Kühlkörper für Spannungsregler oder zusätzlicher Trafo ?

  • Hallo!

    Folgendes Problem:

    In einem Rackgerät habe ich einen Ringkerntrafo, der sekundär 2x30V ausgibt.
    Für 4 Finder-Relais und 2 VU-Beleuchtungen benötige ich 12V; insgesamt ziehen diese Verbraucher ca. 300mA Strom.
    Ein Spannungsregler wird bei diesen Werten (Vin ca. 40V, 300mA) natürlich viel zu heiß, ein Kühlkörper müsste, je nachdem wie hoch die Umgebungstemperatur wird, einen sehr niedrigen Wärmewiderstand aufweisen (nettes Berechnungstool für Kühlkörper: http://www.bunbury.de/technik/berech…rberechnung.htm ).

    Irgendwie denke ich, dass das Ganze so nicht sinnvoll ist.

    Sollte ich da nicht lieber einen zusätzlichen kleinen 12V-Trafo einbauen, der zudem noch weniger Platz benötigt als ein so riesiger Kühlkörper?

    Was sind Eure Vorschläge? Hat jemand noch eine andere Idee?

    Gruß
    Ulrich


    edit:
    Neue Idee ohne Trafo bzw. Spannungsregler:
    Gleichgerichteten Strom (Brückengleichrichter mit 1N4004) kann ich vom vorhandenen Netzteil abzweigen.
    Bei den Signalsoffitten zur Beleuchtung der VU-Meter benötige ich ja wohl kaum einen sauberen DC, so dass das auch mit einem entsprechenden Drahtwiderstand seriell klappen müsste.
    Bei den Finder-Relais, die DC benötigen, könnte es doch durch entsprechende Siebung auch funktionieren, oder? - Wie groß müsste dann bei ca. 100mA Verbrauch ein Kondensator wohl sein.

  • Hallo,

    vom vorhanden Netzteil abzugreifen ist nicht die schlechteste Idee, wenn der (vorhandene?) Groundbezug für die Relais (der muß sein, sonst brummts) "paßt". Ansonsten kleinen Trafo zusätzlich.

    Für Relais-Schaltung halte ich die alte Dimensionierungs-Faustformel für den Ladekondensator (also vor dem Regler) "1 µF pro 1 mA" für ausreichend.

    Ansonsten kann man auch mit einem einfachen DVM die 100 Hz Brummspannung überm Ladekondensator (unter Belastung!) abschätzen und entsprechend verbessern...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi,

    danke Bernd schonmal.

    Das vorhandene Netzteil nimmt die 2x30V sekundär in einen Brückengleichrichter für eine +30V gnd -10V-Spannungsversorgung.

    Die letzte Überlegung war, für die Relais und VU-Soffitten die gleichgerichtete Spannung unsymmetrisch, also ca. +40V - gnd, abzugreifen, so:

    [Blocked Image: http://forum.musikding.de/vb/attachment.php?attachmentid=3368&stc=1&d=1245404685]


    Und dann eben R1, C1 und R2, C2 entsprechend zu dimensionieren.

    Wird das funktionieren?

    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,

    Erdbezug müßte gegeben sein.
    R1 zur Reduktion ist möglich, aber nicht sehr stabil, je nach dem, wieviele Relais geschaltet sind (oder werde "alle oder keines" geschaltet?) ändert sich die Spannung deutlich (Spannungsteiler).

    Man könnte die Lampen auch an die neg. Spannung anschließen.

    Evtl. auch Reihenschaltung für die Lampen, dann kann der Vorwiderstand kleiner ausfallen. C kann für die La entfallen, ich würde aber - wie in der Röhrentechnik - den Hin- und Rückleiter der La miteinander verdrillen.

    Letzlich hilft nur der Versuchsaufbau, um sicher zu sein, daß es keine (akustischen) Störungen gibt.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo,

    Quote from eBernd;270515

    ... Erdbezug müßte gegeben sein. ...

    Meinst Du damit so, wie in meinem Schaltplan, oder den PE?

    Quote from eBernd;270515

    ... R1 zur Reduktion ist möglich, aber nicht sehr stabil, je nach dem, wieviele Relais geschaltet sind (oder werde "alle oder keines" geschaltet?) ändert sich die Spannung deutlich (Spannungsteiler). ...

    Ja, das war klar; aber sie werden alle gleichzeitig geschaltet (symmetrisches Stereosignal true bypass).

    Quote from eBernd;270515

    ... Man könnte die Lampen auch an die neg. Spannung anschließen. ...

    Ja, dann wäre die Trafoauslastung etwas symmetrischer.

    Quote from eBernd;270515

    ... Letzlich hilft nur der Versuchsaufbau, um sicher zu sein, daß es keine (akustischen) Störungen gibt. ...

    Ok, dann werde ich mal drangehen.
    Hauptsache die 1µF/mA für die Relais-Spannungsstabilisierung reichen aus.

    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,

    ich meinte schon den 0 V-Bezug in deinem Schaltplan.

    Bin mir übrigens nicht im Klaren, ob alles an +40 V zu einer unsymmetrischen Trafobelastung führt. Hab aber keinen Nerv, das jetzt nachzuvollziehen - ich hab HUNGER! und koch mir jetzt was. ;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Quote from eBernd;270518

    Hallo,

    ich meinte schon den 0 V-Bezug in deinem Schaltplan.

    Bin mir übrigens nicht im Klaren, ob alles an +40 V zu einer unsymmetrischen Trafobelastung führt. Hab aber keinen Nerv, das jetzt nachzuvollziehen - ich hab HUNGER! und koch mir jetzt was. ;D

    Gruß, Bernd

    Hi,

    ja, der Trafo ist eh schon etwas unsymmetrisch durch die bisherige Schaltung ausgelastet.
    Insofern ist die Erinnerung, die Lampen an die negative Seite zu hängen, schon sehr gut gewesen.

    Danke und Gruß
    U.

  • Rückmeldung:

    Die Idee, die Spannung von über 46V nach dem Gleichrichter auf 12V bei einem Strom von über 300mA mit Widerständen runterregeln zu wollen, hat zwar funktioniert, aaaaaber:
    Die 2W-Widerstände und somit auch die Lötstellen und die Platine werden mir einfach zu heiß, als dass ich das auf Dauer für betriebssicher halte.

    Also bin ich eben doch auf einen zusätzlichen kleinen 400mA-Trafo umgeschwenkt, zumal ich für einen weiteren Zweck noch eine vom sonstigen GND unabhängige 1,4V-Spannungsquelle benötige (Batterieersatz).

    Gruß und nochmals vielen Dank, Bernd
    Ulrich

  • Hallo,

    jetzt doch nochmal ein Frage, bevor ich selbst ewig rumprobiere:

    Inzwischen habe ich also einen zusätzlichen Printtrafo (Block, Typ VC 5,0/1/12; also 5VA, 1 Wicklung, 12V) probeweise eingebaut (komplette Schaltung s. im vorherigen Beitrag von mir).

    Allerdings streut er ein klein wenig Brummen in die eigentliche Audioschaltung ein, was nur bei sehr leisen Musikpassagen und bei hoher Verstärkung deutlicher zu vernehmen ist - aber auch dann soll es nicht sein, es handelt sich schließlich um einen Studiokompressor.

    Dass es an diesem Trafo liegt, lässt sich gut belegen, da ich ihn "am offenen Herzen" über alle Bereiche der Audioschaltung und des bereits vorhandenen Netzteils hin- und her bewegt habe.

    Hat jemand eine Idee, wie ich das Brummen reduzieren/ausschalten kann??
    Oder brummt ein RKT, den ich evtl. direkt auf dem vorhandenen RKT montieren könnte, weniger?

    Gruß
    Ulrich

  • Hallo,

    ich würde erst einmal den Zusatztrafo im Gerät drehen und unterschiedlich positionieren, bis ich ein Brummminimum habe. Das wird bei der Entwicklung von Röhrenverstärker ja auch so gemacht, zumal es dort noch andere Trafos gibt (AÜ), in die es hineinstreut.

    Solche vergossenen Printtrafo haben meist ein Streumaximum an den Stirnseiten, also quer zu den Anschlußpinreihen - Ausprobieren.

    Zusätzlich kann man eine Abschirmwand aus Eisenblech - nicht Alu - montieren. Eine Wand zur empfindlichen Elektronik reicht meist, es muß kein geschlossenes Gehäuse sein.

    NB: Wenn man Trafo's am Limit betreibt (was man bei billigen = unterdimensionierten sowieso tut), dann streuen sie stärker als bei Teillast.

    Du hast kein Eisenblech da? - Dann machst du dir heute mal eine lecker Bohnensuppe aus der Dose. ;D Boden und Deckel mit Dosenöffner rausschneiden, Den Zylinder mit Muttis Nähschere auftrennen :eek:, n'büßschen sauber machen und abgeschirmt is! ;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Quote from elkulk;272015

    und werde mal ausprobieren, was ich damit herausholen kann.


    ...Bohnen??

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