für einen 5W-Verstärker verwendet, sodass der Trafo trotz Fehlauslegung nicht in die Sättigung geht.

    Konkret dreht es sich übrigens um die Modelle ATRA0427 (der verbaute Trafo) und ATRA0211 (der passende) von Jan Wüsten, für die, die noch selbst weiterlesen möchten (Auch der erwähnte Hammond 125ESE ist logischerweise eine sinnvolle Alternative, bei dem zöge aber tatsächlich das vorgebrachte Kostenargument).

    Bitte helfe mir, aber ich kann nicht erkennen, wo beim Umstieg auf den ATRA0211 der Kostenrahmen gesprengt werden sollte.

    Martin, ich möchte dir nicht in die Suppe spucken, im Gegenteil, ich finde es schön und wertvoll, dass es solche Angebote gibt.
    Ich kann nur mit meinem (wenn auch recht begrenzten) Kenntnissstand nicht nachvollziehen, warum dem Kit diese doch merkbare Verbesserung vorenthalten wird.

    So, und nun denke ich, ist es Zeit, zurück zum Thema zu gehen - ich diskutiere aber noch gerne persönlich, also per PN, weiter, wenn da Bedarf besteht.

    schöne Grüße,
    Raph


    Zitat von MAD;305760

    Hallo Raph,
    wie soll dein letzter Satz einem Einsteiger in die Materie eigentlich helfen? Wenn du ihm sagen willst, dass auch beim J5 ein Austausch des Ausgangsübertragers (z.B. gegen einen 125ESE) Sinn macht, dann schreib das doch einfach. Was du als Fehlkonstruktion bezeichnest, ist die bewusste Verwendung eines nicht optimalen Ausgangsübertragers, um den Kostenrahmen nicht zu sprengen. Bisher fand ich es sehr angenehm, dass in diesem Forum nur konstruktive und begründete Kritik geübt wurde, das wünsche ich mir auch für die Zukunft.
    Gruß,
    Martin

  • Herzlichen Dank für eure informativen Posts.

    Nun was ich eingentlich möchte:

    1) einen selbstgebauten Röhrenamp
    (ja ich weis es ist unterumständen teurer als sich einen zukaufen, aber ich will mich in die Thematik des Röhrenamps einarbeiten, ihn dann modifizieren um meinen Klang zufinden.)

    2) wass mich interessiert wäre ein Amp den man auf die Unterschiedlichsten arten verstellen kann wie Class A <-> Class A/B und Triode <-> Pentode das ganze mit max. 15W oder auch weniger. Auch die verschieden Preamps finde ich interressant von low bis high Gain.

    Ob ich das in einem Amp verwirklichen kann? Echt fraglich! Nun hab ich schon "Blut geleckt" und wills wissen.:p

    Ps: Nach einigen Stunden des Stöberst im Forum und Internet denke ich das der G2 doch etwas wenig Potenzial für mich hat, denn Röhre ist anscheinend einfacher als ich gedacht hab. Ich werd mir wohl noch ein Buch über Röhrenverstärker zulegen, bevor ich mich entscheide.:confused:

    PPs: Keine Angst ich kenn mich mit Strom aus, es ist weder mein erstes noch mein letztes Selbsbauprojekt. :eek:

  • Hallo Tube4J,
    Trioden-Pentoden Umschaltung geht mit dem J5/M15/A15 (wobei der Triodenmodus klanglich m.E. nicht der Kracher ist). Wirklich umschaltbar zwischen Class A und AB kann ein Amp eigentlich nur sein, wenn die Anodenspannung umschaltbar ist und optimalerweise auch die Primärimpedanz des Ausgangsübertragers. Deshalb hat das keiner meiner Bausätze...
    Gruß,
    Martin

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!