Tubescreamer auf Röhrenbasis

  • Röhre statt IC - hat das schonmal jemand von euch gebaut? Falls ja - habt ihr mal direkt verglichen mit einem normalen Tubescreamer? Was sind euch für Unterschiede aufgefallen?


    Hatte neulich die Gelegenheit einen solchen Röhrentubescreamer zu spielen, der hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich keine Vergleichsmöglichkeiten (Standard Geräte) zur Hand...

    Gruß

  • Zitat von blue_lu;279655

    Röhre statt IC - hat das schonmal jemand von euch gebaut? Falls ja - habt ihr mal direkt verglichen mit einem normalen Tubescreamer? Was sind euch für Unterschiede aufgefallen?


    Hatte neulich die Gelegenheit einen solchen Röhrentubescreamer zu spielen, der hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich keine Vergleichsmöglichkeiten (Standard Geräte) zur Hand...

    Gruß

    Vorweg: Hab ich nicht gebaut und werde ich nicht bauen.

    Meine bescheidene Meinung:
    a) Niedervoltprojekt: Da bist ziemlich sicher soundtechnisch mit dem OPV besser dran. Über andere Faktoren (Platz, Aufwand, Verbrauch,...) brauchen wir gar nicht reden, da zieht die Röhre ohnehin den Kürzeren.
    b) Hochvoltprojekt: Könnte man versuchen, aber der Screamer ist für die OPVs konstruiert und klingt wahrscheinlich nur in dem Kontext wirklich gut.
    Wenn du Röhre willst, bau auch ein Röhrenprojekt.

    Außerdem: OPV raus, Röhre rein? Bei einem FET seh ich das ja ein, aber ein OPV hat eine etwas komplexere Wirkungsweise. Du müsstest also beinahe ein völliges redesign der Schaltung machen, damit sie überhaupt mit Röhren funktioniert.

    Fazit: Lass es!

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  • Hallo,

    ich vermute dem Fragesteller ist das Verzerrungsprinzip des Tubescreamers nicht vertraut: Der Opamp ist mehr oder eher weniger das ideale Bauteil, welches erst durch zwei (oder mehr) Dioden ergänzt zum verzerrenden Verstärker wird.

    Nichtsdestotrotz gab es seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts Opamp-Schaltungen mit Röhren. Besonders bekannt (ab den 50ern) für eine kommerzielle Röhren-Opampfertigung ist der Name Philbrick.

    Hier ein historisches Datenblatt, wo man sogar ganz unten rechts den Schaltplan fürs muntere Nachbauen findet...;)

    Mit zwei Doppeltrioden ist man schon dabei...;D

    Daß es reine Röhrenverzerrer en masse gibt, sollte bekannt sein: Jeder Gitarren-Röhren-Amp ist praktisch einer.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

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