neuer Madamp - AÜ schon geschossen?

  • Hallo Forum,

    ich habe mir letzten Winter einen A15 im (selbstgebauten) Combo-Gehäuse aufgebaut. Erste, zaghafte Tests in der Mietwohnung klangen sehr vielversprechend. Nachdem ich eine Kalte Lötstelle im Tonestack des zweiten Kanals beseitigt habe, lief auch alles. -Die dicke Masseleitung an der Hauptplatine ist auch gemein.

    Wie auch immer: Schnell alles zusammenpacken und ab in den Proberaum. Leider habe ich beim Einbau nicht daran gedacht den Lautsprecher wieder anzuschließen. (ich schäm mich auch.)

    Jetzt läuft nichts mehr. Leider finde ich den Fehler nicht. Könnt Ihr mir dabei helfen?
    Ich habe die Spannungen nachgemessen – an allen im Plan angezeigten Messpunkten sind Sie zu niedrig, allerdings innerhalb der 10% Toleranz. Davor waren die Spannungen auch zu niedrig, allerdings denke ich etwas höher. Genau weiß ich es nicht, die Notizen sind im Papierkorb gelandet.

    Ich habe versucht den AÜ zu messen – allerdings bin ich dabei unsicher ob ich alles richtig gemacht habe. Der gemessene Gleichstromwiederstand der Ausgangsspulen ist deutlich niedriger als in der Anleitung angegeben. Allerdings traue ich hier meinem (digitalen) Messgerät nicht. Die Spulen sind gegeneinander gut isoliert – soviel kann ich noch messen.
    Um den Trafo weiter zu Testen habe ich primär 230V angeschlossen. Meiner Meinung nach ist der Transformator heile:
    Sekundär messe ich an 4 8 und 16 Ohm
    4,4 6,2 und 8 V
    Mit dem berechneten Übertragungsverhältnis (ü = sqrt(Rprim/Rsek)) (Rprim =9000?!?) komme ich auf
    206 210 und 192 V

    Liege ich bei meiner Rechnung richtig? Habt ihr weitere Tipps?

    Sobald er wieder läuft gibt es Fotos :-).

    Viele Grüße, qwertzui

  • Hallo quertzui,


    wie man einen AÜ testet hatte ich hier früher schon mal erklärt. Sollte also über die Sufu zu finden sein.


    Das funzt über eine Kombination von messen und rechnen.
    1. Du speist in die Dir bekannte 8Ohm- Sekundärwicklung des AÜ's eine
    kleine Wechselspannung ( z.B. 6,3V ein, nachmessen!!! ) und mißt die
    Ausgangsspannung der Primärseite. (Vorsicht hohe Spannung !!!).
    2. Du errechnest das Übersetzungsverhältnis aus ü= U1:U2 ( U1 gemessene
    Spannung Primärwicklung, U2 Deine eingespeiste und nachgemessene
    Spannung an der Sekundärwicklung)
    3. Du errechnest die Primärimpedanz Z1= Z2 * ü² (dabei ist Z2 Deine
    bekannten 8 Ohm)
    Du solltest also etwa auf um die 9k kommen.


    Das ist "ingeneurtechnisch" zwar nicht ganz korrekt, Keine Lastwiderstände
    und nicht 1kHz, reicht für die einfache Ermittelung aber aus.
    Gruß
    Peter


    __________________

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Hallo Peter,

    Fast genau so bin ich vorgegeangen - allerdings habe ich Pimär netzspannung angelegt.

    Die Berechnung war dann ein bisschen 'von hinten druch die Brust ins Auge':

    ich habe die 9kOhm = Z1 = Rprim angenommen, um wieder auf die Netzspannung zu kommen.

    mit Deiner Berechnung komme ich auf:

    an 4Ohm: 230^2 / 4,4^2 *4 = 11000
    an 8Ohm: 230^2 / 6,2^2 *8 = 11000
    an16Ohm: 230^2 / 8^2 *16 = 13 225

    Liegt dass im bereich des Messfehlers (1khz;Last)? Wenn was geschmoort hat müsste der gemessene Widerstand niedriger liegen oder?

    Vielen Dank,

    qwertzui

  • Genau das ist das Problem!

    Wenn Du hohe Spannung primär einspeist ist die Ablesegenauigkeit der kleinen Spannungen sekundärseitig zu ungenau!:(
    Außerdem sollst Du jetzt ja Zprim nicht annehmen, sondern kontrollieren ob da auch noch der richtige Wert rauskommt.

    Machs wie ich beschrieben habe!

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Hi Peter,

    ich hatte heute Zeit zum messen.

    an 4 Ohm: (338V/6.7V)^2 * 4Ohm = 10.2 kOhm

    an 8 Ohm: (246V/6.8V)^2 * 8Ohm = 10.5Kohm

    an 16 Ohm habe ich noch nicht gemessen. Die gemessene Spannung ist Symetrisch.
    Noch mal meine Frage: Wenn was Durchgeschlagen ist müsste, die Impedanz mMn unter 9kOhm liegen. Stimmt das?


    und: Entschuldigunge bitte meine vorschnelle Antwort, ich habe mich falsch verstanden gefühlt.
    Des weiteren habe ich jetzt meine Suche eingrenzen können so bin ich auf Deine Erstveröffentlichung gestoßen :-).
    Hier der Link für nachfolgende Suchende:
    http://forum.musikding.de/vb/showthread.…ighlight=messen
    und der Weg dort hin:-):
    http://forum.musikding.de/vb/showthread.…ighlight=messen

    Schönen Gruß und Vielen Dank für Deine Mühe und Geduld,
    qwertzui

  • Dein OT lebt also noch! :D

    Glückwunsch!

    Edit:
    Nochmal zum korrekten Rechenweg mit Deinen Meßwerten:

    ü= 246V:6,8V= 36
    Z1=Z2*u² = 8Ohm*1296 = 10368 Ohm = 10,4k

    Das Problem muß also woanders liegen.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Das mit den Trafos ist echt immer so eine Sache :(

    Habe hier schon seit Wochen nen 19" 80Watt DYNACORD REFERENCE Midi Vollröhren Amp rumstehen.

    Die Endstufe macht keine 5Watt und zerrt sehr stark. Direkt an den Anoden, mit dem Oszilloskop gemessen ist alles OK.

    Hab den Ausgangstrafo ausgebaut und die Impedanzen gemessen. Werte stimmten exakt!
    Auch schon von einer anderen Endstufe Signale rückwärts reingeschickt. Und die Primärseite dabei belastet. Auch unverzerrt.

    Bin so langsam am verzweifeln :(

    Jemand eine Idee???

    Der Amp wurde super selten gebaut und ihn aufzugeben wäre echt zu Schade. Naja es wurden 4 Stück von den Kisten Jahre lang in einem Rack durch ganz Europa gekarrt und stundenlang ohne Aktivkühlung gequällt ^^ Dann wäre es kein Wunder dass der Trafo gelitten hat und evtl Wicklungsschlüsse hat :-/

  • er geht wieder.

    Hallo,

    letztes Wochenende konnte ich Messen. Das Ergebnis dieses Vorgangsd ist, dass er wieder läuft. Warum weiß ich nicht. Das ist stellt mich nicht richtig zufrieden... Beim durchmessen hatte auch einige Leitungen entfert, wahrschienlich habe ich dabei den Bug unabsichltich gefunden.
    Im anhang findet ihr auch ein Bild. Vom Design her gefällt er mir gut, allerdings habe ich die Combo mit Kunstleder bezogen. Dabei musste ich mal wieder feststellen das die Hände bei mir beide Links sitzen, das resultat gefällt mir hier also nur bedingt.
    Wie bereits erwähnt die Tests in der Mietwohnung stimmen mich zuversichtlich auf einen guten Klang - Dabei gefällt mir der Cleansound am besten.
    Derzeit gefällt mir nicht dass der Amp brummt. Der Grund hierfür ist allerdings schon gefunden. Durch die hängende Montage des Gehäuses ist der Abstand zw. Lautsprecher (Oben) und Transformator sehr gering, bei Betrieb außerhalb des Gehäues hört man nichts. Bei Gelegenheit werde ich deshalb den Trafo anders Montieren.

    Viele Grüße,
    qwertzui

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