• Hallo liebe Bastlergemeinde,


    Hab mal wieder ein Frage xD
    Heute gehts mir um einen Spannungsteiler, den ich mir gern selbst bauen würde.
    das ganze sieht so aus:
    ich hab 2 Bausätze (das Plus und den BassAmuser)
    der eine wird mit 9V betrieben, der andere mit 18V. ich würde die Beiden gerne mit nur einem Netzteil anspeisen.

    Frage:
    Kann ich da einfach einen Spannungsteiler mit 2 Widerständen aufbauen?
    Wie komme ich zur Diemensionierung der beiden Widerstände?
    ...oder stell ich mir das ganze zu einfach vor?


    LG
    Philipp

  • Jo, das stellst du dir ein wenig zu einfach vor. Prinzipiell könntest du natürlich bei 18V einen Spannungsteiler aus 2 gleichgroßen Widerständen machen, jedoch ist die Last, die ein Effekt erzeugt in den meisten fällen doch eher schwankend, d.h. du kannst keine konkreten Widerstände wählen.
    das einfachste wäre warscheinlich an die vorhandenen 18V nen 7809 oder LM317 (mit entsprechender beschaltung) zu hängen und so die 9V zu ereugen.

    Tschüssi

  • theoretisch könntest du den widerstand, der parallel zu beiden verbrauchern ist, durch eine 9V-Zenerdiode ersetzen, was das ganze etwas stabiler macht. diese praxis ist aber nur bis zu einer gewissen (ziemlich niedrigen) stromstärke rentabel und noch immer nicht hinreichend stabil sowie nicht sehr energieeffizient.

    die schon vorgeschlagene lösung mit einem längsregler ist die gebräuchliche, wobei sowohl der LM7809 als auch der LM317 vor- und nachteile haben: Die beschaltung des 7809 ist einfacher, dafür ist ein 317 flexibler und macht seltener einstreuprobleme

  • Danke euch,

    Hab mir die Datenblätter von L78Lxx und LM317T heruntergeladen und bin zu dem entschluss gekommen den LM137 zu verwenden, da dieser 1,5A ausgangsleistung verträgt.
    Wenn ich das Datenblatt verstanden haben würde mir eine sehr einfache schaltung genügen um den Ausgang auf 9V zu regeln.
    Schaltplan im Anhang.

    Meint ihr das Funktioniert schon?

    Gruß
    Philipp

  • Zitat von khz-tone;285893

    Meint ihr das Funktioniert schon?

    Hi,

    fast: ohne stabilisierungskondensatoren (auch wenn du schon geglättete gleichspannung draufgibst) wird dir das ganze wahrscheinlich zu schwingen beginnen (folgen: krach, erwärmung, spannungseinbrüche). und auch schutzdioden sind bei einem längsregler nicht von nachteil, auch wenn ein effekt normalerweise keine induktive last ist.

    wie man das genau macht, siehst du z.B. hier (im schaltplan, der rest ist wurst, die erklärung hier folgend):
    http://tonepad.com/getFile.asp?id=111

    der 18V-eingang ist in unserem fall direkt nach dem gleichrichter D1-4.
    weil du schon stabilisierte gleichspannung draufgibst (nicht pulsierende wie im beispiel), kannst du den 1000µF-Kondensator durch einen kleineren mit sagen wir 100µF einbauen.

    die dioden (D5, D6 im plan) machen nichts anderes als den längsregler im fehlerfall zu schützen, kosten 5ct/Stück und sollten verantwortungsvollerweise rein.

    ob du als widerstand gegen masse jetzt ein 5k-pot oder ein widerstand und ein pot nimmst, ist egal, letztendlich ist der 240er und das einstellbare verhältnis entscheidend, siehe datenblatt.

    und noch was: achte darauf, dass du für die 0.1µF-Kondensatoren welche aus keramik nimmst. Grund: die folienteile sind zwar gut, haben aber eine (für die anwendung ganz schlechte, denn das erhöht die schwingneigung) erhöhte parasitäre induktivität.
    die großen werte ganz normale elkos...

    und wie viele buchsen du an den ausgang hängst, bleibt auch dir überlassen ;)

    Grüße,
    Raph

  • Zitat von raphrav;285899

    Hi,

    fast: ohne stabilisierungskondensatoren (auch wenn du schon geglättete gleichspannung draufgibst) wird dir das ganze wahrscheinlich zu schwingen beginnen (folgen: krach, erwärmung, spannungseinbrüche). und auch schutzdioden sind bei einem längsregler nicht von nachteil, auch wenn ein effekt normalerweise keine induktive last ist.

    Hatte schon vermutet, dass die Schaltung allein nicht ausreichen wird um ein stabiles Signal zu erreichen.

    Danke für den Link und die ausführliche Beschreibung. Ich werde mir das ganze mal schematisch aufzeichen und dann nochmal hier reinstellen um sicher zu gehen.

    Danke schon mal
    Philipp

  • Hi,

    bin das ganze nochmal durchgegangen und hab die Schaltung um die Dioden und Kondensatoren erweitert. (siehe Anhang)

    Die beiden Dioden werde ich 1N4002 belassen, sollt gegenügen.

    R2 werde ich wahrscheinlich schon als Trimpoti ausführen um mir die Ausgangsspannung variabel zu halten.
    R1 hab ich dem Datenblatt entnommen, sollte im Falle R2 ein Poti ist einen Einstellbereich von 0,05V ergeben.

    Die Kondensatoren hab ich nach dem Link von dir eingearbeitet und den C5 am Eingang auf 100uF heruntergesetz.
    Wie du genau auf diese Kondensatorenwerte kommst ist mir nicht versändlich, da reicht mein Hausverstand alleine nicht aus ;)


    Guck dir den Schaltplan bitte nochmal an

    Besten Dank
    Philipp

  • wieso willst du die Spannung eigentlich variabel?

    Ein ganz normaler 9V Festspannungsregler würde auch reichen und braucht etwas wengier Schaltungsaufwand.
    Den gibts auch mit 1,5A und brauchen tut man soviel Strom für einen Effekt (und sogar für mehrere) sowieso nie.

  • Zitat von Thhherapy;285918

    wieso willst du die Spannung eigentlich variabel?

    Ein ganz normaler 9V Festspannungsregler würde auch reichen und braucht etwas wengier Schaltungsaufwand.
    Den gibts auch mit 1,5A und brauchen tut man soviel Strom für einen Effekt (und sogar für mehrere) sowieso nie.

    Da ich meinen FXs nicht mit Seiteninstrumenten ansteuere und diese durchaus mal 12V Spannung verlangen werde ich die möglichkeit mit einem Poti oder als Schaltvariante wählen....
    ist aber dann ein anderes Thema

    Der Festspannungsregler L7809 ist nur für 100mA ausgelegt und daher habe ich mich für den LM317T entschieden.

    Gruß
    Philipp

  • Zitat von khz-tone;285924

    Da ich meinen FXs nicht mit Seiteninstrumenten ansteuere und diese durchaus mal 12V Spannung verlangen werde ich die möglichkeit mit einem Poti oder als Schaltvariante wählen....
    ist aber dann ein anderes Thema

    Der Festspannungsregler L7809 ist nur für 100mA ausgelegt und daher habe ich mich für den LM317T entschieden.

    jup, das mit der flexibilität ist n argument - andererseits kannste auch einfach n paar klemmen dahin machen, wo der 7809 hinsoll und dann bei bedarf gegen einen 7812 tauschen.

    das mit 100mA ist hingegen kein argument: in dem fall haste nen 78[COLOR="Red"]L[/COLOR]09 erwischt, der tatsächlich nur 100mA abkann. der eigentliche 7809 kann normalerweise 1A ab. analog dazu gibt es auch einen 317L für nur 100mA.

    Zitat von khz-tone;285911

    Wie du genau auf diese Kondensatorenwerte kommst ist mir nicht versändlich, da reicht mein Hausverstand alleine nicht aus ;)

    wie ich da drauf komm? paar jährchen erfahrung. mehr, also 1000µF gehen wahrscheinlich auch, aber die belasten beim einschalten nur das netzteil davor unnötig, außerdem sind die 1000er größer und teurer. weniger gehen auch, vielleicht könntest du ihn sogar weglassen und der keramik daneben reicht - aber dann riskierste halt zusätzlich brummen und störgeräusche.
    der wert ist wohlgemerkt für eine stabilisierte eingangsspannung gedacht. also wer später mal das liest und mit trafo/gleichrichter rein will, den wert schön original lassen! ;)

    im schaltplan hab ich auf die schnelle keine bugs gefunden.

  • Hi,

    Zitat von raphrav;285927


    das mit 100mA ist hingegen kein argument: in dem fall haste nen 78L09 erwischt, der tatsächlich nur 100mA abkann. der eigentliche 7809 kann normalerweise 1A ab. analog dazu gibt es auch einen 317L für nur 100mA.

    erwischt... da hab ich mir das falsche Datenblatt geladen. :rolleyes:


    an Jumpern hatte ich auch schon gedacht, allerdings mit Festwiderständen...oder einfach schaltbar. ist im moment nicht ganz wichitg. Möcht ich allerdings im Auge behalten ;)

    Zitat von raphrav;285927


    wie ich da drauf komm? paar jährchen erfahrung. mehr, also 1000µF gehen wahrscheinlich auch, aber die belasten beim einschalten nur das netzteil davor unnötig, außerdem sind die 1000er größer und teurer. weniger gehen auch, vielleicht könntest du ihn sogar weglassen und der keramik daneben reicht - aber dann riskierste halt zusätzlich brummen und störgeräusche.
    der wert ist wohlgemerkt für eine stabilisierte eingangsspannung gedacht. also wer später mal das liest und mit trafo/gleichrichter rein will, den wert schön original lassen! ;)

    im schaltplan hab ich auf die schnelle keine bugs gefunden.

    Vielen Dank für die ganzen Infos und Mühen.
    Jetzt muss nur noch der Briefträger kommen mit dem IC ;D

    Schönen Gruß
    Philipp

  • Hi,

    gibt´s nicht von den 78xx auch Versionen, die noch mehr abkönnen?

    mfg, Immo

  • Hallo,

    die Überlegungen sind eher theoretischer Natur, wenn der Spgs.-Regler nicht auf einem ordentlichen Kühlkörper montiert ist.

    In der hier vorliegenden Anwendung "9 V aus 18 V" sind 1 A ohne Kühlkörper nicht drin...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von roseblood11;285939


    gibt´s nicht von den 78xx auch Versionen, die noch mehr abkönnen?

    der L78S09CV verträgt 2A ist richtig.


    Zitat von eBernd;285948


    die Überlegungen sind eher theoretischer Natur, wenn der Spgs.-Regler nicht auf einem ordentlichen Kühlkörper montiert ist.

    In der hier vorliegenden Anwendung "9 V aus 18 V" sind 1 A ohne Kühlkörper nicht drin...

    Das Projekt wird einen Kühlkörper brauchen. Ist nur im Schaltplan nicht ausgeführt.

  • Hi,

    um es genau zu sagen:
    9W bei 22k/W = 9*22 = 198k + Umgebungstemperatur:o

    dazu kommt dann noch der Temp-Widerstand zwischen Gehäuse und Kühlkörper und der vom Chip(im IC drin) zum Gehäuse!
    Dann hasste ne Chip-Temp von über 210°C !!!!!:eek:

    Da der 78S09 bei 120°C abschaltet wäre dann zwar nich der Regler kaputt, aber der Spass doch recht eingeschränkt!

    Such mal nach einem Kühlkörper in der Kategorie 2-4K/W dann kannste eher schon zum Erfolg kommen.

    Und noch was:
    Was soll denn der Ausgangs-Kondensator mit 47µF ??:confused:
    Im Datenblatt des Reglers steht glaub ich eher was max. 10µF !
    Durch diesen riesigen C wird die Regelschleife des IC völlig ausser Kraft gesetzt, so dass du eigendlich wieder bei der Lösung mit dem Spannungsteiler bist,
    --> was die Glättung der Spannung angeht.
    Den 100nF am Ausgang musst du aber reinmachen, sonst kann es sein, dass du nen Schwingkreis aufbaust.

    Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.

    Gruss
    Kai

    Ich bin nicht auf dieser Welt,
    um so zu sein
    wie andere mich gerne hätten !

  • Zitat von 12barfreak;286238

    Hi,

    um es genau zu sagen:
    9W bei 22k/W = 9*22 = 198k + Umgebungstemperatur:o

    dazu kommt dann noch der Temp-Widerstand zwischen Gehäuse und Kühlkörper und der vom Chip(im IC drin) zum Gehäuse!
    Dann hasste ne Chip-Temp von über 210°C !!!!!:eek:

    Da der 78S09 bei 120°C abschaltet wäre dann zwar nich der Regler kaputt, aber der Spass doch recht eingeschränkt!

    Such mal nach einem Kühlkörper in der Kategorie 2-4K/W dann kannste eher schon zum Erfolg kommen.

    Vielen Dank für die Formel, hab schon gesucht wie sich die größe des Kühlkörpers berechnen lässt... ;)

    Im Projekt ist kein 7809 Als Spannungsregler vorgesehen. Der Kondensatror mit 47uF stammt aus dem Datenblatt des LM317, um die Spannung auch mal auf 12V regeln zu können.

    Vielen Dank für die vielen Tips von allen.
    Diese Woche werd ich wohl nicht mehr dazu kommen, den Regler auf zu bauen :(.
    Werde euch am laufenden halten und ein paar Fotos machen wenns so weit ist.

    Gruß Philipp

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