Anfängerprobs: Oszillator+Volume Poti

  • Hi,
    nachdem ich mal ein paar Bausätze aus dem Shop gebaut hab bin ich gerade dabei mit selber rumexperimentieren und den dazugehörigen Elektronik-Basics zu beginnen.. Hab mir einen Schmitt-Trigger Oszillator gebaut (mit nem CD40106), also einfach die beiden Comparator-Ausgänge mit Resistor und Cap und er produziert auch ne schöne Squarewave und die Frequenz kommt auch halbwegs hin und ist mit Poti verstellbar.. Da das ganze aber ziemlich laut ist wollt ich jetzt noch ein Volume-Pot zwischen den Oszi und meine Boxen bauen, also gleich mal fleißig mit dem Signal und Ground verkabelt. Drehen des Potis stellt die Lautstärke zwar tatsächlich kleiner, allerdings verändert es auch die Frequenz des Oszillators (zumindest ein bisschen, vor allem am Anfang) - der Widerstand des Volume-Potis hat also irgendwelche Rückwirkungen auf den Oszillationsschaltkreis, nicht allzu überraschend, also muss ich das ganze wohl irgendwie abisolieren/buffern/wasauchimmer. Hier endet dann leider mein Wissen über die inneren Vorgänge in der Elektronik und ich hab mal Trial-and-Error gemacht anhand der Komponenten die in den ganzen Effekten immer zuhauf vorhanden sind ;)
    1. nen Cap zwischen Oszi-Ausgang und Volume-Poti (10nF) - Volume-Poti beeinträchtigt noch immer die Frequenz
    2. Cap mit Polen (.1uF elko) zwischen Oszi-Ausgang (+) und Volume-Poti (-) - Volume-Poti beeinträchtigt die Frequenz zwar nicht mehr, dafür verursacht der Elko selbst irgendeinen fixen Frequenz-Offset. Außerdem suckt er merklich Tone (Höhen)
    3. hab ich mal in den Schematics einiger Projekte in denen ich schon mit Schmitt-Triggern gearbeitet hab (Weird Sound Generator, Drone Synth) nachgesehen, da sind aber so viele Querleitungen dass ich nicht genau feststellen konnte was jetzt zur Abisolierung gut sein soll. Hab kurz nen 2N3904-Transistor probiert aber wusste dann nicht was ich an die Base anschließen soll also hab ichs wieder gelassen.

    Noch nicht ausprobierte Ideen die sich irgendwie nach Overkill anfühlen:
    4. Diode zwischen Oszi und Volume-Pot?
    5. Opamp mit Unity Gain zwischen Oszi und Volume-Pot

    vor allem letzteres sollte ja durch hohe Eingangsimpedanz keine Auswirkungen auf die Oszillationen haben, sollte man da allerdings zwischen Opamp-Ausgang und dem Volume-Pot noch irgendwelche Komponenten einfügen um den Opamp nicht zu ärgern? Oder rennt überflüssige Spannung dann eh auf Ground? Ein eigener Opamp für jede Oszillation scheint mir dann aber auch irgendwie sehr aufwändig, vor allem weil ich in andern Schematics nichts dergleichen gefunden hab (zumindest keine Opamps direkt am Anfang nach der Oszillation)..

    Hoffe meine Frage ist halbwegs verständlich, das dürfte aber ja ein allgegenwärtiges Problem sein bei Effektschaltungen und sollte mir dann hoffentlich auch beim Verständnis ordentlich weiterhelfen.. :)
    Links zu Anfängertutorials bezüglich genau dieser Problemstellung sind natürlich auch mehr als willkommen, die üblichen Verdächtigen hab ich eigentlich schon durch aber falls noch jemand spezielleres Material auf Lager hat.. Hat das Problem auf das ich hier gestoßen irgendwas mit dem omnipräsenten "Buffern" zu tun ;)?

    Vielen Dank & Grüße!

  • Hallo,

    der CD40106 enthält doch 6 gleiche Schmitt-Trigger Inverter. Für den Oszillator hast du davon 1...2 ge/verbraucht. Da kannst du doch mit einem weiteren Inverter das Signal des Oszillators puffern und dahinter erst mit einem Vol-Poti verringern. Durch die Pufferung des Osc.-Signals wird auch die Rückwirkung des Vol-Potis (Frequenzänderung) vermieden.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Stimmt, daran hab ich noch gar nicht gedacht.. Funktioniert natürlich in dem speziellen Fall nur weil das Original-Signal schon eine Squarewave ist, jedes andere Signal würde durch einen Schmitt-Trigger Buffer ja ziemlich verunstaltet werden?

    Wie siehts denn mit meinen anderen Vorschlägen aus, vor allem der Diode, geht da irgendwas leichteres? Hab mich gestern noch stundenlang mit Opamps beschäftigt und sie im Endeffekt auch komplett nachvollziehen können und erfolgreich nachgebaut..bei einem inverting Opamp brauch ich ja aber trotzdem wieder den einen Vorwiderstand der den Gain beeinflusst/setzt, also schon wieder eine Frequenzbeeinflussung dabei.. Ein non-inverting Opamp wäre vielleicht die Lösung aber ich hab noch nicht ganz raus wie genau dort das Voltage biasing funktioniert..

  • Hallo,

    Zitat

    ...geht da irgendwas leichteres...

    meine Güte, was ist denn leichter als ein noch freies Gatter in einem vorhandenen IC - ohne weitere zusätzliche Bauteile! - zu verwenden?

    Und an die Versorgung ist das Gatter auch schon angeschlossen! ;D

    Falls es dir um das Verständnis von Opamp-Schaltungen geht, empfehle ich dir die üblichen Links - von Wiki über die verschiedenen Kompendien bis hin zu als PDF veröffentlichem Lehrmaterial von Fach/Hoch-Schulen...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

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