Recorden mit Minidiskplayer

  • HI,

    Ich hab gehört, dass man mit einem Minidiskplayer ziemlich gute Tonaufnahmen hinkriegt, kann das jemand bestätigen??

    Ich hab zZ das Problem, dass ich mit dem Sound den meine SOundkarte liefert total unzufrieden bin, und da ein komplettes Interface auch nicht billiger als ein solcher Minidiskplayer ist, hab ich mir gedacht, das wäre ganz praktisch, da ich da auch nicht immer den PC mitschleppen muss...

    Ach ja, Folgende Reihenfolge:
    Shure SM57 - Behringer Eurorack UB2222FX - Sony Minidiskplayer

    Wäre das empfehlenswert??

    g
    t

    EDIT: Ich akzeptiere auch Vorschläge für sinnvollere/bessere Alternativen.

  • Hi!
    Dann ist der MD nix für dich. Du tauschst nur das Aufnahmemedium aus und der AD-Wandler im MD wird nicht viel besser sein als der Wandler der Soundkarte. Außerdem schreibt der MD-Player ein datenreduziertes Signal und wenn Du zudem diese Aufnahme wieder auf dem Rechner überspielst (analog oder digital??) kannst Du am Ende sogar ein schlechteres Ergebnis haben.

    Eine andere mobile Möglichkeit wäre es einen alten DAT-Recorder zu ersteigern, die hatten richtig gute Wandler drin und manchmal sogar Mikrofonvorstufen. Das Signal dann aber bitte per SPDIF auf den Rechner!

    Oder ein gutes Audio-Interface mit vernünftigen Wandlern. M-Audio hat ja ein paar gute Sachen im Angebot. Oder von digidesign, mein Favorit: die alte MBox (die hellblaue) gebraucht ergattern. Klingt super (gute Wandler und top Mikrofonvorstufen) und mit der ProToolsLE Software kriegst Du noch einen (inzwischen) richtig guten Sequenzer dazu.
    Gruß
    Chris

    PS: MD-Player eignen sich mit den als Zubehör angebotenen Stereo-Mikrofonen super für Konzert- oder Proberaum-Mitschnitte. Ich denke das meinte deine Infoquelle mit "ziemlich gute Tonaufnahmen hin kriegen".

  • Minidisk mit Billig-Stereomikrophon für Probe- und Livemitschnitte habe ich auch schon häufig verwendet; klingt ganz ordentlich, wenn man etwas mit der Position des Mikros spielt.

    Es gab auch mal Minidisk-Mehrspur-(4-Spur-)recorder; wie ich gerade ergoogelt habe, von Sony und Yamaha. Es sieht nur so aus, dass diese keinen Digitalausgang hatten.
    Minidiskrecorder mit Digitalausgang gab es als Standmodelle.

  • Hi,

    es gab auch einen etwas besseren Minidisc 4-Spur Recorder mit einem coaxialen Digitalausgang und recht komplexem gutem Mischer, das Tascam 564. Die Vorverstärker und der EQ sind sicher nicht schlechter, als bei dem Behringerpult und da das Ding recht komfortable Aufnahmefunktionen hat, kann man da schon einiges mit anstellen. Ich hätte da eins abzugeben, siehe second hand thread...

    In diesem Fall hier würde ich aber einfach dazu raten, ein simples USB-Interface anzuschaffen und anstelle der Soundkarte zu verwenden. Da ja nur ein Stereo-Input für Linepegel gebraucht wird, reichen da doch wirklich Geräte, die nicht viel kosten. Da tragen dann nur die Wandler zum Ergebnis bei und die sollten von der Qualität her allemal über dem Niveau des Behringerpultes liegen.
    Und wenn man bedenkt, was Minidiscs kosten und wie weit man rennen muss, um welche zu kriegen, ist das Interface für den PC letztlich auch die günstigste Lösung.

    Ich kann allerdings kein bestimmtes empfehlen, aber die kleinen Tascam sollen zB recht gut sein, auch M-Audio hat da sicher was passendes im Angebot.

    Andere Variante: Wenn du für den Behringer ein gutes Angebot kriegst, kannst du dir evtl einen gebrauchten Mixer mit integriertem Firewire oder USB-Interface leisten, ohne viel draufzulegen. Die bieten dann gleich noch einige Möglichkeiten mehr.

    mfg, Immo

  • Zitat von Gravewarrior;260030

    Ich würd vor allem nen MD-*Rekorder* nehmen :)

    Hi,

    Ursprünglich handelt es sich ja um Player, aber eben Player die auch aufnehmen können, aber egal.

    Ich schaff mir dann irgendwann mal ein USB Interface an.

    Meint ihr, die Soundqualität könnte durch das Behringer Pult verschlechtert werden??

    g
    t

  • Zitat

    Meint ihr, die Soundqualität könnte durch das Behringer Pult verschlechtert werden??


    Ich sach ma so: sehr viel besser wird sie nicht;D Aber für Gitarre sollte es schon gehen. Schau, dass Du ordentlich Pegel auf die Preamp gibst, sprich reiss den Amp auf:) Je weiter du den Gain bei solchen Billig-Pulten aufdrehen musst, desto :eek: wirds.

    Beim Aufnehmen ist der kürzeste Weg immer der beste. Wenn dein zukünftiges Interface Preamps hat, geh mit dem Mikro direkt aufs Interface und nutze das Pult nur zum zurückhören.
    wenn es Dir vor allem um bessere Klangqualität geht UND deine Soundkarte einen digitalen Eingang hat, kannst Du dich auch mal bei den Vorstufen mit AD-Wandler umsehen.


    Zitat

    Bitte kein SM57 Oder hast du es schon?


    Er hats schon...
    Aber sooo schlecht ist das Mikro auch wieder nicht;D Phil Collins hat früher sein komplettes Drumset mit SM57er abgemiked... naja, ob das jetzt fürs SM57 spricht??:)
    Ich hab´s schon mal hier geschrieben: MD421! Mein Favorit. Aber dann sind wir wieder in anderen Preisregionen.
    Gruß
    Chris

  • Hi,

    chris:
    ...bleiben wir doch mal kurz in den anderen Preisregionen: Ich habe grade 2 alte MD 441 abgestaubt. Hast du dazu evtl den Schaltplan oder weißt, wo es ihn gibt? Meine sind noch im Originalzustand, samt den alten Steckern...


    @Rest: So übel sind die Behringers ja nicht, dass sie alles verderben würden. Aber stimmt schon: Viel Pegel rein, damit die Preamps möglichst wenig selbst verstärken müssen. Evtl kann man die was das Rauschverhalten angeht, auch noch ein bisschen tunen, keine Ahnung was da drin steckt, vermutlich wohl SMD.

    mfg, Immo

  • @roseblood11: Ich weiss nur, dass Sennheiser die alten Manuals zum download anbietet. Wofür brauchst Du einen Schaltplan? Geht es um die Tuchelstecker? Löt Dir gleich zwei Adapter mehr als Du Micros hast, die Dinger verrecken gerne...
    Das 441 ist übrigens ein gutes Vocal Mic und kommt gut an Toms. Vorm Lautsprecher gefällt mir persönlich - sorry - das 421 besser:)
    Gruß
    Chris

    Achja: Bevor ich an einem Behringer Pult rumbastle, bau ich mir lieber gleich einen Mic-Preamp;)

  • Zitat von 100WChris;260110


    Achja: Bevor ich an einem Behringer Pult rumbastle, bau ich mir lieber gleich einen Mic-Preamp;)

    Hi,

    schon in Planung;)

    g
    t

  • Hi,
    hier noch ein paar Erfahrungen von meiner Seite.
    Ich habe seit 10 Jahren Behringer Pulte sowohl live wie auch bei Aufnahmen im Einsatz. Selbst bei vielen Kanälen (ich habe u.a. 2 Pulte mit 24 Kanälen und 2 kleinere...) ist das Rauschverhalten der Pre-Amps zu vernachlässigen. Richtige Einstellung des Gain natürlich vorausgesetzt. Rauschen wird meist duch aktive Tonanehmer in Gitarren oder im Bass erzeugt, ebenso bei digitalen Pianos und miderwertigen Kondensator Mikros. Wenn es am Ende auf der Aufnahme rauscht, ist das oftmals nur das verstärkte Rauschen der Signalquelle.
    Zu den MD Aufnahmen: MD kann mit einer richtigen Multi-Track Aufnahme am PC nicht mithalten. Kleine Multitrack Lösungen für den PC gibt es ja mittlerweile zu erschwinglichen Preisen. Ich habe allerdings auch schon mit einem 4-kanal MD Multitrack Rekorder (gab es früher von Sony...) ein komplettes Musical (Chor, Band, Solisten...) produziert, das am Ende auch ganz passabel auf der CD klang.
    Bei der Aufnahme/Abnahme einer E-Gitarre ist ein mehr oder weniger großer Grundpegel an Rauschen und Brummen immer vorhanden (prinzipbedingt durch die unsymmetrische Signalführung der Gitarre). Hier hilft ein Noise-Gate im Insert Kanal, das still zu bekommen.
    Bei den Mikros ist das (von China-Billigteilen abgesehen) weitgehend Geschmacksache. Richtig schlechte Mikros gibt es meines Erachtens nicht mehr. Die richtige Positionierung des Mikros ist oft wichtiger als der Mikro Typ.
    Gruß
    Hans Peter

  • Servus!

    Alternative zu PC Interface ist grundsätzlich ein Hard-Disk-Recorder.
    Funktioniert IMMER (so mancher hat an einem PC auf dem Windoof, Spiele, sonstige Programme etc installiert sind echte Probleme mit Recording) und kosten nicht mehr viel.
    Hab bis vor kurzem einen BOSS BR-8 verwendet. Medium waren ZIP-Disketten, dies in der Bucht fast umsonst gibt. Qualität war wesentlich besser als bei einer Standard-Soundkarte. Bedienung intuitiv: Tempo einstellen, Roten Knopf drücken, spielen, stop drücken, nächster Track....
    hat mir großen Spaß bereitet und ich habs aus Dummheit gegen ein besseres Interface und Cubase SX3 getauscht. Jetz wünsche ich mir manchmal, ich hätts noch. Hab mir deshalb noch das BOSS MICRO BR angeschafft. Cooles Teil.
    Die Daten bekam man mit einem externen ZIP Laufwerk auf den Rechner,wo ich dann die Mischung erstellte und wo man auch bearbeiten konnte.

    USB-Interfaces kosten aber nicht mehr die Welt und wenn man sowieso nicht vor hat damit Top-Qualität zu produzieren taugen die billigen auch. Kann jetzt zu keinen wirklich billigen was sagen, aber ich würds an deiner Stelle probieren. Thomann machts möglich.
    Seh gerade das BEHRINGER U-CONTROL UCA 202. Für 29 Euro!!!! Wenn das funktioniert und besser klingt als der Line-Eingang, wärs eine Sünde wert.
    Wie die billigen dann wirklich im Vergleich zu guten klingen, weiß ich nicht. Interessant wärs aber allemal!

    Hoffe geholfen zu haben!

  • Kann ich auch nur empfehlen. Machen gute Aufnahen.

    Zu beachten ist jedoch, dass mit dem ZOOM H2 keine Mehrspuraufnahmen (z.B. zuerst Drums, dann Bass, dann Git, dann Gesang) möglich sind.
    Mit dem H4 sind 4 Spuren möglich.

    Das feine am recorden mit PC (jajaja oder MAC) ist einfach, dass man immer wieder im Track stoppen kann und den Fehler einfach übersingt/überspielt und keiner merkts. Das geht sehr einfach und schnell. Mit diversen Geräten, die keine gscheite Darstellung des aufgenommenen (also nicht wie z.b. cubase) haben, wird das schwierig.

    Für einfache aufnahen, z.b. für solisten reichen die Geräte, für ernsthafte aufnahmen wirds eng.

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