Ein weiterer Madamp erblickt die Welt- und gibt keinen Ton von sich!

  • Hallo Forum,

    ich habe in den Weihnachtsferien mit meinem Vater begonnen einen A15Mk2 zu bauen.
    Das ist der erste Verstärker in der Größe, vorher haben wir nur ein paar kleinere Sachen gebaut (Effekte,Little Gem, usw.) Wir haben uns relativ viel Zeit gelassen und fast alle Lötstellen ordentlich kontrolliert und nachgemessen.
    Wir sind dann eben fertig geworden und die Röhren glühen!
    Dann haben wir die Bias Spannung eingestellt und ich hab meine Gitarre angeschlossen, doch aus meiner Box (8Ohm) kam kein einziger Ton, auch nachdem ich alle potis aufgedreht und den Kanal gewechselt habe!
    Dann habe ich alle Spannungen ,wie in der Anleitung beschrieben, nachgemessen.
    Alle Spannungen sind im optimalen Bereich, außer an Pin 2 von V3, dort messe ich nur 82V anstatt 116.
    Außerdem kann ich die Bias-Spannung nur so einstellen, dass an V1 35mV sind und an V2 nur 17 mV, ist das okay? In der Anleitung steht zwar, dass wenn die beiden 6V6 Röhren unsymetrisch sind, man die höhere Spannung auf 35mV einstellen soll, aber ich weiß nicht, ob diese Werte okay sind.
    Auffällig war auch, dass wenn ich mit dem Multimeter an das Signal vom Input ging, sich ein leises Brummen bemerkbar machte, als ich dann noch zusätzlich den anderen Anschluss vom Multimeter an den 8 Ohm Ausgang hielt, verschwand dieses Brummen sofort.
    Das war bis jetzt der einzige Ton, den ich von meinem Madamp bemerken konnte ;)

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen,

    Viele Grüße,

    Julian

  • HI,

    Wenn wirklich gar nichts kommt, is das natürlich kein gutes Zeichen ein pfeifen brummen etc. wäre da schon besser;)
    Zuerst musst du den Fehler mal einkreisen, dh. einmal Endstufe mit einem anderen Signal speisen und schauen ob's dann geht, wenn's geht, dann Vorstufe irgendwie anders hörbar machen, wenn du dann weißt wo der Fehler liegt, dann bist du ein ganzes Stück weiter.
    Hört man nichts oder gar nichts?;)

    Hast du einen Oszi zur verfügung?

    g
    t

    p.s das mit dem Multi am Eingang is allerdimgs merkwürdig, hast du an deiner Gitarre die Vol. Potis aufgedreht, als du probiert hast?;D

  • Hallo,

    geh mal mit der Gitarre in den Return, ob da (leise) was aus dem LS kommt (wenn ja, liegt der Fehler in der Vorstufe). Danach umgekehrt (Gitarre in Input und Send auf rine Gitarrenendstufe)

    Der unterschiedliche Ruhestrom weißt aber eher auf einen Fehler in derdie Endstufe hin. Bei meinem A15 liegen beide Röhren um 1mA auseinander

    Überprüfe nochmals alle Verbindungen. Ich hatte zu Beginn ein Kabel an der Isolierung angelötet, da kam auch nix raus.

    Wie siehts mit den abgeschirmten Kabeln aus? Versehentlich das Signal mit Masse verbunden?

    Gruß

    Tom

    Edit

    les mal den Thread über den Fehler im J5, da steht viel über die Vorgehensweise bei Fehlern drin

    Ibanez S470; MEK JCM800 Emulator + Box of Rock> Madamp A15 + Marshall JVM > TC G-Sharp > Tube-Town RexPro 212 mit Eminence Governor + Private Jack

  • Ich hab grade nochmal über den Ausgangübertrager geguckt und festgestellt, dass das Kabel zur 8 Ohm Buchse nicht richtig verlötet war. Habs dann direkt dran gelötet, eingeschaltet und dann hörte ich erstmal brummen ;) Da drunter ein leises Gitarrensignal, der Kanal 2 war noch schechter...
    Hab ich jetzt den Ausgangsübertrager oder irgendwas anderes irgendwie beschädigt?
    Ich hab schließlich eben bestimmt 10 min lang gemessen, als der Verstärker an war...

    Gruß, Julian

  • Hi!

    Du solltest folgendes prüfen!!!!

    Falsch geliefert UND beschriftet waren die Widerstände R49, R50. Diese sollten 470 Ohm haben, waren auch so beschriftet(!!!!!!!), hatten aber nur 47 Ohm!

    Miss das mal nach!!! Zwei Leute kenne ich schon, wo das der Fall war!
    Gibt auch ne Fred darüber hier.

    So groß der Unterschied im Bias nicht sein! sollte ein paar lausige mA nicht überschreiten, bei mir waren´s weniger als einer.

    Gruss, SAMARA

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

  • Hi!
    So hab grade mal die oben genannten Wiederstände gemessen und sie haben tatsächlich nur 47 Ohm, waren aber mit 470 beschriftet und ich hab auch so eingebaut ;)
    Naja ich werde mal testen wenn ich sie ersetzt habe, ob noch immer die gleichen Probleme auftauchen.
    Vielen Dank schonmal!

    Gruß, Julian

  • Daher geh' ich immer so vor:

    alle Widerstände durchmessen und in ein Stück Stryopor sortiert stecken. Dauert vorher zwar länger - vereinfacht aber die Fehlersuche. Ebenso die Cs genau kontrollieren. Bei meinem A15 war ein C zu klein...

    Gruß

    Tom

    Ibanez S470; MEK JCM800 Emulator + Box of Rock> Madamp A15 + Marshall JVM > TC G-Sharp > Tube-Town RexPro 212 mit Eminence Governor + Private Jack

  • So danke für die Tips, ich muss jetzt erstmal warten, bis die bestellten Wiederstände eintreffen! Ich hoffe mal, dass der Verstärker dann läuft und da mein Vater und ich und die Zeit etwas verkürzen wollen, haben wir schon am Gehäuse angefangen!
    Wir hatten geplant, im Gehäuse ein paar LED's unterzubringen. So jetzt ist die Frage, wo ich diese im Verstärker anschließe. Gibt es im Verstärker irgendeine Stelle wo ich diese am besten anschließen kann?
    Ich hab die Frage einfach mal hier mit reingepackt, weil ich fand, dass sie zu klein ist, um dafür einen neuen Thread aufzumachen ;)

    Gruß, Julian

  • Hi!
    Die Heizspannung sollte das noch hergeben.

    Natürlich nur mit entsprechenden Vorwiderständen, aber das sollte klappen. 100Ohm vor die LED (in meinem Fall bei nem anderen Projekt mit identischem Trafo) ne blaue mit 5mm, aber das sollte man mal durchmessen (I)....

    Gruss, SAMARA

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

  • Zitat von SAMARA;257150

    Hi!
    Die Heizspannung sollte das noch hergeben.

    Strommäßig würde ich dir zustimmen, allerdings muss man bedenken, dass die Heizung ja hochgelegt ist. Das sollte man berücksichtigen, wenn man auf der Chassisoberseite LEDs mit der Heizung betreiben will.

    -Matthias-

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Hochgelegt?? Hä?

    Wenn du die 6,4 V meinst.... die sind ja wechsel... ne blaue 5mm LED kann so kurz über vier V, mit nem Vorwiderstand sollte das grad noch passen...

    Man sollte aber mal nachmessen, zur Not macht man noch nen R Parallel zur Diode (Spannungsteiler) dann passts auch wieder!

    Seid kreativ! ;D

    Gruss, SAMARA

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

  • Hochgelegt heißt, dass die 6,3V Wechselspannung nicht 0V, also Masse als Referenz haben, sondern (im Falle des Madamp) ca. +50V DC. Für die LED heisst dass, dass, wenn man die wie gewohnt mit der Kathode gegen 0V/Masse schaltet, die Versorgungsspannung deutlich höher ist. Bei einem 100R-Vorwiderstand fließen da so um die 500mA durch die LED... für ein paar Millisekunden, dann ist die durch. Der Vorwiderstand muss also viel größer ausfallen.

    Wenn man die LED parallel zu den Röhrenheizungen schaltet, läuft die LED halt mit Wechselspannung und geht 50 mal in der Minute an und wieder aus, und die Helligkeit wird auch schwanken (weiss nicht, ob das mit bloßem Auge wahrnehmbar ist bei 50Hz). Die max. Sperrspannung von diesen Klein-LEDs liegt so bei 5V, man müsste die negative Halbwelle also ggf. noch wegrichten. Sollte aber kein Problem sein, 100Ohm sind aber trotzdem zu wenig (für eine einzelne LED - ich würde mal so 390 Ohm nehmen, dann läuft die LED mit ca. 8mA RMS / 14mA Peak, 20mA sind das Maximum). Bei mehreren LED in Reihe addieren sich die Spannungsabfälle, mehr als 2 5mm-LED wird also schon schwierig, die mit 6,3V zu betreiben.

    Aber die Kathode der LED in diesem Fall auf keinen Fall gegen Masse schalten, da wird die LED sonst über den Daumen gepeilt mit 50V betrieben!

    Wenn du a)die Fussschaltoption eingebaut hast, b) nicht zuviele Dioden nimmst und die c) mit wenig Strom betreibst (die blauen 5mm-LED sind auch bei 2mA noch verdammt hell), kannst Du die Versorgung aus dem Netzteil für die Fussschalterrelais holen. Die BIAS-Wicklung vom TRA200 gibt max 120mA her, mit LED schätze ich die Relais des Fussschalters so auf 40mA, wieviel Reserve für die BIAS-Spannung bleiben müssen, weiß ich nicht.

  • Zitat

    Wechselspannung und geht 50 mal in der Minute an und wieder aus, und die Helligkeit wird auch schwanken (weiss nicht, ob das mit bloßem Auge wahrnehmbar ist bei 50Hz).

    Das bekommst Du nur zu sehen, wenn es Dir gelingt mit 49 Hz die Augen auf und zu zumachen:p Dann siehst Du immerhin eine interferenz.

  • "Das glaub' ich weniger", wie mein Physiklehrer zu sagen pflegt. Man sieht wohl nicht ein wirkliches Blinken, aber man kann mit Pech (das ist soweit ich weiss von Mensch zu Mensch unterschiedlich) ein Flimmern wahrnehmen. Das merke ich zB bei den Status-LEDs meines Akku-Ladegerätes, manchen Leucht(stoff? Wo war noch gleich der Unterschied?)röhren und nicht zuletzt bei meinem CRT-Bildschirm.

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Also der Verstärker steht im Gehäuse auf 4 langen Schrauben, sodass es aussieht, als würde er frei im Gehäuse schweben!
    Die LED's sollen quasi so eine Art Unterbodenbeleuchtung bewirken ;) Und da die Frontplatte des Verstärkers aus Plexiglas besteht, sollte das denke ich einen ganz schönen Effekt geben. Ich hab also geplant, so an die 10 LED's unter den Verstärker zu bauen.
    Hab grade hier die Dinger bei Ebay entdeckt: http://cgi.ebay.de/10-LEDs-5mm-bl…1QQcmdZViewItem

    Also so in die Richtung sollen die LED's gehn.

    Gruß, Julian

  • So zu früh gefreut, ich hab die Wiederstände eingebaut und eingeschaltet: die Bias-Spannung beträgt jetzt an an V6 35mV und an V5 20mV, und es ist immer noch ein starkes Brummen da. Man hört zwar das Gitarrensignal und es verändert sich auch entsprechend, wenn man an den Potis dreht, also man kann auch in den 2. Kanal gehn, jedoch ist halt immer noch dieses Brummen da und der Amp klingt auch recht leise...
    Kann schon irgendwas beschädigt (Ausgangsübertrager, Röhren?) sein, oder könnte mir sonst jemand einen Tip bei der Fehlersuche geben?

    Gruß, Julian

  • Hast du schon kontrolliert, ob das BIAS-Netzteil korrekt arbeitet? Lässt sich ein korrekter Spannungsbereich (-21V bis -27V, jeweils direkt an Pin 5 der Oktalfassungen gemessen) einstellen?
    Ist die BIAS-Sektion in Ordnung, könnte es natürlich auch sein, dass die Endröhren höchst schlecht "gematcht" wurden.

    €dit: Da fällt mir ein.. ein Problem mit asymmetrischen Ruheströmen hatte ich auch mal in meinem A15... zu messen waren da ~35mV an V5 und ~50mV an V6. Letztere ist dann auch mit einem Feuerwerk abgeraucht [Blockierte Grafik: http://forum.musikding.de/vb/images/smilies/grin.gif] Der Grund war das abgeschirmte Kabel "B", dessen Innenleiter den Anschluss von C25 berührte,der zu V4/Pin 2 führt.

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Hi Nils!

    Warum sollte man denn auf Masse gehen???

    Ich meinte NUR die Pins der Heizung...

    Und mehrere Hersteller machen genau das: zwischen die beiden Heizungspole nen Vorwiderstand, nen Schalter und ne LED.

    Sollte ich ggf. mal in meinem GTO-clone nachmessen wie hoch der Strom und die Spannungen wirklich sind an der einen LED... :)

    Äääääh.... by the way! Wie wäre es, eine blaue 230V Lampe zu nutzen???

    Macht das dann nicht mehr Sinn??? Da gibts sicher auch nette Lösungen beim großen "C".... ok, ne Leuchtstoffröhre sollte es net sein.... *g
    Fragt sich dann auch, wie es mit Einstreuungen aussieht....

    Gruss, SAMARA
    Hab meinen Schalter eben umgelötet, jetzt leuchtet er auch nur, wenn er an ist...

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

  • Natürlich kann man die LEDs auch über die Heizung betreiben. Und natürlich sollen die LEDs dann auch nich an Masse gehängt werden.
    Mit meinem 1. Post wollte ich nur drauf hinweisen, dass die Heizung hochgelegt ist und man daher bei der Verkabelung der Leuchtdioden aufpassen muss.
    Wenn die Heizung potentialfrei wäre, wäre es ja kein Problem, wenn eine Seite versehentlich das Chassis berührt und so geerdet wird.
    Durch die Hochlegung kann das allerdings Konsequenzen haben. So eine LED hält in der Regel nunmal keine 60V aus...

    Beim Kondensator läuft der Strom der Spannung vor.
    Bei Induktivitäten tut sich der Strom verspäten. ;D

  • Zitat von Lorak Alytjow;257208

    Hast du schon kontrolliert, ob das BIAS-Netzteil korrekt arbeitet? Lässt sich ein korrekter Spannungsbereich (-21V bis -27V, jeweils direkt an Pin 5 der Oktalfassungen gemessen) einstellen?
    Ist die BIAS-Sektion in Ordnung, könnte es natürlich auch sein, dass die Endröhren höchst schlecht "gematcht" wurden.

    Hallo!
    Ich hab grade nochmal gemessen. Die Ergebnisse:
    An Pin 5 von V5 und V6 liegen wenn mit ausgeschalteten Standby-Schalter -18,5V und mit eingeschalteten Standby-Schalter -17,5, als ich dies an V5 gemessen hab, hörte man ein Knistern.

    Wenn ich direkt am Bias Poti messe, messe ich an den gebrückten Pins bei ausgeschalteten Standby-Schalter 22,8 und 15,8 am anderen Pin und bei eingeschaltetem Standby-Schalter
    21,5 an den gebrückten Pins und 14,8 am anderen Pin.

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