Kurze Frage - Kurze Antwort! Festgenagelt!

  • Hat deine Steckdose denn einen Schutzleiter? Also einen funktionierenden?

    Ich hatte das bei mir mal so getestet (wenn falsch, sollen sich Elektriker gern melden und es korrigieren):


    1) Die beiden Löcher der Steckdose mit Phasen Prüfer Schraubendreher geprüft. Dieser soll in einem der Löcher leuchten, im anderen nicht.

    2) Jetzt mit nem multimeter den Kontakt in dem Loch wo es nicht geleuchtet hat auf durchlass zum schutzleiter prüfen. Dieser sollte gegeben sein.

  • Nein!


    Netzspannung ist keine Selbsterfahrungsenergie!

    Hat deine Steckdose denn einen Schutzleiter? Also einen funktionierenden?

    Ich hatte das bei mir mal so getestet (wenn falsch, sollen sich Elektriker gern melden und es korrigieren):


    1) Die beiden Löcher der Steckdose mit Phasen Prüfer Schraubendreher geprüft. Dieser soll in einem der Löcher leuchten, im anderen nicht.

    2) Jetzt mit nem multimeter den Kontakt in dem Loch wo es nicht geleuchtet hat auf durchlass zum schutzleiter prüfen. Dieser sollte gegeben sein.

    zu 2.

    Der Schutzleiter heißt Schutzleiter, weil er dich schützen soll. Er wird mit dem Gehäuse (wo man anfassen kann) verbunden, damit irgendwelche elektrischen Spannungen am Gehäuse (abgerissenes Kabel, Wasser im Gerät etc.) dazu führen, dass ein Strom vom Gehäuse gegen Erde abfließen und dabei einen Schutzschalter, der alles abschaltet, auslösen kann.


    Was du da überprüft hast (Verbindung zwischen einem Leiter und Schutzleiter), nennt man Nullung -- eine (m.W.) Ost-Erfindung, um Kabel zu sparen. Es hat da mal einen Unfall gegeben, weil ein Hausmeister die Null in einer Steckdose auf die falsche Ader geklemmt hatte ...


    zu 1.

    Nicht einmal das ist zwingend -- ich habe in den Neunzigern in zwei Ältestbaugebieten

    in Machdeburch mit Dreiecksnetz 220V zu tun, da können auch beide Adern Spannung führen.




    Die amtliche Lösung für Hillis Problem in Größenordnungen (P.A.-Verkabelung etc.) ist m.W. in der Tat ein Trenntrafo; bei kleineren Störungen (Störspannungen und Ströme wachsen mit der Größe der von der Erd/Masse/Brummschleife eingeschlossenen Fläche) wie zum Beispiel innerhalb eines Racks reicht m.W. die von Rockopa vorgeschlagene Schaltung, die man auch in verkauften Geräten findet.


    Bezüglich solcher Widerstände in PAs sagte mir mal ein Beschaller so etwas wie: "Die brennen eh irgendwann durch".


    Gruß


    Torsten

  • Ungefährlich und mindestens bei mir wirksam ist ein Differenzverstärker.

    Try it!

  • Ich will nicht Kabel sparen oder ähnliches. Ich will nur darauf hinaus, dass doch eigentlich eine Verbindung da wäre. Dass beide Adern auf Phasen liegen kann natürlich sein. Dann wäre diese Messung nicht möglich.


    Ich hab es bei mir so getestet. Nen fliegenden nullleiter entdeckt und diesen dann vom Elektriker korrigieren lassen.

  • Jup :D
    Ein nullleiter, der zwar im Kabel liegt, aber auf anderer seite nicht verbunden ist. Das ist total ekelhaft, weil sich (vermutlich durch induktion) dann im Nullleiter Ströme bilden, die dazu führen, dass man an allen möglichen Geräten bei denen der Nullleiter mit dem Gehäuse verbunden ist Schläge bekommt.

  • Hi zusammen,

    Ich plane gerade eine Push-Pull-Endstufe mit EL84 mit der Platine von Hilli zu bauen. Die Auto-Groundliftschaltung würde ich gleich mit einplanen.


    Gruß

    Peter

    Ganz verstanden habe ich sie noch nicht. Wie würde ich die denn genau anschließen?

    Masse vom Eingangssignal, also Input-Buchse auf den Anschluss "Schaltungsmasse" der Groundliftschaltung legen anstatt auf meine Sternmasse (=Gehäuse) und den Schutzleiteranschluss zusammen mit dem Schutzleiter der Netzbuchse aufs Gehäuse?

    Dann würde die Masse vom Eingang (= Masse des vorgeschalteten Geräts) in der Luft hängen, außer, die Durchlassspannung der Dioden wird überschritten. Stimmt das so, wie ich mir das vorstelle?


    Danke und lieben Gruß,

    Max <3

  • Hallo,


    das Potential der Signalmasse und das der Schutzerde (PE) soll durch diese Sch...altung ausgeglichen werden. Denn die Vorstellung PE ist immer = 0 V ist illusorisch. Das Potential dieser Leitung entsteht - je nach Netzform (Wiki ist dein Freund) - unterschiedlich und kann vom Potential der "wahren Erde" am Verwendungsort erheblich abweichen. Diese wahre Erde vor Ort entspricht oft (aber nicht zwangsweise!) dem Potential der Signalmasse, von daher ist so ein Ausgleich wünschenswert. Was "früher" einfach durch einen Draht zwischen PE und Signalmasse bewerkstelligt wurde - Voraussetzung war aber das Verständnis von was da von wo nach wo fließt...


    Dieser neumodische Groundlift verbindet zum einen PE und Schaltungsmasse mit 22 Ohm - was recht niederohmig ist und bei Potetialdifferenzen den Brummstrom "auffressen" soll.

    Dann liegt AC- (oder besser HF-)mäßig ein 0,1 µF C parallel, dessen Impedanz ab 72 kHz unter die 22 Ohm sinkt und somit den (komplexen) Widerstand weiter erniedrigt und HF ableitet.

    Als Notbremse dann noch zwei antiparallele Dioden, die - im Rahmen ihrer Strom- und Spannungsbelastbarkeit - die Potentialdifferenz im Fehlerfall (PE-Potential weicht erheblich von Signal-Null ab) auf die Vf der Dioden von typ 1...1,4 V begrenzen.


    Gruß, Bernd

  • Danke, Bernd! Das verstehe ich jetzt so, dass die Schaltung in denjenigen Fällen funktioniert (d. H. Besser ist als eine schlichte Verbindung) , wenn der 22R selbst zu Schwingung angeregte, antennenartige Gebilde bedämpfen kann. D. H. Bei hf. Es wundert mich immer noch, dass es bei 50Hz Problemen besser sei, als eine direkte Verbindung.

  • Die Probleme tauchen ja erst dann auf, wenn Du 2 Geräte mit harter Erdung in Kombination verwendest.

    Dann entsteht eine große Groundloop über die Signalmasse und die beiden PE der Netzzuleitungen. Die fängt aufgrund ihrer Fläche enorm Brumm.

    Legt man irgendwo in diese Loop einen relativ kleinen Widerstand, so reduziert dieser den induzierten Strom. Außerdem fällt die induzierte Spannung dann an diesem Widerstand ab. Deswegen legt man den Widerstand außerhalb der Signalmasseverbindung, wo die induzierte Spannung nicht stört.

    Sicherheitstechnisch, gerade im Zusammenhang mit Röhrenanodenspannungen, entsprechen die Dioden mit Widerstand in dem einen Gerät dann jedoch leider nicht mehr den Anforderungen einer Schutzerdung. Insofern sind nur galvanisch getrennte Signalübertrager und/oder eine symmetrische Signalübertragung wirklich saubere Ansätze zur Lösung des Groundloopproblems.

  • Ich bin gerade mal wieder in das Problem gelaufen, dass mein mehrfach Netzteil anfängt Geräusche zu machen, wenn ich zuviele Effekte dran hänge so 9-10 Effekte an nem 8ter nerven schon ordentlich. Hab mir jetzt ein 12er bestellt, aber mich würde mal interessieren, wie es zu diesem noise kommt. Ich hab ein Harley Benton Iso-1 im Einsatz.

  • Hallo Bernd,

    Danke, aber so war das jetzt gar nicht gemeint. Es ist ja ein altes und wichtiges Thema, über welches wir beide hier im Forum und sogar in diesem Thread schon etliche Male referiert hatten. Man hofft dabei ja immer, die Adressaten mental irgendwie zu erreichen, an einem sonnigen Sonntagmorgen versucht man es naturgemäß eben etwas geduldiger und gemütvoller.

    Gruß,

    Loesti

  • Hi Loesti,

    Danke! Es war allerdings nicht das Gemüt, was gefehlt hatte, sondern dass mir nicht klar war, dass der Masse Kringel eine Induktionsspule darstellt. Es fällt mir immer noch schwer, mir vorzustellen, welches Potential wo längs dieser Schleife herrscht. Bzw. Welcher Teil davon als Eingangsspannung an der ersten Triode wirksam wird. Das müsste dann ja hauptsächlich die Schutzleiter Verbindungen sein, wo das Signal nicht parallel geführt wird. Netzkabel als 8 aufwickeln?

    Gruß Christof

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