• Anscheinend sind die Kondensatoren kaputt, kommt nur rauschen.

    Aber warum fängt der Widerstand an zu glühen wenn die Kondensatoren vertauscht waren? Kann mir das mal jeman in einfachen Worten erklären. Der Widerstand wird doch nach wie vor gleich "befeuert", oder nicht?

  • Hallo,

    die Kondensatoren bilden (wenn sie durchschlagen) einen Gleichstrompfad gegen Masse. Die gesamte Versorgungsspannung liegt dann über dem armen Widerstand.

    Vor so einem Totalausfall kommt meist erst eine drastische Erhöhung des Leckstroms solcher Elkos - das reicht dann fürs Qualmen.

    Diese beschädigten Kondensatoren an ihrer eigentlichen Stelle eingesetzt (was du ja anscheinend gemacht hast :rolleyes:), garantieren dafür, daß die entsprechenden Röhren dann abrauchen, weil sich deren Anodenstrom über Gebühr erhöht.

    PS. Man kann fehlendes Fachwissen bei einem solchen Bausatz mit Aufmerksamkeit und Sorgfalt (beim Lesen der Anleitung/Bestückungsliste und beim Bestücken/Verkabeln) ganz gut kompensieren.

    Und wenn du mal einen geplatzten Elko 20 cm vor deiner Nase mitgekriegt hast, wirst du das auch so sehen. Der Gestank und die Flecken könnten auch kostentragende Mitbewohner dann zu klaren Worten veranlassen...;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Ich hatte die Elkos vorher mit dem Multimeter geprüft, das Multimeter hat zwar bei beiden unterschiedliche, aber so 50 uF angezeigt, das läge ja noch in der Toleranz der Elkos? Deshalb hatte ich sie eingebaut.

    Die Messung gem. Schaltplan hat so ziemlich die angegebenen Werte gehabt.!? Dort müsste ich doch entsprechend anderes messen, oder nicht. Die Röhren haben ganz sachte geglimmt. Sieht man das wenn die abrauchen oder vollzieht sich das still und heimlich?:confused:

    Wenn die auch hin sind, muss ich halt noch neue bestellen. Man lernt halt nie aus;D

    Ich danke Dir für deine Erklärung. Einen geplatzten Elko hatte ich schon mal, geplatzt sind die beiden aber nicht sicht- und riechbar. Deshalb habe ich dann mal mit dem Multimeter geprüft und dachte sie wären noch ganz geblieben. Ist das garantiert das die Röhren jetzt hin sind?

    Gruß
    Ralf

  • Hallo,

    (Hochvolt-)Elkos und andere Kondensatoren kann man nicht mit einem normalen Multimeter prüfen: Den Leckstrom bzw. die Durchschlagsfestigkeit (und das ist genau die Größe in der sich der "falsche" und "richtige" Elko bei dir unterscheiden) kann man nur mit einer entsprechend hohen Meßspannung testen...

    Eine anscheinend im Soll liegende Kapazität - mit einem Multimeter gemessen - sagt da nichts aus.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo,

    danke für die Auskünfte. Ich habe jetzt alles was kaputt war, bzw. das was ich wusste, ausgetauscht, incl. 2 x ECC 83. Leider ohne Erfolg. Alle gemessenen Werte sind bei mir etwas niedriger als in der Bauanleitung angegeben, die Heizspannung ist unbelastet 7,4 V, belastet 6,7 V. Pin 7 an der EL 84 hat bei mir bei eingesteckter Röhre 287 an Stelle der angegebenen 303 V. Das zieht sich so durch alle Messpunkte, also immer etwas weniger.

    Was kann ich noch falsch gemacht haben (ausser das ich mir das Gehäuse zu klein gebaut habe, wie doof muss man sein??:mad:)?

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass was mit dem Eingang nicht stimmt. Wenn ich die Messspitzen an die Röhrenpinne lege, knackt es schon mal, also raus kommt was, nur keine Gitarre!?

    Wer hat noch eine Idee???

    Danke und Gruß
    Ralf

  • Hallo Ralf,

    geh das doch mal systematisch durch.

    Messe alle Punkte auf einen Streich, ebenso wie die Netzspannung und notier das ganze im Plan. Den lädste dann hoch.

    Zusätzlich würden Fotos des gesamten Aufbaus helfen.

    ...und, achtung; am besten legst du den Verstärker weg, gehst morgen in Ruhe dran und kontrollierst mal jeden einzelnen Bauteilwert sowie jede Verbindung deiner Schaltung.

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

  • Hallo Ralf,

    die Spannungen passen alle.
    Du hast 12V Ub weniger als "Soll". Das sind nichtmal 5% Abweichung.
    Da sind Fertigungstoleranz des Trafos und Netzspannungsschwankung mitunter schlimmer.

    Der Fehler sollte sich also irgendwo im Signalweg befinden.

    Ich bleibe bei meiner Empfehlung, etwas Abstand vom Amp zu nehmen und dann mit frischem Mut nochmal Verbindung für Verbindung zu kontrollieren.

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

  • Ja danke, kann mir mal jemand die Verdrahtung der Eingangsbuchse verdeutlichen, irgendwie habe ich das mit dem Schalter in der Buchse noch nicht kapiert, vielleicht habe ich ja da was falsch gemacht...ich guck auch erst morgen wieder...:(

    Schönen Abend noch!

  • Ganz simpel gesagt: wenn kein Kabel eingesteckt ist, dann ist der Eingang kurzgeschlossen (auf Masse gelegt), wenn ein Kabel eingesteckt ist, dann ist der Eingang offen. Miss also einfach mal den Widerstand am Eingang gegen Masse (bei ausgeschaltetem Amp), ohne Stecker in der Eingangsbuchse muss das 0 sein, mit Stecker 1M.
    Gruß,
    Martin

  • Ich wünsche Euch allen ein schönes Sylvester und einen Guten Rutsch!

    Vielen, vielen Dank, ER LÄUFT!!!!;)

    Gruß

    Ralf

    PS: anscheinend hatte ich noch die Eingangsbuchse etwas falsch, habe sie noch mal neu belegt und es rennt!!!!

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