Patchkabel mit Winkelsteckern aus dem Shop löten

  • Hallo liebe Bastlergemeinde.
    Ich habe gerade probiert mir Patchkabel fürs Effektboard zusammenzulöten.
    Als Stecker hab ich die billigen Metallwinkelstecker hier aus dem Shop: http://www.musikding.de/product_info.p…3mm-Metall.html

    Nun zum Problem: Ich bekomme den Schirm des Kabels einfach nicht an das Gehäuse gelötet. Ich hab schon am Gehäuse rumgekratzt um eine eventuelle Beschichtung zu beseitigen. Aber es war eine elende Braterei und im besten Fall war die Lötstelle "angeklebt"

    Hat noch jemand Erfahrung mit den Teilen und kann mir einen Rat geben?

    Vielen Dank im Voraus,

    Daniel

  • Hey Daniel, ich kenne das Problem...weswegen ich diese Stecker auch nicht mehr kaufen. Habe nur 2 davon mal in einem Rack verbaut, weil für dickere einfach kein Platz war, 3mm zu wenig.

    Letztendlich habe ich mit ein 3mm-Loch rein gebohrt, Litze durchgesteckt und da dann gut Zinn draufgehauen, damits hält. Bis heute scheints zu halten, jedenfals hat sich der Besitzer des Racks noch nicht beschwert. Aber wo sollen die auch hin, die sind press gegen der Rückwand ;)

    Wenn du den Platz hast dann investier lieber ein paar € mehr und nehm die von Amphenol oder gleich die von Neutrik. Neutrik mag zwar teuer sein, aber in all den Jahren in denen ich meine Kabel Tag für Tag "quäle" war noch nie was an einem Neutrikstecker...bombensicher!

  • Eben, genau das ist das Problem. Kein Platz auf dem Board.
    Das mit dem Loch bohren ist ja immerhin schon ein guter Vorschlag :)
    Fürs nächste Mal werd ich mir auch wieder andere Stecker kaufen, die sich leichter verarbeiten lassen.

    Ich glaub, dass ich morgen einfach nochmal versuche ein bisschen heißer zu löten. Irgendwie muss ich die Teile doch rangebraten kriegen...

    Wenn noch jemand einen Vorschlag hat, nur her damit. Ich bin für jede Beteiligung dankbar!

  • Hallo,

    je nach dem wieviel Watt und welche Spitze der Lötkolben hat, geht es gar nicht, da die Leistung nicht ausreicht und durch eine falsche (zu spitze/dünne) Spitze die Wärme nicht übertragen wird.

    Beim Löten auf solchen massive Metallteilen kann zusätzliches Flußmittel (etwas Kolophonium in Spiritus auflösen) helfen...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Eigentlich nicht. Habe einen 30 Watt Lötkolben und hab auch mit Meißelspitze gelötet. Naja, wie gesagt ich probier es morgen nochmal mit ein bisschen mehr Temperatur...

    Danke für die Hinweise.

  • ... psst, nicht professionell, aber geht auch gut: Erst gar nicht versuchen, Schirmgeflacht verdrillen, verzinnen und einfach in den Schaft einklemmen.;)

    Helge

    The Rules of hacking:
    Rule #11: Don’t drink and solder (chapter 7).
    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • Zitat von eBernd;278108

    Hallo,

    30 Watt halte ich für diese Anwendung für grenzwertig...

    Gruß, Bernd

    Da muß ich ausnahmsweise einmal widersprechen. Mit meinem 30 watt Ersa fließt es 1 A. Ich kratze vorher allerdings mit einer Anreißnadel die Lötstelle an. Wahrscheinlich macht das den Unterschied. Ich bilde mir ein, daß die Stelle dann "kupfrig schimmert". Kann das denn überhaupt sein? Der Winkelstecker wird unter der Nickelschicht doch nicht massiv aus Kupfer sein, oder?

    Gruß

  • Zitat von Fuzz Aldryn;278109

    ... psst, nicht professionell, aber geht auch gut: Erst gar nicht versuchen, Schirmgeflacht verdrillen, verzinnen und einfach in den Schaft einklemmen.;)

    Helge

    Danke, falls alles misslingt werd ich darauf zurückgreifen:)

    Hätt ich ja auch drauf kommen können^^

    Danke!

  • Hallo Skaguitar,
    Ich mache das immer so das ich vorher die Litze verzinne und an den Stecker auch Lötzinn dran mache.
    Das geht ganz gut mit meinem Lötkolben, der hat allerdings auch 50 Watt.
    Wenn dein Kolben regelbar ist versuch das auf jeden fall mit +400 °C
    Aber man muss den Stecker voher gut anwärmen (deswegen gut festklemmen), ansonsten greift das Lötzinn nicht.

    mfg Fred

  • Zitat von Sg-Hampler;278117

    Ich mache das immer so das ich vorher die Litze verzinne und an den Stecker auch Lötzinn dran mache.

    dito

    Zitat


    Aber man muss den Stecker voher gut anwärmen (deswegen gut festklemmen), ansonsten greift das Lötzinn nicht.

    Das könnte man aber etwas mißverstehen. Nach Möglichkeit soll sich eben nicht der ganze Stecker erwärmen, sondern nur so schnell wie möglich die Stelle, die verzinnt werden soll. Das geht nur mit einem Lötkolben ausreichend hoher Leistung. Interessehalber, Sg-Hampler -, verzinnst Du den Stecker ohne vorher aufzurauhen?

    Gruß

  • Moin,
    Das ganze ist eigentlich kein Problem. Ich löte ja nun ne Menge damit. Ich mehme dazu einen Dremel mit einer kleinen Schleifscheibe (Zubehöhr) und mache damit am Gehäuse eine kleine blanke Stelle. Löten tue ich das ganze mit meiner Lötstation bei ca. 350°.
    Und das geht super.
    Wenn wie oben irgendwo geschrieben das ganze mit ner Heißluftpistole bearbeitet wird, besteht die Gefahr, das das Plastestück zur Isolierung schmilzt und das war es dann für den Stecker.

    MFG Uwe

  • Zitat von tonesucker;278119

    dito


    Das könnte man aber etwas mißverstehen. Nach Möglichkeit soll sich eben nicht der ganze Stecker erwärmen, sondern nur so schnell wie möglich die Stelle, die verzinnt werden soll. Das geht nur mit einem Lötkolben ausreichend hoher Leistung. Interessehalber, Sg-Hampler -, verzinnst Du den Stecker ohne vorher aufzurauhen?

    Gruß

    Hallo Tonesucker,
    Stimmt, hätte ich dazuschreiben sollen, war in meinen Augen allerdings auch logisch.
    Ja, bis jetzt habe ich den Stecker meistens Verzinnt ohne aufzurauhen.
    Ist aber nicht so das wahre, weil die beschichtung sich meistens etwas gegen das Lötzinn wehrt.

    mfg Fred

    ps: das "kupfrige schimmern" kommt daher das die Stecker mit mehreren Metallen Überzogen sind, unter anderem mit Kupfer. Das die Stecker Komplett aus Kupfer sind wage ich zu Bezweifeln: Zu weich und zu teuer

  • Zitat von Sg-Hampler;278129

    Hallo Tonesucker,
    Stimmt, hätte ich dazuschreiben sollen, war in meinen Augen allerdings auch logisch.
    Ja, bis jetzt habe ich den Stecker meistens Verzinnt ohne aufzurauhen.
    Ist aber nicht so das wahre, weil die beschichtung sich meistens etwas gegen das Lötzinn wehrt.

    mfg Fred

    ps: das "kupfrige schimmern" kommt daher das die Stecker mit mehreren Metallen Überzogen sind, unter anderem mit Kupfer. Das die Stecker Komplett aus Kupfer sind wage ich zu Bezweifeln: Zu weich und zu teuer

    Moin,

    ich habe so einen Stecker seitlich mal etwa angefeilt. Massiv scheint er aus einem Eisenmetall zu sein (wir sind ja nicht mehr in der Kupferzeit ;-), aber anfangs sah ich auch kupferfarbene Schlieren. Der Stecker wird wohl außen mit einer Kupferschicht überzogen sein, wie Du schon vermutet hast.

    Wenn wir schonmal in die Metallurgie eingestiegen sind - was ist denn wohl die äußere "Beschichtung" für ein Metall? Für Chrom sieht es eigentlich etwas matt aus, und Nickel läuft meines Erachtens mehr an. Wenn ich raten sollte, würde ich auf eine sehr dünne Chromschicht tippen. Dann würde es Sinn machen, diese oberste Schicht vor dem Löten etwas abzuschürfen, um die darunterliegende Kupferschicht freizulegen.

    Gruß

  • Hallo zusammen,
    ich könnte mir vorstellen dass eine Kombination
    von mit dem Cuttermesser anritzen (oder wie Uwe mit Dremel),
    ein wenig Zugabe von Lötlack plus erhöhte Löttemperatur helfen kann,
    eben wie bei Gitarrenpotis...


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Zitat von Magnus;278137

    Hallo zusammen,
    ich könnte mir vorstellen dass eine Kombination
    von mit dem Cuttermesser anritzen (oder wie Uwe mit Dremel),
    ein wenig Zugabe von Lötlack plus erhöhte Löttemperatur helfen kann,
    eben wie bei Gitarrenpotis...

    ... aber warum auch noch den Mehraufwand mit dem Lötlack betreiben? Das Flußmittel aus dem Lötzinn reicht nach meiner Erfahrung dicke.

    Gruß

  • Hi,
    das ist gut möglich, deswegen schrieb ich auch "ich könnte mir vorstellen" ;)

    Manchmal ist es so dass beim löten eine blubbernde Blase aus Lötzinn
    und Flussmittel entsteht, deswegen könnte es u.U. hilfreich sein
    vorher gleich ein wenig Flussmittel aufzutragen...


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Sooo,
    Danke nochmal an alle für die hilfreichen Tipps.
    Ich hab jetzt frei nach dem dem Tim Taylor Prinzip ("Wir brauchen mehr Power!") gelötet und es hat super geklappt.
    Zusätzlich habe ich die zu Lötende Stelle am Gehäuse ein wenig mit dem Messer angekratzt. Hat bestens geklappt!

  • Hallo!

    Auch wenn der Thread alt ist, hätte ich dennoch eine Frage.
    Ich habe mir jetzt 4 Patchkabel mit schon genannten Winkelsteckern zusammengelötet. Diese haben super funktioniert, nur nach einer kurzen Zeit, fingen die Klingenstecker vorne an der Spitze sehr stark an zu wackeln und funktionieren jetzt nur noch sehr schlecht. Woran liegt das und wie kann ich das in Zukunft vermeiden!?

    Grüße

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