Projekt "dickes Netzteil"

  • Hallo zusammen,
    ich würde mir gerne ein 9V-Netzteil selber bauen...

    Es soll wirklich etwas ordentliches werden,
    also total brummfrei und mit genug Power für 10 analoge Treter!

    Ich kenne mich mit der Netzteil-Materie nicht soooo gut aus,
    habe aber schon gegoogelt und im Forum gesucht,
    aber es gibt schon eine grössere Auswahl...

    Das "Spyder"-Netzteil von Geofex sieht ganz ordentlich aus,
    aber das nimmt dafür auch ordentlich Platz weg
    und saugt mit den ganzen Trafos sicherlich auch etwas mehr aus der Dose oder?

    Könnt Ihr mir da etwas empfehlen?

    Lohnt sich der Aufwand preislich und wo liegt der Preis so ca. ?


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Hi,
    wenn das so einfach ist dann natürlich gerne ;)

    Ich habe 2 Netzteil-Projekte in meiner Wahl,
    die sind beide von GGG und ich muss mich natürlich für eines entscheiden:

    http://www.generalguitargadgets.com/index.php?opti…d=135&Itemid=26
    http://www.generalguitargadgets.com/index.php?opti…d=134&Itemid=26

    Welches davon ist eher zu empfehlen und was sind grob die Unterschiede?
    Diodengleichrichtung oder "bridge rectifier"?

    Sorry wegen der vielen Fragen!


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • zuerst solltest du dich für grundpfeiler deines projektes entscheiden:
    wieviel leistung? "10 effektgeräte" ist leider nicht genormt. wenn du maximal 200mA/Effekt rechnest, dann biste bei 2A - die reichen aber wirklich dicke.
    dann hat das nt eine leistung von 9V*2A=18W (bin grad selbst über die dimension überrascht.).
    so, dann brauchen wir einen spannungsregler, der das abkann, besser größer als kleiner. nehmen wir z.b. den 7809S, artikelnummer 148288 auf http://%22http//www.conrad.de%22 - kühlkörper dazu nicht vergessen!
    ist kein low drop, also will er ca. 12V input (ausgangsspannung + 2 bis 3V). das heißt, glättungselko, gleichrichter und trafo darauf ausrichten. trafo ein 230V prim, 12V sec und mindestens 12V*2A=24VA leistung. gleichrichter muss auch mindestens 12V und 2A abkönnen, aber wie alle halbleiter eher überdimensionieren (vllt auch an den kühlkörper hängen?). der glättungselko mindestens 2000µF (mehr ist besser) und 17V also 25V (12V mal wurzel 2).
    die direkte beschaltung des spannungsreglers entnimmst du dessen datenblatt (da sind immer beispiele drin), und schaltest die ganzen kompenenten so zusammen:
    trafo - gleichrichter - glättungselko - spannungsreglermodul.
    und dann denkst du an deine sicherheit (hochspannung) und an die des benutzers (VDE!) und dann klappt das und du hast ein tolles netzteil.

    genauer werd ich jetzt nicht, kostet mich zu viel zeit...

    kosten? kommt drauf an: wie viel willste in den trafo investieren? ringkern? was hast du noch in der krabbelkiste?

    edit: warst schneller: bridge rectifier ist nichts anderes als vier dioden in einem gehäuse, das kühlkörperfreundlich geformt ist...

  • Danke für die Infos :)

    Hört sich exakt nach den beiden GGG-Projekten an...
    Kannst Du mir vielleicht eines der beiden empfehlen?


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Ach mann, wie kann man nur so einen Aufriss um ein standard-0-8-15-schema-f-netzteil machen? Wie lange machst du schon mit Elektronik rum? 3-4 Jahre?

    "Was ist der Unterschied zwischen Diodengleichrichtung und Bridge-Rectifier?"

    Sorry, aber sollen wir dir bis in alle Ewigkeit wirklich jeden Mist vorkauen?

    Willst du nicht mal anangen selbst nachzudenken (Vor allem bei dermassen einfachen Sachen).

    Also manchmal kanns einen echt aufregen.

  • Hi,
    halt mal die Bälle flach...

    ...es geht hier schliesslich um ein Hochspannungsprojekt
    und es lohnt sich meistens mal vorher nachzufragen,
    was andere so für Erfahrungen und Erkenntnisse gemacht haben,
    denn man baut sich nicht alle Tage ein Netzteil!

    Was ein Gleichrichter ist weiss ich, welchen man verwendet
    ist wahrscheinlich auch eher subtil, aber fragen kostet nichts...

    Achja:
    Wenn Du alles weisst kannst Du mir sicherlich
    den Unterschied der beiden o.g. Netzteile erklären ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Hallo,

    Die Netzteile tun sich für die Anwendung genau nichts, da kann man getrost die "simple" Variante nehmen.

    Wenn man aber schon ein NT baut, sollte man meiner Meinung für alle 2-3 FX-Versorgungen ne eigene Sekundärwicklung haben um eventuelle Störenfriede getrennt versorgen zu können.

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

  • Über die Primärseite des NTs haben wir hier noch garnicht gesprochen. Ausserdem ist 230V keine Hochspanung. Niederspannung geht bis 1000V wenn man mal klugscheissen will.

    Die Unterschiede?

    Tja, das eine ist wohl mit einem LM317 das andere mit einem 7809 aufgebaut.

    In der LM317-Version sind die kleinen Kondensatoren gegen ein (eventuelles) auschwingen des Reglers untergebracht, und auserdem die Diode gegen "Rückwärtsspannungen" aus der Schaltung beim ausschalten (haben die Regler nicht gern)

    Diese "features" (7809-Datenblatt anschauen, da stehen die auch drin) kannst du der anderen Schaltung genauso spendieren.

    die LM317-Schaltung hat nen höheren Ausgangswiderstand (dürfte bei der größenordnung relativ wurschd sein).

    Ansonsten sind beides billigste standardschaltungen. Achja: Ich würde dir empehlen deine "Hochspannung" mit einem für 230V ausgelegten Trao statt nem Amitrafo runterzutransformieren.

    hier gibts auch noch gute Tipps zu 78xx-Reglern und zu standard-Netzteilen:

    Klick

  • Hallo und Danke für Eure Tips :)

    Wirklich gut und verständlich erklärt - Danke!

    btw: Für mich ist Steckdosenspannung Hochspannung, da gefährlich - so einfach ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Zitat von Magnus;261909

    Danke für die Infos :)

    Hört sich exakt nach den beiden GGG-Projekten an...
    Kannst Du mir vielleicht eines der beiden empfehlen?


    MfG
    Magnus

    ganz ehrlich? 1:1 keins von beiden. bei dem einen (mitm 7809) ist der glättungselko viel zu klein (tuts gut 10x so groß), das andere mit dem lm317 ist imo unglücklich aufgebaut. da ist die ausgangsspannung direkt von nem widerstandsverhältnis anhängig und denk an die toleranzen. trimmpoti ist bei nem lm317 imo ein muss! ist bei dem auf tonepad.com besser gelöst.
    die lm317-schaltung hat den vorteil, dass sie regelbar ist, d.h. durch kleine umbauten wären auch andere spannungen drin - erkauft durch höheren bau- und verständnisaufwand.

    und gravewarrior hat schon irgwie recht: ich bin hier jetzt seit nem jahr dabei. einer der ersten tipps, die ich von dir bekam, war von dir. jetzt muss ich nach dieser kurzen zeit (ok, verkürzt durch elektrotechnikstudium, das ich im oktober begonnen hab) dir sachen vorkauen. macht das auch dich nachdenklich? machs doch einfach wie andere auch und les dir das wissen an! bilde dich weiter, dann musst du nicht solche fragen stellen.

    edit: damn schon wieder zu langsam

  • Ich würde in dem Falle wirklich genau nachrechnen, ob sich der Selbstbau lohnt. Da in dem Falle auch kein MOJO gefragt ist, bringt Selbstbau nicht wirklich etwas. Ich für meinen Teil baue jedenfalls keine Netzteile mehr.

  • Hallo und Danke für die Infos - gut zu gebrauchen ;)

    Ich bin eher der praktische als der theoretische Typ, ich baue lieber,
    bin Soundtüftler, Gitarrist und arbeite mit meinen Effekten,
    aber das habe ich ja schonmal erwähnt...

    Und ich bin der Meinung man muss nicht immer alles wissen,
    nur um bei anderen dann einen auf "Profi" machen zu können,
    das zeugt nämlich von Charakterschwäche...

    Jemand der Anfängerfragen stellt ist auf einem bestimmten Gebiet ein Anfänger,
    da habe ich auch gar kein Problem mit, andere aber wohl schon - schade...

    Ich habe ein paar Bücher hier liegen,
    vielleicht sollte ich da mal reingucken,
    aber das wird mir sicherlich schnell zu "grau"...


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Magnus: Ein Elektroniker ist dann ein Praktiker, wenn er die groben Grundlagen gut genug beherrscht ums ich aus eiem 78xx, einem trafo und etwas Hühnerfutter ein Netzteil "nach gefühl" zusammenzimmern kann, und nicht einer der nach Jahren noch bei allereinfachsten Sachen andere Leute für sich denken lässt.

    Das was du machst ist Kopfloses nachbauen vorgekauter Schaltungen (am bestne Layouts, da muss man noch weniger denekn), ohne auch nur im ansatz zu verstehen (wollen?!?) was da passiert.

    Und Charakterschwäche nenne ich es wenn man von tuten und blasen keine Ahnung hat, erwartet dass einem immer wieder die selben Grundlagen runtergebetet wird und man sich an anderer Stelle mit Layouts proilieren will, für die man das Schaltbild noch nicht einmal ansatzweise versteht.

    Geh Noobs blenden.

  • Zitat von Magnus;261918

    Hallo und Danke für Eure Tips :)

    Wirklich gut und verständlich erklärt - Danke!

    btw: Für mich ist Steckdosenspannung Hochspannung, da gefährlich - so einfach ;)


    MfG
    Magnus

    Bevor Du diesen post editiert hast, stand da noch etwas Anderes, wozu ich diesen Link habe:

    http://forum.musikding.de/vb/showthread.php?t=22977


    edit ;D btw:

    Dirks Trafo kostet allein 42€ - Wasser auf walter11s Mühlen. :rolleyes:

  • Gravewarrior:
    Ich finde es echt erstaunlich, dass Du zu wissen glaubst,
    was ich über Elektronik weiss und was nicht...

    Ich interessiere mich übrigens sehr für die Schaltungen
    und Funktionsweisen der Gitarreneffekte und sauge
    da auch so gut ich kann alles an Infos auf...

    Nur mit Trafos und Amps habe ich eben noch nicht gearbeitet.


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • Ich sekundiere Wasser auf die Mühle!

    Habs selber mal durchgerechnet; wenn mans anständig machen möchte, sodass man echte Vorteile hat, ist ein gekauftes Netzteil (oder zwei) günstiger.

    Grüße,
    Swen

    Crank it!

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