LED in Effektgerät einbauen

  • Hallo,

    Ich habe ein Effekt, der, allerdings nicht von mir, selbstgebaut wurde. Dieser hat leider keine LED, die anzeigt, ob das gerät nun an ist oder nicht.

    Nun wollte ich mal fragen, ob jemand weiß, wie sowas geht.
    Ja, also wäre nett wenn mir das mal jemand erklären könnte.

    Danke!

  • im günstigsten Fall brauchst du noch einen freien Kontakt beim Ein/Aus Schalter.

    da nimmst du die Plus Leitung, führst sie zum Schaltkontakt vom Schalter, von dem anderen Pol vom Schaltkontakt (der geschlossen ist wenn der Effekt eingeschalten ist) gehst du auf einen passenen Vorwiderstand für die LED, von diesen dann zur LED auf den Anoden Anschluss und vom Katoden Anschluß der LED dann noch eine Leitung auf Minus.

  • ist da ein mechanischer schalter (mit "klack" beim umschalten) oder ein elektronischer (mit taster á la BOSS) drin?

    im ersteren fall entweder den schalter gegen einen mit einer ebene mehr austauschen und wie oben erklärt vorgehen oder einen millenium bypass einbauen. (->google)

    in letzterem fall ist es nicht so einfach, da brauchste dann schon größere modifikationen

  • Danke erstmal für eure Antworten.

    Ja, es ist ein mechanischer schalter.

    Zitat

    gehst du auf einen passenen Vorwiderstand für die LED


    Ist dieser Widerstand schon drin oder muss der zusätzlich noch eingebaut werden?

    Zitat

    von diesen dann zur LED auf den Anoden Anschluss und vom Katoden Anschluß der LED dann noch eine Leitung auf Minus.

    Anode + und Katode -?

    Vielen Dank

    Steff

  • Hi Steff

    der Vorwiderstand ist nich nicht drin, den musst du noch einbauen.
    Berechnen kannst du den mit...

    (Netzspannung - LED-Spannung) : LED-Strom

    Da du keine Platine hast an der du den Vorwiderstand befestigen könntest empfehle ich dir an beide Enden ein Kabel anzulöten und dann das ganze in Schrumpfschlauch zu packen.


    Mit Anode und Katode hast du übrigens recht :) An der LED selbst erkennst du die Anode am längeren Beinchen.

    MfG atomic

  • Wenn ich jetzt zum beispiel die LED nehme:

    http://www.musikding.de/product_info.p…ED-8mm-rot.html

    Es kann sein das das jetzt so richtiger Bullshit ist, aber ich habs halt versucht mir herzuleiten:

    Die oben genannte Diode hat ein Spannung von 2,2, Volt und eine Stromstärke von 20 mA. Die Batterie hat eine Spannung von 9 Volt.

    Der LED Strom ist dann also 6,8 Volt.

    Jetzt hab ich eine Gleichung gefunden den Vorwiderstand zu berechnen:
    Vorwiderstand Rv = Spannnung am Vorwiderstand Ur / Strom I

    Rv = 6,8 V / 0,02 A = 340 OHM

    Habe gelesen, dass wenn es den gewünschten Widerstand nicht gibt, man den nächst höheren nehmen sollte.

    Daraus würde sich folgender Einkaufszettel ergeben:

    Led 2,2 V 20 mA: http://www.musikding.de/product_info.p…ED-8mm-rot.html

    Widerstand 390Ohm Metallschichtwiderstand: http://www.musikding.de/product_info.p…schicht-1-.html

    Ok, ich hoffe ich liege soweit richtig, wenn nicht berichtigt das bitte.

    Danke, steff

  • na, bei 20mA ist die LED schon rechtschaffen hell. Zwecks langer Lebensdauer sollte man lieber etwas unter den 20mA bleiben. Also lieber 470 oder 680 Ohm nehmen. Der Unterschied ist nicht wirklich groß.

  • Zitat

    Aber willst du wirklich so nen 8mm-Prügel nehmen? ;D Die sind doch schon ziemlich globig. Aber gut, dat is Geschmackssache :)

    ja, ich bau das grad in ein Case, wo schon ein 8 mm loch drin ist. das würde sich anbieten. Ich seh grad das es ja auch so fassungen gibt. vielleicht nehm ich denn auch eine 5mm.

    Zitat

    na, bei 20mA ist die LED schon rechtschaffen hell. Zwecks langer Lebensdauer sollte man lieber etwas unter den 20mA bleiben. Also lieber 470 oder 680 Ohm nehmen.

    muss ich denn auch eine andere LED nehmen oder nur einen größeren Widerstand? So doll hell soll es eigentlich nicht sein.

  • Hallo beatman,

    ich nehm als Vorwiderstand immer 1,5k, das ist meiner Meinung nach immer noch Hell genug.
    Bei der LED kannste Bleiben, einfach nur den Widerstand hochsetzen.
    Wenn du willst kannst du auch einfach en 5k Trimmer als Vorwiderstand nehmen und dann auf deine Lieblingshelligkeit runterregeln.
    EDIT: Die Fassungen haben netterweise auch 8mm als einbaudurchmesser.

    mfg Fred

  • Auch mit 2,4k ist so eine LED noch hell genug... Und man hat den Vorteil, dass sie auch dann noch überlebt, wenn man das Gerät mal mit 18V betreiben will. (Da müsste man Minimum 790 Ohm haben)

    Der Anschluss ist gut gezeigt in der Datei "offboard wiring", die du bei tonepad.com zwischen den "fx-projects" findest. Ich nehme darin standardmäßig die Version von Seite 5.

    mfg, Immo

  • Zitat

    im günstigsten Fall brauchst du noch einen freien Kontakt beim Ein/Aus Schalter.

    Ich habe mal ein Foto vom Schalter gemacht. reicht der aus oder brauch ich einen 3PDT schalter und wenn ja wie muss ich ihn dann belegen?

    Wenn dieser Schalter ausreichen sollte, wo muss ich dann das Kabel für die LED anlöten. habs extra nummeriert.

    zur Info: 4 und 3 sind miteinander verbunden.

    Danke

    [Blockierte Grafik: http://www.straighttotherabbits.de/innen_be.jpg]

  • Hi,

    der reicht nicht, das ist ein 2-poliger Schalter.
    Du brauchst einen 3pdt.
    Den drehst du so, dass du jeweils durch drei Ösen gucken kannst, wenn du quasi von Input- zu Outputbuchse blickst.
    Die Schaltung verkabelst du entsprechend deiner Nummern wieder genauso, wie sie jetzt ist. Der LED-Stromkreis gehört dann an die Pins 7 und 8.
    Genauer:
    DC-Buchse "+"Pol -> Vorwiderstand -> LED langes Bein
    LED kurzes Bein -> Pin 7
    Pin 8 -> Masse (zB an der DC-Buchse oder am Sleeve-Kontakt der Inputbuchse)

    Um es zu verstehen, musst du a) checken, wie so ein Schalter funzt und b) merken, dass der Schalter in deinem Pedal verglichen mit den meisten Darstellungen im Web (zB tonepad.com und auch hier) um 90 Grad gedreht eingebaut ist.

    mfg, Immo

  • Hallo,

    Zitat von beatman;277095

    Wenn ich jetzt also einen 9 poligen schalter nehme, ist denn die Beschriftung so wie ich sie jetzt uf dem Foto gemacht hab korrekt?

    Also sind die Positionen 1-6 identisch?

    [Blockierte Grafik: http://www.straighttotherabbits.de/schalter_be.jpg]

    Danke

    nein !!

    Du hast bei dem 2pdt die Spalten mit 1-2-3 bzw. 4-5-6 nummeriert, hier jetzt beim 3pdt die Zeilen.

    Zu einem Pol gehören immer die Spalten also diejenigen Lötösen, durch die man hindurchschauen kann.

    Umschaltprinzip beim 3pdt:
    [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=3935&stc=1&d=1254733094]

    Gruß
    Ulrich

  • Ok, jetzt sind aber wirklich alle Fragen soweit geklärt.
    Mal sehen was noch kommt, wenn ich angefangen habe zu löten.

    Also vielen Dank für eure Hilfe und wir sehen uns demnächst im Thread "Wie baue ich mein Effektgerät auf externe Stromversorgung um" ;)

    Danke, steffen

  • Zitat von atomiclove;277047


    Mit Anode und Katode hast du übrigens recht :) An der LED selbst erkennst du die Anode am längeren Beinchen.
    MfG atomic

    ... Und die Kathode im Normalfall an der abgeflachten LED-Seite (falls Du die Beinchen schon zurechtgestutzt hast)

    Ach, ich wollte ja was fragen, was wahrscheinlich auch schon tausendfach gefragt worden ist: Den Millenium True Bypass kann man nicht zufällig dafür benutzen eine LED zum Leuchten zu kriegen (wenn der Schalter schon anderweitig vollständig belegt ist)?

    "Am Effekt löten statt im Affekt töten!"
    (Delay Lama)

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