Korg Synthesizer - Akku statt Netzteil

  • Hallo zusammen,
    Mensch wie die Zeit vergeht, habe gerade festgestellt, daß meine letzte aktive Teilnhme an diesem Forum 2 Jahre her ist. Ich hab aber immer mal wieder reingelesen;).
    An mich ist folgende Aufgabenstellung herangetragen worden: Rüste einen Korg Synthesizer mit einem Akkupack aus, so daß er Netzteilunabhängig funktioniert. Welches Model das ist weiß ich nicht genau, ist aber wahrscheinlich auch nicht wichtig. Das Netzteil, daß das Gerät sonst antreibt liefert 9V, 700mA. Ich bin jetzt mal dreist davon ausgegangen, daß daß ja nicht so anpruchsvolle Werte sind. In meinem Notebook ist vom Stromverbrauch wesentlich mehr los, und das geht ja auch mit Akku.
    Ich hab mir jetzt ein Akkupack aus dem Modellbau rausgesucht, in der Hoffnung, daß die ja einiges vertragen können müssen. Die Werte sind angegeben mit: 9,6 Volt, 4,5 Ah. Ich war der Meinung etwas mehr kann nicht schaden.
    Frage: ist das jetzt kompletter Unsinn oder würde das funktionieren?
    Mir ist klar, daß mA und Ah nicht dasselbe sind, hab aber nach Kürzen der Einheiten gedacht, daß, wenn ich 4500 mAh durch 700mA teile die ungefähre Betriebsdauer herauskommt. Richtig oder Blödsinn?
    Ich will ja nicht, daß mir das um die Ohren fliegt.
    Warum das Ganze? Ein mir bekannter Fanfarenzug, der im Karneval sehr aktiv ist, wollte wissen, ob sie ihren Keyboarder stromunabhängig machen können.
    Viele Dank für Eure Antworten und schön wieder hier zu sein.
    Grüße
    Konrad

  • Zur Kapazitäts- und Laufzeitberechnung: Richtig gedacht!

    Allerdings sollte man berücksichtigen, dass man selten die volle Amperestundenzahl aus dem Teil rausbekommt. denn dann wäre er tiefentladen und kaputt. Zudem verlieren die Akkus ja auch Kapazität mit der Lebensdauer.

    Zur Spannung wäre zu bemerken, dass Du nicht sicher sein kannst, ob der Korg eine geregelte Spannung als Eingang haben will oder ob da eh noch einige Spannungsregler im Gerät nachkommen. Wenn man sicher gehen will, dann sollte man einen Spannungsregler zwischenschalten. Dann tut es aber der Modellbaupack nicht mehr (der Spannungsregler brauch etwas Längsspannung). In dem Falle würde ich auf einen 12V Blei-Gel ausweichen. Da Du ja auch nicht so Monsterströme wie im Modellbau brauchst, sind die sowieso in Punkto Ah/Geld eine gute Wahl.

    Optimistisch kannst Du zudem davon ausgehen, dass das Netzteil zwar 700mA liefern kann, das Keyboard die aber gar nicht braucht. Da sind sicher noch ein paar Sicherheitsreserven drin. Einfach mal Strom mit dem Multimeter messen.

  • Danke für die Antwort.
    Dann liege ich ja immerhin nicht total daneben. Ich habe mal wegen eines Spannungsreglers gesucht und bin unter anderem hier
    http://www.musiker-board.de/technik-modifi…eilung-diy.html
    fündig geworden.
    Wäre das eine geeignete Schaltung um einen 12V Blei-Gel-Akku auf die gewünschten 9V herunterzubremsen? Wieviel Ah sollte der Akku haben? Oder kann ich da ehr nach Größe/Gewicht oder Preis entscheiden?

    Viele Grüße
    Konrad

  • Ich hab noch mal versucht mich weiterzubilden. Die von mir ausgesuchte Schaltung ist wohl doch nicht so ganz das richtige. Mich hat schon von Anfang an gestört, daß da Eingansseitig die vier Dioden in einem Schaltbild dargestellt sind, die ich sonst immer von Gleichrichtern im Hinterkopf habe. Batteriestrom gleichrichten zu wollen, ist aber wohl ehr Unsinn.
    Ich hab dann festgestellt, daß der der 7809 schon für sich genommen ein Spannungsregler ist. Ich hatte hinter dem Begriff eine Schaltung und kein Bauteil vermutet.
    Wäre es dann mit dem 7809 und den zwei Kondensatoren getan?
    Beste Grüße
    Konrad

  • Hi Konrad,

    Zitat von muffhunter;286504

    ... Wäre es dann mit dem 7809 und den zwei Kondensatoren getan? ...


    vermutlich ist C1 völlig unnötig, da der Akku eine ziemlich glatte Spannung liefern wird; er schadet aber auch nicht.
    Ich würde eher noch eine Diode über den Spannungsregler schalten, falls dieser keine entsprechende Schutzschaltung hat.
    So sähe die Schaltung dann aus:

    [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=4685&stc=1&d=1268050329]

    Zitat von muffhunter;286496

    ... Wieviel Ah sollte der Akku haben? Oder kann ich da ehr nach Größe/Gewicht oder Preis entscheiden? ...

    Zitat von walter11;286398

    ... Einfach mal Strom mit dem Multimeter messen.

    Hast Du das mal gemacht.

    Dann weißt Du, wieviel Strom (A ... Ampere) das Keyboard benötigt und Du kannst den Verbrauch pro Stunde (mAh) berechnen.

    Gruß
    Ulrich

  • Hallo
    Ergänzend dazu wäre es sinnvoll als Spannungsregler eine low drop-Version einzusetzen.
    Diese benötigt , um sauber auszuregeln eine bedeutend geringere Spannungsdifferenz
    zwischen Eingang und Ausgang. (Bei Batteriebetrieb nicht unwichtig) Gruß --.-loco

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank für die Antworten und das Schaltbild.
    Die Messung am Gerät selbst konnte ich noch nicht durchführen.
    Es steht mir noch nicht zur Verfügung, aber morgen treffe ich den Keyboarder und dann werde ich das Multimeter natürlich in der Tasche haben.

    Zitat

    Ergänzend dazu wäre es sinnvoll als Spannungsregler eine low drop-Version einzusetzen.

    Hättest du da einen Vorschlag?

    Viele Grüße
    Konrad

  • Low Drop bringt doch für diese Anwendung nix, es sei denn die Akkumulatorspannung liegt nur ganz wenig oberhalb der Zielspannung. Bei einem Blei-Gel bleibt genug headroom für jeden üblichen Spannungsregler.

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