Theremin erweitern

  • Hallo,

    ich habe mir mit Erfolg das 145 Theremin gebaut und würde dieses nun gern um ein paar Einstellmöglichkeiten erweitern. All diese natürlich mittels Poti :) - wenns geht jeweils nur einer, ich finde nur große Schaltungen :(

    -Waveform: Ich möchte die Möglichkeit haben die Sinuskurve in eine andere Wellenform umzuwandeln. Die originalen Etherwaves machen glaube ich Sägezahn, wie stelle ich das an? Ich habe einen Punkt A vor dem Verstärker und einen Punkt B nach dem Verstärker, wo würde man das am besten hinsetzen? Oder im Verstärker, wegen übersteuern? Ein Regler sanft von Sinus nach X wäre super.

    -Filter: Ich hätte auch gern die Möglichkeit, Frequenzen nur unter X Hz durchzulassen, einen Tiefpass. Optimal wäre natürlich einen Spektrum von 150Hz-20kHz. Einen Regler, einen ein,ausgang und +Spannung mit Masse.

    -Gain: Schon in Effekgeräte gepostet, aber das wird anscheiendn ein Thread nur um das Theremin. Ich würde gernen eine Zerre einbauen, die von 0 bis viel/hörbar verzerrt. Level soll nicht verändert werden, aber das kann man ja ausrechnen und ein Poti ggf. ersetzen.

    Falls jemand Ideen, oder ganze Schaltpläne hat und mir sagt (vor allem beim Tiefpass) wo ich die einbauen soll, wäre das super :D.

    Achja und es wirken alle Kabel als Antennen, vor allem für die Tonhöhe. Sollte ich dann im Gehäuse geschirmte Kabel benutzen und eine große Metallfläche gegen Masse bauen?

    Den Schaltplan findet ihr hier :)
    http://%22http//home.att.net/…l#Schematics%22
    Und weiteres hier: http://forum.musikding.de/vb/showthread.php?t=25664

    Auch interessant: http://www.moogmusic.com/manuals/HotRodEtherwav.pdf

    MFG,
    Nils

  • Hi Nils,

    ich habe leider gerade keine Zeit für genaue Erläuterungen, aber ich würde das ganze Paket nach Punkt A einbauen.

    Für den Gainregler würde ich einen Jack Orman Minibooster einbauen und notfalls (Wenn der erwünschte Zerrgrad nicht reicht) 2 antiparallele Shottkydioden nach Masse installieren (Wie beim Plus).

    Waveform: Mit dem Gainregler hast du dann eh schon quasi-Rechteck. Soviel ich weiß, findet man genug Methoden, um Dreieck und Sägezahnformen aus Recchteck zu erzeugen, habe aber leider gerade keine im Kopf. (Einfach googeln: Square to sawtooth waveform circuit oder so...).

    Den Filter kannst du eigentlich gleich an den oben genannten Rest anhängen. Mit einem RC-Tiefpass bist du am richtigen Weg. Das Ausrechnen vom Tiefpass überlasse ich wegen dem Lerneffekt dir selbst, solllte aber auch kein Problem sein.

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Hm, aber eine Rechteckkurve klingt anders als ein verzerrtes Signal z.b. aber einer Gitarre. Aber ja, bei einem Theremin habe ich wohl nicht so viele Obertöne, deswegen könnte das so hinkommen hats du Recht.

    Das mit dem Tiefpass ausrechnen ist kein Problem. Aber da ich das variabel mit Poti machen will, würde ich den R im RC durch einen Poti ersetzen, das Problem, woüber ich nachdenke, ist dass der R doch als gesamtwiderstand auch die Amplitude verkleinert? Oder tut er das nur für die zu filternden Frequenzen (Prinzip?)?

  • Zitat von Curby;273394

    Hm, aber eine Rechteckkurve klingt anders als ein verzerrtes Signal z.b. aber einer Gitarre. Aber ja, bei einem Theremin habe ich wohl nicht so viele Obertöne, deswegen könnte das so hinkommen hats du Recht.

    Das mit dem Tiefpass ausrechnen ist kein Problem. Aber da ich das variabel mit Poti machen will, würde ich den R im RC durch einen Poti ersetzen, das Problem, woüber ich nachdenke, ist dass der R doch als gesamtwiderstand auch die Amplitude verkleinert? Oder tut er das nur für die zu filternden Frequenzen (Prinzip?)?


    Eine verzerrte Gitarre klingt da schon ganz anders, aber das Signal der Gitarre sieht einer reinen Sinus nicht einmal mit viel Phantasie ähnlich.

    Wenn du aber ein Sinus ohne Obertöne verzerrst, bist du schon sehr Nahe an der Rechteckkurve. (Notfalls kannst auch eine mittels Komparator erzeugen, dann ist sie wirklich eine Rechteck.). Jedoch hast du beim Komparator nicht wirklich eine stufenlose Regelbarkeit.

    Filter: Das hängt natürlich auch davon ab, wie hochohmig du den R im Filter ansetzt, ich denke aber, dass es keine hörbare Beeinflussung geben wird.

    mfg

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  • Also halten wir fest:

    Mit Verzerren erzeugen wir aus einer Sinus nahezu ein Rechteck. Nachdem Grad der Verzerrung (Poti) wird es sich dann immer mehr wandeln. Das Signal aus der Audiobuchse beim Theremin ist auch nahezu ein Rechteck.

    Für den Filter kann man also, meinst du, Werte setzen, die die Lautstärke kaum beeinflussen und mit der man ein genügend großes Spektrum abwickeln kann.

  • Zitat von Curby;273401

    Also halten wir fest:

    Mit Verzerren erzeugen wir aus einer Sinus nahezu ein Rechteck. Nachdem Grad der Verzerrung (Poti) wird es sich dann immer mehr wandeln. Das Signal aus der Audiobuchse beim Theremin ist auch nahezu ein Rechteck.

    Für den Filter kann man also, meinst du, Werte setzen, die die Lautstärke kaum beeinflussen und mit der man ein genügend großes Spektrum abwickeln kann.

    Genau, dazu habe ich sogar einmal Beispiele mit dem Oszilloskop festgehalten:

    http://forum.musikding.de/vb/attachment.…57&d=1243712621
    http://forum.musikding.de/vb/attachment.…53&d=1243712594

    Beides wurde mit Clippingdioden (Wenn du ein Rechteck annähern möchtest, solltest du auf die Dioden nicht verzichten.) realisiert, unterschiedlich ist nur die Verstärkung (Gain) vor den Dioden. Wäre sie noch kleiner, hätte man ein Sinus am Ausgang.

    Filter: Korrekt.

    mfg

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  • Ich habe gerade mal das Theremin durch die Zerre von meinem Verstärker gejagt. Einmal mit und ohne.

    http://nils.neuenwal.de/Theremin.mp3
    leider kann ichs nicht in mein Audiointerface stecken, dann spielts verrückt, aber mit dem Amp gehts??

    Daher bisscen leise und so.

    Rechteck: Also der Booster verstärkt nur die Amplitude und die Dioden, die ichd ann ranhänge clippen die SPitzen ab, so dass ich nach und nach n Rechteck bekomme :) ?

    Tiefpass:
    1/(2*pi*R*C)=f
    Für c=1uF
    Für R= 1k poti
    Dann habe ich nacher Formel einen Bereich von 159Hz bis 159kHz?


    Diese Schaltung (ist der AUsgang der bei der Buchse vom Thereminplan, schon mit einem Filter versehen) in diese Werte umändern (und den 100r weglassen):
    http://nils.neuenwal.de/filter.JPG

  • Hi, die Ampzerre war hier mehr oder weniger fürn Hugo, wahrscheinlich, weil das Signal nicht die nötige Amplitude zum Übersteuern hat.

    Im Beispiel ist bei der "Verzerrung" lediglich die Amplitude erhöht und das Sinussignal wirkt leicht deformiert, aber nicht geclippt oder verzerrt.

    Da das Signal so schwach ist, könnte ich mir auch vorstellen, die von dir erwünschten Regelmöglichkeiten erst nach dem gesamten Theremin Schaltkreis, also direkt vorm Amp einzubauen. Hast du zuhause irgend einen Booster/Verzerrer oä rumliegen, den du zwischen Theremin und Amp hängen könntest?

    mfg

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  • Also das was ausm AMP rauskommt ist schon lauter^^, lag eher an der Aufnahme. Ich kann das Theremin ja mit Kopfhörer betreiben. Und ich hab hier das Signal aus der Buchse in den AMp gejagt.

    Aber wenn du meinst, das Signal ist dafür zu schwach (die Zerre vom Amp ist keine besonders starke sowieso nur mal nebenbei) - ich hab grad leider keinen Booster parat. Mein selbstgebautes Effektboard hat grade irgendiwe ne macke. :(

  • Zitat von Curby;273405

    Also das was ausm AMP rauskommt ist schon lauter^^, lag eher an der Aufnahme. Ich kann das Theremin ja mit Kopfhörer betreiben. Und ich hab hier das Signal aus der Buchse in den AMp gejagt.

    Also dann verwundert mich die Aufnahme etwas. :confused:

    Ist ein Kopfhörerausgang nicht VIEL zu niederohmig, um damit direkt in den Input eines Gitarrenamps zu gehen?

    Wenn du einen Kopfhörerausgang hast, solltest du die Modikationen doch weiter vorne einbauen und nicht wie von mir vorhin erwähnt zwischen Theremin und Verstärker.

    mfg

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  • Ist ne gute Frage. Ich kann prima Kopfhörer, aber auch in den Amp damit :/...

    Ich überlege grade noch was sinnvoll ist und was nicht.
    Das Theremin erzeugt eine relativ Obertonfreie Sinuskurve.
    Ein Booster mit clippingdioden macht nach und nach eine Rechteckkurve draus, aber dies ist doch auch schon eine Verzerrung, die Obertöne hinzufügt oder etwa nicht?

    Vll. wären ein paar tolle Modulationen angebrachter neben dem Booster-rechteck?
    Letztendlich ist mein Ziel, den fertigen Sound jetzt noch mit ein paar einfachen(!) Schaltungen (die zusammen eine größere ergeben) verändern zu können.

  • Zitat von Curby;273408

    Ich überlege grade noch was sinnvoll ist und was nicht.
    Das Theremin erzeugt eine relativ Obertonfreie Sinuskurve.
    Ein Booster mit clippingdioden macht nach und nach eine Rechteckkurve draus, aber dies ist doch auch schon eine Verzerrung, die Obertöne hinzufügt oder etwa nicht?

    Jop, die ganzen ungeradzahligen Obertöne kommen mit immer kleiner werdender Amplitude dazu.

    Wie stellst du dir eine Verzerrung ohne Obertöne vor?

    mfg

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  • Zitat von Curby;273414

    Ich muss aber sagen, dass der Sound der aus dem AMp kommt mir gefällt wenn ich die Zerre voll aufdrehe.


    Wenn du vorhast, die Theremin auch weiterhin über den Amp zu spielen, kannst du ja verschiedene Gitarreneffektgeräte zwischen Theremin und Amp hängen und testen, ob sie dir das gewünschte Klangergebnis liefern können.

    mfg

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  • Ich habe jetzt mal probiert und einfach einen Verstärker mit 2 Clippingdioden gebaut.

    http://nils.neuenwal.de/schaltung.jpg

    Wenn ich R7 manuell veränder sieht man im Oszi sehr schön, wie das immer mehr zum Rechteck wird. 800-6k. Ich habe dann mal zu dem R7 ein 5k Poti rein Reihe gesetzt und danach kam auf dem Oszi nur noch Mist, so halbe ganze Dünne und Kurven, oben flach unten Spitz und son Mist. Dabei müsste das doch eigentlich genauso klappen??

    Jedenfalls habe ich da am Ende ein 500mV Signal, das ich gerne wieder auf 80mV verringern würde. WIe mach ich das bezüglich den Dioden?
    Achja un die 10uf nerven mich auch irgendwie^^.

    MFG,
    Nils

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