Bias bei Class A Verstärker.

  • Hallo,

    Ich habe heute mal den Biasstrom an meinem Verstärker (18 Watt TMB) gemessen, und habe einige Fragen dazu.

    1) Ich habe schon oft gehört, das man bei Verstärkern mit Kathoden Bias (Also Kathode über Widerstand mit Kondensator an Masse) diesen nicht einstellen muss, da es sich automatisch einstellt.

    So wie ich mir das aber denke muss der Ruhestrom sehr wohl eingestellt werde. Lediglich der Biasstrom verändert sich dann mit Signaländerung automatisch.

    2) Ich habe bei mir den Ruhestrom gemessen. (Widerstand messen, Spannungsabfall am Widerstand messen. Nach I=U/R ausrechnen.)
    Er beträgt bei mir 39mA pro röhre.

    Meine Betriebsspannung beträgt 320V. -> (Wärme?)leistung von 12W pro Röhre, was ja schon das maximum für EL84 ist...laut Datenblatt.
    Auch sollte der Strom anscheinend für Class A Betrieb bei 320V ca 34-36 mA betragen. --> Mein Bias ist zu Hoch (Hot :)?)? Die beiden El84 werden auch ganz schön heiß.

    Was Stimmt/ist falsch/verbesserungsbedürftig...?

    Wenn ich alles richtig verstanden habe muss ich den Kathodenwiderstand erhöhen. Lohnt es sich da ein Poti (2-5W) einzubauen?
    Oder würde ein 8 Ohm Widerstand reichen. Um den Strom ungefähr einzustellen?

    Danke und schönen Gruß,
    Garcia


  • Hat keiner was zu sagen?
    Vielleicht mal eine klarere Frage:
    Lohnt es sich bei einem Verstärker mit Kathoden Bias diese genaustens einzustellen? Oder hat es nur auf den Verlust in der Röhre einfluss, und auf den Klang eher weniger? Beim Tiny Terror (Class A mit Kathoden Bias)
    z.B. schaltet der 7W/14W Schalter eine Wicklung im Power Trafo dazu und steigert die Leistung.
    Der Kathodenwiderstand jedoch bleibt unverändert, wodurch der sich Ruhestrom erheblich verändert.
    Der Klang bleibt aber nahezu gleich.

    Ich wüsste es nur gerne, bevor ich 5€ für ein 5W Poti ausgebe, und das einstellen am Ende vernachlässigbar ist...


  • Hallo,

    eins vorweg: Ohne genaue Kenntnis deines Amps - ist das wirklich ein PP mit echter Class A-Einstellung?:eek: - kann man dir auch nix genaues sagen.

    Zitat

    1) Ich habe schon oft gehört, das man bei Verstärkern mit Kathoden Bias (Also Kathode über Widerstand mit Kondensator an Masse) diesen nicht einstellen muss, da es sich automatisch einstellt.

    Im Prinzip richtig. Wenn es denn vom Entwickler alles richtig dimensioniert war.

    Zitat

    So wie ich mir das aber denke muss der Ruhestrom sehr wohl eingestellt werde. Lediglich der Biasstrom verändert sich dann mit Signaländerung automatisch.

    Der Ruhestrom ist der Biasstrom! Oder meinst du etwa Class AB, bei der sich der Arbeitspunkt mit der Aussteuerung verschiebt?

    Zitat

    2) Ich habe bei mir den Ruhestrom gemessen. (Widerstand messen, Spannungsabfall am Widerstand messen. Nach I=U/R ausrechnen.)
    Er beträgt bei mir 39mA pro röhre.

    Das scheint ja wirklich echte Class A zu sein.

    Zitat

    Meine Betriebsspannung beträgt 320V. -> (Wärme?)leistung von 12W pro Röhre, was ja schon das maximum für EL84 ist...laut Datenblatt.
    Auch sollte der Strom anscheinend für Class A Betrieb bei 320V ca 34-36 mA betragen. --> Mein Bias ist zu Hoch (Hot ?)? Die beiden El84 werden auch ganz schön heiß.

    Die Betriebsspannung ist nicht ausschlaggebend für die Anodenverlustleistung, sondern die Spannung zwischen Anode und Kathode (mal dem Anodenstrom).

    In HiFi-Verstärkern kann es Sinn machen, den Biasstrom getrennt pro Röhre einstellbar zu machen, um die Symmetrie zu optimieren (Klirrfaktor). Beim Git-Amp will man ja im Prinzip Klirr...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

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