Wiedereinmal Platinenbefestigung

  • Hallo.

    Ich möchte in einem Gehäuse mehrere Platinen anständig befestigen.
    Die Befestigung sollte jedoch bei Bedarf (Modifikationen, Reparatur) auch wieder komfortabel lösbar sein!

    Die selbstklebenden Plastikhalter sind erfahrungsgemäß nur so lange toll, wie man die Platine nicht mehr herausnehmen muss. Dabei passiert es mir Grobmotoriker nämlich oft, dass ich entweder Kabel oder Bauteile von der Platine abreiße, oder die Plastikhalter vom Gehäuse hebel.

    Eine professionelle Lösung stelle ich mir schraubbar vor.
    Eventuell eine Mutter mit Stabilit ins Gehäuse kleben, und die Platine dann mittels Schraube von oben festdrehen.
    Gibt es sowas in der Art vielleicht sogar zu kaufen?
    Bestenfalls natürlich aus isolierendem Plastik.

    Grüße
    Chris

  • Hi,

    die nötigen Abstandshalter dafür gibt es doch im Shop. Ich nehme, wenn es mal so aufwändig sein soll, dann aber 2-Komponenten Epoxidkleber.

    Inzwischen verwende ich aber fast nur noch Velcroband, seit ich es bei D*A*M-Pedalen gesehen habe. Genial einfach...

    mfg, Immo

  • Hi.

    Irgendwie isses mir schon während des Schreibens selbst bewußt geworden, dass ich die schon mal hier gesehen habe. Fand dann aber irgendwie blöd, mein ganzes Geschreibsel wieder zu löschen ;) Daher die zusätzliche Frage zu einer "allesinallemfertig-Kauflösung"...

    Ich gehe davon aus, dass du die hier meinst:

    http://www.musikding.de/product_info.p…rolle-10mm.html

    Also würde ich die Mutter im Gehäuse einkleben (Stabilit ist Zweikomponentenkleber) und die Platine dann mit der passenden Schraube festschrauben und die Distanzrolle quasi als "Präservativ" über die Schraube stülpen.
    Sieht zumindest in meiner Vorstellung schonmal sehr brauchbar aus.

    Wie kann ich mir das mit dem Velcro vorstellen. Ins Gehäuse einkleben und das Gegenstück unter die Platine pappen? Gibt das nicht Sauerei? Oder irgendwie mittels Schlaufentechnik?

    Suche nämlich noch eine Möglichkeit, etwas dickere Kabel (Sommer Goblin, 4,6mm) im Gehäuse zu fixieren.

    Gruß
    Chris

  • Velcro ankleben, saut nicht.

    Dicke Kabel würde ich einfach mit Heißkleber fixieren.

  • Zitat von raphrav;276292

    ...
    unter den effekt ein stück schaumstoff schieben, eins drüber legen, und dann einfach den deckel druff...

    Habe ich bei einzelnen FXn auch schon gemacht. Klappte da ganz gut.
    Aber bei 13 Platinen im 30x43er Hammond is mir das dann etwas zu wackelig.

    Danke für die Tips
    Chris

  • Hallo Chris,

    bei einem 19"-Rackgerät habe ich es so gemacht:

    In den Boden 3,2mm-Löcher gebohrt; von unten 3mm-Schrauben http://www.musikding.de/product_info.p…Linsenkopf.html durch, von oben M3x8mm-Abstandsbolzen drauf http://www.musikding.de/product_info.p…olzen-M3x8.html
    und dann die Platine mit 3mm-Spannringen und M3-Muttern http://www.musikding.de/product_info.p…_Mutter-M3.html befestigen.

    Gruß
    Ulrich

  • Hi Ulrich,

    Genau daraus entspringt mein Gedanke. Leider verlangt mein Konzept eine Montage im oberen Teil des Gehäuses. Die Befestigung via Abstandsbolzen am Bodenblech ist mir öfters schon bei 1970er Hifi-Geräten begegnet. Dort fand ich das sehr elegant. Daher habe ich eine Möglichkeit gesucht, so etwas zu realisieren, jedoch ohne die "optisch wichtige" Seite des Gehäuses mit Schrauben füttern zu müssen.
    Ich denke die Einklebe-Methode der Muttern und isolieren mittels Distanzrollen (eigentlich reicht da auch die Gummiabschirmung von nem Gitarrenkabel) tuts für meine Zwecke.

    Chris

  • Zitat von gitarishim;276295

    13 Platinen im 30x43er Hammond is mir das dann etwas zu wackelig.

    vorher denken/layouten/wieauchimmer und alles auf eine platine machen ;)

    so wirds z.b. bei meinem nächsten ampprojekt: vorstufe, endstufe, spannungsregelung und fußschaltoption landen auf einer platine, auf der dann auch die leistungsic's sind (1x Pentawatt-, einmal TO220-Gehäuse). die dann wärmeleitend mitm alugehäuse verschrauben und schon ist die platine fest und der kühli gespart :)

  • Zitat von raphrav;276302

    vorher denken/layouten/wieauchimmer und alles auf eine platine machen ;)

    Tja, wem sachste das?!
    Leider ist der Lötkolben bei mir meist schneller als das Hirn, und so stecken die meisten der angedachten Platinen schon funktionstüchtig in anderen Gehäusen. Da halt eben u.a. auch Bausätze dabei sind und ich des Ätzens nicht mächtig bin, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie ich das alles fluchend auf Streifenraster hexe...
    Ist aber auch als "Langzeitprojekt" angelegt, da ich armer Student die Zauberkiste nur stückchenweise finanzieren kann. Und der Millionen-Plattendeal ist bislang leider ausgeblieben :)

  • Zitat von raphrav;276302

    die dann wärmeleitend mitm alugehäuse verschrauben und schon ist die platine fest und der kühli gespart :)[/I]

    Hi. Is jetzt schon etwas her, der Thread. Aber kannst du (oder jemand anderes) dazu mehr sagen?
    Welches Material verwendet man als Wärmeleiter?

    [size=1]0-30V: probably fine, unless you are Mr. Burns
    30-50V: watch out
    50+V : gg noob (afrotechmods.com)[/size]

  • Hi imkv15,

    ich meinte eigentlich, wie man die Platine wärmeleitend an's Gehäuse anbringt?
    Setzt man da ne Glimmerfolie oder ein Wärmeleitpad als Isolator dazwischen?
    Oder verbindet man an verschiedenen Stellen den Ground über Alu-Sockeln mit dem Gehäuse?

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  • Hallo,

    die Platine setzt man nicht wärmeleitend ans Gehäuse - zumindestens nicht im DIY-Bereich, im anderen Falle sind die Platinen auch aus speziellen Keramiken.

    Achtung, wenn man Halbleiter (im DIY-Bereich vornehmlich TO220-Gehäuse bei Spannungsreglern, Leistungs-MOSFETs etc.) zwecks Kühlung ans Metallgehäuse schraubt, sollte man wissen/beachten, dass die Metallfläche des Halbleiters leitend mit einem der Anschlüsse (meist ist es der mittlere) verbunden ist.
    Das heißt, man muß es isoliert montieren, also Glimmerfolie mit Wärmeleitpaste oder Silikonfolie (die ohne Paste) zwischen Halbleiter und Gehäuse und die Schaube mit einer sog. Isolierbuchse versehen.

    Es gibt Halbleitergehäuse, da ist das Schraubenloch bereits isoliert (z. B. beim TO247).
    Es gibt auch welche, die sind ganz isoliert (z. B. TO220FP oder To220ISO - je nach Hersteller), die haben aber einen deutlich schlechteren Wärmeübergangswiderstand.

    Übrigens sollte man größere Platinen nicht allein über den/die Halbleiter im Gehäuse befestigen, das reicht nicht.

    Gruß, Bernd

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi, vielen Dank für die Antwort.
    Mir war auch neu, dass man eine komplette Platine kühlend mit dem Gehäuse verbinden kann. Deshalb hatte ich ja nachgefragt.

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