erstes Projekt - das Lineal - Erfahrungsbericht und Fragenkatalog

  • Hallo liebes Forum,
    wie ihr aus meinem Threadnamen herauslesen könnt, bin ich komplett neu auf dieser Ebene, sowohl von der handwerklichen, als auch von der theoretischen Seite.

    Ich hoffe, dass ihr genug Geduld für mich mitbringt, ich bemühe mich, mich nicht zu bescheuert anzustellen :P
    Um alles wirklich zu verstehen schildere ich alles sehr im Detail.

    Erfahrungsbericht soweit:
    1. hatte aus Interesse an einem Theremin gegoogelt, bin auf die Seite gestoßen und war direkt interessiert am Effektgerätbau. Nach einiger Zeit Forumlesen habe ich mir dann
    2. das Lineal (inklusive Gehäuse der Größe B), ein Multimeter und ein Lötset im Shop bestellt.
    3. Heute ist es angekommen und ich habe angefangen, die Platine zu bestücken. Da ich quasi zum ersten Mal mit einem Lötkolben hantiert habe, war mir anfangs alles etwas sehr suspekt.

    -Widerstände, wie biegt man sie am besten in die richtige Form?
    -Löten, wie funktioniert das?
    -welche Bauteile habe ich überhaupt gerade in der Hand?

    Nunja, Fotos folgen, ihr werdet euch wahrscheinlich schlapplachen :)
    Wahrscheinlich muss ich die Platine und ihre Teile sowieso neu bestellen, weil ichs versemmelt hab, aber seis drum, ich lerne dabei und es kann nicht immer beim allerersten Versuch klappen ;)

    Nun komme ich zu den Fragen:

    -wie funktioniert das mit dem Transistorsockel? Welche Funktion erfüllt er? Könnte ich nicht einfach den Transistor an sich in die Platine einsetzen?

    -desweiteren möchte ich den Schaltplan des Lineals wirklich verstehen. Ich weiß - das wurde hier schon alles erklärt, jedoch ist mir das fast etwas zu hoch. Vielleicht lasst ihr euch ja auf mein Niveau herab und helft mir zu begreifen, was in der Schaltung vor sich geht. Die Fragen stehen auf dem Bild, die Widerstände und Kondensatoren habe ich unbeschriftet gelassen, da diese in anderen Teilen des Forums bereits erklärt werden, jedoch brauche ich erst das Grundgerüst um diese für mich etwas komplizierteren Vorgänge zu verstehen...


    Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich als Total-Anfänger mich erdreiste hier so bekloppte Fragen zu stellen, freue mich schon auf Antworten :)


    Danke und Entschuldigung für die blanken Nerven ;)

  • Erstmal herzlich willkommen hier im Forum und viel Spaß beim Basteln :)

    OK, fangen wir beim Bild an, oben links nach unten rechts!

    - "Was bedeutet dieser Haken?"
    Der Haken steht für einen Kontakt an der Kleinspannungsbuchse, und zwar den Mittelkontakt, der kleine Stift innen drin.

    - "Wohin führt dieser Switcharm?"
    Wie du sieht nirgendwo hin, also lässt du diesen Kontakt beim Aufbau einfach frei :) Der Schalter ist vom CAD-Prgramm (das, mit dem man diese Schaltpläne macht) vorgegeben und deswegen ist da wie in der Realität auch ein Kontakt über.

    - "Was genau passiert an diesem Transistor?"
    Der Transistor verstärkt das Signal, gibt etwas Strom dazu, damit dein Pedal auch seine gewollte Wirkung zeigt :) Wie genau ein Transistor funktioniert kannst du hier nachlesen.

    - "Was genau sind diese Teile?"
    Das obere ist eine Kleinspannungsbuchse, an die du im Fall der Fälle dein 9V-Netzteil anschließt.
    Das Untere ist die Klinkenbuchse, in die das Gitarrensignal reinfließt. Die, bei der es wieder rauskommt befindet sich selbstverständlich auf der anderen Seite :)

    - "Wieso gibt es mehrere Switch-Schalter?" Ersteinmal, Switch und Schalter sind das gleiche Wort ;) Es handelt sich hier nicht um mehrere einzelne Schalter, sonderm um einen Schalter mit drei Umschaltkontakten. Der Einfacherheit und Übersichtlichkeit halber lassen sich aber die Kontakte einzeln auf dem Plan platzieren.

    - "Wo fließt Strom, wo die akustischen Signale?"
    Ein akustisches Signal ist nichts weiter als auch ein Strom. Ich denke das sagt genug ;)

    - "Wo befindet sich im Original die Masse?"
    Meinst du damit wo die Massepunkte zusammentreffen? Auf der Platine. Wenn du dir die Platine von unten betrachtest dann findest du eine größere Fläche mit vielen Löchern für alle Masse-Adern.

    - "Wieso Stereo-Eingang, aber Mono-Ausgang?"
    Es handelt sich hierbei nicht um einen Stereo-Eingang, lediglich um eine Stereobuchse. Wenn du mal dein Gitarrenkabel mit Mono-Klinkenstecker in die Stereo-Buchse steckst, so wirst du sehn, das durch den Stecker zwei Kontakte verbunden werden.
    An einen dieser Kontakte (der der auch mit dem Gewinde verbunden ist) lötet man die Masse des Gerätes, an den anderen die Masse des Batterieclips. Ziehst du nun den Klinkenstecker aus deinem Gerät, so wird der Kontakt unterbrochen und das Gerät schaltet ab. Das ganze schon bei Batteriebetrieb die Batterie.


    Jetzt zu deinen restlichen Fragen!

    Widerstände biege ich immer mit der Flachzange. Eine Spitzzange geht da auch. Nur nicht so extrem biegen das was abbricht! Es gibt zwar spezielle Biegelehren dafür, aber mit ein bisschen Übung geht es auch ohne diese Teile problemlos :)

    Beim Löten musst du die Bauteile auf die Platine stecken (Beinchen etwas zur Seite biegen, dann fallen sie auch nicht wieder raus), auf die richtige Temperatur erwärmen und dann das Lötzinn dran halten. Nicht zu viel, nicht zu wenig, es sollte ein schöner sauberer Trichter entstehen. Kugelförmige Lötstellen sind nicht so toll, die halten nicht sehr lange.
    Am wichtigsten ist!: Auf keinen Fall aus der Ruhe bringen lassen, ein bisschen Probieren, dann wird das schon! Jeder hier hat mal ganz winzig klein angefangen.
    Den Lötkolben kannst du einfach auf dem vorher nass gemachten Schwamm abstreifen, so etwas wie Sandpapier oder ähnliches ist nicht von Nöten. Eine immer gut geputze Lötspitze kann Jahre halten! :)

    Bei der Bauteilfrage hilft dir erst einmal die Google Bildersuche ;)

    Der Transitorsockel hat mehrere Zwecke. Einerseits gehen Transistoren kaputt, wenn man sie beim Löten zu heiß werden lässt. Mit dem Sockel besteht diese Gefahr schon mal nicht, da kannst du den guten Dreibeiner einsetzen, wenn alles schon kalt ist :) Außerdem kannst du im Fall eines kaputten Transistors oder falls du mal mit andern experimentieren willst, da Teil viel einfacher wieder tauschen. Keine Angst, der Sockel hält des Teil fest, der fällt nicht einfach so raus.
    Transistoren fest verlöten geht auf jeden Fall auch, aber benötigt ein bisschen Können. Ich habe da immer einen kleinen Trick: Ich nehme den nassen Lötschwamm, wickle ihn um den Transistor und klemme das Ganze dann in den Schraubstock. So wird der Transistor schon mal nicht mehr so heiß.


    Ich hoffe ich konnte dir so weit helfen :)

    MfG atomic

  • wow, super Antwort, vielen Dank! :)


    Irgendwo wird hier Forum ein anderer Transistor empfohlen. Den hab ich auch mitbestellt, jedoch sind dessen Beinchen eher im 3-Eck angeordnet, mein Transistorsockel hat eine gerade Anordnung.

    Für den anderen Transistor bräuchte ich logischerweise auch einen anderen Sockel, oder? :)


    Jetzt nochmal den Text verinnerlichen, vll. tauchen ja nochmal fragen auf :)

  • ein paar Fragen stellen sich mir trotzdem noch, sorry :(


    1. zu den haken... 3x tauchen die sorum und einmal andersrum gerichtet (dach nach oben) in der Schaltung auf. Er zeigt doch jedoch nur 1x den Kontakt der Kleinspannungsbuchse (externe Stromquelle?) an, oder? Was bedeutet es in den anderen Fällen und woran erkenne ich das?

    2. Der führt nirgendwohin, also wird der Stromkreis unterbrochen und das Gerät ist aus, richtig? Wird hier nicht dennoch auf Dauer ein bisschen Strom verbraucht?

    3. muss ich mal noch genauer nachlesen, das grobe Basis-Kollektor-Emitter-Prinzip verstehe ich jedoch bereits... (hurra Kinderbaukästen ;)

    4. wieder die Frage, wie unterscheide ich die unterschiedlichen Buchsen, die sehen für mich relativ gleich aus.

    5. ein Schalter mit 3 Umschaltkontakten heißt: 2 Einstellungen für einen Switch: entweder alle 3 Schalterhebel oben oder alle 3 Schalterhebel unten?
    also: entweder beide Switches @ Bypass + Stromkreis unterbrochen --> LED leuchtet nicht
    oder Gegenteil?

    Richtig?


    Wie kann ich aus einem Schaltplan herauslesen ob ein switch mit mehreren Umschaltkontakten oder mehrere Switches verbaut werden?

    6. Beeinflussen sich die beiden Ströme denn dann nicht, wenn sie beide gleichzeitig durchlaufen? hier habe ich glaube ich einen Gedankenfehler.

    7. Die Platine stellt also die 0-Spannung dar?

    8. Könnte man theoretisch auch 2 Monobuchsen verwenden, wenn man nicht so stromsparend unterwegs wäre? Oder braucht man die beiden Lötstellen (Masse/Gerät, Masse/Batterieclip) an 2 getrennten Kontakten? Entspricht die Masse beim Batterieclip dem Minus-Pol?


    Uff, so viele Fragen, ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr :o :)

  • 1: Die Haken gehören zu den verschiedenen Buchsen. Einen für die DC-Buchse, einen für die Mono-Klinkenbuchse und zwei für die Stereo-Klinkenbuchse.

    2: Die LED verbaucht in dem Moment keinen Strom mehr, aber trotzdem hast du recht. Jede Batterie geht auch durchs rumliegen leer, da sie ihre Ladung irgendwann an die Luft abgibt. Jedoch ist das so wenig, dass man es vernachlässigen kann.

    3: ich finde dieses Bild mit dem Wasser sehr gut :) Dank dem hab ich das schon im zarten Alter von 12 verstanden ;D

    4: Ganz einfach. Die Monobuchse hat zwei Lötösen, die Stereobuchse drei :)

    5: Ganz richtig, das hast du richtig verstanden :)

    6: Die Ströme laufen zusammen :) Sollen sie ja auch, der Originalstrom des Signals und der zum Verstärken-

    7: Nur der Masseteil der Platine.
    [Blockierte Grafik: http://diy.musikding.de/mambots/content/multithumb/thumbs/b.500.0.16777215.0.e.eff.daslineal.bilder.layout.gif]
    Oben die große Fläche mit den sechs Lötpunkten.

    8: Zwei Monobuchsen kann ich dir nur empfehlen wenn du ohne Batterie und nur mit Netzteil arbeitest. Die Schaltung ist ja immer unter Strom, lediglich das Gitarrensignal wird geschaltet, von daher braucht das Teil auch immer Strom. Geht auf Dauer echt ziemlich auf die Batterien und damit ins Geld.
    Und ja, Masse ist Minus :)

  • cool, vielen vielen Dank, ich habe das Gefühl, so langsam steige ich durch.
    Nur wie man im Schaltplan erkennt welche Buchse welche ist (Mono/stereo/DC-Buchse) und wie viele switches mit wie vielen Umschaltkontakten verbaut sind verstehe ich noch nicht....


    Vielleicht kann ich mich jetzt an die Funktionen der verschiedenen Widerstände und Kondensatoren machen... :)


    Danke nochmals :)

  • @ atomiclove: Du hast meinen vollen Respekt!!

    Etwas möchte ich noch ergänzen:
    Widerstände biege ich folgendermaßen: Zuerst grob mit den Fingern und dann drücke ich sie stehend gegen die Tischplatte. Funktioniert perfekt. Biegelehre habe ich mal eine in der Hand gehabt, die ist umständlich bis zum geht-nicht-mehr!

    Noch etwas: Bauteile immer in der Reihenfolge ihrer Höhe bestücken und festlöten.
    Also zuerst Dioden und Widerstände, dann die Sockel und dann erst die hohen Kondensatoren. So liegen die Bauteile zum Schluss flach auf.

    Kann den Thread bitte jemand pinnen, der ist wirklich 1A!

    Weitere Infos zum Lineal:
    http://forum.musikding.de/vb/showthread.php?t=24931
    http://forum.musikding.de/vb/showthread.php?t=24242

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Oh, danke, ich fühle mich geehrt :D

    Naja Leute wir haben alle mal ganz unten angefangen, unserem Kumpel hier gehts da genau so. "Übung macht den Meister" ist nicht bloß ein Spruch.
    Von daher versuche ich mein Wissen bestmöglich weiterzugeben und anderen damit zu helfen.

    rrhoads33:
    Das ist ne gute Idee mit der Bauteilhöhe :)

    Zu den Buchsen:
    links oben: DC-Buchse
    links unten: Stereo-Klinkenbuchse
    rechts unten:Mono-Klinkenbuchse

    Zum Schalter:
    Du brauchst nur den einen Schalter der dabei ist.

    Einen Verdrahtungsplan findest du hier.

    Achte nur drauf dass du den Schalter so rum hälst wie auf den Bild, sprich die Lötösen waagerecht.

    Bei der LED gehört das lange Beinchen an den Schalter und das kurze ans Massekabel.

    Den Poti musst du so rum halten, dass die Achse zu dir zeigt.

    So, ich hoffe ich hab nichts vergessen :) Falls doch bin ich gerne noch für weitere Fragen zu haben.

    MfG atomic

  • ebenfalls mal ein respekt und danke an atomiclove, das gehört wirklich gepinnt oder zumindest in den anfängerthreads verlinkt :)

    bauteile biegen? vielleicht nicht die feine englische, aber ich bieg die nur so ganz grob, bis die drahtenden auf die löcher passen und zieh dann die anschlussdrähte mit mehr oder weniger sanfter gewalt einfach durch, bis das teil aufliegt. dann verlöten, dann enden abzwicken, und gut ist :)

    nach der höhe bestücken ist eine möglichkeit, alternative, wenn man z.b. was vergessen hat oder wie ich sich generell von links nach rechts durch ne bestückung arbeitet: die bauteile von oben mit tesa befestigen, dass sie nicht mehr rausfallen können, verlöten, tesa abziehen. kannst pro tesastreifen drei- oder viermal machen :)

  • saß jetzt heute davor und hab das teil gelötet.. :)


    LED ist über Switch regelbar, der Bypass scheint auch zu funktionieren, da das Signal bei ausgeschaltetem Booster komplett unverändert zum Amp läuft. Ist der Switch eingeschaltet leuchtet die LED und irgendwelche Signale sind zu hören, die zwar mit dem Gitarrenspiel zu tun haben, jedoch unbeständig und eher rauschend und teilweise verzerrend sind... und das in beiden Transistorstellungen (falls ich den verkehrtherum drin gehabt hätte)

    Naja, damit muss ich mich wohl morgen befassen, auf jeden Fall habe ich heute einiges gelernt und kaputt und auf die Englischklausur morgen total unvorbereitet geh ich jetzt (zwar nicht 100%) zufrieden ins bett :D

    Danke und bis morgen dann... ;)

  • Groß kann der Fehler nicht sein. Check mal alle Bauteilwerte und guck, ob du Transe und Elkos richtigrum drin hast. Evtl hast du die Transe auch gegrillt?

  • Maybe you should check your work for bad solder joints and resolder them;

    If you got the right resistor values installed, you should find the error immediately.

    Good luck with your Englishklausures xD, I've done mine already two weeks ago;

    Cheers

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Elkos hat das Teil meines Wissens ja nicht und bei verschiedener Transistorstellung selbes Problem. Morgen werde ich den anderen Transistor mal einsetzen.


    Kanns sein, dass das Problem auch an einem gegrillten Kondensator liegt? Da könnte es sein, dass ich einen etwas zu heiß gemacht habe...


    tank you, gut night :)

    :)

  • schlechte Lötstellen entwickeln manchmal ein Eigenleben, das kann durchaus das Problem sein. Theoretisch kann man Kondensatoren grillen, aber das ist eher unwahrscheinlich.

  • Spontan fallen mir da jetzt 3 Gründe ein.

    - Defekte Lötstellen! Das Signal hat irgendwo keine richtige Verbindung.

    - Kondensator hinüber! Da fließt Strom wo keiner fließen soll.

    - Transistor gegrillt! Es geht nicht mehr viel Signal durch, fast nur noch Verstärkung.


    Die dritte Möglichkeit ist am wahrscheinlichsten.

    Ist der Ton recht leise?


    Wenn du morgen mal den anderen Transistor ausprobierst dann tue mir nen kleinen Gefallen: Lass das Gehäuse offen und fühle am Transistor, ob er heiß wird. Wenn ja, dann sofort rausziehen!

  • Habe eben noch den anderen Transistor eingebaut, das selbe Problem liegt vor, wird wohl also nicht am Transistor liegen. Heut nachmittag muss ich dann wohl Lötstellen überprüfen. Vll. kann ich da auch den Umgang mit dem Multimeter noch etwas lernen...

    Ist der Ton recht leise?
    Ja, schon, aber wenn ich feste in die Saiten hau wirds schlagartig unproportional lauter. Manchmal kommt auch fast garkein Signal durch.


    Ich halte euch auf dem Laufenden...

    Achja, woran erkenne ich eigtl. dass ich den Transistor richtig gepolt eingesetzt habe? Ist der Sockel auch gepolt?


    Adiós muchachos ;)


    edit: achja, fürs Verständnis wäre es ganz interessant zu wissen, welche Fehlerquellen man wieso ausschließen kann und ob es sich auch um mehrere Fehlerquellen handeln kann, wenn doch ein Signal (wenn auch nicht das gewünschte) durchkommt, oder ob dann höchstwahrscheinlich nur 1 Fehler behoben werden muss.

  • Es können sich immer mehrere Fehler einschleichen, wir gehen aber einfach Mal davon aus, dass es nur einer ist.

    Kondensatoren kannst du prüfen: Schließe sie an das Widerstandsmessgerät vom Multimeter. Normal müsste ein Error kommen. Ist das nicht der Fall, ist der Kondensator hinüber. Es sollte aber auch berücksichtigt werden, das zu C1 der 2M2 Widerstand und der 43k Widerstand parallel liegen, daher sind Messergbnisse über 2M Ohm nicht ungewöhnlich.

    Wenn du das gemacht hast, kann man die Kondensatoren ausschließen.

    Warum? Ein Kondensator besteht aus 2 Platten, welche sich nicht berühren dürfen. (Googlen)
    Berühren sich die Platten doch irgendwo, hasst du einen Kurzschluss drinnen und das Teil leitet. Ganz ehrlich glaube ich aber nicht, dass es die Kondensatoren sind, da das Signal dann ja eher lauter sein müsste...

    Löte lieber Lötstellen noch einmal nach, bei denen du zu viel Lötzinn drauf hast oder solche, die etwas trüb erscheinen.

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Damit euch nicht langweilig wird noch ein paar Fragen, während ich mal nach den Lötstellen guck ;)

    Wie genau mache ich das mit der Messung am Kondensator?
    Woher weiß ich allgemein, welchen Wert ich genau auswählen muss beim Multimeter?
    Wozu misst man Widerstände nach? Um auf einen Defekt zu testen?
    Worauf muss ich achten, wenn meine Schaltung noch vollständig/teilweise zusammengebaut ist?
    Was macht ein Multimeter eigentlich genau? (Funktionsweise)

    und schließlich:
    Was passiert genau am Bauteil Switch? Schließlich hat der ja (in dem Fall zumindest) 9 Kontakte. Wieso werden die so angeordnet mit den Teilen verbunden, mit denen sie verbunden sind?

    So, vorerst genug genervt (das muss man in kleinen Dosen machen, damits erträglich bleibt ;D)
    Hoffe ihr nehmts mir nicht übel, aber ich bin gerade äußerst wissbegierig :)


    edit: muss ich denn alle Lötstellen nochmal nachgucken? Oder gibts welche, die sich von vornherein ausschließen lassen? (wie z.B. LED - funzt ja wie gewollt)
    edit 2: könnte es denn auch an der Litze liegen, die beim Löten evtl. zu heiß geworden ist oder beim Abisolieren zu viele Äderchen verloren hat? Wie checke ich sowas?

  • Messung am Kondensator: An jedes Beinchen eine Messleitung - basta.
    Wert: Nimm irgendwas Hohes (Megaohm-Bereich). Wenn ein Error kommt ist alles Ok. -> Kondensator hat innen keine Verbindung -> fast unendlicher Widerstand.

    Widerstände: Da gibt es zu 99,999999% keinen Defekt; Man kontrolliert, ob man den richtigen Wert eingelötet hat, oder misst einen Widerstand nach, bei dem die Farbcodes nicht eindeutig lesbar sind (rot, violett, braun,... können manchmal nicht eindeutig abgelesen werden...).
    Hauptverwendung ist aber immer noch die Suche nach niederohmigen Verbindungen sprich Kurzschlüssen.

    Multimeter: Google das einfach;

    3PDT: http://img147.imageshack.us/img147/3461/truebypassmaybeju0.jpg Ich hoffe, das erklärt Einiges.

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

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