• hallo,
    ich bin zwar schon seit einiger zeit "mit diy infiziert" und heimlicher mitleser, dachte aber, dass es nun an der zeit sei auch etwas beizutragen. :p

    diese ganze reamping sache beschäftigt mich seit einiger zeit, da ich nicht so recht weiss was ich davon halten soll und ob man ne extra reamp box überhaupt kaufen muss, um zu einem ähnlichen ergebnis zu kommen?!? ???
    die preise sind mir da auch etwas happig, deshalb hab ich mich umgeschaut und bin auf dieses projekt gestoßen:

    http://www.ultimatemetal.com/forum/equipmen…-reamp-box.html

    nun hab ich drei fragen:
    1. brauch man so was? kann man das den nicht auch adequat mit ner di-box-rückwärts machen?
    2. lohnt es sich sowas zu bauen oder macht es langfristig sinn (was ist das überhaupt;D) ne fertige zu kaufen?
    3. wo kriegt man diesen transformator her?

    ich hoffe ihr könnt was damit anfangen, ein projekt für ne diy di-box gibts hier ja schon.

    gute nacht
    benny

  • Hallo Benny,

    als erstes ist mal der Geräte-Background wichtig.

    Wie nimmst Du denn auf (Hardware, Software) ... welche Möglickeiten hast Du, um die cleane, trockene Ur-Gitarrenspur aufzunehmen und dann wieder rauszuspielen (Auxweg usw.) wie sehen die Anschlüsse aus (Klinke, XLR, ...)?

    Hast Du eine vernünftige Aufnahmemöglichkeit incl. Direct Monitoring... ?

    Erzähl doch mal, wie das ganze Aufnahme-Procedere, die Abmischung und die Monitor-Möglichkeiten bei Dir aussehen !

    Dementsprechend kann man dann die Peripherie wie Reamp-/DI-Boxen usw. anpassen bzw. planen ... immer in Anbetracht des Budgets usw.

    Gruß
    Häbbe

  • hallo,
    danke für die schnelle antwort!

    also, im kern geht es mir darum, spuren aus logic durch meine pedale und/oder meinen amp zu jagen.

    meine gitarren gehen momentan noch direkt in die hi-z eingänge von meinem m-audio 410 oder werden abgenommen. das m-audio hat 8 analoge line outs, alle klinke und -10dBV operatinglevel, und direct hardware monitoring.

    ist denn ne reamp-lösung auch für die speisung von meinen effekten durch lineausgänge angeraten?

    überleg mir das yamaha mg 102 pult zu kaufen, könnte man dessen aux sends nicht für sowas benutzen, ist ja für effektgeräte gemacht?!?

    so viel verwirrung :)

    gute nacht
    benny

  • Hi Benny,

    ja, Du brauchst einen Auxweg, oder eine andere Möglichkeit, um deine Effekte und Amps damit ansteuern zu können, während Du unabhängig davon den Mix abhören. Kannst. die M-Audio hat ja genug Ausgänge. Also müßte es doch damit gehen, wenn Du über Logic einen extra Auxweg da rausführst.

    Kann sein, dass Du dann die Effekte/Amps mit diesem Auxweg allein schon ansteuern kannst ... der Pegel wird halt evtl. immer noch etwas zu hoch sein, aber den kann man ja regeln. Ich würde es einfach mal probieren ...

    ... erst wenn es dann brummt oder pegelmäßig nicht klappt (Höhenverlust, unangenehmes Übersteuern, Rauschen...) , muß ein Übertrager her, der das niederohmige Line-Signal dieses Aux-Ausgangs auf ein hochohmiges Gitarrensignal transformiert, dass dann direkt in die Effekte und Amps eingespeist wird.

    Von da aus mußt Du es halt wieder zurück in Logic mixen (Amp per Mic abnehmen oder halt so, wie Du es auch sonst machst). Beim Abhören/Abmischen muß die Originalspur natürlich abgeschaltet oder auf 0 geregelt sein, damit Du dann das Amp-Signal hörst und nicht den cleanen, trockenen Sound. Dazu muß der Auxweg Pre-Fader/Pre-Mute geschaltet sein.

    Das müßte im übrigen auch schon beim ersten Aufnehmen der Cleanspur klappen, dann kannst Du nämlich gleich den Ampsound per Monitor hören (allerdings mit einer gewissen Latenz, da das Signal ja erst komplett durch die M-Audio und Logic durchmuß), wenn Du diese Aux-Geschichte auch hier anwendest. Der Hi-Z Eingang der M-Audio ist ja im Prinzip schoin gut.

    Den externen Mixer kannst Du Dir sparen, der macht auch nix anderes, was Deine M-Audio nicht schon kann. Für Gitarren-Effekte (die normalerweise vor dem Amp geschaltet sind) sind die Auxwege eigentlich nicht gedacht.

    Probier doch einfach mal alles durch... wenn es nicht klappt, meld Dich wieder, dann schauen wir, woran es liegen kann ... und wenn es dann an der Fehlanpassung liegt, schauen wir nach den geeignetsten Schaltungen und Übertragern.

    Gruß
    Häbbe

  • Unabhängig vom Fragen des Nutzen - wo findet man in Deutschland so einen Übertrager? 10k/150R …*die einschlägigen Adressen haben diesen Wert nicht, das oben verlinkte Baudokument erfordert es aber ausdrücklich.
    :confused:

  • Hallo,

    wenn du den TM019 (10k : 600 Ohm) nimmst, und du auf der 600 Ohm-Seite nur eine Wicklungshälfte anschließt (die habe auf beiden Seiten Mittelanzapfungen), dann landest du genau bei 10k : 150 Ohm. :)

    Den gibt's übrigens hier im Shop.

    Ob der klanglich/qualitativ reicht, sollte man in der Schaltung entscheiden... Bei dem Preis - und wenn man sonst noch was bestellen wollte - sollte sich das Experiment lohnen.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Sry, dass ich den Thread hier nochmal ausgrabe...

    eBernd: wieso hat die 600 Ohm Seite beim TM019 am Mittelabgriff 150 Ohm? Sind die nicht symmetrisch gewickelt, also 300 + 300?

  • Hallo,

    doch, die sind symmterisch gewickelt: Wenn an der Anzapfung die halbe Windungszahl liegt, ist an der Teilwicklung das Übersetzungsverhältnis auch ü/2.
    Da aber Impedanzen mit dem Quadrat des Übersetzungsverhältnis übertragen werden (ü²) ist an der Teilwicklung der Faktor (ü/2)² = ü²/4.
    Also ist die Impedanz an der Teilwicklung nur 1/4 der Gesamtimpedanz.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Danke für die schnelle Antwort und die Erklärung!

    Also ist der TM019 (an der 600 Ohm Seite mittig abgegriffen) für den hier geforderten Zweck optimal? Dann würde ich das nämlich mal ausprobieren!

    Alle anderen Übertrager die ich bis jetzt gefunden habe sind deutlich teurer...

  • Hallo,

    ich habe dieses Projekt nie gebaut (etwas ähnliches schon).

    Mit dem Übertrager wird einfach nur das symm. Linesignal de-symmetriert und ordentlich runtergeknüppelt zusätzlich noch mal mit einem Poti.
    Die komplexe Impedanz, die ein PU hat, Stichwort "Resonanzüberhöhung", wird in der Schaltung überhaupt nicht "emuliert", stattdessen nur ein schnödes Poti zur Einstellung der Ausgangsimpedanz.

    Bei den geringen Materialkosten sag ich: Probiers doch mal.
    BTW: Der ursprüngliche Fragesteller hat - zumindestens in diesem Thread - auch nie von Erfolg oder Mißerfolg berichtet...
    ???

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • hallo,

    "eBernd: wenn du den TM019 (10k : 600 Ohm) nimmst, und du auf der 600 Ohm-Seite nur eine Wicklungshälfte anschließt (die habe auf beiden Seiten Mittelanzapfungen), dann landest du genau bei 10k : 150 Ohm. :)"

    möchte diesen Schaltkreis mal ausprobieren, http://www.ultimatemetal.com/forum/backline…-reamp-box.html

    ich hab mir die TM019 bestellt, heißt das ich lasse die Verbindungen 6 und 5 komplett weg und löte nur die 4 (datasheet: http://datasheet.su/datasheet/Xicon/42TM019-RC ), von der Lötstelle am 4er weg , R1 parallel schalten???

    gruß

  • funktioniert ganz gut, mir kommt vor die höhen sind einwenig harsch und verwaschen,
    und der poti für den Output Z macht ein immer stärker werdendes brummen in CW Richtung.
    der ground schalter sollte als inverter dienen ? ob er das tut kann ich jetzt nicht beurteilen ,
    ein kleiner Schaltplan, und kleiner preis, dafür tut es was es tun soll und klingt in Ordnung, ich denke es liegt auch sehr am frequenzgang des tm019
    gruß

  • Hallo,

    Zitat

    und der poti für den Output Z macht ein immer stärker werdendes brummen in CW Richtung.

    das ist eigentlich klar, denn die Ausgangsimpedanz wird immer größer. Sorgfältige Verdrahtung (kurze Drähte und Erde!) und Abschirmung (Metallgehäuse) sind Pflicht.

    Zitat

    der ground schalter sollte als inverter dienen ?

    Hä? - Ein Inverter ist eigentlich eine digitale Grundschaltung bzw. ein Schaltungsprinzip für ein Schaltnetzteil...
    S1 ist hier einfach ein Groundlift, der bei Bedarf die Erde der Quelle von der Reamp-Schaltung trennt (Vermeidung von Brummschleifen).
    Dafür muß die Quelle aber symmetrisch sein - findet man bei Studio-Elektronik, jedoch bei Hobby-Kram eher selten...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo nochmal,
    "in box" sauberes signal, kein brummen oder ähnliches,sehr toll
    dafür ist der ausgangspegel extrem niedrig.
    liegt das am 1K poti? oder etwas anderes, ?
    habe schon auf verschiedenen Verstärker und übern Leslie auch probiert, auch in einem anderen studio,
    musste aber immer in der DAW den Pegel auf Maximum regeln und selbst am (kleineren) Verstärker
    gruß
    gruß

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