Netzteil selbst bauen - Risiko?

  • Ich habe meine beiden Boards jeweils mit einem Notebook-Netzteil versorgt.
    Zu bekommen waren die Teile für 4,95€ das Stück und sie liefern eine wunderbar saubere Spannung :)

    Über eine Spannungsteilerschaltung mit zwei 7809ern bekomme ich dann meine 9V, und mit 3,42A ist auch genug Leistung vorhanden :)

    MfG atomic

  • Zitat von atomiclove;281064

    Ich habe meine beiden Boards jeweils mit einem Notebook-Netzteil versorgt.
    Zu bekommen waren die Teile für 4,95€ das Stück und sie liefern eine wunderbar saubere Spannung :)

    Über eine Spannungsteilerschaltung mit zwei 7809ern bekomme ich dann meine 9V, und mit 3,42A ist auch genug Leistung vorhanden :)

    MfG atomic

    Hi atomic,

    genauso werde ich das jetzt auch machen. Ich habe auch ein fertiges Schaltznetzteil gefunden, das 3A bei 12V liefert, dahinter kommen dann auch zwei 7809... :)

  • Zitat von walter11;281909

    Hofffentlich habt ihr auch an eine ausreichende Stickstoffkühlung der 7809 gedacht

    3V * 1,5 A = 4,5 W Pro Regler.... nicht schlecht

    die 7809 die ich verbauen werde sind zwar für 1,5A ausgelegt, ich glaube aber kaum das ich denen jemals soviel abverlagen werde. Die Lüfter werde ich zumindest nicht so groß dimensionieren, dass sie 4,5W ableiten.

  • Störgeräusche durch Delay bei Stromversorgung

    so, ich habe meinen Aufbau nun fertiggestellt.
    Allerdings habe ich Probleme, da mein Digitaldelay übelst einstreut.
    Vom Schaltnetzteil geht es in zwei separate 7809. Einer davon speist das Delay, der andere den Rest. Sobald das Delay mit Strom versorgt wird (egal ob im Signalweg oder nicht) gibt es Störgeräusch: beim Starten vom Delay fiept es auch kurz, aber danach setzt ein konstantes "brrrrrr" ein.
    Irgendeine Chance die Einstreuungen wegzukriegen - ohne eine galvanische Trennung per Transformator?

    Gruß,
    Sammy

  • noch mal etwas rumprobiert:
    - Delay alleine über das Netzteil versorgt macht auch die Störgeräusche
    - ich habe bei meiner aktuellen Version keinen Eingangskondensator. Ich habe zum test mal einen 470uF Elko eingebaut. Damit ist das "brrr" immer da, egal ob Delay mit dran oder nicht. Das finde ich merkwürdig... sollte der das nicht eher verbessern?

  • das scheint hauptsächlich mit dem Schaltnetzteil zusammenzuhängen. Hänge ich ein anderes Schaltnetzteil davor, ist das Ding scheinbar ruhig. Werde das morgen noch mal mit einem Röhrenamp testen, ob man da wirklich nichts hört.

    Gute Nacht,
    Sammy

  • Hi Walter,

    danke für die Hilfe.
    Ich muss allerdings noch mal dumm nachfragen, da ich alleine mit Google gerade nicht weiterkomme. Für meine Mikrocontrollerschaltungen haben die Stromversorgungen bisher immer alle problemlos geklappt, obwohl ich eigentlich gedacht häte, das die besonders empfindlich sind.

    Nunja.
    Zum LC Glied:
    - Ich baue den zwischen Schaltnetzteil und 7809?
    - welche Spule und welchen Kondensator empfiehlst du? Das ganze sollte so ausgelegt sein, dass ich an den 7809 insgesamt maximal 2A bei 9V bekomme.
    - muss der Kondensator ein spezieller sein?

    Danke für die Hilfe. Bisher bin ich um solche Filter immer herumgekommen... ;)
    Sammy

  • Also, die Dimensionierung ist ja kein bisschen anders, wie für einen ganz normalen Filter. Ist ja auch einer. Ein RC Filter scheidet aus, da dieser einen zu hohen Innenwiderstand bei vernünftiger Baugröße des Kondensators hat.

    Deshalb ein LC Filter. Die Dimensionierung wird ja grad parallel diskutiert. http://forum.musikding.de/vb/showthread.php?t=26502
    Die Grenzfrequenz kannst du so niedrig, wie es geht dimensionieren, wobei dem natürlich praktische Grenzen gesetzt sind. Wichtig ist auch, das die Spule den Strom auch abkann. Steht aber im Datenbaltt derselben.

    Sowas geht z.B. http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=…8954609e825435f

    Parallel zum Elko würde ich immer einen Keramik oder Folie mit 100nF hängen für die hohen Frequenzen. Evtl. reicht das ja auch jetzt schon. Probier es doch mal aus.


    Gruß

  • Netzteil abschirmen?

    Hallo,

    ich soll für einen Freund ein Netzteil für sein Pedalboard bauen.
    Da er mehrere Spannungen braucht (9,12,18V DC), sind drei Printtrafos geplant. Ausgänge jeweils über separaten 78xx Regler und entsprechende Filterung. Soweit, so einfach, hab ich für mich selbst auch schon gebaut.

    Problem hier ist aber, dass ein Kunststoffgehäuse verwendet werden soll (Schutzklasse 2) und vor allem, dass das Ganze direkt unterhalb des (Holz-)Pedalboards montiert werden soll. Ich befürchte nun, dass es mächtig /Brumm-)Einstreuungen geben wird, denn der Abstand zwischen Trafos und Effekten/Patchkabeln beträgt ja z.T. nur sehr wenige Zentimeter.
    Doch lieber abschirmen? Wie? Ihn doch zu Metallgehäuse (also Schutzklasse 1) überreden, obwohl das teure Plaste-Dings schon gekauft ist? Oder gibt es noch andere Lösungen? Problem sind ja wohl sowieso eher die magnetischen Einstreuungen, oder?
    In dem Bereich zeigt sich bei mir leider sehr deutlich, dass mir die Grundlagen fehlen... :rolleyes:

    mfg, Immo

  • Salü,

    Zitat

    Da er mehrere Spannungen braucht (9,12,18V DC), sind drei Printtrafos geplant.


    Müssen die Spannungen komplet getrennt sein von einander oder können sie eine gemeinsame Masse haben?
    Wenn sie eine gemeinsame Masse haben dürfen, kannst du auch einfach einen Trafo mit 2x12V nehmen. Die beiden 12V-Wicklungen an in Serie schalten.
    Von der "Mittelanzapfung" kannst du dann die 12V-AC für den 7809 und den 7812 gleichrichten und am Ende der Wicklung hast du 24V-AC für den 18V-Ausgang.
    mfg sven

  • Hi,

    das ginge natürlich, aber der benötigte Trafo wäre dicker. Außerdem sind die separaten Trafos schon da. Muss man da eigentlich auch mit Einstreuungen rechnen, wenn man die sehr dicht nebeneinander auf der Platine platziert?

    mfg, Immo

  • Nabend,

    gegen magnetische Wechselfelder hilft sowieso nur arschteures und schwierig zu bearbeitendes MU-Metall.

    Warum müssen die blöden Trafos überhaupt immer in die Nähe der Geräte? Ja, ich weiß es ja, ein separates Teil mehr zu transportieren, aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf, man bricht sich da doch keinen ab.
    Ich plädiere für ein ausgelagertes Netzteil - es muss ja keine Wandwarze sein, die Dinger mag ich nämlich auch nicht - aber die Vorteile liegen auf der Hand: Der nervige Trafo ist weit weg von allen Signalen, was dem S/N-Störabstand gut tut, wer Gleichrichter und Siebung nahe am Trafo platziert, hat eine brummfreie Spannung, die ruhig nahe der Signalleitungen (oder in einer gemeinsamen Leitung) laufen darf. Die Spannungsregler kann man direkt am Verbraucher platzieren, dann stören längerer Leitungswege nicht mit dem unvermeidbaren Widerstand.

    Erst wollte ich meinen Univibe-Klon mit eingebautem Netzteil ausstatten, es wird nun ein separates Gehäuse (auch aus Platzgründen), die Vorteile überwiegen dann doch.

  • ich stimm da kachelmann zu, die vorteile überwiegen allemal.

    man könnte den multi spannungs trafo mit mehreren buchsen versehen für die verschiedenen spannungen bzw. sich selbst noch en verbindungskabel basteln zwischen trafo und pedalboard, wo man sich dann am pedalboard die verschiedenen spannungen abgreifen kann.

    ansonsten hilft wirklich nur abschirmen, ein metallgehäuse wär die einfachste lösung. als murkslösung kannst du ja versuchen das gehäuse von innen mit metallfolie zu verkleiden. nen kleinen inneren faradayschen käfig gebastelt ;) is halt nich die feine englische bastlerart.

    "Akustisch werden nichtlineare Verzerrungen als Signalverzerrung im umgangssprachlichen Sinn empfunden, eventuell als Klirren oder Scheppern."

  • Hi,

    leider überwiegen die Vorteile der separaten Lösung hier nicht:

    Es werden 3 bis 4 Printtrafos benötigt, also wird es schonmal eine Zuleitung mit ziemlich vielen Adern. Spezielle Kabel, die man nicht mal eben ersetzen kann, bis vorne auf die Bühne zu ziehen, halte ich immer für eine riskante Lösung.

    Außerdem sollten am Netzteil noch zwei normale Steckdosen durchgeschleift werden, um zwei Wandwarzen für digitale Multieffekte auch mit unter dem Pedalboard unterbringen zu können. Wobei die ja auch nicht abgeschirrmt sind und dort vermutlich Ärger bereiten würden...

    Mal angenommen, ich baue die Printtrafos samt der verbleibenden Wandwarzen so zusammen, dass das hinter der Bühne stehen kann und mache nur den Teil mit den Spannungsreglern unter das Pedalboard: Was für ein Kabel nimmt man dann am besten für den Weg zum Pedalboard? Was muss ich da beachten? Können sich die verschiedenen Adern gegenseitig beeinflussen?
    Es wäre eine Ader für 18V AC (Digitech Whammy) und bis zu 5 Adern für verschiedene Gleichspannungen, wovon nur bei einer relativ viel Strom fließt (das digitale MultiFX...).

    mfg, Immo

  • Zitat von roseblood11;297314

    Was für ein Kabel nimmt man dann am besten für den Weg zum Pedalboard? Was muss ich da beachten? Können sich die verschiedenen Adern gegenseitig beeinflussen?
    Es wäre eine Ader für 18V AC (Digitech Whammy) und bis zu 5 Adern für verschiedene Gleichspannungen, wovon nur bei einer relativ viel Strom fließt (das digitale MultiFX...).

    mfg, Immo

    Ich habe zwar die Trafos auch im Board untergebracht, aber ich arbeite immer mit YSLY-JZ (durch die Firma Lapp Kabel auch bekannt als "Ölflex"). Es ist äußerst flexibel und gleichzeitig sehr abriebfest, wodurch es für den Bühneneinsatz sehr gut eignet. Außerdem ist es in vielen verschieden Adernzahlen und Leiterquerschnitten erhältlich, wahlweise auch paarweise verdrillt (von wegen Einstreuung).
    Ich arbeite seit Jahren damit und kann es nur empfehlen! :)

  • Hi!

    also das mit den Brummeinsteuungen ist nicht soo schlimm, ich hab selbst jede Menge 100mA-Netzteile in meine Treter eingebaut, so wie hier
    http://forum.musikding.de/cpg/displayima…album=222&pos=1
    Das einzigste worauf man achten sollte sind Masseschleifen, denn da induzieren die Magnetfelder Spannungen.
    Faustregel: Masse muss Baumstruktur haben.


    Dann wird alles gut.


    Auch der Sound;D

    Bastlergruß

    Because Shit happens!

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