• Hi,

    wenn wir so weiter machen wird der "mündige Bürger" wirklich noch zur Utopie.
    Aber ganz so blöd sind die Menschen in unserem Land nicht, noch nicht...

    Die Tendenz in Richtung "Idiocracy" welche ich andernthreads schonmal erwähnt habe lässt sich aber nicht von der Hand weisen

    "ouh my Balls!"

    [center]Die Wahrheit geht manchmal unter, aber sie ertrinkt nicht.
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  • Zitat von Kippekiller;268806

    Hi,

    wenn wir so weiter machen wird der "mündige Bürger" wirklich noch zur Utopie.
    Aber ganz so blöd sind die Menschen in unserem Land nicht, noch nicht...

    Die Tendenz in Richtung "Idiocracy" welche ich andernthreads schonmal erwähnt habe lässt sich aber nicht von der Hand weisen

    "ouh my Balls!"

    Hi,

    Utopie bedeutet für mich nicht, dass man es von vornherein vergessen kann, dieses Ziel irgendwann einmal zu erreichen.
    Allerdings bedeutet es, dass viel mehr Anstrengungen dafür unternommen werden müssten, wozu nur wenige, und das gerade auch unserer Repräsentanten, bereit sind.
    Sie müssten das Ziel verfolgen, dass die Bürger mehr selbständig nachdenken, hinterfragen und aufgeklärt werden, was aber ihrer eigenen Motivation stark widerspricht, dass man ihnen einfach alles glaubt.

    Gruß
    U.

  • hach Du sprichst mir aus der Seele...
    Man merkt die Bassisten sind von Natur aus aufgeweckte Jungs ;)

    Leider steckt da, Du hast es ja selbst angemerkt, ein Oxymoron in der Sache selbst, egal wie man sie formuliert.
    Regierung, ehrlich und verantwortungsbewusst bekommt man heutzutage nicht mehr in einem positiven Satz unter...

    Wir bewegen uns ja momentan nach einigen Fortschritten in den letzten Jahrzehnten wieder massiv von der Utopie weg.

    Schwer gefährlich wenn man sich anschaut wie die Situation und die Stimmung vor der Machtübernahme der Nazis damals waren, und von der Gleichschaltung fang ich jetzt erst garnicht an...
    Ich gehe nicht davon aus das wieder Nationalisten an die Macht kommen werden, aber was gutes wird es bestimmt nicht sein wenn es so weiter geht.

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  • Hi Matze,

    auch in dieser Hinsicht sehe ich eher gelassen, wenn auch nicht gerade erfreut, in die Zukunft (auch wenn Wachsamkeit, wohin die Entwicklung geht, sicher angebracht ist), denn:

    In anderen Ländern klappt das mit der Entmündigung, Gleichschaltung und Überwachung doch schon seit Jahrzehnten "ohne Probleme" und schimpft sich immer noch Demokratie. ;)

    Gruß
    U.

  • Ja ist halt wie mit ABS, ESP und Konsorten.
    Es ist länger sicher und man kann schneller in die Kurve, wenn es dann aber mal kracht dann gewaltig.

    Ich sehs ja auch gelassener, wenns knallt bin ich in nichtmal 5 Minuten in Frankreich ;D
    Armes Mitteldeutschland...

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  • Ehrlich gesagt ja, das Bewusstsein der Menschen über ihre Rolle und ihre Macht im Staate ist dort ein ganz anderes. Stichwort Streik, Aufruhr, Protest, ... So manche Gesetzesvorlage die bei uns ohne Murren aus der Bevölkerung durchgeheimst wurde hätte dort zu Massenaufständen geführt.

    Also eigentlich ganz klar JA ;D

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  • Die Frage ist halt nur was Streik, Aufruhr, Protest bewirken (ausser ein paar brennener Autos Unbeteiligter die halt das Pech hatten dort zu parken). Ich kann mich da z.B. noch an ein paar kleine Atomwaffentests erinnern die die Regierung dort knallhart durchgezogen hat, trotz europaweiter Proteste.

  • Na ja Protest bewegt immer mehr als nichts tun und fürchten, glaub mir.

    Die Atomwaffentests haben nunmal weit im Ausland stattgefunden, und wenn man mit einem "Fuck Chirac" T-Shirt in Frankreich auflief gab es durchaus Aufruhr, am warscheinlichsten auf dem Nasenrücken der Person die das T-Shirt trug ;)

    Es ist wohl auch ein ganz klarer Unterschied ob in tausenden Seemeilen Entfernung ein Atoll gesprengt wird, oder ob deine persönliche Freiheit im eigenen Land beschnitten wird.
    Je weiter weg umso egal, das ist in Frankreich auch so, aber im eigenen Land ist man aufgeweckt und agiert.
    Hier in Deutschland ist man betäubt und versucht zu reagieren wenns zu spät ist, nicht mal das man jammert nur rum und sucht nach Ausreden warum man nichts tun konnte...

    Gruß M.

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  • Wenn man Frankreich mit Deutschland vergleicht:
    Der Franzose ist stolz. Er ist stolz ein Franzose zu sein. Er singt seine Hymne (man achte mal auf den Text) inbrünstig. Schon von Klein auf wurde ihm gesagt und gelehrt, dass er auf sein Land zu achten hat. Deshalb tut er das auch.... mit Recht.

    Der Deutsche ist auch stolz. Stolz auf seinen neuen VW Touran, der mit seinen (aufpreispflichtigen!!!) Alufelgen noch besser da steht als der BMW 318er vom Nachbarn. Und natürlich auf seinen Fußballverein.
    Schon von klein auf wird ihm in der Schule beigebracht dass sein Land schlimme Dinge angestellt hat, die er immer noch zu verantworten hat und für die er sich zu schämen hat. E
    Flüster er auch nur (evtl sogar die sog. "erste Strophe") die Nationalhymne, ist er sofort vom rechten Ufer (ganz unpopulär). Tritt er einer studentischen Verbindungen bei, die ihr Land liebt und ehrt, und das aus ewiger Tradition heraus, wird er als nationalkonservativ beschimpft...
    Ausser es ist WM-Zeit! Dann entdeckt der Deutsche seinen Nationalstolz, denn er kriegt dafür sozusagen die Freigabe von ganz oben: Die Freigabe zum Stolzsein, sozusagen.
    Ist die WM vorbei, schimpft er munter weiter ohne wirklich was zu verändern oder sich aufzulehnen, wober er doch die Möglichkeit hätte etwas zu unternehmen, gibt es doch auch bei uns (noch, mag jetz der ein oder andere sagen) das Recht der Versammlungsfreiheit!
    Deutschland: das Land der Dichter und Denker, sowie der Jammerer und Ja-Sager.

    So äußert sich das Ganze dann auch in der Protesthaltung der Menschen. "Der Staat" tut eh nix für mich, sagen viele und resignieren. Nachdem ihnen das ganze kein Geld kostet (meinen sie) interessiert es sie nicht und wenn es Geld kosten würde, währe es auch egal.
    Meiner Meinung hängts an der Grundeinstellung der jeweiligen Nationalitäten.

    Mag man nun denken und schreiben über mich was man will, aber vorher definitiv den leicht satirischen Charakter beachten.

    Gruß
    Chris

  • Das stimmt allerdings!
    Ganz besonderes das mit der WM!
    Wenn in Deutschland etwas daneben läuft sagen die Deutschen "Na gut" oder "Machse nix", in Frankreich dagegen fliegen Steine und Autos brennen!

    Noch zu wuchris: in Frankreich gibs keine Autos auf die man Stolz sein kann ;D Spaß am Rande
    Materialismus und Patriotismus sind 2 Oberflächlkeiten der Gesellschaft, nicht nur in Deutschland, aber besonderes der Materialismus. Das Problem des Patriotismus ist allgemein gesehen ein Problem.

    Grüße
    Andy, der sich hier eigentlich garnicht einmischen wollte...

    Dobse (kramusha) nach seinem Hanfbier:<br />&quot;Jo, ich bin steif *g&quot;<br />xD

  • Ach es freut mich richtig dass ihr das beide auch mal so gesagt habt, gerade ob des schmalen Grates auf dem man sich bewegt wenn man solch eine Meinung offen Kund tut.

    Besonders das mit dem "auf sein Land achten" ist eine Formulierung die mir sehr schmeckt, und ich merke schon beim schreiben dieser Worte dass man damit in der breiten Öffentlichkeit recht schnell als "Fascho" oder "Nazi" abgetan wird.

    Gruß Mathias

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  • Hi,

    oh, aber tut mir leid, ich muss euch allen widersprechen. Ich halte dieses ganze Nationalstolzthema für eine völlige Missgeburt schon vom Ansatz her.
    Meine zentrale Frage ist nämlich: Kann man was für seine Geburt?
    Worin steckt meine Leistung, dass ich als Deutscher geboren wurde? Was kann ich dafür? Warum sollte ich Stolz sein und worauf und mit welchem Recht? Habe ich irgendwas dazu geleistet? Meiner Ansicht nach ist der Begriff "Nationalstolz" schon ein Rohrkrepierer ansich - unabhängig der Nationalität. "Nationalbewusstsein" oder eben auch "Nationalidentität" halte ich für einen "besseren" Begriff. Warum? Ganzt einfach: Weil er weiter geht und auch negative Sache und Fakten beinhaltet. Deutschland ist weder nur das Land der Dichter und Denker, noch nur das Land der Nationalsozialisten. Und in diesem, und wie ich anscheinend hier leider feststellen muss, fast nur "offiziellen" Bewusstsein, haben wir anderen Nationen vielleicht etwas "voraus", vielleicht. "Wir" haben uns in der Vergangegheit mit unserer Geschichte vielleicht sogar etwas vorbildlicher auseinander gesetzt, als andere Staaten - und das wird uns sogar international von Leuten, die über etwas Geist verfügen mehr als honoriert. Sorry, aber das regt mich richtig weitgehend auf, wenn ich solche "Platitüden" lese. Und bei dieser "sein-Land-ehren-Geschichte" und Studentenverbindungen alter "Tradition" geht mir richtig gehend "das Messer in der Tasche" auf. Wenn du meinst, dass es gute alte deutsche Sitte ist, dass Verbindungen auf Versammlungen gerne mal alle "undeutsche" und jüdische Literatur verbrennen (ja, auch das ist Teil der Geschichte von 1848/49!), bitte, dann ist das deine Sache, aber ich finde sie mehr, wirklich mehr als fragwürdig und muss mich echt fragen, in welcher geistigen Tradition derjenige steht. Wir haben nicht die Pflicht uns als 3. oder 4. Generation schludig zu fühlen, aber wir haben verdammt nochmal die unbdedingte Plflicht uns reflektiert zu erinnern, wenn wir schon in diesem Land geboren oder eingebürgert worden. Vielleicht ist es ja gerade diese gewisse Demut, die für ein Land gesund ist. Ihr kritisiert hier mehr als einmal die USA - teils zurecht. Aber woher mag das vielleicht kommen? Dass "sie" über ein "gesunden" Nationalstolz verfügen? Über eine Einstellung, die ihnen sagt: "Wir sind die Guten und sind es immer gewesen und deshalb sind wir mit allem im Recht, weil wir stolz auf unser Land sind!". Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Dieser "Stolz" hat bis jetzt so manches Land ins Unglück gestürzt - Deutschland mehr als einmal! Hochmut kommt vor dem Fall - und der Fall kommt bestimmt! Wer voller eigener stolzer Identität ist, wird nicht mehr in der Lage sein, andere Identitäten anzunehmen. Deshalb bin ich froh, über keinen Nationalstolz und Flaggegedöns zu verfügen. Mir reicht es, ein mündiger Bürger zu sein, der sich fernab von aller Polemik, Propaganda und Hetze eine eigene Meinung bilden kann - und das geht in unserem Land immer noch erstaunlich gut. Man muss nur alles ein bisschen mehr hinterfragen und vielleicht dabei nicht unbedingt jeder Verschwörungstheorie gleich aufsitzen, die da so im herrlichen logischen und einleuchtenden Gewand daher kommt. Fragt euch das auch mal!;)

    Gruß
    Helge

    The Rules of hacking:
    Rule #11: Don’t drink and solder (chapter 7).
    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • Hallo Bernd,

    ganz ehrlich? Deine Aussagen erschüttern mich teilweise und lassen mich wirklich bis in meine Grundüberzeugungen an die Menschen dieser Nation zweifeln. Ach und bitte: lies nochmal meinen Beitrag, du scheinst einige Sache nicht ganz richtig gelesen zu haben - sei es, dass du sie nur beim Lesen überflogen hast - es ist ja auch schon spät! Und deswegen, weil es so spät ist, werde ich, weil ich auch das unbedingte Bedürfnis habe, morgen erst ausführlich zu einigen Aussagen von dir Position beziehen. Aber ehrlich, ich finde einiges wirklich mehr als grenzwertig!!!

    Gruß
    Helge

    The Rules of hacking:
    Rule #11: Don’t drink and solder (chapter 7).
    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • Zitat von Hilli;269070

    Politiker, die es wirklich ehrlich mit den Menschen meinen, und nicht nur ihr Bankkonto im Blickfeld haben.
    Aber wahrscheinlich werden die dann durch einen mysteriösen Autounfall oder durch einen Fallschirm, der sich nicht öffnet, tragisch versterben.

    wenn du auf die zwei rechts-populisten par excellance anspielst, die ich sofort im kopf hatte als ich das gelesen hab, dann prost mahlzeit. die meinten es ehrlich mit den menschen...aaaja...mal sehen wann holger apfel opfer einer verschwörung wird - freu mich schon...ich würde mich notgedrungen sogar als verschwörer mit anbieten...

    herzlichst flo(der sich nicht raushalten kann bei solchen BILD-ähnlichen schwachfug)

    Was glauben sie was hier los wär, wenn alle wüssten was hier los ist?

  • Also ich habe gerade das Verlangen mich hier wieder zurück zu ziehen.

    Zitat

    ...ich würde mich notgedrungen sogar als verschwörer mit anbieten...

    Nimm das bitte ganz schnell wieder zurück, das ist unter aller Niveau hier glaube ich.
    Bitte keine Aufrufe zur Gewalt und auch kein subversives Gelaber ohne wirklich nachzudenken. Willst Du wirklich Menschen töten?
    Falls das Dein Ernst lass das posten hier bitte bleiben!
    DAS ist "BILD-ähnlicher schwachfug"

    Ansonsten muss ich Bernd beipflichten. Was kannst Du dagegen tun als Deutscher geboren worden zu sein? Das Wort "Nationalstolz" wurde auch von keinem Befürworter der Sache zuvor in die Tasten gehackt. Darum ging mir persönlich die Formulierung "auf sein Land achten" auch runter wie Öl, weil es eben auch alles Positive und Negative mit einschließt.

    Zitat

    Man muss nur alles ein bisschen mehr hinterfragen und vielleicht dabei nicht unbedingt jeder Verschwörungstheorie gleich aufsitzen, die da so im herrlichen logischen und einleuchtenden Gewand daher kommt. Fragt euch das auch mal!

    und zuvor:

    Zitat

    Wenn du meinst, dass es gute alte deutsche Sitte ist, dass Verbindungen auf Versammlungen gerne mal alle "undeutsche" und jüdische Literatur verbrennen (ja, auch das ist Teil der Geschichte von 1848/49!), bitte, dann ist das deine Sache, aber ich finde sie mehr, wirklich mehr als fragwürdig und muss mich echt fragen, in welcher geistigen Tradition derjenige steht.

    Hat sich somit selbst disqualifiziert. Ich wüsste gerne welche Verbindung sich darauf heute noch mit "Stolz" beruft. Ich hatte schon mit mehreren Verbindungen zu tun und so etwas ist mir noch nicht untergekommen. Sollte es etwas derartiges heute noch geben wäre ich in erster Reihe für eine Ächtung der selbigen Verbindung.

    Ich verstehe nicht warum eine gewisse Freude an der Herkunft ein reflektiertes Erinnern ausschließen soll? Deutschland (bzw der deutsche Sprachraum) war durchaus in der Welt bekannt für hervorragende Ingenieursleistungen, große Literatur, brilliante Geister mit herrausragenden Ideen.

    Das ist jedoch lange her und solches "was kann ich denn dafür ...?" Gelaber führt dazu dass eben auch nichts mehr nachkommt.
    Man schaue sich einfach mal an wie wenige sich überhaupt noch die Mühe machen wirklich deutsch zu schreiben und zu sprechen.
    Ich stamme aus einer Lehrerfamilie (alles Deutschlehrer) und kann nur weiterleiten dass die deutsche Sprache vor die Hunde zu gehen droht. Genitiv, Konjunktiv, Groß- und Kleinschreibung, oder einfach nur Rechtschreibung sind vom Aussterben bedroht.
    Das soll nicht heissen dass man absolut nur noch hochliterarisches schreiben soll, man soll aber auch nicht einfach ignorieren und verwerfen was man besser weiss.

    Was ist übrigens mit Belgien, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Italien, Spanien, Polen, Norwegen, Portugal, der Schweiz, ...
    Nirgendwo hört man solches Gejammer um die eigene Herkunft, und dass es ja so ein schweres Los sei und man hätte es ja nie gewollt und überhaupt am liebsten wäre man ja garkein und dazu stehen schon garnicht ...

    Wenn sich jeder nur daheim im stillen Kämmerlein seine Meinung zu bilden wähnt und sich von allem distanziert was zu einer gemeinschaftlichen Identität führen könnte jenseits von plakativen Schuldbekenntnissen, dann ist es doch beleibe kein Wunder dass es dazu führt dass eine politische Kaste sich etabliert und mit den Schäfchen im trockenen anstellen kann was ihnen gerade beliebt.
    Wenn man mit seiner Meinung nicht vor die Tür geht und sich mit anderen solidarisiert, und auch mal über seinen ach so ekelhaft deutschen Schatten springt, merkt man vielleicht auch garnicht dass der Regen den man durchs Fenster sieht einfach nur
    der Harn eines hämischen Hampelmanns ist der einem aufs Dach pinkelt, weil ers kann.

    Hört einfach mal bei politischen Debatten und Wahlkampfveranstaltungen genau hin und schaut mal wann in diesen Reden die Worte "wir deutschen" und "die Menschen in diesem Land" fallen. Meistens wenns einem an die Tasche geht oder wieder ein Stück Freiheitsberaubung als Sicherheitsgewinn verkauft wird. Da sind auf einmal alle Deutschen über einen Kamm geschert, ist das unsere Identität?
    Menschen die zu blöd sind für sich selbst zu denken und deshalb für jeden Furz den sie lassen könnten ein Gesetz brauchen welcher die entstehenden Gase reguliert.
    Es könnte ja jemand heimlich sammeln und damit Heizen das wäre ja Steuerhinterziehung... (leider garnichtmal so abwegig, wenn auch absoluter Quatsch)

    Nicht beteiligen weil man sich nicht zugehörig fühlt ist nicht besser als ständig ja sagen und abnicken, keinen Deut!
    Man kommt nicht umhin deutsch zu sein wenn man hier geboren wurde, selbst wenn man ins Ausland zieht und eine andere Staatsbürgerschaft annimmt wird man von den Menschen in seiner "neuen Heimat" immer noch bis ans Lebensende als "der Deutsche" gesehen, was soll also dieser Terz? Wo ist das Problem dabei?

    Zur Lage in den USA bleibt zu sagen dass dies kein Nationalstolz in der Form ist wie er erstrebenswert ist, da absolut die reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit fehlt, genauso wie das selbst Denken und das hinterfragen.
    Das ist aber auch nur das was wir über den großen Teich in unsere Flimmerkisten exportiert bekommen, ich denke nicht dass alle amerikanischen Staatsbürger damit konform gehen und es wird wohl auch dort ähnlich heisse Diskussionen um das Thema geben wie wir sie hier führen.

    Der Nächste bitte ;D

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  • Zitat von Hilli;269070

    Irgendwann wird es eine neue Partei geben, mit einer charismatischen, integren Führungspersönlichkeit an der Spitze, die auf demokratischer Grundlage, im Einklang mit dem Grundgesetz es versteht, die Massen hinter sich zu scharen. Politiker, die es wirklich ehrlich mit den Menschen meinen, und nicht nur ihr Bankkonto im Blickfeld haben.
    Aber wahrscheinlich werden die dann durch einen mysteriösen Autounfall oder durch einen Fallschirm, der sich nicht öffnet, tragisch versterben.

    Da Jörgi..

    EDIT: Wobei der wirklich besoffen war und 180 drauf hatte vorm Crash.

  • Nein, wir machen es anders: Ich ziehe mich hier aus der Debatte zurück. Ich dachte, hier könnte man vielleicht fachlich und sachlich argumentieren, stattdessen verkommt das hier zu einer teils tendenziell rechtspopulistischen Stammtischpolemik. Darüber hinaus scheint es mir mit der Lesekompentenz nicht sehr weit her. Ich kann euch nur nochmals dazu auffordern, meinen Beitrag nochmals langsam und verstehend zu lesen. Ich bin keinesfalls einer von diesen stupiden, ultralinken Antideutschen Linken, noch einer vom vermeintlich politisch korektem Lager. Ich bin fast fertig ausgebildeter Historiker, der sich vielleicht anmaßt, Fakten der Vergangenheit differenzierter zu sehen und dies vielleicht auch von anderen fordert. Mein Geschichtsverständnis und Historizitätsbewusstsein ist ein anderes, als das hier mehrmals Dargebotene. Dafür zitiere ich mich vielleicht noch einmal selbst: "Deutschland ist weder nur das Land der Dichter und Denker, noch nur das Land der Nationalsozialisten. [...] Wir haben nicht die Pflicht uns als 3. oder 4. Generation schludig zu fühlen, aber wir haben verdammt nochmal die unbdedingte Plflicht uns reflektiert zu erinnern, wenn wir schon in diesem Land geboren oder eingebürgert worden." Um es vielleicht noch einmal etwas plakativer auszudrücken: Deutschland ist Goethe und Aufklärung, aber auch Hitler und NSDAP. Für mich gilt das übrigens für jedes Land und nicht nur Deutschland. Die Siedlungsgeschichte der USA geht auf einen teilweise organisierten Genozid zurück. Frankreich hat eine Menge Blut an den Händen als Kolonialmacht in Nordafrika und Südostasien usw. die Liste ließe sich noch nahezu unendlich weiterführen.
    Ich bin mir meiner Herkunft bewusst und verweigere es auch nicht, die Nationalhymne zu gegebenen Anlass zu singen (um es mal bildlich auszudrücken), aber ich verweiger mich dagegen ein einfaches und unreflektiertes Nationalstolzgefühl zu haben. Um noch einmal mehr zu provozieren: Patriotismus ist die Droge der herrschenden Klasse, die sie einem Staatsvolk einflößen um sie leichter instrumentalisieren zu können, damit dieses betäubt und unhinterfragt in den Krieg ziehen.


    Gruß
    Helge

    The Rules of hacking:
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    Rule #23: Distortion is Truth. (Poss’s law; chapter 23).

  • Hi,

    also ich muss Dir (Helge) aber auch vorwerfen dass Du sehr selektiv liest.
    Ich habe in keinster Weise Deine Argumentation angezweifelt oder missverstanden, ich gehe konform damit dass man die Vergangenheit respektieren muss und darauf achten sollte dass sich schonmal gemachte Fehler nicht wiederholen.
    Aber warum schließt das eine das andere aus?

    Wir sind jedoch momentan auf dem Weg solche Fehler wieder zu machen.
    Vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten gab es in der Weimarer Republik eine große Arbeitslosigkeit, Politikverdrossenheit und daraus resultierende Resignation der Bevölkerung bezüglich ihrer Rolle im Staat.
    Falls ich da falsch liege korrigiere mich bitte gerne.
    Wie ist die Lage heute in diesem Land? Ich spreche da nicht von der Stimmung in der Mensa beim Mittagstisch, das ist nicht repräsentativ.
    So etwas ist ein gefundenes Fressen für rechts- links- und sonstig- populistische Propaganda.

    Ich habe mehrere Fragen bezüglich Deiner Aussagen gestellt die weder fachlich kompetent noch überhaupt beantwortet wurden.

    Zitat

    ich verweiger mich dagegen ein einfaches und unreflektiertes Nationalstolzgefühl zu haben.


    Habe ich zumindest in keinster Weise beworben oder gewünscht, ich verweigere mich ebenso dem Begriff "Nationalstolz", falls man kompetent liest müsste man das erkennen.
    Ich will hier niemandem persönlich an den Karren fahren aber ein sachlicher Diskurs beinhaltet nunmal auch andere Meinungen und den Respekt vor diesen.
    Das bedeutet nicht dass man nicht hinterfragen darf wenn Behauptungen aufkommen die einem nicht schmecken.
    Auch bedeutet es nicht dass man jeden bekehren muss der anderer Meinung ist, meinerseits ist es Interesse an den Hintergründen welche die andere Meinung stützen jenseits persönlicher Gefühle oder Abneigungen. Man wird ja auch braunhaarig oder linkshändig geboren und hat kein Problem damit zu sagen "das bin ich" ob man nun damit zufrieden ist oder nicht.

    Das Nationalhymen singe ich zum Beispiel nicht mit da sie wohl schwerst belastet ist durch unsere Vergangenheit, einfach mal die erste Strophe weglassen ist da wohl kaum das Mittel der Wahl.
    Zumal es die einzige Strophe ist die nach wie vor jeder aus dem Stehgreif zum Besten geben kann.

    Auch habe ich nicht die Vergangeneit und die Verbrechen anderer Staaten und Länder geleugnet, da haben wir Deutschen der ganzen Welt viel voraus. Und das ist eine Aussage Deinerseits die ich ebenso unterschreiben würde.

    Bitte klinke Dich hier nicht aus sonst wäre die Diskussion wieder recht einseitig und das führt zu Populismus, Dämagogie und Verblendung.

    Ich gestehe dass ich einen Schreibstil an den Tag lege der populistisch anmuten mag aber ich will damit weder Gewalt noch noch extremistische Tendenzen noch politische Lager predigen sondern den Lesern zeigen dass:

    a) wir eine fantastische Sprache haben mit der man herrlich schreiben kann.

    b) ein Bild, auch ein sprachliches, zum einfacheren Verständnis mehr beiträgt als die bare Information und Fakten, weil trocken und langweilig.

    c) ich nunmal gerne schreibe und mir Mühe dabei gebe es auch verständlich zu halten und hier und da mal ein Schmunzeln auf das Gesicht des Lesers zu "zaubern" weil das dazu führt dass man weiterliest.

    Es ist mir auch bekannt dass dies genau die Mittel und Wege sind derer sich Volksverhetzer und Blender bedienen, aber aus genau den oben genanten Gründen funktioniert dass eben auch so gut. Soll man also dieses Feld ausschließlich den Falschen überlassen und sich weiterhin einer langweiligen Sprache bedienen der kaum jemand mit Freude zuhört und dem Inhalt folgt?
    Also ich persönlich kann mir das hochgestochene unverständliche inhaltslose Gelaber unserer Repräsentanten nicht länger als eine viertel Stunde anhören ohne ein Gefühl der Langeweile zu verspüren, gefolgt von Gähnen spätestens nach 25 Minuten.
    Da fehlt einfach der Bezug zu den Menschen zu denen man spricht.

    Zugegeben schmerzt es mich wenn ich deswegen als Rechtspopulist tituliert werde, sollte ich damit gemeint worden sein.

    Gruß Mathias

    [center]Die Wahrheit geht manchmal unter, aber sie ertrinkt nicht.
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