Fx-Loop geeigneter Booster gesucht

  • Hallo,

    ich würde mir gerne einen Booster basteln, den ich in den FX-Loop meines JSX Amps packen kann. Ich dachte zuerst an diesen hier:

    http://www.musikding.de/product_info.p…er-Bausatz.html

    Mir wurde aber im Musiker-Board gesagt, dass er nicht tauglich wäre für den FX-Loop. Stimmt das? Wenn ja, wie müsste man ihn ummogeln, damit er dafür geeignet wäre?

    Hintergrund ist der, dass ich meinen verzerrten Rhythmuskanal gleichzeitig auch als Solokanal verwenden möchte, ihn im Grundklang aber nicht mehr verbiegen will. Also einfach nur lauter solls werden. Das wärs auch schon :D

    slugs

    PS.
    Geil, jetzt habt ihr auch noch nen Tremolo Bausatz im Sortiment! Genau das richtige, für solche Anfänger, wie mich hehe.

  • prinzipiell bist du in deinem fall mit linearbooster im loop auf dem richtigen weg.
    ob der geht, kommt auf den loop/amp an. manche bis viele amps haben im loop einen zu hohen pegel, als dass er vom lineal verkraftet werden könnte. folge sind richtig hässlich klingende verzerrungen.
    zum selbstbau gibbets da schon welche, nur halt leider im musikding nicht.
    uk-electronic hat da zum beispiel den mikroamp (http://uk-electronic.de/onlineshop/pro…304bef944c1fbec), der deutlich mehr headroom hat, sprich deutlich später verzerrt, oder auch den mini booster bzw. den mosfet booster, die wohl dank mosfettechnologie einfach "schöner" verzerren, dafür aber nicht wirklich linear sind.
    ergo: der mikroamp (das original dieses clones ist übrigens von mxr) wär für dich das genau richtige. allerdings würde ich den mitgelieferten ic gleich durch einen deutlich hochwertigeren rauschärmeren single opamp ersetzen. den OPA134 oder den NE5534 kannste ohne weitere veränderungen der schaltung verwenden und damit hältst du eine riesen menge krach/rauschen aus deinem signalweg. keine zwei euro mehrkosten, die sich lohnen.

  • Super, erst mal vielen Dank für die Antwort!

    Den Pegel meines Loops kann ich sogar regeln. (Der Loop ist übrigens seriell, aber ich denke, das ist hier nicht von Bedeutung)
    Ich habe einen Regler für die Send Lautstärke und einen für die Return Lautstärke.

    Aber wenn sich der Mikroamp genauso schön zusammen bauen lässt (sprich, mit fertiger Anleitung, perfekt geeignet für mich also) warum dann nicht ihn.

    Verstärkt der denn auch linear? Also der Mikroamp.

    Und die von dir genannten Teile

    Zitat


    OPA134 oder den NE5534

    passen ohne weiteres in die Fassung des standardmäßig mitgelieferten IC?

  • Ja, sie passen, das schrob er doch... Ich hab den opa134 drin, war eine hörbare Verbesserung

    Der Microamp ist ziemlich klangneutral, hellt das Signal nur minimal auf, was sehr angenehm klingt. Er gewinnt noch etwas, wenn man ihn mit 18V betreibt. Dann müssen allerdings auch noch die Elkos des Bausatzes getauscht werden, da dort oft welche dabei sind, die nur 16V abkönnen. Also entsprechende 25V Versionen mitbestellen, aber Achtung: Es sollten entweder Subminiaturtypen sein, oder man muss sie (in einem Gehäuse Größe B) liegend (umgebogen) montieren. Das geht aber problemlos, weil drumrum genügend flache Bauteile sitzen.

    Generell ist die Frage, ob man einen Booster mit genug Headroom nimmt, oder einen, der im Zweifelsfall, wenn's mal zu viel wird, angenehm zerrt. Der Kollege hier baut zB in den Fender Blues Jr einen zusätzlichen Cleanboost direkt rein und kopiert dafür im Grunde die Schaltung des Z.Vex SHO (Super Hard On):
    http://billmaudio.com/wp/?page_id=105

    Den könntest du auch ganz einfach auf Streifenraster bauen, sind nur eine handvoll Teile...
    http://www.aronnelson.com/gallery/main.p…AYOUTS.GIF.html

    Tipps zur Verkabelung gibt es hier:
    http://www.tonepad.com/getFileInfo.asp?id=76

    Mit der Datei und beliebigen Layouts bist du mit Anleitungen genauso gut versorgt, wie bei jedem Bausatz...
    Miniboster oder Mosfetbooster von Uwe tun den Job aber auch.

    mfg, Immo

  • Zitat von slugs;268293

    Super, erst mal vielen Dank für die Antwort!


    bitteschön :)

    Zitat von slugs;268293

    Den Pegel meines Loops kann ich sogar regeln. (Der Loop ist übrigens seriell, aber ich denke, das ist hier nicht von Bedeutung)
    Ich habe einen Regler für die Send Lautstärke und einen für die Return Lautstärke.


    dann ginge vermutlich auch das lineal.

    Zitat von slugs;268293

    Aber wenn sich der Mikroamp genauso schön zusammen bauen lässt (sprich, mit fertiger Anleitung, perfekt geeignet für mich also) warum dann nicht ihn.


    vernünftig.

    Zitat von slugs;268293

    Verstärkt der denn auch linear? Also der Mikroamp.

    hab dieses teil, als ich es baute, mal aus interesse simuliert. ergebnis im anhang. verstärkung sind im schnitt 26dB, also faktor 20, das entspricht dem microamp voll aufgerissen. als frequenzspektrum habe ich von 70Hz (niedriger als der tiefstmögliche ton in standardstimmung) bis 30kHz (deutlich über der hörschwelle eines menschen) genommen. das ergebnis ist linear, also wirklich linear innerhalb einer sehr engen, vernachlässigbaren toleranz (ideal wäre eine waagrechte gerade). die von roseblood erwähnte "aufhellung" kann ich nicht nachvollziehen, weder mit programm noch mit ohr. placebo? falsch aufgebaut? aber wenns gefällt :)

    Zitat von slugs;268293

    Und die von dir genannten Teile [...] passen ohne weiteres in die Fassung des standardmäßig mitgelieferten IC?


    ja, tun sie. beide gehen problemlos, das pinout ist identisch. das i-tüpfelchen ist der opa, aber ich hatte halt den ne rumfahren und halt für meinen genommen. der ist auch schon seeeehr gut :)

  • Allright, dann weiß ich schon wie ich mein übernächstes Wochenende verbringen werde.
    Danke für die vielen Infos.

    Wie sieht so eine Kurve denn bei einem 'alles andere als Linear' Verstärker, sprich Verzerrer aus?
    Ist das dann eher eine umgekehrte Parabel?

  • moment, du verwechselst was. das, was ich gepostet hab, ist eine frequenzabhängige (verstärkung in abhängigkeit zur frequenz) kurve, keine pegelabhängige (ausgangslautstärke in abhängigkeit zur eingangslautstärke).
    zu den linearitäten:

    • ein equalizer ist frequenzbezogen nicht linear, dafür pegelbezogen linear. das sieht dann frequenzbezogen so aus: http://4.bp.blogspot.com/_7-EvMiVcLE8/R…fender-bode.jpg (hier ein fender-equalizer, der sich theoretisch auch aktiv bauen ließe und damit auch irgendwo ein boost wäre.)
    • ein (reiner) verzerrer ist frequenzbezogen linear, dafür pegelbezogen nicht. frequenzabhängig aufgetragen hättest du im idealfall auch ne gerade, da er jede frequenz "gleichberechtigt"
    • der microamp ist sowohl pegel- als auch frequenzbezogen linear.
      somit hast du einen reinen, linearen cleanboost.


    wenn du das ganze pegelbezogen siehst, ist der microamp eine ursprungsgerade, und ein verzerrer eine kurve, die durch den ursprung geht, kurz ebenfalls linear bleibt und dann mehr oder weniger früh und mehr oder weniger sanft abknickt bzw. flacher wird. equalizer wär auch ne ursprungsgerade.
    (dazu muss man sagen, dass da microamp und eq auch nur bis zu einem bestimmten pegel linear sind. der punkt des "abknickens" wird bei diesen aber so hoch gewählt, dass er im normalen betrieb mit gitarren nicht erreicht wird und das ganze so linear bleibt. wird dieser punkt doch erreicht, hat man die probleme, von denen du im zusammenhang mit dem "lineal" gelesen hast.)

  • Hallo raphraph,
    hörst du die Knöcheln auf den Pulten klopfen? Das war ein astreiner Logik-Vortrag, aber wenn man nicht mit der Nase draufgeknallt wird ...
    Ein astreines MACRO Referat für einen MICRO Amp!:D
    Deine Erklärungen haben auch mich stark erhellt - obwohl .. ist ja alles LOGISCH!:rolleyes:
    Auch Dank von mir.
    Grüsse
    Hans-Jörg

    Nur wer fragt, wird (irgendwann) wissend. ;D

  • gern geschehen :)

    wir war das ehrlich gesagt auch nicht so bewusst, bis eben die frage nach der nichtlinearität kam, und dann hab ich mich eben selbst gefragt: moment, wie sieht so was eigentlich im diagramm aus? ;)
    und dann hab ichs halt runtergeschrieben, weil die ahnung ist ja da, sie war nur noch nicht in dem maße im bewusstsein...

  • So Jungens,

    jetzt mal ran an die Buletten:

    Ich bin gerade dabei einen Entwurf für den Microamp zu erstellen, wie später das Gehäuse aussehen soll.
    Ich habe mir das in etwa so, wie in der Anlage vorgestellt.
    Der graue Punkt stellt den Schalter dar, der rote die LED (könnte mir die mit dem Motiv auch in blau vorstellen, was sagt ihr dazu?) und der braune soll den braunen Vintage Knopf vom Musikding-Versand darstellen mir Durchmesser 21 mm.

    Jetzt stellt sich die frage, wird das klappen vom Platz? Die 9V Buchse soll an die Stirnseite des Pedals und die Klinkenbuchsen seitlich mittig. (also in etwa auf Kniehöhe der Dame)

    Ich frag nur deswegen, weil ich mir bei anderen Pedalen schon die tollsten Dinge ausgedacht hab, später dann aber merkte, dass der Platz innen drin nicht ausreicht.
    Das Gehäuse ist ein B Gehäuse. (111x60)

  • Hallo,

    Zitat

    Jetzt stellt sich die frage, wird das klappen vom Platz?

    nä, jetz mal im Ernst: Stellst du die Frage wirklich an uns?!

    Wissen wir die Abmessungen deiner Platine, die Art und Abmessungen der Buchsen und des Fußschalters? - Da gibt es nämlich sehr wohl Unterschiede.

    Ob keine Batterie rein soll, steht auch nicht ausdrücklich da...

    Also entweder machst du es zeichnerisch, in mindestens zwei Ansichten oder
    du probierst es mit Platzhaltern im Gehäuse.

    Dazu ein Tip: Für Buchsen, Potis und Schalter habe ich welche geopfert und alles abgeschnitten/gefeilt, was durch das Gehäuse gemußt hätte - so kann man die Platzverhältnisse ausloten ohne bohren zu müssen. Für alles andere (z. B. bestückte Platinen) "schnitz" ich mir Platzhalter aus Hartschaumplatten...

    Oder du wartest, bis hier ein sozial eingstellter "Obervermuter" dich mit einem solchen einen Satz erlöst:
    "Ooch, dat wird schon klappen, meine Omma habense letzten Freitag auch noch unterjebracht, obwohl datt Famillijenjrab offizell voll war..." ;D

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Der war gut...;D

    Zitat von eBernd;268390


    Dazu ein Tip: Für Buchsen, Potis und Schalter habe ich welche geopfert und alles abgeschnitten/gefeilt, was durch das Gehäuse gemußt hätte - so kann man die Platzverhältnisse ausloten ohne bohren zu müssen. Für alles andere (z. B. bestückte Platinen) "schnitz" ich mir Platzhalter aus Hartschaumplatten...

    Geht doch auch einfacher: Schalter, Potis etc kann man ins Gehäuse reinstellen und die Buchsen lassen sich mit der Mutter am Rand festklemmen.

    Wie die Anordnng beim Microamp optimal funktioniert, zeigt übrigens der Bausatz von Uwe. Aber wie gesagt: Wenn die Platine auf die Potis soll, muss man Subminiaturelkos nehmen oder die normal großen flach umbiegen o.ä.

  • So,

    bin fleißig am werklen. Gehäuse ist bereits gebohrt und lackiert (Bilder folgen) und gerade bin ich dabei die Platine zu bestücken.
    Eigentlich läuft alles ganz gut, nur der 4,7µF Kondensator macht mir gerade Probleme. Ich weiß nicht, wie rum ich ihn einbauen muss. Bei den anderen ist es ja kein Problem. Auf dem Bestückungsplan ist ja eingezeichnet auf welcher Seite der Pluspol sein muss und an den Kondensatoren ist der Minuspol mit Hilfe eines "-" dargestellt.
    Beim 4,7µF Kondensator ist aber kein "-" drauf sondern, es sieht eher aus, wie eine quadratische Null.
    Soll das einfach nur ein Minus darstellen?

    slugs

  • Hm, das ist schon mal gut für die Zukunft zu wissen, blos hab ich den Kondensator mit dem Saitenschneider bereits aus seinem Karton herausgeschnitten und beide Beinchen haben nun die selbe Länge. :rolleyes:

  • Wenn der "eckige Punkt" ein Symbol sein soll, wird es wohl ein "-" sein, denn bei Elkos ist eigentlich immer das "-" angegeben. Wenn du auf Nr Sicher gehen willst, stell mal ein Bild rein, aber fix, ich muss gleich weg...

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