Kurze Frage - Kurze Antwort! Festgenagelt!

  • Naja, soviel max wie der Strombelastbarkeit entspricht.

    Ich habe es selbst gerade mal ausprobiert mit der Primärwicklung vom Conrad516104 10W 100V Übertrager. Vorher 27H, nachher 23,2H, gemessen mit so einem Komponententester "TC1". Dazwischen 0,8A an der Sekundärwicklung "16Ohm".

    Wenn ich mehrere Messungen hintereinander mache, "erholt" sich der Wert anscheinend.

    Frohes Experimentieren.

    Gruß Christof

  • Hi Christof,

    so, nun habe ich experimentiert. Da das UT612 von den beiden anderen LCR Metern deutlich abweicht, nenne ich hier mal die Ergebnisse des PeakTech2175, welche sich mit meinem Voltcraft ziemlich decken.


    1) vor Versuchsstart gemessen: 2.0H

    2) Trafo primärseitig in die Steckdose, sekundär leer, getrennt, gemessen: 3.0H

    3) Trafo primärseitig in die Steckdose, sekundärseitig mit 11W belastet, getrennt, gemessen: 1.7H

    4) Trafo primärseitig mit 350mA DC belastet, getrennt, gemessen: 1.2H

    5) Trafo primärseitig in die Steckdose, sekundär leer, getrennt, gemessen: 2.8H


    Fazit: Hat also auf jeden Fall irgend etwas mit Remanenz zu tun!


    Frage:

    1) Ist denn dann die "absolute" Induktivität eines Trafos messtechnisch überhaupt ohne weiteres erfassbar? Oder ist es eher so, dass in dem Maße, wie sich die Primärinduktivität ändert auch die Sekundärinduktivität ändert (natürlich nicht linear)?


    2) Im Prinzip müsste man vor dem Messen den Trafo in einen definierten Zustand bringen (z.B. DC Belastung bei Nennstrom). Blos bei welchem Zustand sollte man die Induktivitätn in LTSpice eingeben?


    3) Dadurch, dass das Voltcraft und das PeakTech die "selben" Werte zeigen, macht mich das gegenüber dem UT612 skeptisch. Bin gespannt, was der Service hierzu sagt. Evtl. ist es defekt...?


    Gruß

    Oli


    PS: Die stromkompensierte Drossel habe ich auch mit DC traktiert, bleibt aber bei 33mH. Vielleicht ist es so, dass DC den Kern mit "maximaler Remanenz" ausstattet, quasi ein Abschalten am Scheitelpunkt.....

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

    Edited once, last by Oli ().

  • Moin,


    wenn ich Kältespray brauche, dann setze ich seit zig Jahren Kälte 75 von Kontakt. Schweine gut, aber auch recht teuer. 20 Euronen für ne 200ml Pulle ist nicht gerade wenig. Ist bei mit jetzt wieder alle. :rolleyes:

    Kennt jemand evtl ne preiswerte, aber dennoch akzeptable Alternative ? auch wenns evtl 5 Grad weniger kühlen sollte.

    Ich hatte schon mal irgendwas billiges, aber es war nicht so gut. Hat vor allem, nach dem Sprühen viel Schweinerei hinterlassen und gekühlt hats auch nicht so dolle.


    Gruss

    Chris

  • Hi zusammen,

    ich bin auf eine Bufferschaltung gestoßen, deren Biasing ich nicht ganz verstehe. Buffer mit MOSFET, Hochspannung für Einsatz im Amp. Ich kenne das so, dass man für maximalen Headroom in etwa 50 % der Versorgungsspannung auf das Gate gibt. I.d.R. (zumindest bei Niedervoltprojekten, wo ich die meisten Buffer gesehen habe) kommt die Biasspannung von nem Spannungsteiler aus der Versorgungsspannung bzw. Drainseite zum Gate.

    In besagter Schaltung wird über die Sourcespannung gebiased.

    Habe beide Varianten mal simuliert und den Output geplottet. Links (Index 1) ist die Originalschaltung, rechts (Index 2) die Variante, wie ich sie kenne und wahrscheinlich instinktiv gemacht hätte.


    Meine Fragen:

    a) In Schaltung 1 baue ich doch über die Rückkopplung aus der Source eine Positive Feedbackschleife (aka Mitkopplung)? Das Sourcesignal ist ja nicht invers zum Gate, wenn ich das (reitend auf der DC-Spannung) wieder vorne zuführe, dann baue ich doch ein sich aufschwingendes System? Die Verstärkung der Stufe ist zwar < 1 aber wie erreiche ich da einen stabilen Zustand? Der Ausgangspegel ist höher als bei Schaltung 2, nahezu so hoch wie das Eingangssignal trotz der Spannungsteiler am Eingang.


    b) In Schaltung 2 ist der Pegel niedriger, wie zu erwarten war.


    Kann mir bitte jemand erklären, wie Schaltung 1 funktioniert und warum und vielleicht noch, warum man die Schaltung so aufbaut?

    Ich kann es mir nicht ganz erschließen.


    Vielen Dank und lieben Gruß,

    Max <3


    cebersp und Graue_Theorie bitte bitte? :)

  • Hi Max,

    das ist eine bootstrap Schaltung, bei der sich die Eingangsimpedanz erhöht. (Bei 2. hast Du ja R4 parallel mit R16.) Du gehst ja hier über R014 1 meg "Ausgangsimpedanz" in die Stufe.

    Beim Hochfahren wird die max Gain-Source Spannung automatisch eingehalten.

    Gruß Christof

  • Hallo,


    der LND150 ist ein Hochvolt n-Kanal depletion MOSFET (das Symbol in der Simu ist falsch, daß ist ein enhancement-Typ) und ist einer Triode (Röhre) in der Funktion vergleichbar. Und daher stammt auch die Beschaltung, es ist schlicht ein Kathodenfolger mit Biaserzeugung durch Gittervorspannungserzeugung (hier also Vgate) am kleineren Kathodenteilwiderstand (R03 = 1k5)

    Ein FET ist per se hochohmig und nur die äußere Beschaltung bestimmt maßgeblich den Eingangswiderstand und ein Kathodenfolger (hier = Sourcefolger) hat die Verstärkung von ~1 und ist damit maximal gegengekoppelt, was den Eingangsiderstand erhöht.


    Gruß, Bernd

  • Hi Christof, hi Bernd,


    Vielen Dank für eure Antworten.

    Was ein LND150 ist und dass die Schaltung analog zu Röhrenschaltungen betrachtet werden kann ist mir bewusst.

    Und jetzt kommt aber noch mein Unverständnis, vermutlich verstehe ich den Signalverlauf falsch und bitte nochmal um weitere Erklärung für Dummies ^^


    Das Ausgangssignal von der Source läuft über R03. Dieser bildet einen Spannungteiler mit R02 und reduziert den Pegel um 1.5/101.5 ≈ 1.5 %. Dann geht es weiter über R01 ans Gate. Das Signal ist nicht invertiert. Heißt, es wird fast das komplette Ausgangssignal, welches minimal weniger Pegel hat als das Eingangssignal, zum Eingangssignal addiert und läuft wieder in die Schleife. Ich kenne das als Mitkopplung und war, soweit ich mich erinnere, immer das absolut unter allen Umständen zu vermeidende Fall in meiner Mess- und Regelungstechnikvorlesung damals :/


    Was verstehe ich falsch, wo stehe ich auf dem Schlauch? Irgendwo ist aktuell noch ein Knoten in meinem Hirn. :saint:


    Danke nochmals und lieben Gruß,

    Max <3

  • Hi Max,

    ist das angekommen: der Vorteil der Bootstrap Schaltung ist ihr hoher Eingangswiderstand, der dadurch entsteht, dass die Spannungsdifferenz an R01 sehr klein gehalten wird. D.h. durch ihn fließt praktisch kein Strom.


    Eine Addierschaltung würde anders funktionieren. Dort muss am Summationspunkt die Spannung konstant gehalten werden. Hier folgt sie sofort dem Eingangssignal. Die klassische Addierschaltung mit invertierendem Opamp addiert Ströme durch die Widerstände, was eben nur geht, wenn die Spannung am Summationspunkt unveränderlich ist.

    Gruß Christof



  • Hallo max,


    ergänzend:


    Mitkopplung kleiner eins (ohne Zeitkonstanten) muss nicht unbedingt gefährlich sein ;-).


    Das, was du Mitkopplung nennst, ist das Bootstrapping -- da der MOSFET dem Gate die Source hinterherzieht (es fließt immer ein Strom aus der Source, durch den es eine passene kleine Gate-Source-Spannung gibt) und das Gate über besagten R01 wiederum hinter der Source hinterhergezogen wird, fließt fast kein Signalstrom durch den 1M-Widerstand. Die Milch ist also (was die Mitkopplung angeht) quasi immer ganz kurz vor dem Überkochen.


    Der Sinn ist, dass man keine äußere Biasspannung braucht (die man auch erst sieben müsste und die rauscht), und dass der Eingangswiderstand sehr groß ist, weil durch R01 kaum ein Signalstrom fließt.


    Gruß und schönen Sonntag


    Torsten

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