Platine ätzen - Bügeltechnik - so geht es besser

  • Ne Standbohrmaschine bentze ich ja auch. Letztens kam ich mir vor wie im Film Armageddon, als mir ein Bohrer nach dem anderen kaputtgingen und ich mit dem letzten doch noch die Hälfte der Platine schaffte (er steht immrnoch).

    Ich hab mal gemessen mit einem elektrischen Temperaturmesser. Das Wasser in der Ätzwanne hat nach ca. 5 Minuten eine Temperatur von 45 Grad und hält die auch eine lange Zeit. Kann höchstens daran liegen, dass ich zu früh reingetan habe.

  • Mannomann das kenn ich. Ich hab derzeit auch noch keine Standbohrmaschine und bohre die Platinen mit dem Akkuschrauber!

    Beim "Lightwah" sind mir 2 Bohrer abgebrochen, jetzt reichts, ne Standbohrmaschine muss her! Gottseidank hab ich mir gleich ne 10er Packung bestellt....

    Ausserdem geht das voll in die Arme wenn man ~100 Löcher bohren muss:rolleyes:

  • Heute kam son Katalog von irgendner Firma, und das Papier glänzte so dermaßen, da hab ich einfach mal probiert damit zu bügeln.

    Was soll ich sagen, ich glaube das war eine Fügung Gottes. Ich hab nur ein paar mal mit dem Bügeleisen bei maximaler Hitze gedrückt und das ist wirklich bombenfest und dich drauf, auf alles Massenflächen. Ich werd die Tage mal damit ätzen.

    Und ich hab die Platine nichtmal mit Aceton gereinigt!

  • Zitat

    Ne Standbohrmaschine bentze ich ja auch. Letztens kam ich mir vor wie im Film Armageddon, als mir ein Bohrer nach dem anderen kaputtgingen und ich mit dem letzten doch noch die Hälfte der Platine schaffte

    Dann machst du aber irgendwas falsch.
    Ich bohr die mit dem Dremel ohne Bohrständer und funktioniert auch.
    Bohrst du mit zu geringer Drehzahl? Bei dem kleinen Bohrer kannst du mit höchst möglicher Drehzahl bohren.

  • http://forum.musikding.de/cpg/displayima…tup&cat=0&pos=1

    Ich hab jetzt mit anderen Papier ja alles gut drauf bekommen, aber ich habe zwischen den Pins/leiterbahnen teilweise sehr viel Papierrest. Das Problem ist, dass ich teilweise SSOP Beuteile habe, wo der Pinabstand nichtmal n mm ist und das nicht zuverlässig zu entfernen geht. An vielen Stellen konnte ich es aber wegkratzen, geht aber wohl nicht überall.

    Jedenfalls hab ich keine Lust etwas zu riskieren, das kaput zu machen^^.

    Hat da jemand ein Tip?

  • Wenn der Toner gut hält kann man das doch einfach mit Wasser und dem Finger wegrubbeln. Wenn der Toner nicht hält ist es sowieso schlecht gemacht.
    Auf dem Bild sind es schon sehr viel Stellen, aber wenns nur vereinzelt ist, macht es nichts, die Ätzflüssigkeit geht ja duch's Papier durch.

  • Wenn es großflächig ist, ist das aber nicht gut, denn man hat es hinterher schwer, die Ätzlösung wieder komplett zu entfernen.

    Ich hab bisher noch jeden Papierfitzel runter gekriegt. Ggf halt sehr lange in Wasser mit etwas Spüli einlegen und dann mit weicher Bürste ohne Druck entfernen.

  • Zitat von Curby;321438

    Ja ich rubbel wie verrückt.

    ...und dabei kannst du dich noch um eine Platine kümmern? Talentiert. :cool:

  • Hab' nochmal einen Tipp, wenn nach dem Bügeln nicht nur der Toner auf der Platine hängt, sondern auch noch der eine oder andere Schriftzug des Prospekt- oder Katalogpapiers (jemand hatte den Playboy in der Mache - wer weiss, was da alles noch hängen bleibt ...). Sieht manchmal recht bunt aus nach dem Bügeln und Abrubbeln des Papiers:
    Nach dem Wegrubbeln des Papiers macht man den aufgebügelten Toner + Kupferseite einfach mit Ethanol (Spiritus) sauber. Die Schrift geht komplett weg, aber der Toner bleibt unangekratzt, weil das Trägerpolymer in Ethanol unlöslich ist (Polyacrylat), die Schriftfarbe sich aber nach aller Erfahrung immer in Ethanol löst.
    Man kann ruhig kräftig mit den Ethanol-Lappen über die Leiterplatte. Nur Mut.
    Nach dem Ätzen nimmt man dann einen Lappen mit Aceton, um den Toner zu entfernen. Das Polymer löst sich gut in Aceton und das Kupfer kommt zum Vorschein.
    Ich mache grundsätzlich den aufgebügelten Toner vorm Ätzen mit Ethanol sauber. Das gibt sehr saubere Strukturen.

  • Leider hab ich kein derartiges Mittel grade zur Verfügung. Wird aber schon klappen.

    Ich hab jedenfalls heute probiert, wie ich Vias löten kann. ALso insbesondere jene, die unter SMD Bauteilen liegen und möglichst flach sein müssen. Diese bearbeiter ich einfach mit Hammer und einen platten Nieter und hämmer die glatt, danach bisschen Entlötlitze und schon hat man - zumindest auf einer Seite - ein ultraflaches Via.

    Das musste ich nun selber experimentieren, stand nirgendwo beschrieben.

  • Hä???

    Welchen Sinn sollte es denn machen, vor dem Ätzen den Toner zu putzen? Sorry, aber das klingt völlig absurd.

  • Guten Abend Leute,

    endlich konnte ich mich dazu überwinden Eisen III Chlorid in der Apothecke zu bestellen und Morgen kommt es an! Als erstes werde ich mich an einem alten Gehäuse austoben, mit der Laser / Bügelmethode. Nun meine Frage: Geht der ganze Vorgang nur mit schwarzem Toner, oder bleiben Flächen mit farbigem Toner (zb. Rot, Blau) auch vom ätzvorgang verschont?
    Entschuldigt bitte die dumme Frage, aber es sind meine ersten gehversuche beim ätzen.

    Gruss
    Urs

  • Wenn alle verschiedenen Toner Farben beständig gegen die Ätzflüssigkeit sind (wovon man eigentlich ausgehen kann), funktioniert es mit allen Farben.
    Aber farbiger Toner ist doch viel teurer, hätte doch keinen Sinn es in Farbe auszudrucken.

  • Guten Morgen Leute,

    nun hab ich mein Eisen III Chlorid Pulfer Zuhause. Was für ein mischverhältnis, Gramm / Dezilitter, ist optimal? Bei allen Turitorial die ich gelesen habe, konnte ich diese Angabe nicht ausfindig machen und auf der Dose steht auch kein Mischverhältnis. Die Hompage des Herstellers hat auch keine Datenblätter zum Downloaden.

    Betsen Dank

    Gruss
    Urs

  • das sagt Bungard:

    - Eisen-III-Chlorid


    - Wir empfehlen dieses Ätzmittel zur Verwendung in unseren Maschinen. Es ist als 56%iges Granulat erhältlich. Die Kupferaufnahme liegt bei mehr als 50 g / l Cu, die Ätzgeschwindigkeit beträgt 30 - 10 µm / min. Das Ätzmittel arbeitet - anders als Natriumpersulfat - auch im kalten Zustand zufriedenstellend. Die beste Leistung erzielt es jedoch bei 40 - 50 °C. Ansatz: ca. 800g Granulat in 1 l warmem Wasser (ergibt ca. 1,4 Liter Lösung). Eisenchlorid neigt zur Schlammbildung. Dies kann durch Zugabe geringer Mengen von Salzsäure zum verbrauchten (nie zum frischen) Ätzmittel verhindert werden. Lieferform: 25 kg-Gebinde oder 1 kg-Beutel

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