Noob-Angsthasenfrage - Was kann beim diy Effektbau passieren?

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und habe praktisch keine Ahnung von Elektronik. In den letzten Wochen habe ich mich aber etwas mit den Threats hier im Forum beschäftigt und doch schon einiges gelernt. Am Freitag habe ich dann meinen ersten Bausatz "Das Lineal" bekommen. Nach einigem hin und her und viel Rumprobiererei funktioniert nun fast alles, bis auf einen kleinen Wackler am Poti. Fotos von meinem Lineal sind in der Gallerie ;)

    Aber meine Frage: Gestern hab ich beim ersten Aufbau wohl nen Kurzschluss gebaut. D.h. die 9V Batterie hat plötzlich das Stinken angefangen und wurde ziemlich heiß. Da ist mir folgende Frage gekommen: Was kann bei so Experimenten eigentlich passieren?

    Ich meine, bei einem Röhrenverstärkerbau sind klar Risiken vorhanden. Aber wie stehts mit Effekten.

    Konkret:
    1. Was passiert bei nem Batteriekurzschluss. Kann die Platzen, o.ä.?
    2. Was kann passieren wenn ich mein Gerät an ein passendes 9V Netzteil anschließe. Wenn da genauso ein Kurzschluss drin wäre, raucht dass dann auch einfach ab?
    3. Was passiert wenn ich mein DIY-Effektgerät an meinen Marshall Röhrenverstärker anschließe und einen Fehler gemacht habe? Was kann im schlimmsten Fall passieren?

    Ich meine: Mich hat auf jeden Fall der Eifer gepackt. Aber ich habe auch gemerkt, dass man viel falsch machen kann. Das kenn ich vom Programmieren. Aber da probier ich einfach solange rum bis es geht. Im schlimmsten Fall stürzt der Rechner ab... aber kann ich das bei Effektgeräten genauso machen?

    Viele Grüße
    gochx

  • Damit du auf der sicheren Seite Bleibst, kannst du Folgendes machen:

    Hänge gleich nach dem Pluspol der Batterie eine Diode so ran, dass der Strich nicht auf der Seite, an der die Batterie hängt ist. Dadurch bist du vor ungewollten Kurzschlüssen gesichert.

    Dein zweites Problem: Bau dir einen Smokey, Little Gem oder Ruby Amp und häng dein Gerät zuerst davor. Hier siehst du, ob es funktioniert oder nicht.
    Viel passieren kann bei den meisten Effekten eh nicht, aber bei einem RTD oder dem Doctaver zB können auch höhere Spannungen an den Amp gelangen.

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Hi,

    Der Titel trifft den nagel auf den Kopf.;)

    1.Hmm.. Die Batterie explodiert in einem von 100000Fällen oder so, also eher unwahrscheinlich

    2.Kommt drauf an. Es gibt viele verschiedene Netzteile, wenn du den Kurzschluss nicht bemerkst, oder zu spät, dann kann höchstens das Netzteil durchbrennen, dank dem Trafo hast du ja keinen Kontakt zum Netz.

    3.Ein Röhrenamp arbeitet mit ca. 300V an der ersten Röhre, von Typ zu Typ auch mehr oder weniger. Wenn du da ans Gitter der ersten Röhre nen Fehlerstrom von 9V hinbringst kann fast nichts passieren, und im äußersten Notfall musst du dir halt für 14€ ne neue Eingangsröhre kaufen.

    g
    t

    EDIT: Mist war jemand schneller.

  • Ok, vielen Dank für die Antworten. die Idee mit nem kleinen Testverstärker find ich nicht schlecht.
    Ich bin bei sowas normal eher so, dass ich eher gerne rumprobier bevor ich gleich 20 Threats in irgendein Forum poste. Das Lineal hab ich so ganz gut hinbekommen. Wollte mich nur absichern, dass das auch gefahrenlos so geht.
    Dann bestell ich wohl gleich mal den nächsten Bausatz, juhuu!!! ;D

  • Zitat von rrhoads33;257396


    Hänge gleich nach dem Pluspol der Batterie eine Diode so ran, dass der Strich nicht auf der Seite, an der die Batterie hängt ist. Dadurch bist du vor ungewollten Kurzschlüssen gesichert.


    Hä? Den einzigen Trick den ich mit Dioden kenne ist, dass man einen Verpolungsschutz hat. Aber gegen Kurzschluss kenn ich nix mit Dioden..

    Zitat von tpgw;257397


    2.Kommt drauf an. Es gibt viele verschiedene Netzteile, wenn du den Kurzschluss nicht bemerkst, oder zu spät, dann kann höchstens das Netzteil durchbrennen, dank dem Trafo hast du ja keinen Kontakt zum Netz.


    Windungsschluss? Das wär dann nicht so toll :-\

    Lg Stefan :)

  • Zitat von Kramusha;257421

    Hä? Den einzigen Trick den ich mit Dioden kenne ist, dass man einen Verpolungsschutz hat. Aber gegen Kurzschluss kenn ich nix mit Dioden..

    Lg Stefan :)


    Vielleicht hätte ich mich präziser ausdrücken sollen: Natürlich ist es in erster Linie ein Verpolungsschutz, jedoch wird die Batterie bei einem Kurzschluss etwas besser geschont. Edit: Wenn ich jetzt nochmal drüber denke, bringt die Diode allein in dieser Hinsicht wirklich nicht viel. da hab ich zuerst falsch gedacht.

    Besser wäre auf alle Fälle eine Sicherung. Und damit du Verpolungsschutz auch hast, empfiehlt sich gleich diese Schaltung: http://de.wikipedia.org/w/index.php?ti…=20060606000148

    Also: Für alle, die sich noch etwas unsicher sind, und Kurzschlüsse sowie Verpolungen vermeiden wollen, sind diese 19 Cent ein gut investiertes Geld!

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Danke

    Vielen Dank, werd mir wohl so ne Sicherung bauen. Die kann ich ja theoretisch in jedes Effektgerät einbauen oder eben als eigene Schaltung die ich zwischen Batterie und dem jeweiligen Effekt den ich gerade teste anschließe.

    Ist es egal welche Sicherung und welche Diode ich verwende?
    Diode würde ich diese nehmen: http://www.musikding.de/product_info.p…366_1N5400.html
    Sicherung z.bb http://www.musikding.de/product_info.p…5x20--1A-t.html
    und dazu noch eine Fassung (http://www.musikding.de/product_info.p…lter-offen.html).

    Ich hab mal versucht das Ganze (anfängergerecht) aufzuzeichnen, basierend auf der Idee vor den Schaltungsaufbau des "Plus" eine Sicherung zu bauen (http://diy.musikding.de/content/view/28/8/1/1/).
    Das Ganze sieht bei mir dann so aus: http://www.bilder-space.de/show.php?file=…8mbYyMXODLV.jpg

    Passt das alles?

    Vielen Dank für alle bisherigen Antworten
    gochx

  • Hi,

    Sind so viele Sicherheitsvorkehrungen nicht etwas übertrieben?
    Ich meine, der Bau von FX Geräten macht doch keinen Spaß, wenn nicht mindestens 2 tolle OP Amps draufgegangen sind.:p

    Andererseits ist der Verpolungsschutz besonders vor Gigs eine Art Lebensversicherung;)

    g
    t

  • Zitat von tpgw;257498


    Andererseits ist der Verpolungsschutz besonders vor Gigs eine Art Lebensversicherung;)

    Aber auch nur, wenn man eine Ersatzsicherung oder zumindest etwas zum überbrücken dabei hat...

    mfg

    Signalverfolgung - the real answer to life the universe and everything

  • Die meisten Netzteile sind heutzutage kurzschlusssicher, was bedeutet sie überleben einen Kurzschluss gut, solange er nicht zu lange dauert. Nach langer Zeit sind auch irgendwann dei Wicklungen hin.

    Es gibt auch ganz noble Varianten, die elektronisch abschalten und dir das meistens durch ne LED zu erkennen geben.

  • Ich meinte ja nur den Verpolungsschutz, also die Diode, die Sicherung halte ich bei 9 oder 12V für überflüssig, da außerdem die meisten Netzteile auf 300 oder 500mA gesichert sind.

    g
    t

  • Hallo,

    Zitat von rrhoads33;257396

    Damit du auf der sicheren Seite Bleibst, kannst du Folgendes machen:

    Hänge gleich nach dem Pluspol der Batterie eine Diode so ran, dass der Strich nicht auf der Seite, an der die Batterie hängt ist. Dadurch bist du vor ungewollten Kurzschlüssen gesichert.

    mfg

    Och, so eine Diode verhindert nicht, daß ich trotzdem etwas in der Schaltung kurzschließe.
    Warum auch? Gegen Falschpolung der Betriebsspannung wird sie aber helfen.

    Gruß Ingo

  • Zitat von Kramusha;257421

    Hä? Den einzigen Trick den ich mit Dioden kenne ist, dass man einen Verpolungsschutz hat. Aber gegen Kurzschluss kenn ich nix mit Dioden..


    Zitat von Ingo;257703

    Hallo,
    Och, so eine Diode verhindert nicht, daß ich trotzdem etwas in der Schaltung kurzschließe.
    Warum auch? Gegen Falschpolung der Betriebsspannung wird sie aber helfen.


    Hehehehe ;D Zu langsam, viel zu langsam ;D

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