Lineal: Anfängerfragen

  • Der Bauplan vom Lineal lässt mir als Anfänger noch ein paar fragen offen:

    Wozu ist dieser Transistorsockel gut? Auf der Abbildung ist der Transistor einfach so auf der Platine, ohne Sockel, und in anderen Effektgeräten in die ich reingeschaut hab sind diese Art von Silizium-Transistoren auch immer ohne Sockel verbaut.

    Eine von beiden Buchsen ist Stereo. Warum?

    Kann mir jemand idiotensicher erklären wie der Fußschalter verkabelt wird?


    Danke übrigens für den superschnellen Versand.

  • Das Sockeln der Transitoren ist natürlich keien Pflicht, aber es hat zwei Vorteile:
    1.) Transitoren sind hitzeempfinlich, sprich sie können beim Löten zerstört werden, wenn sie zu heiß werden. Mit dem Sockel umgehst du das, da du den Transistor erst im Nachhinein einsetzt.
    2.) Wenn du mit verschiedenen Transistoren experimentiern willst dann sparst du dir das ewige Ein- und Auslöten.

    Die Stereobuchse hat folgenden Grund:
    Die Masse der Batterie ist nur mit dem Ring der Buchse verbunden. Steckst du da einen Mono-Stecker ein, so verbindest du Ring und Schaft der Buchse und somit Batterie-Masse und Geräte-Masse. Also Stecker raus, Treter aus :) Batterie gespart!

    MfG atomic

  • Hat der Sockel eine Polung?

    Und wie wird der Poti genau verkabelt? Das mittlere geht zum Schalter wenn ich das richtig sehe. (wobei ich immernoch nicht weiß wo genau an den Schalter)
    Laut Skizze geht eins auf die Platine (P1 in der Skizze). Welcher Kontakt vom Poti ist das? Und wo geht der andere hin?


    Kann mir jemand eventuell ein paar Fotos von dem Innenleben des fertigen Pedals schicken? Davon wäre ich sehr angetan.

    Muchas gracias, amigos!

  • [Blockierte Grafik: http://www.little-black-box.co.uk/images/uploads/wiring-diagrams/3pdt-wiring.jpg]

    Hier siehst du die Verkablung eines 3PDT.

    "Input Jack" und "Output Jack" dürften ja klar sein.

    LED wire from PCB -> das verbindest du mit "LED+" an der Platine
    to LED -> hier den + der LED dran, vom - der LED dann auf Masse
    to PCB input -> von dort gehst du zu "In" an der Platine
    to PCB output -> hier schließt du den Mittelkontakt des Potis an

    "P1" kommt an den linken Poti-Anschluss (wenn du den Poti umdrehst, mit der Achse von dir weg), an den rechten Potianschluss kommt die Masse.

    Der Sockelt hat keine Polung, es ist lediglich ein Sockel, der hat keine elektrische Funktion.

  • Stranded Horse:
    ich möchte deinen Thread nicht klauen, aber ich hab da mal eine Frage an die anderen Bastelkollegen zu den 3PDT Schaltern:
    Ist der 3PDT Kippschalter genauso aufgebaut wie der Fussschalter?
    Ich bin nach Tonepad Offboard Wiring (Nr.5) vorgegangen (wie immer).
    Nichts passiert, kein Bypass, nüx... Messen konnte ich noch nicht, da ich mein Multimeter erstmal reparieren musste (Massebuchse war abgebrochen, intern.....).
    Auf jeden Fall unterscheidet sich der tonepad Plan von dem, den atomiclove gepostet hat ja nur im "grounded input" wies dort steht.
    Intern ist doch alles gleich bei den 3PDT Schalter?

  • Hi Tuck,

    Grounded Input benutzt man, wenn es isch um ein Gerät handelt, dass trotz Bypass ins Signal einstreuen könnte. Man verhindert die Einstreuung, indem man den Eingang der Schaltung auf Masse legt.
    Beim Lineal ist das nicht nötig, da gehts auch so :)

    Und ja, der Kippschalter ist genauso aufgebaut wie der Fußschalter.
    Hast du den Schalter eventuell um 90° verdreht?
    Eselsbrücke: "Du kannst nur da durchschalten wo du auch durchgucken kannst!"
    Sprich also wenn du den Schalter vor dir hast, dann ergeben die 3 Pins eine Schaltebene (einen Umschalter), durch dessen löcher du durchgucken kannst.
    Kontrollier das doch mal.

  • Zitat von atomiclove;281419

    Hi Tuck,

    Grounded Input benutzt man, wenn es isch um ein Gerät handelt, dass trotz Bypass ins Signal einstreuen könnte. Man verhindert die Einstreuung, indem man den Eingang der Schaltung auf Masse legt.
    Beim Lineal ist das nicht nötig, da gehts auch so :)

    Und ja, der Kippschalter ist genauso aufgebaut wie der Fußschalter.
    Hast du den Schalter eventuell um 90° verdreht?
    Eselsbrücke: "Du kannst nur da durchschalten wo du auch durchgucken kannst!"
    Sprich also wenn du den Schalter vor dir hast, dann ergeben die 3 Pins eine Schaltebene (einen Umschalter), durch dessen löcher du durchgucken kannst.
    Kontrollier das doch mal.

    Danke für die Antwort. Das mit den senkrechten Tunneln habe ich mir mittlerweile eingebläut :rolleyes:, ist mir auch nur einmal vorgekommen.
    Ich werds morgen nochmal alles durchprüfen, bin leider nicht zu Hause jetzt. Wundert mich auch, dass die Buchsen bei Tip und Masseverbindung keinen Ton durchlassen. Also sie sind eingelötet und ich habe sie mal mit ner Büroklammer verbunden (keine isolierte;D). Der Weg des geringsten Widerstandes wird doch normalerweise genommen?

    Zitat von atomiclove;281416


    "P1" kommt an den linken Poti-Anschluss (wenn du den Poti umdrehst, mit der Achse von dir weg), an den rechten Potianschluss kommt die Masse.


    Man könnte auch sagen "wie man liest", meistens fängt alles von links oben an, genauso beim IC. Wenns dich anschaut: von oben links. Wobei, das Lineal hat gar kein IC.

  • Richtig, die Masse liegt auf der Platine oben links :)

    Auf dem Bild siehst du die Ösen als längliche Striche dargestellt. Genauso musst du den Schalter auch drehen, so dass die Ösen also waagerecht liegen.

  • ...und wenn du ihn um 180Grad drehst, ist´s auch wurscht. Aber ganz ehrlich, das kann man mit einem Multimeter in einer Minute rausfinden, und das sollte zur Grundausstattung gehören!

    mfg, Immo

  • Gebe ich Immo absolut Recht, ein Multimeter ist absolutes Grundequipment!
    Das hier aus dem Shop kann leider keinen Wechselstrom messen, schade eigentlich. Wobei man bei den Tretern hier auch nie mit Wechselstrom zu tun hat.
    Ein gutes universelles Multimeter für die zum Equipmentbau benötigten Messungen gibts aber 25€. Die Teile gehn aber meistens nur bis 10A, also Finger weg von der Steckdose!
    Für etwas "gewaltigere" Messungen gehts dann auch wieder etwas ins Geld.

    Noch zwei kleine Tipps bzw gute Ratschläge:
    1.) Neben den normalen Messspitzen auch ruhig ein Paar weitere Messleitungen und vor allem Kroko-Klemmen mit bestellen! Oft sehr hilfreich :)
    2.)Schon mal direkt ein paar Ersatzsicherungen für den mA-Bereich mitbestellen, die haut man als Mess-Anfänger gern mal durch ;D Selbst die alten Hasen habe welche auf Vorrat (bei mir klebt immer eine im Batteriefach).

  • Dass die Ösen waagerecht sein sollen war mit klar, nur nicht was dann oben und unten sein soll, aber jetzt weiß ich ja dass man den um 180° drehen kann.

    Und einen Multimesser habe ich natürlich, nur war mir noch nicht klar wie ich damit rausfinden soll was oben und unten ist, aber jetzt weiß ichs.

  • Hallo,

    zu den Tipps von atomiclove hier mal zur Orientierung ein paar "Abgreifwerkzeuge", die das Messen an elektronischen Schaltungen erheblich vereinfachen können:

    [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=4311&stc=1&d=1261318361]

    1.: Klemmpfrüfspitze 160 mm. Zum Aufstecken auf 4 mm Laborstecker oder Anklemmen an Litze. Bei entsprechender Isolierung (und Zulassung) auch zur Messung in Röhrenverstärkern geeignet. Für Effekte evtl. zu "sperrig" ("zieht einem die Platine vom Tisch" >:().

    2.: Eine wirklich spitze Spitze zum Aufstecken auf 4 mm Laborstecker.
    Vorteil: Man kann damit auch Kabelisolierungen und Lötstoplack auf Platinen zum Messen durchbohren.
    Nachteil: Hält nicht von alleine an der Meßstelle.

    3.: Klemmprüfspitze 55 mm zum Anlöten an Litze. Das Abgreifwerkzeug für Bauteile auf Platinen (oder auch einzelne) schlechthin (Achtung, Meinung! ;D). Die hakenförmige Spitze hält von alleine, auch für dichte Platinenbestückung geeignet - aber nicht für hohe Spannungen und Ströme.

    4.: Klemmprüfspitze 55 mm zum Anlöten an Litze. Der/die kleine Bruder/Schwester von Nr. 3.

    5.: Klemmprüfspitze 50 mm zum Aufstecken auf 2 mm Laborstecker. Die beiden Stahldrähte, die beim Drücken zangenartig auseinandergehen, können auch an einzelne IC-Pins angeklemmt werden, ohne die benachbarten zu berühren.

    Rechte Spalte: Der Vollständigkeit halber, eine Sammlung von "Kroko"-klemmen, unisoliert, teilisoliert, vollisoliert, zum Aufstecken (die obere) oder Anlöten.
    Nichts zum sicheren Messen (Achtung, Meinung!).

    Man sollte sich einen Satz Meßschnüre (rot/schwarz) aus jeweils 0,5 m Litze 0,14 mm² oder 0,22 mm² (welche ich bevorzuge, da sie mechanisch haltbarer sind) mit einer Spitze Nr. 3 oder 4 anfertigen, am anderen Ende 4 mm-Stecker.

    Wer ein Multimeter mit festen Meßschnüren hat (für die Bühne super, die sind nicht plötzlich "wech", aber für zu Hause nicht so toll), kann ausprobieren, ob auf den Spitzen 2 mm-Kupplungen ausreichend fest halten und dann an den Kupplungen Klemmspitzen anschließen.

    ACHTUNG: Das sind Vorschläge für Kleinspannungsmessungen an Effekten, aber nichts für hohe Spannungen (Röhren-Amps).

    Gruß, Bernd

  • Mal abgesehen von der "Grounded Imput"-Geschichten wirds immer so gemacht.

    Grounded Imput ist auch nicht viel schwerer, da gibts nur ein zwei kleine Änderungen:
    1.) Nicht der + der LED sondern der - wird geschaltet.
    Du gehst dann von "LED+" auf der Platine direkt an den + der LED, vom - der LED dann dann den Kontakt rechts unten am Schalter (derzeit "LED wire from PCB"). Vom Kontakt rechts mittig (derzeit "to LED") gehst du dann einfach an die Masse.
    2.) Eine kleine Brücke am Schalter.
    Die machst du einfach mit einem Stück Litze von links unten ("to PCB input) nach rechts oben (derzeit unbelegt). Beim Bypass (mittlere Kontakte mit oberen verbunden) liegt jetzt der Eingang der Schaltung über die eigentliche Masseleitung der LED auf Masse.

  • Hey das klingt jetzt doof, aber ich bin schlecht im Schätzen:
    Welche größe müssen die Metallbohrer für die Löcher im Gehäuse von den einzelnen Teilen haben. Also Fußschalter, Buchsen, LED, Netzteilbuchse, Poti.

  • ich bohre die Löcher für die Klinkenbuchsen immer auf 10mm, dann geht die ´kleine Kante nach dem Gewinde mit etwas Würgen noch mit ins Bohrloch. Die Buchse sitzt dann recht stramm und man gewinnt innen noch einen mm Platz...

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