Drosseln (- für und wider?)

  • Hallo Gemeide,
    trotz googelns kann ich nicht befriedigend herausfinden:
    wozu brauche ich eine Drossel nach dem Siebelko. Warum wird sie in einigen Röhrenverstärkern eingebaut (z.B.: Reverb 6G15), und in anderen nicht (z.B.: Madamp J5)?
    Liebe Grüsse
    Hans-Jörg

    Nur wer fragt, wird (irgendwann) wissend. ;D

  • Hallo
    Da wo Siebdrosseln Verwendung finden, ist im allgemeinen auch eine Gleichrichter-
    röhre im Spiel. Den Elko hinter der Gleichrichterröhre (Ladeelko) kann man nicht
    beliebig groß machen, da die Gleichrichteröhre hier limitiert ist. (Datenblatt)
    Es bleibt also einiges an Restbrumm, das auf dem weiteren Weg in die Siebkette
    möglichst rückstandsfrei beseitigt werden sollte. Jetzt kommt die Drossel ins Spiel
    Du kannst mit ihr eine deutlich bessere Siebwirkung erzielen als mit einem
    Widerstand und das ganze bei geringeren Verlusten. (bei unveränderten Kapazitäts-
    werten der Elkos) Gruß --.-loco

    Ich hab eben noch einen weiterführenden link entdeckt. http://www.frihu.com/content/diy/ne…l_netzteil.html

  • Hallo,
    ohne mir den Link von dir noch angesehen zu haben, möchte ich aber einwerfen, dass der 6G15 Reverb zwar eine Drossel aufweist, aber keine Gleichrichterröhre, sondern Gleichrichterdioden oder BR.
    Trotzdem vielen dank für den Hinweis, werde deinen Link einsaugen.
    Immerhin gehts um ca. 20 Euro bei mit, oder ohne Dr. ;D
    Liebe Grüse
    Hans-Jörg

    Nur wer fragt, wird (irgendwann) wissend. ;D

  • Hallo loco,
    es ist sauwarm und sonnig - richtig anti weihnachtlich. Bin aber hochzufrieden.:D
    Dein Link ist SUPER, hat mich bestätigt in meinem Vorhaben keine Drossel zu verwenden, da im 6G15 doch relativ geringe Spannungen sind (bis ca.270V) und ich den T-30 Ringkern verwenden werde, damit sowieso am unteren Limit liege und die Drossel mir nur Spannung frisst, wo ich keine mehr habe, wenn ich es richtig interpretiert habe.
    Danke und frohes Fest und viele blaue Eier!8)
    Hans-Jörg

    Nur wer fragt, wird (irgendwann) wissend. ;D

  • Hallo
    Es ist umgekehrt, die Drossel "frisst" weniger der erwünschten Gleichspannung,
    als ein an gleicher Stelle eingesetzter Widerstand. Dafür vernichtet sie aber mehr
    von den unerwünschten Wechselspannungsresten, die der Gleichpannung überlagert
    sind.
    Gruß und frohes Fest --.-loco

  • Salü,
    Ich würde eher denken das die Drossel weniger Spannung "frisst", als wenn man eine RC-Siebung benutzt, da man ja einen relativ großen R benötigt um bei gleichem C auf den selben Siebfaktor zu kommen, wie bei einer LC-Siebung.
    mfg sven

  • Ok, das war ein Denkkurzschluss, ihr habt natürlich recht. Nach nochmaligen lesen ..
    aber es steht auch dort, dass eine Drossel unter 450 V Betriebsspannung eigentlich nichts bringt. Andererseits bin ich mit menen 210V sec. vor Gleichrichtung und Siebung ziehmlich knapp dran (ca. 10Volt drunter sogar). Da sollte man auf Verluste achten! Ok, ich schaff mir die Drossel an. Aber ich habe wenigstens was gelernt!!:D
    Frohes Fest
    Hans-Jörg

    Nur wer fragt, wird (irgendwann) wissend. ;D

  • Salü,
    Tut mir leid das ich erst jetzt antworte, aber ich hatte meine Formelsammlungen über die Feiertage nicht am Mann.
    Die benötigten Formel um die Brummspannung, den Siebfaktor etc. zu berechnen findest du zum Beispiel in Peter Zastrows FORMELN für Elektronik, Radio- und Fernsehtechnik und Nachrichtentechnik

    Der Siebfaktor (G) berechnet sich:

    G=Ubr1/Ubr2 | Ubr1: Eingangsbrummspannung
    | Ubr2: Ausgangsbrummspannung

    RC-Siebung:

    G=R/Xc (für R>Xc) | R: Siebwiderstand
    |Xc: Wechselstromwiderstand des Siebkondensators

    LC-Siebung:

    G=XL/Xc | XL: Wechselstromwiderstand der Spule

    Effektivbrummspannung nach einem Zweiweg-/Brückengleichrichter:

    Ubr1=(1,8*10^-3 *Igl)/CL | Igl: Ausgangsgleichstrom
    | CL: Ladekondensator nach dem Gleichrichter

    Natürlich gibt es für sowas heute Simulationsprogramme, die einem die Arbeit abnehmen und noch mehr Dinge bei der Berechnung berücksichtigen, aber es ist ganz gut zu wissen wie man sowas von Hand selbst rechnet.
    mfg sven

  • Hallo,

    ohne Angabe von Einheiten kommen bei dieser

    Zitat

    Ubr1=(1,8*10^-3 *Igl)/CL

    "zugeschnittenen Größengleichung" nur Phantasiewerte raus.

    Und ohne die Gleichungen

    |Xc| = 1/(2 [FONT="Times New Roman"]π[/FONT]·f·C)

    sowie

    |XL| = 2 [FONT="Times New Roman"]π[/FONT]·f·L


    kommt man als interessierter Laie auch nicht weiter...

    Dabei ist f die Brummfrequenz hinter dem Gleichrichter, bei Brückenschaltung also 2x die Netzfrequenz von 50 Hz = 100 Hz.

    C in F(arad), bzw. L in H(enry) ergibt X in Ω.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Salü,
    Da in meiner Formelsammlung bei der Berechnung der Brummspannung hinter dem Gleichrichter keine Einheiten angegeben sind, gehe ich mal davon aus, das in Grundeinheiten gerechnet wird (wie es sich gehört).
    Die Formeln für den Wechselstromwiderstand von Spule/Kondensator habe ich als bekannt voraus gesetzt.
    Die Brummfrequenz ist auch bei Zweiweggleichrichtung 100Hz.
    mfg sven

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