Allgemeine Tipps, Tricks und gute Ratschläge zum Werkeln

  • Quote from eBernd;334797

    Hallo,


    ich habe übrigens die "nassen Schwämme" seit einem 3/4 Jahr gegen diese feingelockten Edelstahlpads ausgetauscht.
    Ich benutze sie trocken, was auch der Hauptgrund für den Wechsel war. Die Lötspitze wird sauber und ich kann keinen Verschleiß feststellen.
    Es sind normale Reinigungspads für den Haushalt (keine Stahlwolle sondern flache "Löckchen" ohne Seife).


    Gruß, Bernd



    Ditt mach ick nu schon seit mehr als einem Jahr so. Vorher hatte ich auch die Schwämme von einer großen Supermarktkette mit "L" genommen. Geht alles genauso gut. :)

    The Rules of hacking:
    Rule #11: Don’t drink and solder (chapter 7).
    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • jo, dafür brauchste halt n kilo zinn mehr pro projekt. auch nicht billig.


    ich glaube schon zu wissen, warum sich schwämme oder stahlwolle durchgesetzt haben.


    und nebenbei kann man die schwämme auch aus topfreinigern zuschneiden. und die gibts den dreierpack für 39ct und aus einem stück bekommste 2-3 lötschwämme... (die allerdings nicht so lange halten)


    Grüße,
    Raph

  • Quote from raphrav;334958

    jo, dafür brauchste halt n kilo zinn mehr pro projekt. auch nicht billig.


    Sach das nicht. Ich hab noch ne Rolle "Lötdraht" (eben gewogen: 2.1kg) von '80 stehen.
    Zinnkrümel wandern nicht in die Tonne sondern ins Lötbad (Miniversion, die mit einem 100W Lötkolben geheizt wird).

  • Noch mal was von mir!


    LED an 230V~


    [ATTACH=CONFIG]10874[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]10875[/ATTACH]


    Benötigt werden:
    - Kondensator min 400V, 100nF
    - Widerstand 2,2k 1/4W
    - Widerstand 330 Ohm 1/4W
    - Diode min 400V, min 100mA


    In meinem Fall wär das ein Kondensator der sogar 1000V abkann (hatte nichts kleineres mit 100nF da) und eine 1N4004


    2,2K an Phase, dahinter der Kondensator, dahinter die Diode in entgegen der Flussrichtung (Ring Richtung Kondensator) und dann der Neutralleiter. Parallel zur Diode dann die LED mit Vorwiderstand 330 Ohm.


    Das ganze läuft genau so an 230V~ und kann somit als Statusleuchte genommen werden. Eignet sich zum Beispiel sehr gut als "Stecker drehen!"-Leuchte für mobile Experimentierstände (hier haben ja nicht alle eine feste Werkstatt und nehmen gern mal den Wohnzimmertisch), indem man es zwischen Neutralleiter und Schutzleiter klemmt. In diesem Aufbau braucht die Schaltung bei mir 3,2mA und lässt somit auch jeden FI-Schutzschalter da wo er ist.
    Wem die LED zu dunkel sein sollte, der nimmt dann am besten eine Low-Current und vergrößert R2 einfach ein bisschen, 680 Ohm sollten es da gut tun.

  • Hi,


    also, ich hab mich mit dem an sich tollen "Trick" auch schon länger beschäftigt und damit einigen Grund zu konstruktiver Kritik hierzu:


    • Der Kondensator MUSS mindestens ein X2-Type sein. Denn wenn der hochgeht, geht alles mit! Und damit muss der absolut sicher und selbstheilend sein, alles andere ist ne Brandbombe! "Nur" Spannungsfestigkeit, also "nur" ein MKS4 reicht nicht!
    • Außerdem sollte er einen hochohmigen (1Megaohm) Widerstand parallel haben, denn wenn du den Stecker gerade beim Spannungsmaximum der AC-Kurve ziehst, sind auf dem Kondensator 325V drauf, die irgendwo hin wollen und am Stecker anliegen, wenn der C nicht schnell entladen wird. Bei 100nF nicht gefährlich, aber das ballert trotzdem!
    • Der Spaß muss absolut sicher isoliert sein, also Schutzklasse II entsprechen. Gründe brauch ich nicht zu erläutern.
    • 230V AC auf Streifenraster. Du bist dir deiner Sache sicher, ne?
    • Wurde aus dem Text nur halb klar: Die 1N400x und die LED müssen im Endeffekt antiparallel sein.
    • Theoretisch kannst du so viele LEDs in Reihe schalten, wie es dir gefällt. Denn du baust ja mit der berechtigten Annahme einer gegen Null strebenden Netzimpedanz eine Konstantstromquelle.
    • Die Helligkeit bzw. den Strom stellt man mit der Annahme dann auch nicht mit den Widerständen ein, sondern mit dem Kondensator! Die Formel lautet: I(RMS,LED) = C * 2pi * 50Hz * 230V und nichts anderes, die Widerstände haben lediglich Schutzfunktion gegen Transienten!
    • Experimente mit Schutzleiter sind zu unterlassen. Das ist der Schutzleiter und nicht die Spielzeugleitung. Und du baust nicht nen FI ein, um dein Leben kalkulierter riskieren zu können. Aus selbem Grund fährt man auch nicht mit 150 Sachen durch die Stadt, nur weil das Auto Airbags hat.


    Nebenbei: Ich hab mal ne Schaltung entwickelt, die auch mit Schutzklasse I, Verwendung des PE (als solchen, zur Erdung des umgebenden Gehäuses!) funktioniert, egal wie rum der Stecker drin ist. Bei Interesse schreiben, dann poste ich sie mal... :)


    Grüße,
    Raph


  • Kritik gelesen, meine Meinung dazu...


    1.)
    Ist eine gute Idee! Werde ich auf jeden Fall noch ändern, daran hatte ich garnicht gedacht.


    2.)
    Ist nach dem Einbau vorhanden, hängt nur auf einer anderen Platine der Schaltung. 1M, 5W sind nachher mit dabei.


    3.)
    Logisch Schutzklasse 2! Kommt mit umliegender Elektronik alles in einen Kunststoff-Abzweigkasten der verschraubt wird.


    4.)
    Bei 230V~ auf Streifenraster sehe ich jetzt kein Problem. Wo sollte da eines sein?


    5.)
    Wie Recht du hast! Die LED mit Vorwiderstand natürlich Richtung Neutralleiter, also antiparalle zur Diode! Ausdrucksfehler meinerseits.


    7.) Klar, den Großteil an Strombegrenzung macht der Kondensator. Für feinere Abstimmungen ist es nur einfacher R2 zu vergrößern, da geht letztendlich auch noch ein wenig an Strom verloren. Wenn du es mir nicht glaubst, probier es aus.


    8.) Der Schutzleister führt immer einen minimalen Strom, auch nach dem FI.




    Noch eine Frage meinerseits: Was macht deine Schaltung genau?

  • Hey,


    zu 1.) nicht nur ne gute Idee, sondern Voraussetzung, dass du noch lange Spaß an der Schaltung und deiner Wohnung hast.
    zu 2.) dann also dazuschreiben! ;)
    zu 4.) du hast Kriechstrecken im Zehntelmillimeterbereich, und das über die komplette Platinenbreite. Und da sollte kein Dreck drauf sein...
    zu 7.) mit der Kirche ums Dorf und nicht so gedacht - aber wie du meinst.
    zu 8.) ja, aber das nimmt man nicht billigend in Kauf. Der Schutzleiter ist nicht dazu gedacht, Energie mit Absicht und auf Dauer zu transportieren! Auch keine Milliampere!


    Quote from atomiclove;340288

    Noch eine Frage meinerseits: Was macht deine Schaltung genau?


    Phase wie Neutral bekommen je einen (logischerweise dann doppelt so großen) Kondensator, die beiden gehen in die AC-Seite eines Gleichrichters und die LED kommt mit einem Schutzwiderstand (470Ohm bis 1k) an dessen DC-Seite. Dann kannst du den Minuspol der DC-Seite mit PE verbinden. Es fließt kein Strom über den PE und die Spannungen bewegen sich hinter den Kondensatoren überall im Bereich der Flussspannungen von Gleichrichter und LED. :)


    Grüße,
    Raph

  • Gut, Kondensator ist getauscht. Auch wenn die Teile nicht gleich ein flammendes Inferno verursachen wie man es bei deiner Beschreibung meinen könnte. Schlimmstenfalls würde das Teil im Abzweikasten aufgehen und ein wenig vor sich hin glutzen.
    Um die Kriechsterecken mache ich mir nicht so viele Gedanken, da sieht es auf manch fertiger Platine mit mehr Spannung (400V~) schlimmer aus. Außerdem habe ich sofern wie möglich immer eine Leiterbahn Platz gelassen.
    Mit R2 reißt man logischerweise nicht die Welt, aber um mal von 5mA auf 3,2mA zu kommen kann man auch da was machen. (220 gegen 330 Ohm getauscht).
    Der Schutzleiter muss diese Energie nicht auf Dauer transportieren, sondern nur so lange bis der Nutzer feststellt das das rote Lämpchen an ist und dann den Stecker dreht. Dafür habe ich das Teil nämlich gebaut. Ich habe übrigens gerade mal nachgemessen...mein extra für's Elektrohandwerk zugelassenes Spannungsmessgerät verursacht beim Messen zwischen Phase und Schutzleiter 6,5mA, also schon doppelt so viel wie meine Schaltung.

  • Hey,


    also, noch mal zur Brandgefahr beim Kondensator: Dsa Problem hast du bei allem, was direkt am Netz hängt, und zwar die Transienten/Peaks, die du auf dem Netz hast. Das können mal, wenn auch nur höchst kurzzeitig, 2kV und mehr sein und du kannst nichts dagegen machen. Jeder normale Kondensator, der "nur" für das ideale Netz dimensioniert ist, kriegt mit jedem Transienten einen auf die Mütze und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der alle Viere von sich streckt und die Quälerei mit einem internen Schluss und allen Konsequenzen bei direktem Netzbetrieb (hoher Strom, bis die nächste Sicherung aussteigt, Zerbersten etc.) quittiert.
    Was meine ich mit "eine Frage der Zeit"? Naja, das ist gar nicht so wenig Scheiß, den wir aufm Netz haben. Kalkuliere bei einem normalen Kondensator mit wenigen (einstellig) Stunden Haltbarkeit. Die Frage ist nicht, OB so einer hochgeht, sondern WANN.


    Der Witz an X2 ist, dass sie a) selbstheilend und b) berstsicher sind.
    a) bedeutet: Wenn da mal eine Lage durchschlägt (was sich wie gesagt nicht verhindern lässt), dann bei einem X2 so, dass die komplette Umgebung der Durchschlagstelle (nichtleitend) weggebrannt wird. Das hat zur Folge, dass zwar die Kapazität des Kondensators mit jedem Mal minimal abnimmt, aber du eben keinen internen Kurzschluss riskierst.
    b) sollte selbsterklärend sein, falls doch jemals etwas schief gehen sollte.


    Grüße,
    Raph

  • Quote from atomiclove;345120

    Schon ewig geplant, die Litzen sind auch schon bald ein Jahr dran, nun endlich fertig gebastelt!


    Sinnvolle Erweiterung fürs Steckbrett...


    [ATTACH=CONFIG]11696[/ATTACH]


    Hi,
    Hättest den Winkel länger machen sollen, dann haben auch noch 4 Potis Platz. so hab ichs. Ist ja auch nicht neu.;D und 3Pol Kippschalter:cool:


    MfG Uwe

  • Ach, Potis lohnt sich irgendwie nicht, braucht man immer so viele verschiedene. Die kann ich dann auch gerade mal mit den Pins in die Löcher drücken. Kippschalter habe ich zwei für aufs Board zu stecken, zwischen zwei Pinreihen. Mal auf Lochraster gelötet und mit Pinleisten versehen.

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