High-Gain Röhren Verzerrer im Eigenbau

  • Hi Leute!

    ich stöbere schon länger hier im Board rum und wollte auch mal einen Beitrag leisten :).
    Habe schon ein Paar Projekte nachgebaut (Dr. Boogie und Howies Metal Simplex)
    Wie man erkennt, geht meine musikalische Ausrichtung in Richtung Metal^^ Wobei ab und an auch mal ein schönes Overdrive richtig laune mach.

    1) zum Dr. Boogie oder "Boogiemaster" Alias Rectifier emulator.
    Habe 2 Anläufe gebraucht um ihn zum Laufen zu bekommen, ist schon etwas komplexer im Aufbau und in der Fehlersuche^^
    Soundtechnisch ist er OK. Im unteres Gain bereich sogar sehr gut!
    Allerdings fehlt mir die geschmeidigkeit im Sound.."ist immer doof zu beschreiben"
    2) Metal Simplex.
    Ist vom Aufbau her sehr einfach und auch für Einsteiger seh gut geignet.
    Soundtechnisch bringt er nicht sehr viel Gain aber klingt unheimlich "warm" und angenehm. ACDC ist damit aber drin ;)

    Nun zu meinem Vorhaben:
    Ich habe die Tage etwas mit der ECC82 experimentiert (unter 12V) und muss sagen, die ist echt nicht schlecht. Mit einer Röhre kann man nur nen guten Overdrive rausholen, deswegen will ich jetzt etwas mit 2 Röhren machen und evtl einer kleinen Transistor Vortsufe zum Anpusten. Was haltet Ihr davon? unter Tube-Town gibt es 2 Röhren Verzerrer, den Vanilla OD und den PepperShredder.

    http://www.tube-town.net/diy/lov/lov02-peppershredder.html
    http://www.tube-town.net/diy/lov/lov02-peppershredder.html

    Meine Frage zu den beiden Schaltplänen ist:
    Warum hat der Vanilla OD einen "Impedanzwandler" am Ende, während der PepperShredder keinen hat? Die meisten Effekte die ich gesehen habe bisher hatten immer einen solchen am Ausgang.

    Werde demnächst (wenn meine Röhren etc ankommen.) mal meine Ergebnisse hier vorstellen (Schaltplan, soundsamples, pics).

    Gruß,
    Matthias

  • Hallo,

    wenn du vier Triodensysteme zur Verfügung hast, kannst du alle vier zur Verstärkung heranziehen ("High Gain) oder halt eine Triode als Impedanzwandler verwenden, um Tone Stacks niederohmig anzusteuern oder längere Kabelwege zum Power Amp mit weniger Höhenverlust zu nehmen.

    Zusätzlich wird das Signal im Overdrive vor der 3. Stufe durch den 470k/470k Spannungsteiler nochmals um 6 dB gedämpft...

    Bei gegebener Anzahl verstärkender Elemente mußt du halt entscheiden, was du (soundmäßig) erreichen willst...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi Bernd,

    danke für deine schnelle Antwort!

    Ich werde das ganze erst einmal auf einem Steckbrett aubauen und etwas rumexperimentieren. Aber ich werd schon alle 4 Trioden zum verstärken/verzerren benutzen. Bin mal gespannt was 2 röhren so alles ergeben werden....Habt Ihr schon Erfahrungen mit der ECC82 / ECC81 im Niedervoltbereich gemacht?
    Laut b-kainka "Röhren Projekte von 6-60V" tuen die beiden sich nicht viel im 12V bereich.

    gruß,
    Matthias

  • Habe den PepperShredder von TT mal aufgebaut. War leider überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Hat mir persönlich viel zu wenig gezerrt! Zum Anblasen meines HRD war er ganz ok. Aber auch da gibt es, teils bessere, Alternativen. Ich persönlich lasse seit dieser Erfahrung die Finger von Niedervolt-Röhren-Projekten... Werde mich aber wohl demnächst mal erneut mit Röhren beschäftigen und davon berichten :) Seit ich ein Echolette NG51 mein Eigen nennen darf bin ich wieder Feuer und Flamme ^^

  • Ja, habe bei Tube-Town auch berichte über den PepperShredder gelesen, und "Gain ohne Ende" scheint er wirklich nicht zu bringen....
    Im Anhang ist der Plan zu dem Röhren Overdrive den ich gestern zusammengelötet habe. Bei maxim. Gain hat man eine schöne leichte Zerre. Die "vielen" Potis sind zum rumprobieren.
    Ich muss dazu sagen das ich noch nicht sehr viel mit Röhren gearbeitet habe und das meine erstem Gehversuche sind :)
    Leider wir das im heutigen E-technik Studium auch nicht mehr vermittelt...
    Aber etwas Nostalgie ist doch was schönes :P

  • Hi,

    mir ist da noch eine Idee gekommen wie man das ganze in ein Gehäuse bauen kann. Was haltet ihr von erweiterbaren Modulen?
    Also eine Box fürn Input. Daran kann man die erste Röhrenstufe stecken, dann die zweite, dritte....wie man soundtechnisch mag und am Ende ein Tonestack in ner box?

    Das ganze nenne ich dann "Der Cube" :D

    Meint ihr das macht Sinn? oder lieber alles in eine Box packen?
    Der Vorteil liegt auch darin das man die Input Box und das Tonestack auch sonst nutzen könnte...

    Gruß,
    Matthias

  • Ich würde das alles in ein Gehäuse packen. Wenn du vor hast zwischen den einzelnen Elementen noch Steckverbindungen zu packen musst du evtl. damit rechnen, dass der Sound darunter leidet.

    Bin dahingehend kein Experte, dennoch würde ich eine komplett abgeschirmte Umgebung für die Schaltungen bevorzugen!

  • stimmt, da habt ihr recht.
    und es würde auch imens teurer werden wegen den vielen Gehäusen, Buchsen etc...
    Werd dann wohl lieber alles zusmman unterbringen, aber erstmal aufm Steckbrett testen...

  • Hi Kramusha,

    war grade mal auf deiner Seite (Dobernig-Amplification)...
    Wie ist der Obsidian? Habe schon des öfteren hier im Forum was darüber gelesen, aber noch keine Soundsamples gehört.
    Geht der wirklich richtung Metal?

    gruß,
    Matt

    PS: interessante Steckverbinder^^

  • Ja, der geht in Richtung Metal.

    Der Obsidian klingt richtig eingestellt relativ gut, jedoch gibt es enorme Unterschiede, je nach dem, welcher Amp verwendet wird. Bei mir zuhause hab ich vor meinem Roland Cube 60 relativ gute Ergebnisse erziehlen können. Vor einem anderen Amp (Mir kommt vor ein Transenmodell von Randall) klang er wirklich grauenhaft (In jeder Einstellung).
    Leider kann ich ihn nicht mit anderen Metal-Verzerrern vergleichen, ich bevorzuge aber die Modeling-Distortions aus meinem Roland. Also den Recti und den Peavey 5150 Modelings kann er mMn einfach nicht das Wasser reichen. (Man darf aber nicht vergessen, dass diese höchstwahrscheinlich auf die restlichen Komponenten des Amps abgestimmt sind.)

    Vom Dr.Boogie hört man aber viel Gutes. Leider habe ich noch keinen getestet.

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Hab das Soundsample gefunden, danke!

    Klingt schon nicht schlecht muss ich sagen.
    Den Dr.Boogie habe ich schon gebaut. Hat aber erst beim 2ten Anlauf richtig funktioniert. Klingen tut er schon gut, die Jfet 201 gehen schon in richtung Röhre. Allerdings hab ich nicht soviel Gain rausbekommen wie die vorhandenen soundsamples versprechen. Ich werd nach meinem Röhren-Projekt noch einmal drüberschauen und gucken woran das liegt.
    Aber auch beim Dr.Boogie klingt er an jedem Amp anders! An meinem Marshall 50W Vollröhre kommt er über den Return Eingang richtig gut.
    Über einen Hughes & kettner Transen Amp dagegen ziehmlich mies^^

    gruß,
    Matt

  • Hi Leute,

    Da meine Bestellung noch nich angekommen ist habe ich heute mit meinem Restbestand was rumexperimentiert.
    Ich hatte noch 2 2N3904er und 2 JFet 201 die nun eine ECC82 "anblasen"

    Hier einmal ein Soundsample (Handyquali :( ) im Anhang.
    Einstellungen: Maximum Gain in der Transistorstufe, max Gain bei der ECC82.

    Ich find den Sound im Grunde nicht übel (Gespielt über einen Marshall 50W Vollröhren Combo (Return Eingang) JAckson Gitarre (2 Humbucker))

    Gruß, Matt

  • Hast du auch eine Aufnahme von deinem Cleansoud in gleicher Aufnahmequalität? Diese wäre für einen Abgleich relativ hilfreich. Im Grunde klingt die Aufnahme schon recht vielversprechend.

    mfg Wolfgang

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

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