Platinen entwickeln nach Fotomethode [Tutorial]

  • danke erstmal für die antwort...
    ich habe zwar kein thermometer aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die habe...ich werds nochmal wärmer stellen...
    sonst noch ideen?

    jetzt bilden sich langsam schwarze punkte/stellen auf der platine...

    LET'S GOIN' BACK TO MEMPHIS!!!

  • Hallo,

    werden die Kupferflächen, die weggeätzt werden sollen, denn wenigsten stumpf und leicht "altrosa"? - Also es muß schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verfärbung zu sehen sein.

    Wenn nicht, ist dein Belichtungs- und/oder Entwicklungsvorgang nicht richtig gelaufen, es befindet sich dann noch Ätzresist auf der ganzen Platine.

    Was auch passieren kann - hatte ich selber vor einiger Zeit - daß das Fotomaterial schon "hinüber" ist. Wenn es zu lange und falsch (= zu warm) beim Händler liegt, ist die Fotoschicht nicht mehr brauchbar.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • 100WChris: Im Fotolabor stellt sich immer wieder raus, dass die Methode, wie ich sie beschrieben habe, letztlich auch nicht aufwändiger und viel exakter ist. (Grade weil die Toleranzbereich bei Platinen riesig ist, verstehe ich auch nicht, wieso Walter 20-Sek-Intervalle macht. Ich würde es eher mit 2 Min versuchen.) Wenn man zwei Stückchen hinlegt und das erste nach 2 Min wegnimmt, das andere nach 4, weiß man doch meist schon bescheid. Ist das zweite schon leicht überbelichtet, nimmt man halt drei Minuten, ist es noch unterbelichtet, versucht man zB 6...
    Da spar ich mir doch das Gedöns, mit einer Pappe zwei Minuten oder länger einen Probestreifen abzuhalten. Im Fotolabor geht es meist um Sekunden, hier um Minuten...

    RAT: Ich nehme auch Natriumpersulfat, stelle es aber nur in ein warmes Wasserbad und schütte gelegentlich heißes Wasser nach. Über 40 Grad sollte man bleiben und unter 60. Wichtig ist, dass man möglichst viel Bewegung da rein bringt, auch Sauerstoff reinquirlen beschleunigt die Sache. Es dauert halt seine Zeit, bis man erste Veränderungen sieht, dann geht es umso fixer.

    mfg, Immo

  • danke auch erstmal für die antworten...
    @ eBernd
    also ich habe keine bis eine sehr schwache farbveränderung feststellen können. an den rändern ist das kupfer minimal abgelöst.
    wie kann ich nach der Belichtungs- bzw. Entwicklungsvorgang feststellen ob alles geklappt hat? Könntest du vielleicht bei dem Teil nochmal einhaken? wie ich schon schrieb konnte man die leiterbahnen in einem hellen braunton sehen.

    @roseblood11
    ich denke dass es nicht an der temperatur gelegen hat, aber ich werde es auch nochmal mit einem wasserbad ausprobieren. auf dem herd stand es eben fast eine stunde. gequirlt hatte ich auch sehr lange(also als ich noch hoffnungen hatte ;))

    lg

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  • Hallo,

    die Verfärbung der entwickelten Schicht des Ätzresist ist je nach Herkunft des Materials unterschiedlich, es gibt auch bläuliche und grünliche Einfärbungen.

    Aber wenn du die Leiterbahnstruktur gut und durchgehend erkennen kannst müßte das Materials selbst und der Belichtungsvorgang i. O. sein und der Entwicklungsvorgang fehlerhaft.

    Du kannst sie noch einmal in (neuem) Entwickler nachentwickeln, wenn sie beim Ätzen nicht zu großer Helligkeit ausgesetzt war...
    Ein Bewegen des Entwicklerbades (Schenken) ist von Vorteil. Ein Herumfummeln mit Bürsten, Pinseln, Fingern auf der Platine jedoch nicht.

    Ob das Kupfer an den Rändern durch Ätzen oder durch das Schneiden der Platten abgelöst wurde, kannst du das sicher sagen?

    Um einem häufigen Vorurteil zu begegnen: Das gängige diazobeschichtete Platinenmaterial hat seine höchste Belichtungsempfindlichkeit nicht im UV-Bereich (Wellenlänge < 380 nm) sondern im nahen (und noch sichtbaren) Violettbereich (typ 400 nm).

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • gut...also ich werde die entwicklungszeit beim nächsten mal verlängern und es nochmal probieren.
    also ich selber habe die platine nicht geschnitten(das war schon eine sehr kleine), deshalb kam das sicherlich durch die Natriumpersulfatlösung.
    lg

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  • RAT: Ich bin mir fast sicher, das Dein Problem im Entwicklungsvorgang liegt. Gerade wenn man die belichtete Platine einfach nur in den Entwickler legt und warten, kommt es zum beschriebenen Phänomen und das Kupfer weigert sich standhaft die Platine zu verlassen. Bewege die Platine in der Schale, schwenke die Schale. Du kannst die entwickelte Platine dann unter Wasser abspülen und mit einem dicken Watte-Bausch vorsichtig säubern.

    @roseblood11: Eben weil es hier um Minuten geht, muss man sich um

    Zitat

    Streulicht

    keine allzu großen Gedanken machen.
    20 Sekunden machen aber durchaus Sinn, den es geht nicht darum die Zeit nach oben abzugrenzen, sondern man will die Mindest-Belichtungszeit ermitteln. Ich will die Platine ja nicht unnötig lange bräunen.
    Gruß
    Chris

  • ist die entwickelte platine denn empfindlich? kann man die nichts ganz normal sauber machen?
    lg

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  • Die entwickelte Platine ist relativ unempfindlich. Da kannst Du schon mit Watte ordentlich drüber schrubben. Du musst nur aufpassen, dass Du nicht mit harten Gegenständer (zB Fingernägeln) die Oberfläche verkrazt.
    Gruß
    Chris
    PS: Und noch was: gerade wenn Du nur ab und an eine Platine ätzt, nimm Bungard-Material (und eventuell auch den Bungard-Entwickler). Das kostet zwar ein bisschen was mehr, dafür bekommt man aber einfach etwas mehr Spielraum bei der Verarbeitung. Da kannst Du die Platine zB auch schon mal ein paar Minuten im Entwickler schwimmen lassen, die macht das mit. Ich will keine Werbung für die Firma machen, aber das zeug ist einfach gut. Und Platinen würde ich mir beim großen C oder bei Reichelt bestellen, und zwar aus einem Grund: Die haben einen so großen Ausstoß, das die Gefahr überlagertes Material zu bekommen quasi nicht existent ist...

  • okay.
    habe gerad nochmal eine platine belichtet und diesmal etwas länger entwickelt. man kann die leitbahnen jetzt noch besser sehen - das fällt auf. wenn man überentwickeln würde, würde sich das layout doch auflösen oder?
    lg

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  • Jop, dein Layout würde sich quasi in einer braunen Wolke nicht in Luft, aber im Wasser auflösen:) Weiss ich, seid ich mich mal in der Konzentration des Entwicklers geirrt hab;D
    Wenn Du alles richtig gemacht hast, muss sich schon wenige Sekunden, nachdem Du die Platine ins Ätzbad legst, die freie Kupferschicht die von eBernd beschrieben "altrosa" Farbe annehmen.
    Gruß
    Chris

  • ach ich verzweifel hier fast...ich hab nochmal eins belichtet und dann länger im Entwickler gelassen. Aber das hat auch nichts gebracht. Es wird einfach nix weg geätzt. Wie lange hält sich der Entwickler? Er war in einer Plastikflasche ein paar Tage gelagert und dann nochmal ein paar Stunden in der Schale.

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  • das war dann eher nicht das Problem!
    Ist der Entwickler evtl irgendwie verunreinigt worden?

  • nein nicht das ich wüsste. was ist nicht das Problem gewesen? die Entwicklungszeit?
    Also nochmal zusammengefasst. Wenn, wie bei mir sich nichts weg ätzt dann kann a) die Entwicklungszeit zu kurz gewesen sein und somit noch die fotoaktive Schicht auf der Platine sein, welche das Ätzen behindert/verhindert oder b) die Ätzbrühe an sich "fehlerhaft" sein. Sind das die einzigen möglichen Fehlerquellen? Wenn ja würde ich nochmal komplett neue Chemikalien anrühren.
    lg

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  • Ich meinte die Haltbarkeit.


    Wenn die Belichtung nach Sicht gut ist und du das Ätzen genauso machst, wie sonst erfolgreich bei gebügelten Platinen, würde ich mich erstmal auf den Entwickler konzentrieren und ggf neu ansetzen. Falls es daran doch nicht lag, hast du dann halt zwei Flaschen rumstehen.

    mfg, Immo

  • ja das macht sinn. das werde ich jetzt gleich tun. nochmal danke für die rege mitarbeit.
    lg

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  • EDIT: OK, Überschneidung der Posts: es gibt mehr als zwei Fehlerquellen!

    RAT: zum einen: den Entwickler sollte man luftdicht lagern und ein paar Stunden an der Luft können das Problem sein. Am besten den Entwickler in einer Plastikflasche ansetzten und in die Schale schütten, wenn´ ernst wird. Der Entwickler arbeitet bei Zimmertemperatur, er muss also nicht erwärmt werden!

    Ok, fangen wir von vorne an:)
    Hast Du eine Belichtungsreihe gemacht?
    Wie lange hast Du die Platine belichtet und womit?
    Was für Platinen benutzt Du und wo hast Du sie her?
    Ganz wichtig: Wie lange lag die Platine im Entwickler?
    Hast Du die Platine nach dem Entwickeln gut gesäubert?
    Wie genau sah die Platine nach dem Entwickeln aus?
    Womit ätzt Du und wie? Schale, Ätzgerät, Ätzmittel?
    Wie erreichst Du die 45° Celsius?
    Wie sieht die Platine aus, wenn sie im Ätzbad lag? Wird die Oberfläche matt?

    Wenn sich im Ätzbad gar nichts tut, gibt es drei Möglichkeiten: 1.) Du hast immer noch nicht ausreichend belichtet (unbedingt Belichtungsreihe machen!), 2.) Du hast noch Ätz-resistentes Material auf der Platine, also nicht lange genug entwickelt (länger entwickeln und Platine gut säubern!), 3.) mit Deinem Ätzbad stimmt was nicht.
    Da Du schon erfolgreich mit der Bügelmethode Platinen geätzt hast, denke ich nicht, das es am Ätzbad liegt. Da Du nach dem Entwickeln das Layout auf der Platine in braunen Bahnen siehst, kannst Du auch beim Belichten nicht allzu viel falsch gemacht haben. Deswegen sagte ich, das Problem muss beim Entwickeln liegen.
    Nicht aufgeben!
    Gruß
    Chris

  • Also NaOH Entwickler ist relativ unkritisch in der Haltbarkeit. Wenn Du den 1 Tag vorher frisch und nach dem richtigen Rezept (ca 7g/l) angesetzt hast, schickt das schon. Viel wahrscheinlicher hat Deine Belichtungszeit nicht ausgereicht, so dass zwar das Muster sichtbar wird, das Kupfer an den weggebratenen Stellen aber noch von einer ganz dünnen Schicht Fotolack bedeckt wird. Mach ruhig mal die Belichtungsreihe, wie von mir beschrieben.

    Was manchmal auch ein Problem ist, wenn die Platinen vorher 1 Jahr im warmen Schrank gelegen haben. Irgendwann werden die leider schlecht.

  • okay...also ich probiers jetzt nochmal mit noch längerer Entwicklungszeit. Wenns wieder nichts wird, werde ich mich mal deinem Fragekatalog wenden.
    Aber noch eine Frage. Wie die Platine nachdem Entwickeln säubern? Ich hab mal gelesen, dass man auch Scheuermilch nehmen kann? Wie macht ihr das?

    walter11
    okay probiere ich auch mal aus

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